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Die liebe Frau Dreyer aus Rheinland-Pfalz: Wirtschaftsprüfer geben ihr die Schuld für das China-Desaster

Was war das nicht für ein Desaster für Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Anscheinend wollte sie unbedingt in Windeseile ihren Flughafen „Frankfurt-Hahn“…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was war das nicht für ein Desaster für Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Anscheinend wollte sie unbedingt in Windeseile ihren Flughafen „Frankfurt-Hahn“ (liegt in Rheinland-Pfalz) loswerden, und machte einen Vertrag mit einem mehr als windigen chinesischen „Investor“, der sich als fiktiver Briefkasten über einem Reifenhandel entpuppte. Als der peinliche Schwindel aufflog, verwies Dreyer auf die Wirtschaftsprüfer der „renommierten“ Gesellschaft KPMG, die den Käufer auf Herz und Nieren prüfen sollte. Auch wir hatten neben vielen anderen Medien direkt bei KPMG nachgehakt, waren aber auf eine Wand des Schweigens gestoßen. Denn wie konnte KPMG unter anderem übersehen, dass der Investor in China nicht mal real existierte?

Malu Dreyer
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Foto: Martin Kraft/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Jetzt kommt zumindest ein klein wenig Licht ins Dunkel. Nicht über den Deal öffentlich sprechen darf KPMG anscheinend deshalb, weil Malu Dreyer den Wirtschaftsprüfern wohl nach wie vor die Aufhebung der Verschwiegenheitspflicht verweigert, die so ein „Beratungsauftrag“ mit sich bringt. Aber die Mainzer Allgemeine Zeitung hat es dennoch geschafft Einblick in ein Schreiben zu erhalten, dass von KPMG am 21. Juli an die Landesregierung von Rheinland-Pfalz gesendet wurde. Bei KPMG scheint man wohl auch durch den Presserummel mehr als besorgt um seinen Ruf zu sein, der durch diesen Vorgang gefühlt ins Bodenlose abgerutscht ist. Denn wofür noch einen Wirtschaftsprüfer beauftragen, bei so einem Resultat?

KPMG regt sich darüber auf, dass die Landesregierung den Sachverhalt einseitig und damit letztlich unrichtig darstelle, womit der schwarze Peter für das Desaster zu KPMG übergeht! Laut KPMG sei die Kaufofferte des chinesischen Bieters das einzige zuschlagsfähige Kaufangebot gewesen. Daraus habe sich ein erheblicher Verkaufs- und Zeitdruck“ ergeben. Deshalb wollte die Landesregierung den Verkauf schnell abschließen, und habe daher mehrfach „hoch ambitionierte zeitliche Vorgaben“ gesetzt, wichtige Informationen nicht breit diskutiert und wichtige Empfehlungen und Warnhinweise von KPMG ignoriert.

Auch habe KPMG den rheinland-pfälzischen Innenstaatssekretär Randolf Stich ausdrücklich empfohlen die Verhandlungen mit den Chinesen aufgrund von Unklarheiten und sich ergebenden Fragen zumindest bis auf Weiteres auszusetzen. Der Staatssekretär hätte diese Empfehlungen von KPMG aber ignoriert, und habe entschieden die Verhandlungen mit dem Ziel eines möglichst kurzfristig umsetzbaren Vertragsabschlusses fortzuführen. Die Begründung laut Brief von KPMG: Es hätte keinen Alternativbieter gegeben, und es gäbe einen von der Ministerpräsidentin (Malu Dreyer) zum Ausdruck gebrachten Zeitdruck das Geschäft zügig abzuschließen.

Aufgrund der Vorgabe der Staatskanzlei von Malu Dreyer habe dann das Innenministerium den Beurkundungstermin für den Flughafen-Verkauf festgelegt, obwohl laut KPMG noch Rechtsgutachten, ein Integritätsbericht sowie ein Liquiditätsnachweis fehlte. Auch habe laut KPMG das Land Rheinland-Pfalz bewusst auf eine Bankbürgschaft des Käufers verzichtet! Das Geschäft flog in letzter Sekunde noch auf, weil vom Käufer kein Geld floss. Na klar, woran erkennt man einen Hochstapler? Er hat kein Geld! Ein Bestehen auf eine Bankbürgschaft hätte ihn daher schon ganz früh entlarvt! Wenn das alles so stimmt, was durch KPMG geschrieben und jetzt durch die „Allgemeine Zeitung“ ans Licht gekommen ist, kann Malu Dreyer gleich ein zweites Misstrauensvotum in ihrem Landtag einberufen, oder gleich zurücktreten.

Denn so dilettantisch haben sich ja noch nicht mal im Ansatz Berlin oder Hamburg beim BER und der Elbphilharmonie angestellt. Das Muster ist aber immer das selbe: Ein Prestigeprojekt, ohhh es muss schnell gehen, alles sofort zum erfolgreichen Abschluss bringen – Details interessieren nicht. Beim Flughafen Hahn bestand das Prestige für Malu Dreyer offenbar darin der Öffentlichkeit beweisen zu wollen, wie handlungsfähig sie ist, und wie schnell sie diesen Verlustbringer aus den Büchern des Landes verschwinden lassen kann. Die Tatsache, dass KPMG offiziell weiterhin durch das Land nicht von seiner Verschwiegenheitspflicht in dieser Sache entbunden wird, ist zumindest ein Anhaltspunkt dafür, dass KPMG hier Fakten und Beweise hat, dass Malu Dreyer alle Warnsignale ignoriert hat!

Malu Dreyer jedenfalls lies auf die Vorwürfe von KPMG nun verlauten dies sei eine einseitige Darstellung von KPMG. Sie wies die Vorwürfe entschieden zurück Zeitdruck beim Verkauf ausgeübt zu haben. Terminvorgaben durch die Landesregierung habe es keine gegeben – auch habe man keine Warnungen ignoriert. Na dann, so meinen wir, gibt es ja keinen Grund die Verschwiegenheitspflicht für KPMG noch aufrecht zu erhalten. Frau Dreyer, lassen Sie uns doch alle gemeinsam den Original-Schriftverkehr zwischen Ihnen und KPMG einsehen – dann können wir ja feststellen, wer hier lügt!

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Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

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Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Extrem schwach! Der Amazon-Effekt in brutaler Klarheit

Claudio Kummerfeld

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USA Flagge und Adler

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 245.000 Stellen für November, was deutlich schlechter war als erwartet (Prognose 470.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 245.000 neuen Stellen gab es einen Abbau von 99.000 Stellen beim Staat. Somit gibt es im November 344.000 neu geschaffene Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es insgesamt einen Zuwachs von nur 55.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +1.000. Auf dem Bau waren es +27.000 Stellen, und in der Industrie +27.000. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im November.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Grafik zeigt US-Arbeitsmarktdaten für November im Detail

Verbleibt bei den neu geschaffenen Stellen im November noch ein Plus von 289.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Ein sehr schwacher Wert nach +783.000 im Oktober. Der Einzelhandel baute 34.700 Stellen ab. Das ist dramatisch, wo der Sektor doch als einer der Jobmaschinen gilt. Elektronikgeschäfte bauten netto 11.300 Stellen ab, Sport- und Buchgeschäfte 12.100 Stellen, und Kaufhäuser sowie große Supercenter (Walmart etc) verloren netto 20.800 Stellen. Gleichzeitig explodieren die Neueinstellungen bei Amazon und Co (also vor allem Amazon). Alleine im November wurden netto 81.900 neue Kurierfahrer eingestellt, und 36.800 Mitarbeiter in Warenlagern.

Grafik zeigt Details zu Job-Änderungen im US-Einzelhandel

Der Sektor „Professional and Business Services“ konnte 60.000 Stellen hinzugewinnen (sehr schwach), wobei hier alleine fast 70.000 neue Jobs bei Zeitarbeit und Hilfsarbeit entstanden. Andere Teilsegmente in dem Bereich bauten also eher Stellen ab. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit nur +54.000 Stellen auch sehr schwach dabei. Wobei der Bereich Bildung 5.700 Stellen abgebaut hat. Die Pflege schuf 59.600 neue Stellen. Der mit Abstand größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Freizeitparks etc.  Hier ist die Schaffung neuer Stellen im November extrem schwach ausgefallen mit gerade mal +31.000. Innerhalb dieses Segments wurden bei Restaurants und Bars sogar 17.400 Stellen abgebaut. Die zweite Corona-Welle lässt grüßen.

Grafik zeigt Details zu verschiedenen US-Jobdaten

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Coronavirus: Herdenimmunität, ein Geduldsweg, vor allem in Deutschland

Wolfgang Müller

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Die Impfung gegen das Coronavirus nimmt immer mehr Gestalt an, nicht nur in China, in Russland, in der Türkei, ab Montag in Großbritannien, aber bald auch in Deutschland. Endlich die Plage loswerden, immun werden, so die berechtigte Hoffnung Vieler. Eines aber spricht gegen eine rasche Herdenimmunität, auch in Deutschland – die Bereitschaft zur Impfung.

Coronavirus: Aktuelle und künftig Immunisierte

Betrachtet man sich die aktuellen Infektionszahlen, so erkennt man große Unterschiede bei den offiziell registrierten Infizierten mit dem Coronavirus. In den USA ist bereits jeder 23. Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden, in Frankreich jeder 29., in Spanien jeder 27., in Belgien und Tschechien jeder 20. – und in Deutschland? Jeder 76. Einwohner, bei einer Dunkelziffer von vielleicht Faktor drei bis vier, nach Einschätzungen von Virologen. Bleiben also noch über 78 Millionen, die es geschafft haben, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Aber was ist mit den USA, wo selbst der Leiter der nationalen Seuchenschutzbehörde von einer Dunkelziffer mit unglaublichem Faktor 10 sprach? Wenn dies zuträfe, hätten schon unglaublich viele Amerikaner die Sache bereits überstanden. Worüber das deutsche Gesundheitswesen eigentlich sehr stolz sein kann, bringt aus jetziger Sicht einen zusätzlichen Nachteil bei der Herdenimmunität.

Die derzeitige Abneigung der Bundesbürger gegen die Impfung

Auch wenn es bereits einen gewaltigen Aufbau für die über 400 Impfzentren in Deutschland gibt, von denen kürzlich die Rede war und die ab 15. Dezember funktionsfähig sein sollen, wird das Thema Massenimpfung eine große Aufgabe werden. Es leben bereits über 83 Millionen Menschen in diesem Lande und bis die so oft zitierte 60 Prozent-Rate erreicht ist, könnte es doch eine Zeit dauern. Zumal mit der Entwicklung der Impfstoffe die Zahl der Impfwilligen sogar abgenommen hat. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass derzeit nur 53 Prozent der Bundesbürger zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit sind.

Man bräuchte aber selbst bei einem 100-prozentigen Schutz 60 Prozent der Bevölkerung, die bei der Impfung mitmachen. Bei der bisher verkündeten Wirksamkeit von 95 Prozent sogar noch einige Prozent mehr.

Sicherlich gibt es viele Skeptiker, die sich berechtigt Sorgen um die Nebenwirkungen machen, die man derzeit bei der geringen Probandenzahl gewiss noch nicht ausschließen kann. Die Anzahl sollte aber abnehmen, wenn die Impfungen gut funktionieren. Ein paar Sonderfälle aber, in den Medien verbreitet, schon könnte die Bereitschaft abnehmen. Aber es gibt auch die radikalen Impfgegner, auch Gentechnikgegner, die bis zu einer Herdenimmunität immer noch eine Gefahr darstellen, als mögliche Spreader des Coronavirus.

Die Impfung ist ein gewaltiger Schritt – aber kein Wundermittel, welches in kurzer Zeit die Normalität versprechen kann. Man weiß heute noch nicht, wie lange ein Schutz wirksam sein wird und ob man als Geimpfter nicht doch noch als Virenspreader in Frage kommt. Es wird bei aller Freude über die Impfung noch einiges an Geduld brauchen, denn es werden bestimmt in kurzer Zeit Meldungen entstehen, die contra Impfung verwendet werden können. Zum Beispiel von Menschen, die plötzlich nach der Impfung schwer erkranken, weil sie vor der Impfung noch keine Symptome verspürt haben. Das allgemeine Gesundheitsrisiko bleibt, ebenso das „Fake News-Risiko“ in den sozialen Medien.

Die kommende natürliche Spaltung der Gesellschaft

Es ist sicherlich nicht an der Zeit, um sich allzu viel Gedanken über ein mögliches Zukunftsproblem im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise zu machen. Aber die Fragestellungen könnten schneller kommen, als man jetzt glaubt. Was passiert mit den Millionen, die es bald geben wird, die geimpft sind und immunisiert: sollen diese weiter Maske tragen und die vielen Sonderregeln beachten? Wird anfangs sicherlich aus Solidarität funktionieren, aber es werden ja täglich mehr. Gar nicht zu reden von den vielen Branchen, die von dem Zusammentreffen vieler Menschen profitieren, wie Tourismus, Kultur, Festveranstalter, diese werden sicherlich die Rückkehr zur Normalität fordern. Es werden sich Gruppen bilden, aber was passiert mit den Verweigerern einer Impfung?

Viele Fragen, nicht nur für den Ethikrat.

Fazit

Die letzten Monate haben gezeigt, wie lange es dauern würde, bis eine natürliche Herdenimmunisierung dem Coronavirus den Garaus machen könnte. Vor allem in Deutschland. Selbst bei 10.000 kontrollierten Fällen pro Tag (3,6 Mio/Jahr) wären es viele Jahre, bis man eine Herdenimmunität erreicht hätte. Ein Kollaps nicht nur für die Wirtschaft und viele Branchen, sondern auch eine unerträgliche Lage für die Menschen und dem Leben in ständiger Angst.

Es geht nicht um die Jugend – in Deutschland gibt es bereits über 21 Millionen Rentner und viele Risikogruppen unterhalb dieser Altersgruppe. Klar gibt es die berechtigten Bedenken über Nebenwirkungen, aber bei einer Impfquote von gut 50 Prozent würde man in Deutschland noch sehr lange mit SARS-CoV-2 leben müssen. Ohne wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte aber gerade Deutschland ein längeres Problem. Es sollte sich eigentlich jeder über den medizinischen Fortschritt freuen, auf die Wirksamkeit der Impfung hoffen und sich auf eine baldige Rückkehr zu sozialen Gewohnheiten des Miteinanders innerlich einstellen. Es dürfte allerdings noch ein gerüttelt Maß an Geduld erfordern.

Über das Coronavirus und Herdenimmunität

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