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Die neue Euro-Krise ist EZB gemacht Die neue EURO-Krise – über das Scheitern der EZB!

Euro-Krise Euro EZB

Die neue Euro-Kris ist da – und die EZB ist maßgeblich dafür verantwortlich!

Die neue Euro-Krise: Das Kreativpotential der EZB

Eine magische Schallmauer wurde durchbrochen: Die Schuldenquote kletterte im Euro-Raum auf 104 Prozent. Offiziell liegt die Schuldenquote in der Eurozone nur bei 96 Prozent. Erst wenn man die verdeckte EU-Verschuldung hinzurechnet, kommt man auf den Wert von über 100 Prozent.

Der Hintergrund ist dieser: Bei der EZB ist man auf die Idee gekommen, dass sich die Euro-Länder nicht nur über ihre nationalen Notenbanken, sondern auch über die Europäische Union verschulden können. Ein Taschenspielertrick, um zu verhindern, dass die Schuldentürme in der Presse noch höher aufragen, als sie es ohnehin schon tun. Das Kreativpotential der EZB kennt offenbar keine Grenzen. Man müsste eigentlich eine Film-Satire drehen über das Spitzenpersonal bei der EZB. Titel: Die Bankfälscherbande. Mit zwei smarten Damen an der Spitze, deren Augenaufschlag nichts Böses ahnen lässt..

EZB Lagarde sinngemäß: kann nichts dafür..

Derweil erklärte Christine Lagarde am 7. Februar 2022, sie könne doch weder etwas für die weltweiten Lieferengpässe, noch für den Anstieg der Strom- und Energiepreise seit 2021 und schon gar nichts für den Ukrainekrieg. Das ist richtig, dafür kann sie nichts. Aber sie kann die verheerenden Auswirkungen im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden finanzpolitischen Instrumente lindern. Das wäre ihre Auftrag. Stattdessen verschanzt sie sich hinter dem Ukrainekrieg und zeigt mit dem Finger auf Putin als den vermeintlichen Verursacher.

Die Wahrheit indessen ist, konstatierte Hans-Werner Sinn bereits im Februar, dass die gegenwärtige hohe Inflation im Euroraum mit dem Ukrainekrieg nichts zu tun hat. Sinns Feststellung ist gewiss überpointiert. Was der ehemalige Präsident des ifo-Instituts damit ausdrücken wollte ist dies: Der Ukrainekrieg zündete nur die zweite Stufe der Inflation. Die erste Stufe war Corona. Ukrainekrieg und Corona sind nur Auslöser, nicht Ursache der schwersten Inflationskrise, die der Euro seit seinem Bestehen durchlebt.

EZB agiert hilflos und verlautbart das sogar öffentlich – nicht gut für den Euro

Diese Krise hat die EZB maßgeblich selbst verschuldet. Frau Lagarde fand am 7. Februar diesen Jahres folgende Worte für ihre Hilflosigkeit: „Wenn wir nun geldpolitische Maßnahmen ergreifen würden, indem wir die Wertpapierkäufe schrittweise zurückfahren und die Zinssätze rasch anheben, würde sich das sofort auf die Energiepreise auswirken? Ich glaube nicht.“

Wie kann die Chefin einer Zentralbank, zumal der zweitwichtigsten der Welt (nach der amerikanischen Fed), nur so etwas behaupten, regt sich Hans-Werner Sinn auf und fasst sich entgeistert an die Stirn. Wenn Frau Lagarde nicht in der Lage ist, die massive Inflation zu stoppen, sollte sie eigentlich Platz machen für jemanden, die das schafft – sonst eskaliert die Euro-Krise weiter.

Die EZB-Chefin würde Bachelor Phase nicht überstehen

Der Zusammenhang zwischen Geldmengenreduzierung und Zinserhöhung ist in der Tat direkt und unmittelbar. Das ist Lehrbuchwissen. Dieser Zusammenhang ist so evident wie das Gießen von Blumen und ihrem gedeihlichen Wachstum als dessen Folge. Mit ihrer Aussage zur Inflation würde Christine Lagarde die Bachelor Phase im Volkswirtschaftsstudium nicht überstehen (sie musste freilich auch nicht, sie ist ja Juristin). Geld ist bekanntlich wie Wasser. Es sucht sich seinen Weg. Die unfassbar hohen EURO-Geldberge haben seit November 2021 nach und nach den Weg in den Konsumentenmarkt gefunden. Es hat ein wenig gedauert, das ist bei Sickerprozessen so. Anstatt die Inflation mit Geldentzug zu bekämpfen, wird die Inflation kräftig weiter gegossen. Was soll man sagen: Sie wächst und gedeiht prächtig.

EZB schafft Zentralbankgeld bergeweise

Die Zentralbankgeldmenge ist im Euroraum in Relation zum BIP auf 48,6 Prozent gestiegen (1. Quartal 2022). Anfang 2002 lag der Wert bei grosso modo 6 Prozent. Er schnellte erstmals infolge der Weltfinanzkrise 2008 auf 12,1 Prozent in die Höhe. Seit 2014 kennt die Kurve nur noch eine Richtung: nach oben. 2019 verharrt sie in einer Seitwärtsbewegung und schießt infolge der Helikoptergeldmaßnahmen der Corona-Hilfen 2020 steil in die Höhe. In den USA verlief die Entwicklung parallel, allerdings auf signifikant niedrigerem Niveau. Auch hier verlief der Anstieg treppenförmig und erreichte 2021 eine Ausweitung des Zentralbankgeldes von ca. 28 Prozent. Seit wenigen Monaten ist in den USA die Zentralbankgeldmenge allerdings wieder rückläufig. Gegenwärtig liegt sie bei 25 Prozent.

Die neue Euro-Krise ist EZB gemacht

Die neue Euro-Krise kommt nicht aus dem Nichts! Rufen wir uns den Katalog der Ereignisse ruhig noch einmal in Erinnerung: Bereits am 4. Oktober 2019 warnten Notenbanker in einem Memorandum die amtierende EZB-Führung eindringlich vor den verheerenden Konsequenzen ihrer zügellosen Geldmengenausweitung. Das Besondere an dieser Warnung – an warnenden Stimmen hat es ja wahrlich nie gemangelt, man denke nur an Thomas Mayer, Deutschlands maßgeblichem Finanzvolkswirt – ist der Umstand, dass seine Unterzeichner ausnahmslos Notenbanker sind.

Die Namen lesen sich wie ein Who-is-Who der europäischen Zentralbankinstitute: Nout Wellink , Jacques de Larosière , Helmut Schlesinger, Hervé Hannoun, Otmar Issing, Klaus Liebscher, Jürgen Stark, Christian Noyer. Sie alle warnten Christine Lagarde und Isabel Schnabel vor einer Entwicklung, die nun unumkehrbar eingesetzt hat. Die Notenbanker kamen damals zu dem Schluss, Zitat: „Es erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass hinter dieser Maßnahme [gemeint ist der Ankauf der Staatspapiere] die Absicht steht, hochverschuldete Regierungen vor einem Zinsanstieg zu schützen.“

Realwirtschaft bald in Rezession?

Im April gaben 77,2 Prozent aller Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe an, Engpässe bei Vorprodukten zu haben. Auch dieser Negativwert schlägt alle Rekorde seit Beginn dieser Erhebung 1992. Die Inflation der gewerblichen Erzeugerpreise lag März beziehungsweise April diesen Jahres zwischen 24,8 Prozent (Finnland) und 46,5 Prozent (Italien). Aufgeschlüsselt nach Ländern: Frankreich 26,5 Prozent, Österreich 27,9 Prozent, Deutschland 33,5 Prozent, Niederlande 37 Prozent und Spanien 45,1 Prozent. In der Schweiz hingegen beträgt sie lediglich 6,8 Prozent: Insel der ökonomisch Glückseligen.

EZB erleidet inzwischen totalen Kontrollverlust

Die Inflation der Konsumentenpreise lag im April beziehungsweise Mai im Vergleich zum betreffenden Monat des Vorjahrs in Deutschland bei 7,9 Prozent, in der Eurozone insgesamt bei 8,1 Prozent und in den USA bei 8,2 Prozent. In der Schweiz wiederum liegt die Inflationsrate bei niedrigen 2,7 Prozent. Hans-Werner-Sinn attestierte in einem ausgezeichneten Vortrag dieser Tage der EZB den totalen finanzregulatorischen Kontrollverlust. Folge davon ist die neue Euro-Krise.

Noch beängstigender als die hohen Inflationszahlen ist allerdings die Dynamik, mit welcher die Zahlen binnen weniger Monate durch die Decke gehen. Hier zieht ein Hurricane auf, glaubt Jamie Dimon, CEO der Großbank J.P. Morgan und damit Amerikas einflussreichster Banker: „It’s a Hurricane! Right now it is sunny! Things are doing fine. Everyone thinks the Fed can handle this. That hurricane is right up there. Down the road. Coming our way.“



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6 Kommentare

  1. Ohne Regierungschefs in den Mitgliedstaaten zu denen Deutschland auch zugehört und deren Zustimmung, wäre eine solch skandalöse EZB Politik gar nicht möglich also Scholz hat auch eine satte Mitschuld!

    1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

      Scholz und Merkel. Wenn Merkel damals gegen Draghis Whatever it takes Geldpolitik interveniert hätte, wäre alles nicht so schlimm gekommen.

      Draghi hat praktisch damals den Grundstein für die Inflation von heute gelegt.

      1. Welchen Teil davon verstehen Sie nicht???
        Isabell Schnabel hat vor ca. 14 Tagen ganz offiziell von Plan-Wirtschaft gesprochen. Beispiel: seit 30 Jahren BoJ Planwirtschaft.
        Die ist aber nur möglich wenn man ein Institution installiert, die sich ihre eigen Regeln macht. Geschehen gestern, als Mme Inflation Chr. Lagarde sich und ihren Vorsitzenden Mitgliedern alle Rechte gegeben hat Fanaipolitische und Fisaklpolitische Entschedungen zu treffen und zwar OHNE die jeweiligen Staatsregierungen und vor allem OHNE die Steuerzahler, die ja den ganzen ökonomie-BS auch irgendwie bezahlen müssen.
        Einfach mal einen gewöhnlich Japanischen Bürger fragen!!!
        Sozialismus hat noch NIE während 5000 Jahren Historie funktioniert.
        Oder warum denken Sie hat sich das WEF, die G7, die NATO und die G20 beinahe im Tagestakt getroffen, wo doch schon seit 2,5 Jahren geZOOMT wird. Herr Schwab war auch immer „dicht“ dran.

        Ist einfache Mathematik: 1 + 1 ist IMMER 2, vor allem wenn die EU-Bürger nicht daran teilnehmen dürfen bzw. absichtlich ausgeschlossen werden durch nicht gewählte Institutionen.
        Sie sollten mal einen Informativen Blick in die USA werfen, dort hat der Supreme Court gegen die Regel- und Gesetzgebung durch Institutionen gestimmt, das müssen in Zukunft wieder der Congress bzw. der Senat machen, weil die sich nämlich bei den Wählern rechtfertigen müssen. ESG ist damit in den USA beendet. Schönen Gruß an die EZB, die ihre Kompetenzen auch überschritten hat! Ja sogar ihre Inkompetenzen überschritten aht als sie die Preiswertstabilität der Inflation preisgab, absichtlich und mit Vorsatz!!!

        1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

          Wohl nicht ganz dicht! Lesen Sie mein Statement anstatt hier sinnlos zu fabulieren!

  2. Lagard muss gehen, hat keine Ahnung…

  3. Lagarde sollte lieber Stricken, als sich an Geldpolitik zu verzocken und uns zu ruinieren.

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