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Devisen

Die Türkei „nicht systemrelevant“?

Folker Hellmayer warum alles gut wird – ganz sicher..

Redaktion

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am

Was haben die Turbulenzen um die Türkei für eine Bedeutung? Die Türkei steht nur für 1% des globalen BIPs – also nicht gerade viel. Folker Hellmayer meint: die Türkei sei „nicht systemrelevant“, es handele sich nur um ein Pokerspiel zwischen den USA und der Türkei. Hellmayer sieht die Weltwirtschaft intakt, Trump werde schon, wie offenkundig in den Verhandlungen mit der EU, vom Äußersten zurück schrecken. Er sieht daher in den Risiken vor allem Chancen, es werde eine Deeskalation geben, weil die entscheidenden Player letztlich doch rational handeln würden.

Nunja, die jüngste Vergangenheit spricht eher nicht für Rationalität, sondern für die Dominanz der Ideologien und der Machtkämpfe um die Vorherrschaft in der Welt. Und die Türkei, so möchten wir gegen Hellmayer einwenden, ist ja nur die Spitze des Eisbergs bei den so immens in US-Dollar verschudelten Emerging Markets..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    RoSi

    20. August 2018 15:19 at 15:19

    Verbrennung 1. Grades – sieht nicht gut aus Hr. Hellmayer…

  2. Avatar

    Beobachter

    20. August 2018 18:13 at 18:13

    Alle die kein Alzheimer haben erinnern sich, dass man bei der Griechenlandkrise genau gleich die Unwichtigkeit des griechischen BIP erwähnte. Die Folgen kennen wir ja alle.
    Der Mensch lernt nie u. der nächste Kollaps wird in die Geschichte eingehen. Wenn ich denke wie viele noch immer an die Teslas u. Bitcoins Luftnummern Hoch 10 glauben dann wird mir schwindlig.

  3. Avatar

    Lausi

    20. August 2018 18:24 at 18:24

    Der ist ja rot wie eine Tomate. Werden die Märkte auch bald so aussehen? Ein grünes Gesicht würde aber auch nicht besonders gesund aussehen :-)

    • Avatar

      leftutti

      20. August 2018 22:50 at 22:50

      @Lausi (Claus Heise), welche Tomaten essen SIE denn? Der Mann ist durch seinen üblen Sonnenbrand eher rot-rosa-bläulich gefärbt, mit einer Tendenz ins Lila und geht in Richtung einer unreifen Pflaume.
      Noch etwas mehr blau, und er wäre violett. Das würde auch nicht gesund und ggf. etwas populistisch wirken. Etwas mehr piss-orange im Haar würde ihm jedoch das Erscheinungsbild eines wahren Staatsmannes verleihen ;)

      • Avatar

        Lausi

        21. August 2018 02:28 at 02:28

        Sie haben ja ein gutes Namensgedächtnis! Stehe ich etwa schon auf ihrer persönlichen Watchlist? :-)

        A propo ungesunde Gesichtsfarbe – hier noch ein passender Witz dazu: Treffen sich zwei (bayrische?) Freunde, und der eine sagt: „Also mit unserer Großmutter ist ja gestern was ganz komisches passiert: Zuerst war sie rot wie a Tomaten, dann blau wie a Zwetschgen und zum Schluss weiß wie a Laken.“ Sagt der andere: „Ja mein Gott, was ist denn mit eurer Großmutter passiert?“ Worauf der andere antwortet: „Ja mei, erwürgt haben wir sie halt.“ :-)

        • Avatar

          leftutti

          21. August 2018 11:03 at 11:03

          @Lausi, nein, nein, keine Watchlist :) Das war eher Zufall, weil ich unmittelbar zuvor einen Kommentar vom Segler zu Gold gelesen hatte, und da stand Ihr Kommentar mit dem echten Namen gleich darüber…

  4. Avatar

    Wolfgang M.

    20. August 2018 19:58 at 19:58

    Jaja, schon bedenklich, dass sich ein Nordlicht wie Folker Hellmeyer, Ex-Chefanalyst der Bremer Landesbank, solchen Gesundheitsgefahren aussetzt. Neigt er etwa zum Leichtsinn??

  5. Avatar

    Hans

    20. August 2018 20:43 at 20:43

    Die ganzen Türkischen Devisenkredite sind vornehmlich an die Bau- und Rüstungsindustrie vergeben worden. In der Türkischen Bauindustrie wurden bei größeren Projekten mit EU Firmen zusammen gearbeitet. Als Dank haben die EU Firmen dann Devisenkredite Organisiert. In der Türkischen Rüstungsindustrie sind Westliche Firmen auch eingebunden und die Westlichen Firmen werden sicher auch Devisenkredite auch für Türkische Arbeitsanteile organisiert haben.

    Die Spanische Bauwirtschaft hat sicher eine Menge Aufträge in der Türkei gewonnen, die dann Spanische Banken voll finanziert haben. Vermutlich gab es für immer höhere Türkische Bau- und Rüstungstätigkeit auch immer mehr Devisenkredite, mit denen sicher auch die Alten Devisenkredite bedient wurden. Der vornehmlich Billig Tourismus dürfte sicher nicht der große Devisenbringer für die Türkei sein und nicht ausreichend sein, um die Importe und die Bedienung der Devisenschulden zu sein. Dazu gibt es jetzt in zwei Türkischen Industriezweigen sicher sehr hohe teure Überkapazitäten. Das mit der Türkei wird für die Gläubiger aus der EU eine ganz harte Nummer.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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