Folgen Sie uns

Allgemein

Dirk Müller und die Kleptokratie: Am Ende zahlt´s der Steuerzahler

Redaktion

Veröffentlicht

am

Griechenland hat immer noch einen Bankensektor mit 48% notleidenden Kredite in den Büchern. Damit sind sie de facto immer noch pleite. Darauf haben wir schon diverse Male hingewiesen. Aber angeblich ist das Land ja wieder total super drauf, und kann seit August wieder auf eigenen finanziellen Beinen stehen.

Aktuell spricht auch Dirk Müller dieses Problem der kaputten Banken an, und weist auf einen aktuellen Lösungsansatz in Griechenland hin. Der griechische Steuerzahler soll´s halt zahlen! Die Aktionäre der Banken sollen rausgehauen werden, und private Investoren sollen die Kredite mit deutlichen Abschlägen kaufen dürfen. Wie gesagt… die Diffrenz zahlt der Steuerzahler. Es ist ja sonst niemand da, der letztlich den Kopf hin hält?

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Dirk Müller über Griechenland
Die Akopolis in Athen. Das Symbol für Griechenland. Foto: A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) – Eigenes Werk CC BY-SA 3.0

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Kritisch

    12. Oktober 2018 12:11 at 12:11

    Sehr geschätzter Herr Müller, was für eine überragende Erkenntnis! Egal was Politiker, Banker, Industrien (Diesel-Skandal, Kernkraftwerke, etc. etc.) oder wer auch immer der „bemoosten Häupter“ anstellt – am Ende zahlt die Zeche IMMER die Breite Masse, also der Kleine Mann. Und warum? Ja, weil eben von dieser großen Masse das meiste zu holen ist. Im Notfall werden eben Steuern erhöht, enteignet oder was auch immer. UND, wenn nichts mehr geht werden bewaffnete Konflikte angezettelt. Wer sind dann schon wieder die Leidtragenden?

  2. Avatar

    Steven

    12. Oktober 2018 12:38 at 12:38

    Sich verknüpfen und verlinken.
    Zusammenarbeit statt gegeneinander.

    Das ist die Zukunft !

  3. Avatar

    asyoulike

    12. Oktober 2018 13:07 at 13:07

    Moin, moin,

    im Westen nichts Neues! Das ist ja bereits bekannt, aber Danke für die Wiederholung. Es ist halt alles eine Frage der Zeit, funktionieren kann und muss es auch nicht. Wieso dieses? Weil alle „oben“ bereits wissen, dass es am Ende eine neue Währung gibt und die Staatschulden wertlos ausgebucht werden. Was kann man persönlich machen? Nicht viel. M.E. nur mobile Vermögenswerte, die nirgends groß verzeichnet sind und auf die Stunde Null warten.
    Wie hier auch schon geschrieben wurde, wird wie immer in der Nahrungskette der kleine Mann die Zeche zahlen müssen. Selbst schuld.

  4. Avatar

    Michael

    12. Oktober 2018 22:26 at 22:26

    @asyoulike, Was kann man persönlich machen? Nicht viel. M.E. nur mobile Vermögenswerte, die nirgends groß verzeichnet sind und auf die Stunde Null warten.
    Wie hier auch schon geschrieben wurde, wird wie immer in der Nahrungskette der kleine Mann die Zeche zahlen müssen. Selbst schuld.

    Was soll uns das nun sagen?
    Man kann nichts machen, weil man ein kleiner Mann ist?
    Man kann in mobile Vermögenswerte investieren, die keiner kennt, die nicht genannt werden wollen, die bisher nichts bringen?
    Man ist selbst schuld, weil man nichts machen kann und klein ist?

    Sensationeller Kommentar, das hilft allen im Westen weiter, moin, moin!

    • Avatar

      leftutti

      13. Oktober 2018 03:28 at 03:28

      @Michael, as ever you like, der kleine Mann zumindest in Bayern geht morgen wählen. Das ist nicht viel, aber eines kann er tun: Er wählt keine rechten, sinn- und inhaltsleeren Ausländer-Raus-Propagandaschwätzer. Keine sog. Parteien oder Politiker, die sich nur mehr um die Stimmen rechtsradikaler Vollpfosten und Tumbbirnen prügeln, weil ihnen die wichtigen Themen und Inhalte zu unangenehm und zu schwierig sind. Somit unterstützt er auch nicht die üblichen monarchistisch angehauchten Dauer-Wahltriumphe, die unreflektiert seit fast 70 Jahren, seit der US-Besatzungs- und Infiltrationszone etabliert und standardisiert wurden.

      • Avatar

        Michael

        14. Oktober 2018 18:40 at 18:40

        @leftutti, 10% höhere Wahlbeteiligung, der kleine Mann nutzt allem Anschein nach tatsächlich seine bescheidenen Möglichkeiten…

        Was sind die wichtigen Themen für die Wahlentscheidung:
        Schul- und Bildungspolitik 52%
        Bezahlbarer Wohnraum 51%
        soziale Gerechtigkeit 49%
        Umwelt- und Klimapolitik 49%
        Asyl- und Flüchtlingspolitik 33%
        Wirtschaftspolitik 27%
        Bikini statt Burka: alle Männer, 3% der Frauen ;)

        Aktuell um 18.30 Uhr schauen sie etwas konsterniert drein, die feindbilderschaffenden Wirtschafts- und Finanzhörigen, sie wollen besser werden, sie hören ab jetzt auf den Wähler, sie wollen lernen…

        Lernen sie nun auch aus den o.g. Themen, die dem Wähler wichtig sind? Es darf bezweifelt werden!

        • Avatar

          leftutti

          15. Oktober 2018 21:26 at 21:26

          @Michael, da stimme ich vollkommen zu. Es darf mehr als nur bezweifelt werden!
          Kaum sind die konzern- und finanzhörigen Reaktionärlinge mit einem dicken grünen und einem veritablen blauen Auge davon gekommen, soll es schon wieder weitergehen, wie bisher: Der Wähler wünsche sich laut Ministerpräsident Soderer Stabilität und habe den Auftrag für eine Politik der „bürgerlichen Mitte“ (was immer das sein soll) gegeben.

          Kein Wort davon, dass man an der rechtsradikalen, rassistischen Flanke von der AfD, an der (für CSU-Verhältnisse) links-liberalen Flanke von den Freien Wählern zerfleddert wurde.
          Kein Wort davon, dass alltägliche, fass- und- spürbare Themen den Wählern wichtiger sind als abstrakte Märchen von Füllhörnern und Feindbildern.
          Und schon gleich gar kein Wort über den großen „Klassenfeind“, der für Bildung und Schule, bezahlbaren Wohnraum, soziale Gerechtigkeit und für Umwelt und Klima eintritt, also für Themen, die mindestens für die numerische Hälfte der Wähler entscheidend sind.

          König Soderer strahlt positiv und lernresistent wie immer, weil die ehemals abtrünnigen Freien Linksliberalen (für CSU-Verhältnisse) vor lauter Regierungswillen nur so tropfen und hecheln. Ein harmloser, unerfahrener Frischling im Haifischteich von Macht und Lobby, der innerhalb kürzester Zeit erfahren dürfte, woher der Bartl den Most holt.

          Um den Kreis zu schließen: Weiter, wie bisher! Das scheint ein globales bis regionales Motto zu sein, an den Börsen, in der Wirtschaft, in der Politik.
          Nur nichts Neues, Neues bedeutet Veränderung, Neues bedeutet Arbeit, Umdenken, Stress, Visionen, Verschiebungen in Machtverhältnissen uvm.
          Große Politiker bis hin zum fetten Gröpaz, übersättigte und wie immer nicht-kontrollierte Börsen, phänomenale Banken, unabhängige und somit „vertrauenswürdige“ Juristen (von den manche gestern nach der Bayernwahl als politisch enttäuschte Kandidaten auftreten durften), sie alle predigen Stabilität, weiter so…

          • Avatar

            Michael

            15. Oktober 2018 22:53 at 22:53

            @leftutti, weiter so ist doch cool, weiter so bedeutet „Stabilität“, Faulheit, kein Umdenken, „Sicherheit“ und rechtsfreie Raumblasen für Reiche in einer vergehenden Welt, während man weiterhin einheimische Mindestlohnempfänger auf Emigranten mit noch niedrigerem illegalem Sklavenlohn hetzt, die angeblich wegen irgendwelcher linksliberaler Parteien im Konzern gelandet sind. Ohne dass natürlich die verantwortliche Führung davon erfahren hat…

            Die Bayern denken und handeln, was ich nie für möglich gehalten hätte. Hoffen wir auf die Hesse, die da komme…

            Auch wenn ich deren Hauptstädter besonders bedauere, weil sich in ihrem Zentrum nun das losgelöste Finanz-Gesindel noch weiter bündeln dürfte, was den normalen Durchschnittsbürger weiter und weiter aus seiner Stadt in den Speck- und Dreck-Gürtel vertreiben dürfte.

            Aber lasse mer die Hesse komme, Vernunft und Versatnd scheinen sich auszubreiten…

  5. Avatar

    Quintus

    13. Oktober 2018 11:56 at 11:56

    Den Bayern geht es noch viiiiel zu gut.
    Erst wenn sich aufgrund der chaotischen Energiewende die Stromausfälle häufen werden( die Bedenken des wissenschaftlichen Beirates des Bundestages, in dem es auch unter anderem um den EROEI-Wert ging,wurden komplett ignoriert)
    Erst wenn nach dem Dieselpanikschmarrn uns noch erklärt werden wird, daß der Benziner ja auch sooo böse ist und dieser ebenfalls abgeschafft werden muß….
    Erst wenn die Wirtschaft den Rückwärtsgang einlegt und nicht mehr das Füllhorn über jeden Sozialpädagogenschmarrn ausgeschüttet werden kann….

    Es muß erst noch viel tiefer bergab gehen, bevor es besser werden kann.

    Wenn ich sehe wie mit Max Otte umgegangen wird, wenn man Serge Menga als Nazi bezeichnet, wenn man Boris Palmer nach seiner Äußerung auf Twitter als pöhsen Rechten ansieht, wenn im Bundestag ein Grüner: CO2 ist ein „klimaschädliches Gas“ von sich blubbert…..da sag ich doch nur: lasst uns mit der Katrin und der Andrea mit Pinky Winky unter ganz ganz lautem AFD-Bashing ins LuLaLand aufbrechen! Realitäten stören da nur.

    • Avatar

      leftutti

      14. Oktober 2018 13:11 at 13:11

      Was sind denn nun die Realitäten, die da so sehr stören?
      Ist es nicht eher Fakt, dass die „Wirtschaft“ bzw. Konzerne alles tun, um ihre Gewinne ständig zu maximieren? Dazu gehört natürlich auch, mit moralisch fragwürdigen, unlauteren bis hin zu illegalen Methoden Kosten zu sparen. Als da wären: Ausbeutung durch Niedrigstlöhne, Umgehung von Auflagen durch Betrugssoftware, Steuerbetrug oder marode, hoch veraltete Technik und Infrastruktur bei Energiekonzernen.
      Wo bleiben denn die sensationellen Ausschüttungen aus dem Füllhorn, wenn es um Breitbandausbau, desolate Straßen, Schulen und Kindergärten oder um die seit ewigen Zeiten versprochenen Steuerentlastungen für niedere bis mittlere Einkommensschichten geht? Wird das Füllhorn nicht vielmehr regelmäßig nur über Politiker, Konzernbosse und (Groß)Aktionäre ergossen?
      Sind sich nicht 99% aller Wissenschaftler und Fachleute (ausgenommen natürlich die „Spezialisten“ der Kohle-, Strom- und Autolobby) inzwischen einig, dass CO2 ein klimawirksames Gas ist und dass der Treibhauseffekt unbestreitbar und in hohem Maße menschgemacht durch dieses Gas überpropartional gefördert wird? Wird die ganze Sache nicht noch mehr durch die utopische Abholzung von tropischen Regenwäldern verstärkt?
      Und das alles, damit ein paar ignorante Schnösel weiterhin für ihre 600-PS-SUVs Luxuscarports aus Tropenholz bauen können, während sie auf ihren Tropenholzterrassen und -verandas ihre 150-kg-Luxuskörper mit Unmengen an Rindfleisch weiter mästen können…

    • Avatar

      Petkov

      15. Oktober 2018 23:48 at 23:48

      Das sehe ich ähnlich, Quintus. Obwohl es offenbar nicht nur den Bayern zu gut geht. Der baden-württembergstansche Maßstab für Selbstgeißelung und -Bekämpfung ist nach wie vor unerreicht. Obwohl ich hier gerne für den Boris Palmer eine Lanze breche. Es ist nämlich ein wahres Wunder, wenn aus dem grünen, blubbernden Drogensumpf dogmatischer Inzucht ein geistig Gesunder rauskommt.

      Aber ob Bayer, Schwabe etc.: das moderne deutsche Volk ist einzigartig: ich kenne kein anderes Volk, das so selbstlos (oder vielleicht doch bloß naiv und arrogant) Probleme löst, die so nicht existieren, um für Verbrechen zu sühnen, die kein Lebender persönlich begangen hat, sich dadurch Feinde auf dem ganzen Kontinent macht, mit denen man sonst „gemeinsam stark“ sein will und schlussendlich neue Probleme erschafft, die noch nie jemand zu lösen vermochte.

    • Avatar

      Petkov

      16. Oktober 2018 08:23 at 08:23

      Ebenfalls einzigartig fand ich auch die schizophren widersprüchlichen Versprechen auf den Wahlplakaten. Politiker auf der ganzen Welt lügen so dass sich die Balken biegen, aber in Deutschland ist es mal wieder anders. Oft erfrischend, diesmal erschaudernd.

      Und zwar haben sowohl die grünen Populisten als auch die roten SPD-Untoten mehr Wohraum für alle versprochen. Ausgerechnet die beiden Parteien, die am lautesten schreien: Jeden Araber und Afrikaner aufnehmen inkl. Familiennachzug gefühlt bis zum 7.Grad. Unbegrenzte Aufnahme von völlig Unqualifizierten, die am Arbeitsmarkt der Zukunft weniger Chancen haben als ein Fisch in der Pfanne. Ihr größter Beitrag für die Gesellschaft wird sein, wie üblich 6-7-köpfige Familien zu gründen und alle schön gemütlich an den Sozialstaat anzudocken. Selbst wenn es der Staat schaffen sollte (unwahrscheinlich) so viele kostenlose Sozialwohnugen zu bauen, haben die Deutschen das Problem, dass sie zwar das Milliardenprojekt finanzieren müssen, aber selbst nie in solchen prekären Siedlungen wohnen würden, selbst wenn der Wohnraum dort noch so bezahlbar ist.

      Die Deutschen werden wie immer immer weiter raus aufs Land ziehen, täglich im Stau in die Arbeit fahren, keine Zeit für die Kinder haben oder erst gar keine bekommen… So wie üblich halt. Aber arbeiten werden sie, um ihren geliebten Sozialstaat zu finanzieren, sich moralisch überlegen zu fühlen und regelmäßig die Parteien zu wählen, die am Glaubwürdigsten und politisch Korrektesten vermitteln, dass Selbstzerstörung der beste Weg zur Selbstverwirklichung ist.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Jerome Powell – seine Aussagen auf der PK + Live-Feed – Impressionen einer surrealen Veranstaltung..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Was wird Jerome Powell heute sagen? Im Statement der Fed kein Wort zu den jüngsten spekulativen Exzessen – werden die Journalisten diesmal nachhaken und die wirklich wichtigen Fragen stellen?

– Powell muss erstmal tiefer durchatmen..

– Wirtschaftsentewicklung hängt von Virus ab – Wirtschaft hat sich wieder abgeschwächt, Konsum hat sich abgeschwächt

– Immobilienmarkt hat sich erholt (FMW: eine Umschreibung für massiv steigende Preise..)

– Arbeitsmarkt bleibt schwach, Menschen mit geringem Einkommen am stärksten betroffen

– Inflation bleibt niedrig, aber könnte anziehen wegen Impfungen

– Wirtschaft aber robuster als zu befürchten war

Ups, das war kurz – Powell „hat schon fertig“, jetzt kommen Fragen..

—–

Und gleich die Frage nach Gamestop, wow.. Powell: ich äussere mich nicht zu bestimmten Firmen (FMW: sondern behaupte einfach, dass wir mit unserer Geldpolitik nicht Blasen begünstigen…)

– Powell: beobachten Finanzbedingungen sehr genau

– jetzt Steve Liesman von CNBC zu Bewertungen, am Beispiel von Bitcoin, Gamestop etc. (FMW: Liesman ist der einzige, der ernsthafte Fragen stellt!). Und sinngemäß sagt Powell: wir kümmern uns um die Wirtschaft, nicht um Blasen..

– Powell: es ist nicht die Geldpolitik der Fed, die Bewertungen der Märkte bedingt, sondern die Sache mit dem Impfstoff (FMW: viel dreister kann man eigentlich nicht die Unwahrheit sagen! Klar: der Impftstoff ist ein zentraler Treiber, aber wo stünden die Aktienmärkte ohne die Fed??)

– Powell zu Inflation: wird vielleicht vorübergehend steigen, aber nicht nachhaltig, weil deflationäre Trends seit langem bestehen. Es sei viel schwieriger, mit Deflation umzugehen als mit Inflation (FMW: puh..)

– jetzt die Frage, ob die Fed-Mitglieder bereits geimpft seien..Powell: ich wurde einmal geimpft und hoffe die zweite Dosis bald zu bekommen

– jetzt redet Powell über die Wirtschaft und Menschen – aber was hat die Fed mit Menschen und Wirtschaft zu tun??

– Frage von einem Bloomberg-Moderator: seid ihr als Fed überhaupt noch handlungsfähig, weil ihr die Zinsen weder senken noch anheben könnt? Powell: unsere Geldpolitik funktioniert, zum Beispiel am Immobilienmarkt

– Powell: es gibt keinen Grund. bei Erholung der Wirtschaft nicht die Zinsen anzuheben und unsere ultralaxe Geldpolitik einzustellen (FMW: is klar, Jerome..)

– Powell insistiert: nachhaltige Inflation unwahrscheinlich..

– Powell: werde gut mit Yellen zusammen arbeiten, habe aber mit ihr noch nicht gesprochen, auch nicht mit Biden

– Frage nach Furcht vor Immobilienblase oder Blase bei Unternehmensanleihen – Powell: extrem steigende Nachfrage nach Immobilien vorübergehend, bei Unternehmensanleihen sehe ich die Tatsache, dass es weniger Insolvenzen gibt (FMW: es wird immer surrealer, wie Powell versucht, die Blasen-Bildungen weg-zureden!)

FMW: bleiben sie dran bei FMW – wir bringen die Zahlen von Tesla, Facebook und Apple und die Marktreaktionen darauf!

Der Live-Feed:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Jerome Powell über das Evangelium der Fed

weiterlesen

Allgemein

Fed: Das sagt das Statement der US-Notenbank – weit und breit keine Blasen, nirgends..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von der US-Notenbank Fed ist eigentlich heute nicht viel neues zu erwarten. Eigentlich. Aber wird dennoch etwas gesagt im Statement der Notenbank zur derzeitigen Spekulations-Euphorie? Hier die wichtigsten Aussagen der Notenbank in Stichpunkten:

– Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt: „The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic“
Beim letzten Statement hatte es noch geheißen in Sachen Wirtschaft: „Economic activity and employment have continued to recover but remain well below their levels at the beginning of the year.“

– keine Erwähnung spekulativer Exzesse (Gamestop!)

– wenn Situation verschlechtert, wird Notenbank handeln: „would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals“

– Inflation bleibt moderat wegen Ölpreisen: „Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation“

FMW: Subtext der Fed – kauft alles, wir bailen euch aus. Gamestop ist cool!

Das Statement im Wortlaut:

The Federal Reserve is committed to using its full range of tools to support the U.S. economy in this challenging time, thereby promoting its maximum employment and price stability goals.

The COVID-19 pandemic is causing tremendous human and economic hardship across the United States and around the world. The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic. Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation. Overall financial conditions remain accommodative, in part reflecting policy measures to support the economy and the flow of credit to U.S. households and businesses.

The path of the economy will depend significantly on the course of the virus, including progress on vaccinations. The ongoing public health crisis continues to weigh on economic activity, employment, and inflation, and poses considerable risks to the economic outlook.

The Committee seeks to achieve maximum employment and inflation at the rate of 2 percent over the longer run. With inflation running persistently below this longer-run goal, the Committee will aim to achieve inflation moderately above 2 percent for some time so that inflation averages 2 percent over time and longer‑term inflation expectations remain well anchored at 2 percent. The Committee expects to maintain an accommodative stance of monetary policy until these outcomes are achieved. The Committee decided to keep the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and expects it will be appropriate to maintain this target range until labor market conditions have reached levels consistent with the Committee’s assessments of maximum employment and inflation has risen to 2 percent and is on track to moderately exceed 2 percent for some time. In addition, the Federal Reserve will continue to increase its holdings of Treasury securities by at least $80 billion per month and of agency mortgage‑backed securities by at least $40 billion per month until substantial further progress has been made toward the Committee’s maximum employment and price stability goals. These asset purchases help foster smooth market functioning and accommodative financial conditions, thereby supporting the flow of credit to households and businesses.

In assessing the appropriate stance of monetary policy, the Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook. The Committee would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals. The Committee’s assessments will take into account a wide range of information, including readings on public health, labor market conditions, inflation pressures and inflation expectations, and financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Charles L. Evans; Randal K. Quarles; and Christopher J. Waller

Die Fed - was wird sie heute sagen?

weiterlesen

Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage