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EURUSD auf höchstem Stand seit August Dollar-Einbruch: Euro ist der Nutznießer der Fed-Wetten

Dollar-Einbruch: Euro ist der Nutznießer der Fed-Wetten
Dollar-Einbruch. Foto: creativaimages - Freepik.com

Aufgrund von zunehmenden Wetten auf Zinssenkungen der Fed setzt der Dollar seine jüngste Talfahrt fort. Infolgedessen stieg der Euro zum Dollar (EURUSD) zeitweise über die Marke von 1,10 USD und erreicht damit fast ein Viermonatshoch. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kletterte der Euro bis auf 1,1017 Dollar.

Der Dollar rutschte indessen auf den tiefsten Stand seit Anfang August, da Swap-Händler ihre Wetten auf eine Zinssenkung der Federal Reserve erhöhten. Auslöser waren die Aussagen von Fed-Mitglied Christopher Waller, eigentlich ein Falke, der gesagt hat, dass das derzeitige Zinsniveau ausreichen könnte, um die Inflation zum 2%-Ziel der Fed zu führen. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Marktteilnehmer nun spätestens mit einer Zinssenkung im Mai, über 40 % erwarten sogar schon eine Senkung im März. Infolgedessen sanken die Renditen auf Staatsanleihen weiter, während der Dollar erneut absackte. Nutznießer sind derzeit EURUSD, Anleihen und Gold.

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Euro profitiert von Dollar-Schwäche

Befürchtungen über eine bevorstehende Rezession, hohe US-Verschuldung sowie zurückhaltende Kommentare der Fed-Mitglieder haben die Anleger dazu veranlasst, darauf zu wetten, dass die US-Notenbank ihren aggressiven Straffungszyklus früher beenden muss. Die dovishe Fed-Erzählung der Märkte würde sich erst wieder ändern, wenn die Konjunkturdaten stärker als erwartet ausfallen, beziehungsweise wenn die Inflation wieder steigen sollte. Der Dollar-Index fiel im Zuge der Fed-Wetten zeitweise auf den tiefsten Stand seit dem 11. August.

Dollar-Index fällt auf den tiefsten Stand seit August

Von der anhaltenden Dollar-Schwäche profitiert schließlich der Euro, der eigentlich mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. So sind die Wachstumsaussichten in der Eurozone weiterhin miserabel. Zudem könnte die EZB die Zinsen ebenfalls früher senken, da die europäische Konjunktur in eine Rezession abzurutschen droht. Doch zunächst einmal setzen die Märkte auf die Karte der Fed-Zinssenkung, was den Dollar unter Druck bringt und EURUSD antreibt.

EURUSD: Marke von 1,10 Dollar im Blick

Der Euro zum Dollar hat seinen Anstieg der letzten Wochen fortgesetzt. EURUSD gelang es jedoch nur zeitweise über die Marke von 1,10 USD anzusteigen. An der Hürde bei 1,1005 USD prallte der Kurs schließlich nach unten ab. Mit dem Erreichen der 1,10er Marke hat er bereits ein erstes Erholungsziel erreicht. Das nächste große Ziel liegt bei 1,1064 USD. Dafür müsste EURUSD allerdings nachhaltig den Widerstand bei 1,1005 überwinden. Der Euro zeigt auf Tagesbasis erste Anzeichen einer überkauften Situation zeigt, während die negative RSI-Divergenz im H4-Chart anhält. Eine Fortsetzung der Rallye könnte also kurzfristig schwer werden. Es wäre keine Überraschung, wenn Euro-Dollar zwischen 1,1017 und 1,0958 (vorheriger Widerstand) zunächst konsolidiert.

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