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Dow Jones in der Langfristbetrachtung

Meine letzte Langzeitanalyse für den Dow Jones stammt aus dem September 2017 und liegt damit ungefähr ein halbes Jahr zurück. Im Grunde hat sich der Tenor dieser Betrachtung, durch den erfolgten Anstieg bis über das 0.62 Retracement (23.935 Punkte), mehr als nur bestätigt..

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Eine Analyse von Henrik Becker

 

Meine letzte Langzeitanalyse für den Dow Jones stammt aus dem September 2017 und liegt damit ungefähr ein halbes Jahr zurück. Im Grunde hat sich der Tenor dieser Betrachtung, durch den erfolgten Anstieg bis über das 0.62 Retracement (23.935 Punkte), mehr als nur bestätigt. Selbst den relativ straffen Zeitplan konnte der älteste Aktienindex der Welt einhalten. Aktuell hat eine kleinere Korrektur den Aufwärtstrend unterbrochen, ohne indes Einfluss auf das langfristige Geschehen zu nehmen. Das Ziel bei 29.690 Punkten bleibt nach wie vor bestehen.

(Chartbetrachtung aus September 2017; alle Charts durch anklicken vergrößern))

Ausblick:


Der Dow Jones bildet nach Abschluß von Welle
(IV) die fünfteilige (12345) Welle (V) aus. Dabei befindet sich der Trend bereits in Welle (5) und damit in der finalen Phase. Das idealtypische Ziel dieser Welle liegt im Bereich des 1.00 Retracements (29.690 Punkte) und kann bereits bis zum Jahresende erreicht werden. Das obere Zeitlineal zeigt mit dem 1.00 Retracement (12. Dezember) die zeitliche Zielzone auf. Allein die Tatsache, daß das 0.62 Retracement (23.935 Punkte) signifikant überschritten wurde, läßt den weiteren Anstieg berechtigt erscheinen.

Ein leichtes Überschießen über die Ziellinie inbegriffen, wird der seit 2009 laufende Aufwärtstrend hier seinen Abschluß finden. Grundlage für diese Aussage ist, daß sich dieser Bereich durch das 1.00 Retracement (12. Dez.) auf dem Zeitlineal, sowie durch das 1.00 Retracement (29.690 Punkte) als absolut lehrbuchhaft darstellt. Auch wenn ich keinen Crash im Sinne proklamieren möchte, wird sich auf jeden Fall eine größere Korrektur den Weg bahnen. Leicht dämpfend wirkt der Aspekt, daß mit der großen (V) lediglich die größere (III) abgeschlossen wird.

Die sich daran anschließende (IV; im Chart nicht dargestellt) verläuft in aller Regel eher seitlich und verhindert somit den Fall ins Bodenlose. Im Chart habe ich ein durchaus realistisches Szenario aufgezeigt. Wesentlich stärker als der Kursverlust sollte sich die zeitliche Ausdehnung in Szene setzen. Das rote Zeitlineal gibt einen ersten leichten Vorgeschmack auf das Kommende. Mit dem Abschluß von (IV) ist demnach nicht vor Ende der sich anschließenden Dekade zu rechnen.

Die kurzfristigen Avancen gestalten sich, aufgrund der seit einigen Wochen laufenden Korrektur, nicht ganz so positiv. Aktuell bildet der Dow Jones Welle (4) der größeren (5) aus. Wie für eine „4“ üblich verläuft diese Welle nicht tiefer als bis zum 0.38 Retracement; hier im Chart bei 22.865 Punkten. So wie das unterhalb liegende Zeitlineal mit dem 0.38 Retracement (19. Juli) es aufzeigt, ist der Abschluß von (4) erst für Mitte des Jahres zu erwarten. Der nächste Termin läge dann im November, doch eine derart starke zeitliche Ausdehnung erwarte ich nicht.

Welle (4) kann sich als Triangle ausbilden, wie der mittlere Chart es zeigt. Einfluß auf das größere Szenario nimmt diese Option allerdings nicht. Nach Abschluß von (4) bildet sich die sehr dynamische Welle (5) aus. In deren Verlauf steigt der Dow Jones bis zum 1.00 Retracement (29.690 Punkte) ohne diesen sehr starken Widerstand zu überschreiten. Durch das Erreichen der Ziellinie wird der Aufwärtstrend abgeschlossen und damit einer größeren Korrektur die Tür geöffnet. Auf diese Bewegung bin ich bereits auf Seite 1 eingegangen, sodaß ich an dieser Stelle nicht näher Bezug darauf nehmen werde.

Größere Gefahren für das beschriebene Szenario kann ich dem Chart nicht ablesen. Erst ein eventueller Bruch des 0.38 Retracements (22.865 Punkte) würde das Bild nachhaltig eintrüben. Das endgültige Aus für die positiven Avancen wird indes erst durch den signifikanten Bruch der 0.62 Unterstützung (20.817 Punkte) bereitet. Sehr realistisch ist das Eintreten dieses Schrittes nicht. Selbst das größere 0.62 Retracement (23.935 Punkte) sollte ausreichend Unterstützung bieten, um Schlimmeres zu verhindern.

Fazit:


Der Dow Jones befindet sich in der abschließenden Phase (
5) des seit 2009 laufenden Trends (III). Die aktuell ablaufende kleinere Korrektur versteht sich lediglich als notwendiger Teil dieses Trends und wird keinen Einfluß auf das längerfristige Geschehen nehmen. Das große Ziel (29.690 Punkte) sollte bis zum Jahresende, spätestens bis Anfang kommenden Jahres, erreicht werden. Sichern Sie Ihre Positionen, übergreifend auf alle Zeitebenen, auf dem 0.62 Retracement (20.817 Punkte) ab.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    19. März 2018 16:19 at 16:19

    Was für ein Unsinn!

  2. Avatar

    Thomas

    19. März 2018 16:26 at 16:26

    Was soll daran Unsinn sein? Wenn du es besser weißt, dann schreib du doch mal eine Analyse!

  3. Avatar

    Andreas

    19. März 2018 17:13 at 17:13

    Für jeden Zweifler (und Hestenberg):
    Die Fähigkeiten jedes Analytikers kann man mehr oder weniger leicht überprüfen. Henrick Becker macht diesen Job schon seit Jahren, daher können sie im Internet leicht „abchecken“ wie die Analysen vom Henrick Becker in der Vergangenheit ausgefallen sind.
    Die Fehlerquote hält sich sehr gering. Eine so professionelle Analyse für solch lange Zeiträume sprechen ganz klar für die Fähigkeiten von Herrn Becker.

    Ich mache meine eigenen Analysen und beziehe auch Beckers Elliott Wellen hinein. Ich war seit knapp 1,5 Wochen short im Nasdaq, und man siehe da, 2,6% Absturz allein heute! Herr Becker hat dies vor Wochen bzw. Monaten schon vorausgesagt.

    Meine einzige Hoffnung ist, dass Herr Becker bei Gold falsch liegt (-;

    P.S.:
    Meine Top 5 Börsenanalytiker:
    1. Henrick Becker
    2. Hopf/Klinkmüller
    3. Harald Weygand
    4. Hedda vom Goldseiten-Forum
    und natürlich Herr Fugmann (-:

    • Avatar

      Henrik Becker

      19. März 2018 19:43 at 19:43

      Hallo Andreas,
      Danke für deine Zeilen. Sollte ich mit meiner Gold-Analyse richtig liegen, werde ich diese natürlich sofort Widerrufen.

  4. Avatar

    DD

    19. März 2018 22:15 at 22:15

    Hallo Herr Becker, habe mit ihrer Charttechnik leider meine Probleme, ein Beispiel, der Trendkanal in ihrem Goldchart: Also bei mir und bei anderen, z.B. Herrn Kagels, ist Gold schon längst über den langfristigen Abwärtstrend ausgebrochen, bei Ihnen nicht. Für uns ist diese Trendlinie jetzt eine Unterstützung, bei Ihnen ein Wiederstand. Wie sehen Sie solche Wiedersprüche?

  5. Avatar

    DD

    19. März 2018 22:50 at 22:50

    Ist noch eine Frage möglich Herr Becker, wieso verwenden Sie bei Gold einen Trendkanal und beim Dow nicht? Finde Trendlinien immer sehr aussagekräftig, wenn man sich folgenden Trendkanal anschaut, sieht man genau das der Dow gerade in einem entscheidenden Punkt ist, das erkenne ich bei Ihnen so nicht.
    https://a.c-dn.net/b/1nalmo/dow-jones-nasdaq-dax-30-dive-impulsively_body_dowjonesweeklyelliottwavechartfeb62018.png.full.png
    Die Fortsetzung des Aufwärtstrends, mit Ziel 29690 im Dezember, hängt meiner Ansicht nach davon ab, ob die obere Trendlinie jetzt zur Unterstützung wird, was meinen Sie?

    • Avatar

      Henrik Becker

      20. März 2018 07:08 at 07:08

      Trandkanäle sind zum Einen Ansichtssache, so können Sie den Trendkanal in Ihrem Beispiel auch von 2009 an über die (4) zeichnen und erhalten eine völlig andere Aussage. Zum Anderen ist ein Trendkanal für mich kein sehr aussagekräftiges Instrument, weshalb ich nur selten darauf zurückgreife, aber niemals Endscheidungen damit verknüpfe. Die Charttechnik ist läßt nun einmal nicht nur eine Meinung zu. Stellen Sie sich vor, wir beide stehen uns an den Ufern eines Flußes gegenüber. Für den Einen fließt der Fluß von rechts nach links, für den Anderen von links nach rechts. Wenn nur eine Meinung richtig ist, wem geben Sie dann Recht?

      • Avatar

        DD

        20. März 2018 08:57 at 08:57

        Ist klar, wenn man so eine Langfristbetrachtung macht gibt, es immer so viele Meinungen wie Leser. Geht ja nicht um Recht, sondern um Wahrscheinlichkeiten.
        Da finde ich Trendlinien (The trend is your friend) schon interessant, wenn der Dax nach dem Todeskreuz nun auch noch aus dem langfristigen Aufwärtstrendkanal fällt, verstärkt sich der negative Ausblick.
        Beim Dow kommt für mich, kippt er wieder in den Aufwärtstrend zurück, eher die 20.000 wieder ins Blickfeld und die 29690 in 2018 sehe ich dann schwinden.
        Ähnlich bei Gold, nach überwinden des langfristigen Abwärtstrends ist für mich die 1000$ Marke viel unwahrscheinlicher geworden.
        Ist für mich einfach interessant zu sehen, wie gehen Sie mit Wiedersprüchlichkeiten um, weil ich ja auch immer vor diesem Problem stehe.
        Der positive Nutzen ihrer Analyse ist aber immer da, unabhänig davon ob ich übereinstimme oder nicht, da man sich Gedanken macht und das Thema vertieft. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Ihre Arbeit.
        12.12. Dow 29690, und Juni 2019 Gold 879$, habe ich notiert, vieleicht kommen Sie im Rückblick nochmals darauf zurück. Sollten wir das so anlaufen, sind Sie , wie bei Andreas, bei meinen Top five ganz oben ;-)

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Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

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