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Euphorie an der Wall Street: Beste aller Welten, längster Bullenmarkt der Geschichte – auf keinen Fall short gehen..

Die Wall Street strotzt geradezu vor Optimismus – die Fundamentaldaten seien einfach großartig. Kaufen, kaufen, kaufen..

Markus Fugmann

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am

Gestern haben die US-Aktienmärkte mit 3453 Tagen (ab dem 09.März 2009) den längsten Bullenmarkt der amerikanischen Börsengeschichte erreicht, was in den US-Medien naturgemäß gefiert wurde – auch von Donald Trump:

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Gleichwohl gibt es Zweifel, dass das wirklich der längste Bullenmarkt der US-Börsengeschichte ist – all das ist vor allem eine Frage der Definition (hier dazu mehr).

Peter Tuchman bringt die Stimmung der Amerikaner auf den Punkt: alles läuft super, tolle Ergebnisse der US-Unternehmen, längster Bullenmarkt der Geschichte, Märkte ignorieren zurecht die Risiken (Trump und Handelskrieg), die Fundamentaldaten seien einfach großartig. Stimmt das? Zumindest in den letzten Wochen jedenfalls haben sich die US-Konjunkturdaten doch deutlich eingetrübt:

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Aber das ficht die derzeit grundsätzlich optimistische Wall Street nicht an – Tuchman sagt daher: diesen Markt shorten? Auf gar keinen Fall – aber sehen Sie selbst:

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Die Wall Street mit der NYSE
CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=243386

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    23. August 2018 15:20 at 15:20

    Das ist die klassische „Hausfrauenrally“ wie man in der Finanzbranche so treffend zu sagen pflegt. Wie ich schon mal erwähnte, stehe ich derzeit bei Neuanlagen nach wie vor an der Seitenlinie weil mir die Bewertungen viel zu hoch sind und die Unternehmenszahlen diese Bewertungen in keinster Weise rechtfertigen.

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      tm

      23. August 2018 15:49 at 15:49

      Welche Bewertungskennziffern schauen Sie sich vorwiegend an?

      Für den DAX sind doch die meisten Bewertungskennziffern im Normalbereich – anders die US-Börsen, wo aber m.E. die Kennziffern auch keine dramatische Überbewertung anzeigen. Ich fürchte da eher die konjunkturelle Abkühlung, die dann aus leichten Übertreibungen deutliche macht.

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        Marcus

        23. August 2018 16:28 at 16:28

        Ich verlasse mich nicht nur ausschließlich auf Bewertungskennziffern sondern nutze meinen Verstand und beschäftige mich lange mit potenziellen Investments bevor ich kaufe. Beim DAX mag das ja noch vereinzelt zutreffen, aber Sie glauben doch nicht ernsthaft das an den US Börsen keine „dramatische Überbewertung“ herrscht ? Eine konjunkturelle Abkühlung oder eine Finanzmarktkrise können angesichts der Risiken jederzeit wieder aktuell werden…

  2. Avatar

    Beobachtet

    23. August 2018 15:44 at 15:44

    @ Marcus, der Begriff Hausfrauenrally kommt doch daher, dass plötzlich Leute die nie etwas mit Aktien zu tun hatten u.keine Erfahrung haben plötzlich von der Börse reden u.Aktien kaufen möchten.
    Was mich extrem erstaunt, dass erfahrene alte Börsianer ( Halver, Tuchmann u.s.w. ) zu Permabullen werden, wohlwissend dass die Börsen manipuliert sind wie noch nie. Jeder Hundehalter weiss, dass die Vierbeiner aus schlechten Erfahrungen lernen u.nie vergessen. In diesem Sinne ist der Mensch ein erbärmlich dummes Geschöpf.

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      Marcus

      23. August 2018 16:24 at 16:24

      Genau die Situation haben wir doch jetzt. Ob Direktinvestments oder ETF´s, wobei insbesondere bei den ETF´s auch eine massive Blase vorhanden ist. Halver faselt doch immer von den Zentralbanken an die er sich klammert. Mir ist das klar das die Börsen manipuliert sind und die Kursrallye zu 90 % auf der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken basiert. Schauen Sie sich doch mal Japan an: Sozialistische Finanzmärkte weil die BoJ nahezu alles kauft was an den Börsen handelbar ist und das noch jahrelang.

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    Johann Steinhaus

    23. August 2018 16:57 at 16:57

    Hmmh,( Flüster) da könnte mir doch glatt in den Sinn kommen, dass der gute
    Peter Tuchman auf der Gehaltsliste von “ The Donald“ steht :)

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Finanznews

Aktien: Generation Z und die Spekulation! Marktgeflüster (Video)

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht wieder Schlagzeilen und pusht auch heute wieder bestimme Aktien nach oben. Das böse Ende aber wird kommen..

Markus Fugmann

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Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht auch heute wieder Schlagzeilen und pusht wieder Aktien wie Gamestop oder Beyond Meat nach oben. Diese Generation Z wird nicht nur den Klimawandel ausbaden müssen, sondern ahnt auch, dass sie seit langer Zeit die erste Generation sein wird, für die der Kuchen nicht größer, sondern vermutlich kleiner sein wird. Und diese Generation Z wähnt sich nun durch die Fed und andere Notenbanken in einem Casino, in dem man ohne Risiko zocken könne – weil Aktien angeblich immer steigen. Aber an der Börse hat die Mehrheit schon immer verloren, und das wird diesmal nicht anders sein..

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

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Aktien

Wall Street: Kommen jetzt Regulierungen durch die Biden-Regierung?

Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Was passiert mit den Monopolen der großen Tech-Firmen?

Wolfgang Müller

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Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Bereits seit Monaten wird darüber spekuliert, wie eine demokratische Regierung den großen Techfirmen mit ihren monopolartigen Stellungen zu Leibe rücken wird. Schon die Bildung der Regierung wird Hinweise darauf geben, viele designierte Minister haben bereits in der Regierung unter Barack Obama politische Posten bekleidet.

Die Wall Street und der Abbau der Regulierungen

Die Ära Trump war für die Wall Street geprägt von Deregulierungen, insbesondere im Finanzsektor, was natürlich den oberen Einkommensklassen zugute kam – trotz seiner Beteuerungen dem Establishment auf den Leib rücken zu wollen. Joe Biden hat bereits im Wahlkampf davon gesprochen, gegen die wachsende Ungleichheit im Lande vorgehen zu wollen, was zwangsläufig auf einen Machtkampf mit der Wall Street hinauslaufen würde. Jetzt hat er aber mit der neuen Finanzministerin Janet Yellen, der einstigen Notenbankchefin, eine Entscheidung gefällt, die eher Kontinuität als Radikalität in Finanzfragen erwarten lässt. Sie unterstützt natürlich das Corona-Hilfspaket von 1,9 Billionen Dollar, zu dem die Ministerin vor dem Senat betonte, dass diese Verschuldung mehr nutze, als dass sie schade. Ihre Zielstellung seien mehr und besser bezahlte Jobs und höherer Wohlstand für mehr Amerikaner.

Die letzten Personalentscheidungen deuten aber daraufhin, dass man die Wall Street doch in Teilbereichen stärker regulieren wolle.

Chef der Börsenaufsichtsbehörde SEC soll Gary Gensler werden, ein Mann, der schon von 2009 bis 2014, also unter der Präsidentschaft von Barrack Obama, die Aufsicht über die Derivate CFTC innehatte. Er hatte damals die Untersuchungen bei den Manipulationen des Zinssatzes Libor geleitet und die Finanzreform umgesetzt. Er gilt als harter Hund in der Szene, aber wie könnte es auch anders sein – er hatte zuvor schon 20 Jahre bei Goldman Sachs gearbeitet.

Die Aufgaben der SEC dürften gewaltig sein, im Stadium der derzeitigen Spekulationsauswüchse. Zum Beispiel bei den Special Purpose Acquisition Companies, kurz SPAC genannt. Firmen, die zunächst Kapital über einen Börsengang einsammeln, um das Geld in die Übernahme eines noch nicht feststehenden Unternehmens zu investieren. Ein kaum regulierter Bereich, bei dem es wieder auf Kosten der Kleinanleger gehen könnte. Bereits in den ersten drei Wochen wurden im Bereich der SPACS schon wieder 56 solcher Mantelfirmen an die Börse gebracht und 16 Milliarden Dollar an Geldern eingesammelt. Nach 300 Firmen im Jahr 2020.

Was Gensler auch besonders auszeichnet, sind seine Kenntnisse im Bereich der Kryptowährungen – einem Thema, über welches er auch an seiner Universität gelehrt hat. Er hat sich zur Szene schon sehr kritisch geäußert und wird sich ganz besonders mit Fintech-Unternehmen und Kryptowährungen befassen.

Unterstützt wird Gensler von Rohit Chopra, der Chef der Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte (CFPB) werden soll, die nach der Finanzkrise gegründet wurde.

Der Mann hatte sich bereits in in seiner Zeit bei einer anderen Behörde gegen die Macht der großen Tech-Konzerne ausgesprochen. Er stimmte für die Klage der Behörde gegen Facebooks ungesetzliche Monopolisierung, der sich auch eine Gruppe von Generalstaatsanwälten angeschlossen. Unter Trump war der Einfluss der Verbraucherschutzbehörde deutlich zurückgefahren worden.

Chef der Bankenaufsicht (OCC) soll Michael Barr werden, ein Mann der auch schon im Finanzministerium zu Obamas Zeiten gearbeitet hatte und nun auf 1200 Banken ein Auge werfen soll.

Die Personalauswahl Bidens zeigt in jedem Fall, dass dem Schutz der Verbraucher zulasten der großen Firmen mehr Bedeutung zukommen wird – und das könnte ein Problem für die Wall Street werden.

Fazit

Wieder einmal stellt sich bei einer neuen Regierung die Frage, wie viel von den Programmpunkten aus dem Wahlkampf im politischen Kampf und vor allem gegen das mächtige Kapital der Wall Street in den USA umgesetzt werden kann. Wer glaubt, dass es jetzt zu einer größeren Umverteilung von Wall Street zu Main Street kommen würde, dürfte ein bisschen blauäugig sein. Bidens Mannschaft besteht aus vielen älteren Semestern, die schon unter Barrack Obama im Einsatz waren.

Außerdem spielen die Wall Street und die Kapitalmärkte in den USA eine viel dominantere Rolle als in allen anderen Industriestaaten der Welt. Es dürfte kaum Gouverneure, Senatoren und Politiker in führenden Positionen geben, die nicht auf einem großen Aktienpaket sitzen. Den Ast ansägen, auf dem man selbst sitzt? Das beste Beispiel ist doch die ehrwürdige Sprecherin der Demokraten, die bereits 80-jährige Nancy Pelosi. Wenn die Grande Dame der US-Demokraten sogar eine halbe Million Dollar für Optionen auf die Tesla-Aktie gesetzt hat, erst vor Kurzem und bereits in der Gewissheit in Regierungsverantwortung zu stehen, was werden wohl die anderen Abgeordneten in ihrem Vermögensdepots haben? Bestimmt kein gefülltes Girokonto, wie unser Finanzminister.

Ergo: Regulierungen an der Wall Street werden kommen, aber wohl immer noch mit Schonung des Aktien-Wunderlandes USA.

Wird die Biden-Regierung die Wall Street bald stärker regulieren?

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