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Euro vor der Erholung?

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Beispielfoto für Euro Geldscheine

Nachdem der Widerstand bei 1,1095 Ende letzter Woche angegriffen, aber doch nicht erobert wurde, konnten wir, wie so oft, in der gestrigen Session die Auswirkungen der Enttäuschung bei den Bullen beobachten. Der Kurs kannte am Montag nur eine Richtung – und zwar nach unten. Im Tief notierte der Euro gegenüber dem USD bei 1,1035. Dieser Bereich hat sich jedoch als eine starke Unterstützung bestätigt und anschließend hat der Major einen kleinen Rebound erfahren. Im langfristigen Bereich befindet sich EURUSD weiterhin in einem stabilen Abwärtstrend, aber mittelfristig gesehen, wird eine Erholung immer wahrscheinlicher. Betrachtet man den 4 Stunden -Chart, so ist deutlich zu erkennen, dass der Kurs zwischen 1,1000 und 1,1100 pendelt.

Der gestrige Down-Move mit dem Test der Marke von 1,1035 war nur von einer kurzen Dauer, was im Chart einen Spike ausgebildet hat. Solche Formationen deuten ebenfalls darauf hin, dass es auf der Unterseite vorerst keine Dynamik mehr entsteht. Es wurden zwar viele Stopps gezogen und manche Händler haben dadurch schnelle Gewinne mitnehmen können, doch die Anschlussorders für die Short-Seite haben gefehlt und schon in den Abendstunden notierte EURUSD erneut um die 1,1060 Marke.

Wenig Bewegung beim Euro in der asiatischen Sitzung

Die letzte Nacht verlief für EURUSD ziemlich ruhig und die Volatilität hat gefehlt. Obwohl die Märkte in China, Japan und Australien sich endlich wieder von der freundlichen Seite gezeigt haben, hat das den Euro wenig beeindruckt. Der Kurs pendelte nur in einer engen Range zwischen 1,1055 und 1,1065. Es war eine ziemlich bescheidene Performance und für die Asiaten waren kaum Chancen zum Geldverdienen vorhanden. Grund dafür sind natürlich die Ängste vor der Ausbreitung des Coronavirus und den daraus möglichen Konsequenzen.

Wohin geht die Reise weiter?

Aktuell befindet sich EURUSD knapp über 1,1060 und der Kurs bewegt sich nur seitwärts. Solche Marktphasen sind am Devisenmarkt ganz normal und fast täglich zu beobachten. Wichtig ist es nur zu wissen, dass jede Seitwärtsbewegung irgendwann zu Ende geht und ein Ausbruch nur noch eine Frage der Zeit ist. Es gibt bei den Händlern eine goldene Regel: Je länger der Seitwärtstrend besteht, desto heftiger und volatiler wird der Break-Out. Diese einfache Strategie hat schon so manchem Ausbruch-Trader schöne Gewinne in der kurzen Zeit gebracht.

Aus technischer Sicht hat der Euro gegenüber dem US-Dollar auf jeden Fall ein Erholungspotential. Solange die Unterstützung bei 1,1035 hält, kann der Markt positiv gesehen werden. Sollte in den nächsten Stunden der Widerstand bei 1,1065 nachhaltig brechen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir in der heutigen Sitzung erneut einen Angriff auf das letzte High bei 1,1095 beobachten werden.

Nicht zu vernachlässigen sind ebenso die Fibonacci Retracements, die fast immer starke Unterstützungen und Widerstände darstellen. Bei 1,1061 befindet sich der 38,2% Fibonacci, was die aktuelle Seitwärtsbewegung zusätzlich begünstigt. Das Niveau von 1,1035 gilt als ein doppelter Support, da genau in diesem Bereich auch der 23,6 % Fibo Level verläuft. Sollte dieser Bereich heute brechen, wird sich der Abwärtstrend sehr wahrscheinlich fortsetzen. Als nächstes Kursziel kann man den Support bei 1,1014 sehen. Als die wichtigste Unterstützung gilt heute das letzte Low bei 1,0991. In diesem Bereich ist es ratsam, die Short- Positionen zu schließen und die Lage neu zu analysieren.

Euro und das Coronavisrus

Das Coronavirus (hier die aktuellsten Auswirkungen auf die Märkte) hatte bis jetzt keinen so großen Einfluss auf den Euro-Preis gehabt, deswegen möchte ich das Thema hier nicht vertiefen. Der Kurs hat zwar ähnlich, wie die Aktienmärkte in den letzten Tagen, nachgegeben, aber dies geschah mehr durch die positiven Wirtschaftsdaten aus den USA und den Brexit als durch die neue Pandemie. Das ist das Schöne am Devisenmarkt, er ist meistens stabil und solide. Risiko entsteht nur, wenn ein Trader keine Disziplin oder Risk – und Money- Management Regeln befolgt.

Euro vs US-Dollar Chartverlauf

3 Kommentare

3 Comments

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    Herbert Kratzer

    4. Februar 2020 10:03 at 10:03

    “ Aus technischer Sicht hat der Euro gegenüber dem US-Dollar auf jeden Fall ein Erholungspotential “
    Für einen vernünftigen Volkswirt, welcher die Lage aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet, hat der Euro KEIN Erholungspotential ! Womit will man das begründen ? Mit der dauerhaften Nullzinspolitik der EZB, dem wirtschaftlichen Niedergang der Eurozone ? Der zunehmenden Arbeitslosigkeit ? Ich kann bestenfalls ein weiteres Abwärtsgleiten des Euro bis zur Bedeutungslosikeit nachvollziehen.

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      Markus Fugmann

      4. Februar 2020 10:06 at 10:06

      @Herbert Kratzer, rein technisch gesehen hat die Fed aber noch einiges Potential die Zinsen zu senken, die EZB dagegen eher nicht..

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    Herbert Kratzer

    4. Februar 2020 11:50 at 11:50

    ob die Fed das tun wird wage ich zu bezweifeln. Wenn dann allenfalls nochmals um höchstens 0,25 %. Hier sind im US $ immer noch Zinsen zu bekommen im Euro nicht. Rein politisch gesehen ist zu erkennen, daß die Eurostaaten in allen Bereichen unterschiedliche Auffassungen haben. Das führt zu drastischen Streitigkeiten welche irgendwann das Austreten weiterer Eurostaaten begünstigen wird. Großbritannien hatte von Brüssels Bevormundungen genug. Johnson hat es vorgemacht, andere Staaten werden folgen. Ich sehe im Euro weiteres Abwärtspotential, wenn nicht sogar den Exodus !

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Euro vs US-Dollar: Warum der Euro so abgestraft wurde

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Euro Geldscheine

Der gestrige Handelstag beim Euro zum US-Dollar verlief für viele Händler und Analysten doch ziemlich anders als erwartet. In den Morgenstunden scheinte noch alles nach Plan zu verlaufen. Der Major hat versucht den Widerstand bei 1,0935 nach oben zu durchbrechen. Der Versuch ist gescheitert und der Kurs hat eine kleine Enttäuschung erfahren. Dass aber aus der kleinen Enttäuschung so ein heftiger Absturz wurde, damit haben sicherlich nicht viele gerechnet. Als die Unterstützung bei 1,0912 gebrochen wurde, haben die Bären frische Short-Orders am Markt platziert und der Euro geriet weiter unter Druck. Die Abwärtsbewegung wurde aber hauptsächlich durch den unerwarteten Ölpreis-Anstieg verursacht.

Öl wird in US-Dollar bezahlt, was in der Situation dem Greenback natürlich große Kraft verliehen hat. Der Dollar ist nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen die anderen Majors stark gestiegen. Zwischenzeitlich wurde das Öl (WTI) über 28 USD gehandelt. Der Fördermengenkonflikt zwischen Russland und den Saudis belastet die US-Ölindustrie massiv. Die Experten vermuten den Zusammenbruch der gesamten Branche. Vor allem das Fracking ist viel zu teuer und bereitet den US-Ölproduzenten momentan schlaflose Nächte. Donald Trump versucht zwischen Russland und den Saudis zu vermitteln und teilt per Twitter mit, dass er auf die Kürzung der Fördermenge der beiden Länder hoffe, was sich auf die gesamte Energieindustrie positiv auswirken würde.

Euro zum US-Dollar ist gestern zwischenzeitlich ca. 150 Pips gefallen, und der Kurs notierte im Tief bei 1,0818. In den Nachmittagsstunden, nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten, die erneut katastrophal ausgefallen sind, konnte sich der Euro zum US-Dollar wieder stabilisieren. Der Kurs ist in eine enge Seitwärtsrange übergegangen. Am Abend notierte der Euro vs US-Dollar bei ca. 1,0860. Der gestrige Absturz des Euro hat das charttechnische Bild beim EUR/USD gänzlich verändert. Ob der Euro seine Verluste zum US-Dollar vor dem Wochenende wieder gut machen kann, bleibt fraglich. Viele Devisenhändler halten sich vor dem Wochenabschluss zurück, um die Wochenperformance nicht zu riskieren.

Der Ausblick für den Euro vs US-Dollar für heute

Aktuell (Freitagmorgen) notiert der Euro zum US-Dollar bei ca.1,0840. Der Markt verhält sich noch ruhig und die Volatilität ist gering. In der asiatischen Session heute Nacht bewegte sich der Major auch nur seitwärts. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben leicht negativ performt. Das hat auch für die geringe Volatilität beim Euro vs USD gesorgt. Die Handelsimpulse haben am Markt gefehlt.

Es wird heute von großer Bedeutung sein, ob der Euro die 1,0800 Marke halten kann. Wenn diese Marke bricht, wird der Euro seine Talfahrt vermutlich weiter fortsetzen. Die nächste signifikante Unterstützung befindet sich bei 1,0778. Hier könnte der Kurs eine Pause einlegen. Sollte dagegen das letzte Low von 1,0818 halten, werden die Bären ihre Short-Positionen schließen und die Gewinne von gestern mitnehmen. Das kann den Euro ein wenig entlasten. Der erste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0865. Sollte es dem Euro gelingen, diese Marke zu knacken, kann der Kurs weiter bis 1,0900 steigen. Hier wird es der Major aber heute vermutlich schwer haben, da in diesem Bereich viele Short-Orders platziert werden.

Der Daily Pivot Point beim Euro zum US-Dollar liegt bei 1,0877. Heute Nachmittag, um 14.30 Uhr, wird wieder der große US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Die meisten Händler und Analysten gehen von negativen Zahlen aus. Die Frage wird sein, wie schlecht sie wirklich ausfallen werden und wie viel davon schon im Markt eingepreist ist. Auf jeden Fall sollte man vor dem Wochenende mit großen Schwankungen beim Euro vs US-Dollar rechnen.

Euro vs US-Dollar Chartbild

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Südafrika: Warum der Südafrikanische Rand eine neue Abwertungsphase startete!

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Südafrika Flagge

Der Südafrikanische Rand wertete seit dem Jahr 2000 um mehr als 70% ab. Eine Bonitätsabwertung, verlangsamtes Wirtschaftswachstum in Südafrika, Leistungsbilanzdefizite und nun auch noch das Coronavirus führten in dieser Woche zu einem neuen Allzeittief des Rand. Eine neue Phase der Abwertung startete, und ist für Devisentrader und – Anleger trotzdem schwierig zu handeln!

Schwaches Wachstum und Auslandsverschuldung belasten Südafrika

Südafrika leidet schon seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem deutlichen Abwärtstrend beim Wirtschaftswachstum. Konnten vor der Finanzkrise noch Wachstumsraten von 4% bis 6% verzeichnet werden, so sinkt die Wachstumsrate seit dem Ende der Finanzkrise kontinuierlich ab und lag bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus mehrmals bei nur noch 0%. Die zyklischen Erholungen führten stets zu Wachstumsraten, die niedriger waren als im vorherigen Zyklus. Für ein Land mit einer Arbeitslosenquote von fast 30% ist abnehmendes Wachstum natürlich fatal. Ohne üppiges Wirtschaftswachstum können nicht die Arbeitsplätze geschaffen werden, die für einen Abbau der Arbeitslosigkeit nötig sind. Es gibt jedoch auch Lichtblicke. So sinkt das Leistungsbilanzdefizit ebenso. Südafrika ist also immer weniger auf ausländische Kapitalzufuhr angewiesen. Gleichwohl ist das Defizit mit derzeit 3% des Bruttoinlandsprodukts immer noch höher als vor 20 Jahren. Zum letzten Mal verzeichnete Südafrika vor mehr als 15 Jahren einen Leistungsbilanzüberschuss.

Bonitätsabwertung führt zu massiv steigenden Zinsen für Südafrika

Ein Problem ist der im Zuge der Coronakrise massiv in die Höhe geschossene Zinssatz für südafrikanische Staatsanleihen. Am Freitag verlor Südafrika sein Investment-Grade Rating für seine Staatsanleihen. Das sorgte für eine Welle an Zwangsverkäufen. Denn viele institutionelle Anleger und Fonds, die ausschließlich in Anleihen hoher Bonität investieren dürfen, mussten die Papiere verkaufen. Und eine weitere Verkaufswelle dürfte in den kommenden Wochen starten, wenn Anleihe-Indizes neu zusammengestellt werden und Südafrika mangels Bonität ausgeschlossen wird. Die Index-folgenden Fonds werden dann auch verkaufen. Bei fallenden Preisen steigt jedoch die Rendite der Anleihen und damit der zu zahlende Zinssatz für neu herausgegebene Anleihen.

Für zehnjährige Anleihen beträgt er inzwischen 11,2% – so viel wie zuletzt im Jahr 2002. Der hohe Zins macht Konjunkturprogramme zwar nicht unmöglich. Doch erstens werden kreditfinanzierte Programme nun teurer und zweitens deutet ein stark gestiegener und so hoher Zinssatz auf mangelnde Risikofreude der Anleger hin. Es wird Südafrika also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht möglich sein, Kredite in der für ein üppiges Konjunkturprogramm nötigen Höhe aufzunehmen. Was tun Zentralbanken inzwischen rund um den Erdball in einem solchen Fall? Sie kaufen die Anleihen ihres Staates mit frisch gedrucktem Geld.

Südafrikas positive Handelsbilanz stützt den Rand ein wenig

Das jedoch bringt wiederrum den Wechselkurs unter Druck. Insbesondere bei Ländern wie Südafrika, die auf Auslandskredite angewiesen sind, um ein Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren. Der hohe Goldpreis hilft dem ehemals weltgrößten Goldförderer übrigens kaum. Erstens ist die Förderung von Gold im Land in den vergangenen Jahrzehnten kollabiert und konnte nicht durch die Förderung anderer Rohstoffe ausgeglichen werden. Und so ist zweitens der Anteil der Minenförderung am Bruttoinlandsprodukt inzwischen kleiner als der des Transportgewerbes. Trotzdem gelang es Südafrika, eine positive Handelsbilanz aufzubauen. Hilfreich dabei war sicherlich auch der chronisch schwache südafrikanische Rand. Eine schwache Währung reduziert tendenziell die Importe und stärkt die Exporte. Denn Importe werden bei einer schwachen Währung relativ teuer. Umgekehrt sind Exporte aus Sicht der ausländischen Kunden jedoch relativ günstig. Und so erzielte Südafrika im Februar einen der höchsten Handelsbilanzüberschüsse in der Geschichte des Landes.

Hohe Zinsdifferenz macht Short-Positionen im Südafrikanischen Rand schwierig zu traden

Aus Anlegersicht ist der südafrikanische Markt schwierig. Die massiven Abwertungen des Rand entwerten Investitionen in Südafrika. Seit dem Jahr 2000 stieg der Wechselkurs von 6 auf heute mehr als 20 Rand pro Euro. Ein im Jahr 2000 in Südafrika angelegter Euro hätte also Gewinne von mehr als 330% erzielen müssen, nur um die Wechselkursverluste auszugleichen. Angesichts des klaren Abwertungstrends und den durch die Bonitätsabwertung verschlechterten Zugängen zu internationalem Kapital erscheint eine Long-Position im EUR/ZAR aussichtsreich, mit der Sie auf eine weitere Abwertung des Rand gegenüber dem Euro setzen. In dieser Woche wurde das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2016 überschritten, so dass nun eine neue Aufwärtsphase begonnen hat. Nachteil einer EUR/ZAR Long-Position ist die hohe Zinsdifferenz zwischen beiden Währungen von mehr als 5%. Das heißt, Sie benötigen mindestens diese Zinsdifferenz als Jahresgewinn, um allein die Zinskosten einer ungehebelten Position auszugleichen. Bei einer gehebelten Position erhöhen sich die Zinskosten um den gewählten Hebel.

Finden Sie beim Klick hier die gestrige Analyse von Hannes Zipfel, warum der US-Dollar noch so stark ist.

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Schweizer Franken vs Euro: Wer wird sich besser behaupten?

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Schweizer Bergpanorama

Wie das aktuelle Chartbild vom Euro zum Schweizer Franken (siehe unten) deutlich zeigt, konnte die europäische Leitwährung ihre Abwärtsbewegung auf dem Niveau von 1,0557 stoppen. Diese Unterstützung war einfach zu stark für den Schweizer Franken, und hier haben die Short-Trader ihre Positionen geschlossen. In der amerikanischen Handelssitzung gestern Nachmittag konnte der Euro nicht nur gegen den US-Dollar, sondern auch gegen den Schweizer Franken eine Erholung erfahren. Die Bullen wurden auf breiter Front aktiv, wovon auch EUR/CHF profitieren konnte (wir besprachen das Währungspaar zuletzt am Montag). Der Kurs hat in den Abendstunden bei ca. 1,0585 notiert. Die 1,0600 Marke konnte zwar nicht getestet werden, aber es ist eventuell nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieses Level erreicht wird.

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Die Corona-Krise breitet sich in Europa weiter aus. Die aktuelle Situation belastet nicht nur den Euro, sondern auch den Schweizer Franken. Das Alpenland steht weiterhin vor großen Herausforderungen, deren Folgen für die Wirtschaft und für die Währung noch nicht absehbar sind. Vor allem die Kleinunternehmer und Solo-Selbständige leiden in der Schweiz unter der Pandemie. In der Landwirtschaft und im Gartenbau rechnen die Experten mit den meisten Verlusten. Viele Kleinfirmen stehen jetzt schon kurz vor dem Konkurs. Es werden zwar auch in der Schweiz Notkredite an die Betroffenen vergeben, doch diese treffen bei vielen auch auf große Kritik. Es geht darum, dass sich die Kredite zu einer Zinsfalle entwickeln könnten, da der Nullzins nur für ein Jahr vorgesehen ist und danach die Zinsen variieren können. Das schreckt natürlich viele Selbständige ab, da sie jetzt noch gar nicht wissen können, ob sie in der Zukunft dazu in der Lage sein werden, die Kredite abzubezahlen.

In der EU sieht die Lage auch nicht viel besser aus. Um die Auswirkungen und die Schäden für die Wirtschaft vor allem in den am meisten betroffenen Ländern wie Italien und Spanien abzufedern, will die EU über ein neues Hilfsprogramm für Kurzarbeit beraten. Die Devisenhändler halten sich beim Euro vs Schweizer Franken noch zurück, und der Kurs bewegt sich in einer engen Range zwischen 1,0557 und 1,0588.

Wird der Schweizer Franken heute wieder steigen?

Aktuell (Donnerstagmorgen) notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0578. Die Bullen haben heute schon versucht, den signifikanten Widerstand bei 1,0600 zu erobern. Der erste Angriff ist jedoch gescheitert, und der Kurs hat es nur bis 1,0593 geschafft. Es hat sich im Chart ein Spike ausgebildet, der sich für den Schweizer Franken positiv auswirken kann. Solche Chartmuster deuten oft auf eine Wende hin. Wenn sich die Enttäuschung bestätigt, kann der Euro gegen den Schweizer Franken wieder abwerten. Auf der Unterseite wartet auf den Cross die erste wichtige Unterstützung bei 1,0571. Sollte diese brechen, wird der Kurs vermutlich das letzte Tief bei 1,0557 ansteuern. Dieses Niveau wird aber nicht leicht zu brechen sein, da hier viele Kauforders im Markt platziert sind.

Sollte dagegen die 1,0600 „big figure“ doch noch brechen, werden viele Break-Out Trader ihre Chance auf der Oberseite suchen. Das würde dem Euro gegen den Schweizer Franken weiter stärken. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0615. Es ist jedoch fraglich, ob sich der Euro gegen den Schweizer Franken heute durchsetzen wird. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0581. Wichtig für den EUR/CHF werden heute auch die US-Arbeitsmarktdaten sein, die um 14.30 Uhr veröffentlicht werden. Es kann zu einer Korrelation zu EUR/USD kommen. Wer heute den Cross handeln möchte, sollte also auch die Entwicklung von EUR/USD parallel mitverfolgen.

Euro vs Schweizer Franken im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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