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Euro vs US-Dollar: Der Euro trotz Krise weiter positiv

Agata Janik

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am

Euro Symbol

In der gestrigen Handelssitzung hat der Euro zum US-Dollar weiter an Stärke gewonnen. Die erwartete Aufwärtsbewegung ist zwar mit einer kleinen Verspätung eingetroffen, doch es war schon am Montag zu erwartet, dass der Euro seine Erholung einleiten wird. Schon in den Morgenstunden gestern ist es dem Major gelungen, aus der Seitwärtsphase auszubrechen. Da die Indikatorenlage positiv gestimmt war, war ein Break-Out auf der Oberseite zu vermuten. Die Bullen haben ziemlich schnell die Tendenzen erkannt und fleißig ihre Orders auf der Oberseite platziert. Das hat dem Euro frische Kraft verliehen. Am Nachmittag hat der Euro zum US-Dollar sogar den wichtigen Widerstand bei 1,0925 erreicht.

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Dieses Niveau hat sich aber vorerst als zu stark erwiesen und der Kurs hat anschließend wieder korrigiert. Trotzdem war der gestrige Handelstag für die Bullen erfolgreich. Wer den Trend rechtzeitig erkannt hat, konnte gestern schöne Gewinne innerhalb weniger Stunden erzielen. EUR/USD ist zwischenzeitlich um mehr als 100 Pips gestiegen. In den Abendstunden notierte der Kurs bei ca. 1,0900. Das Coronavirus hat Europa weiter fest im Griff. Dennoch entwickelt sich die Situation in den meisten europäischen Ländern ganz unterschiedlich. Während in den wirtschaftlich stärkeren Ländern wie Österreich oder Dänemark schon die ersten Lockerungen angekündigt werden, kämpfen die südlichen Nachbarn immer mehr mit den negativen Auswirkungen des Covid-19. Nach der Gesundheits-Krise folgt die wirtschaftliche und dann die soziale Krise, die für viele fast noch schlimmere Folgen haben kann. Die drohende Rezession in Italien oder Spanien sorgt auch für immer größere Spaltung innerhalb der EU.

Die umstrittenen Euro Bonds entwickeln sich zu einem enormen Problem. Die Fronten zwischen den Regierungen verhärten sich, und eine gemeinsame Lösung rückt in weite Ferne. Das ist definitiv die bisher größte Bewährungsprobe für das gemeinsame Europa. So wie es aktuell aussieht, kann noch niemand sagen, welche Form die EU nach der Corona-Krise haben wird. Immer mehr Experten machen sich auch Sorgen um den Euro. Böse Zungen prophezeien sogar eine Währungsreform. Ob es soweit kommen wird, ist fraglich. Auf jeden Fall wird der Euro in Zukunft vor großen Herausforderungen stehen.

Das mögliche Szenario für den Euro vs USD heute

Aktuell (Mittwochmorgen) notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0868. Die Volatilität ist noch gering und der Kurs bewegt sich nur wenig. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, hat der Euro zum USD leicht korrigiert. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben unterschiedlich performt. Während der Nikkei 225 positiv schloss, haben Shanghai Composite und Hang Seng leicht rote Zahlen geschrieben.

Für den Euro zum US-Dollar wird es heute entscheidend sein, ob der Major erneut die 1,0900 Marke erobern wird. Sollte es dem Euro gelingen, werden die Bullen den Kurs weiter nach oben treiben. Aus technischer Sicht hat das Währungspaar weiterhin Aufwärtspotenzial. Der erste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0925. Sollte auch diese Marke brechen, kann der Euro noch weiter bis 1,0955 steigen.

Wenn aber die 1,0900 Marke halten sollte, kann es zu einer Enttäuschung am Markt kommen. Auf der Unterseite wartet auf EUR/USD die erste signifikante Unterstützung bei 1,0835. Wenn diese bricht, wird der Kurs die 1,0800 „big figure“ suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs US-Dollar liegt heute bei 1,0870. Wer heute den Euro handeln möchte, sollte wieder die Entwicklung an den Wertpapiermärkten mitverfolgen. Sollte der DAX heute steigen, dann wird auch der Euro mehr gekauft werden.

Kursverlauf von Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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