Devisen

Euro vs US-Dollar: Warum der Euro wieder stärker wird

Euro Geldscheine

Der gestrige Handelstag verlief für den Euro zum US-Dollar relativ ruhig. Der Kurs bewegte sich in einem Seitwärtstrend in einer Spanne zwischen ca. 1,0765 und 1,0820. Sowohl die Long-auch als Short-Trader haben mit aller Kraft versucht, einen Ausbruch zu erreichen, doch die Anschlussorders haben dann auf beiden Seiten gefehlt. Die Bären haben den Euro kurzfristig sogar bis auf 1,0765 gedrückt, doch dann kam der Kurs anschließend sofort wieder in die Trading-Range zurück. Dieser Spike im Chart hat nicht nur viele Stopps gezogen, sondern auch eine schnelle Gegenreaktion auf der Oberseite ausgelöst. Auch in der amerikanischen Session hat der Euro vs US-Dollar weiter seitwärts gependelt.

Obwohl an den meisten Wertpapiermärkten gestern eine euphorische Stimmung herrschte, konnten die positiven Zahlen den Devisenmarkt nicht beeinflussen. Der Währungshandel verlief am gestrigen Tag allgemein ziemlich ruhig. Die Corona-Krise hat auf Europa und den Euro weiterhin einen großen Einfluss. Der Druck auf die europäischen Länder wächst und somit auch die Spaltung. Seit Wochen werden schon die umstrittenen Euro Bonds diskutiert, doch eine Lösung ist bis jetzt nicht in Sicht. Die südeuropäischen Länder, wie Spanien und Italien, möchten unbedingt die Euro Bonds durchsetzen, um so weniger Zinsen zahlen zu müssen.

Die wirtschaftlich stärkeren Länder, wie Deutschland, Österreich oder Niederlande, wehren sich dagegen und sind nicht bereit, in die hohen Schulden mit reingezogen zu werden. An diesem Beispiel wird klar, dass momentan innerhalb der EU von keiner Union die Rede sein kann. Jedes Land steht vor enormen Herausforderungen, kämpft für sich selbst und versucht selbst so gut wie möglich durch die Krise zu kommen. Kanzlerin Angela Merkel bestätigt, dass die EU aktuell auf die größte Probe überhaupt gestellt wird. Die negative Stimmung unter den Mitgliedsländern belastet ebenfalls den Euro. Auf der anderen Seite gibt es auch wieder Hoffnung. Nach Österreich teilte jetzt auch Dänemark mit, dass die harten Maßnahmen demnächst langsam wieder gelockert werden. In Deutschland will man aktuell noch keine Exit-Pläne vorstellen. Erst nach Ostern wird sich vielleicht etwas ändern.

Der Tagesausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell (Dienstagmorgen) notiert der Euro vs US-Dollar bei ca. 1,0825. Es zeigt sich jetzt schon eine gewisse Dynamik im Markt. Der Kurs versucht, die Seitwärtsrange von gestern nach oben zu durchbrechen. Sollte es dem Euro gelingen weitere Kraft aufzubringen, werden wir heute wahrscheinlich eine Erholung beim EUR/USD beobachten. Schon in der asiatischen Session heute Nacht haben sich die ersten Tendenzen angedeutet. Die asiatischen Händler haben den Euro kräftig gekauft und den Kurs nach oben getrieben. Als der wichtige Widerstand bei 1,0800 brechen konnte, wurden die ersten Long-Signale generiert. Sollte die signifikante Marke von 1,0835 bald ebenfalls erobert werden, werden die Bullen auf den fahrenden Zug springen und weitere Kauforders am Markt platzieren.

Das würde den Euro weiter beflügeln. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0855. Sollte auch diese Mark brechen, wird der Euro zum US-Dollar die 1,0900 „big figure“ sehen wollen. Hier sollte man aber vorerst die Long-Positionen schließen oder mit einem Trailing-Stop arbeiten. Wenn wider Erwarten  die 1,0835 Marke halten sollte, kann es erneut zu einer Enttäuschung beim Euro vs USD kommen. Es wird heute wichtig sein, wie sich die Wertpapiermärkte verhalten. Sollten der DAX & Co weiter positiv performen, kann auch der Euro davon profitieren.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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