Folgen Sie uns

Devisen

Euro vs US-Dollar: Wird der Euro erneut die 1,18 Marke suchen?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der gestrige Handelstag verlief für den Euro zum US-Dollar ganz interessant. Der Major hat viel Volatilität gezeigt und somit den Händlern gute Möglichkeiten zum Trading geboten. Der Euro vs USD versucht, seinen übergeordneten Trend aufrecht zu erhalten. In den gestrigen Morgenstunden hat EUR/USD den Bereich von 1,1794 erreicht. Die Bullen haben die 1,18 Marke angegriffen. Der Euro konnte jedoch nicht genügend Kraft entwickeln und es kam anschließend zu einer kleinen Enttäuschung im Markt. Der Major hat eine leichte Korrektur erfahren. Der Kurs rutsche kurzfristig unter 1,1770. Auf diesem Level haben die Long-Trader erneut den Euro favorisiert und frische Kauforders platziert.

Der Kurs konnte dadurch wieder ansteigen und der nächste Angriff auf die 1,18 „big figure“ ließ nicht mehr lange auf sich warten. Die Bullen waren erfolgreich und der Kurs testete kurzfristig die 1,1800 Marke. Bei 1,1806 (Tagesshoch) ist dem Euro aber die Luft ausgegangen. Die Anschlussorders auf der Long-Seite haben gefehlt. Die Händler waren nicht mehr bereit, höhere Preise für EUR/USD zu zahlen. Im Chart hat sich eine Spitze ausgebildet, die darauf hingedeutet hat, dass eine Umkehr droht. Die kurzfristigen Trader haben schnell angefangen, ihre Gewinne zu realisieren und der Euro geriet dadurch unter Druck. Auf dem Niveau von 1,1780 konnte die Korrektur vorerst gestoppt werden.

Als dann aber die Bären gemerkt haben, dass sich der Euro schwertat, über 1,1790 zu steigen, haben sie sofort die Initiative ergriffen und neue Short-Positionen eröffnet. Ab dann ging es für EUR/USD klar in die südliche Richtung, nachdem Trump die Stimulus-Verhandlungen für beendet erklärt hatte. Die Enttäuschung über den misslungenen Angriff auf die 1,1800 Marke war deutlich zu spüren. Die Abwärtsbewegung hat sich beschleunigt. Viele haben gehofft, dass die starke Unterstützung bei 1,1753 halten wird, das war aber nicht der Fall. Der 120er Moving Average wurde unterschritten und die Korrektur hat sich fortgesetzt. Am Nachmittag, in der amerikanischen Session, fiel EUR/USD bis 1,1729. Das war auch das gestrige Tagestief. In diesem Bereich hat sich die Situation beruhigt und der Kurs ist anschließend in eine Seitwärtsphase übergegangen. Im späten Handel pendelte der Euro zum USD bei der 1,1730 Marke.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro vs USD bei ca. 1,1735. In der asiatischen Session heute Nacht fiel der Kurs noch um ein paar Pips, aber der Handel verlief insgesamt sehr ruhig. Es wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen einen erneuten Angriff auf die 1,18 „big figure“ wagen werden. Aus technischer Sicht besitzt EUR/USD weiterhin ein Aufwärtspotential. Solange sich der Kurs über 1,1700 halten kann, bin ich für das Währungspaar positiv gestimmt. Schwierig wird es, wenn diese Unterstützung bricht, denn dann wird sich die Abwärtsdynamik vermutlich erhöhen.

In diesem Fall wird eher die Short-Seite angesagt sein. Unter 1,1700 liegen viele Stops, wenn diese gezogen werden, werden auch die Break-Out Trader ihre Chance suchen. Die nächste signifikante Unterstützung bei EUR/USD liegt bei 1,1675. Wenn es den Bullen aber gelingt, den Widerstand bei 1,1755 zu erobern, wird der Euro wahrscheinlich wieder favorisiert werden und die 1,18 Marke in den Fokus der Händler rücken. Die aktuelle Lage beim EUR/USD ist also spannend und es werden sich vermutlich auch heute gute Tradingmöglichkeiten ergeben. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1757.

Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen