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Devisen

Euro vs US-Dollar: Wird sich der Euro zum Wochenstart durchsetzen?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Der Euro zum USD bewegte sich am Freitag zum Wochenschluss weiter in seiner volatilen Seitwärtsrange von ca. 40 Pips. Die signifikante Marke von 1,1700, die für den übergeordneten Aufwärtstrend so wichtig ist, hat gehalten. Es war nicht sicher, ob der Euro die 1,17 „big figure“ verteidigen wird, denn die Bären haben mehrmals versucht, diese Unterstützung zu durchbrechen. Schon am frühen Morgen, am Freitag, gab es den ersten Angriff. Auf dem Niveau von ca. 1,1697 verlief der 420er Moving Average. Dieser gleitende Durchschnitt gilt als eine Unterstützung oder ein Widerstand, je nachdem wo sich diese Linie befindet. Liegt der MA unter dem Kurs (so, wie am Freitag im 30 Min. Zeitfenster), dann ist er als ein Support zu sehen. Der Euro gegen den USD wurde durch diese Linie aufgefangen und ein weiterer Fall konnte somit vermieden werden.

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Nachdem die 1,1700 „big figure“ gehalten hatte, sind die Bullen aktiv geworden und haben den Euro gegen den USD wieder gekauft. Der Major stieg sehr schnell an und erreichte den Widerstand bei 1,1740. Auf diesem Level ist dem Euro aber die Luft ausgegangen. Das Kaufinteresse hat nachgelassen und die kurzfristig orientierten Trader haben ihre Positionen zügig wieder geschlossen. Vor dem Wochenende wollen die meisten Händler ihre Trades so schnell wie möglich mit Gewinn realisieren, um nicht in dem Risiko zu sein, Positionen übers Wochenende halten zu müssen.

Danach ist EUR/USD wieder in seine Seitwärtsrange zurückgekehrt. Die Dynamik wurde von Stunde zu Stunde geringer und man hat gemerkt, dass der Major vor dem Wochenschluss keinen Ausbruch mehr erzielen wird. Die Händler haben sich mehr und mehr zurückgezogen und der Kurs pendelte am Nachmittag während der amerikanischen Session zwischen 1,1702 und 1,1720. Der Handel beim EUR/USD verlief am Freitag also eher langweilig. Der erwartete Break-Out hat nicht stattgefunden. Umso spannender kann aber die neue Woche für den Euro vs USD beginnen. In Amerika brodelt es weiter. Präsident Donald Trump, der am Freitag wegen Coronavirus ins Krankenhaus eingeliefert wurde, scheint wieder auf dem Weg der Besserung zu sein. Täglich meldet er sich an das Volk über Twitter. Aber auch das gefällt vielen nicht. Die Medien finden immer einen Grund Donald Trump zu kritisieren. Es ist interessant zu beobachten, wie einseitig die Berichterstattungen auf allen Nachrichtenkanälen verlaufen. Sollten die Medien nicht neutral und objektiv die Nachrichten übermitteln? Gezeigt werden aber fast nur noch Trumps Kritiker. Wer will, kann darüber tiefer nachdenken.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1733. In der asiatischen Session heute Nacht haben die Händler den Euro gegen den Dollar favorisiert. Der Kurs ist leicht angestiegen. Das könnten schon die ersten Tendenzen für den heutigen Tag sein. Wenn es den Bullen gelingt, den signifikanten Widerstand bei 1,1740 zu durchbrechen, wird sich der Euro gegen den USD wahrscheinlich weiter durchsetzen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1768. Sollte auch diese Marke brechen, wird der Kurs die 1,18 „big figure“ ansteuern. Auf der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützung bei 1,1696. Dieser Bereich ist nach wie vor für EUR/USD sehr entscheidend. Darunter liegen viele Stop-Loss Marken. Wenn diese gezogen werden, kann sich die Abwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD befindet sich heute bei 1,1717.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Forexli

    5. Oktober 2020 16:09 at 16:09

    Gezeigt werden fast nur noch Trumps Kritiker ?? Gibt es denn über Trumps Verhalten noch irgend etwas Positives zu berichten? Er degradiert sogar seine Ärzte zu Marionetten,das könnte sich diesmal rächen.
    Liebe Agata, zählen Sie mir einmal die Errungenschaften des GröPaZ auf.
    Bitte nur die wichtigsten, höchstens eine A4 Seite.Sie als Devisenspezialistin, sind sie begeistert von ihm weil er soviel Geld bewegen kann? ( Schulden)

    • Avatar

      Andreas

      5. Oktober 2020 19:13 at 19:13

      @Firexli
      Donald Trump hat eine Gastrolle bei „Kevin allein zu Hause“ und bei denn Simpsons, reicht das nicht?

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

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Allgemein

Brexit: Boris Johnson – steuern auf No Deal zu, harter Abgang wahrscheinlich

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Kommt doch der harte Brexit? Boris Johnson hat genau das soeben angedeutet: solange sich die EU nicht bewege, so der britische Premier, werde es einen No Deal beim Brexit geben. Man würde dann eine Vereinbarung haben wie zwischen der EU und Australien, so Johnson.

Johnson weiter in Schlagzeilen:

– der von der EU vorgeschlagene Deal wie zwischen der EU und Kanada wird nicht funktionieren

– die EU hat nicht wirklich ernsthaft verhandelt, daher sollten wir uns auf einen Brexit ohne Deal vorbereiten

Das britische Pfund zunächst stärker unter Druck, nun aber doch mit einer (volatilen) Erholungsbewegung. Vermutlich gehen die Märkte davon aus, dass doch zu viel auf dem Spiel steht und halten daher die Aussagen von Johnson für eine Drohgebärde ohne wirklich ernsten Hintergrund. Aber aus unserer Sicht meint es Johnson durchaus ernst..

Ein harter Brexit wird wahrscheinlicher, sagt Premier Johnson

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