Folgen Sie uns

Allgemein

Experten melden: In Coronakrise sinkt verfügbares Einkommen durchschnittlich nur um 0,1 Prozent

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gute Laune weil die Coronakrise finanziell kein Problem sein soll

Hallelujah und Amen zugleich. Darf man dieser Aussage glauben? Ginge es danach, dann gäbe es in Deutschland aus finanzieller Sicht ja gar keine Coronakrise? Auch die Solo-Selbständigen und kleinen Ladeninhaber hätten kaum bis gar kein echtes Problem? Denn wie das staatliche Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und das ifo-Institut heute gemeinsam melden, soll in der Coronakrise das verfügbare Einkommen über alle Einkommensklassen hinweg durchschnittlich nur um 0,1 Prozent geschrumpft sein. Dies gelte bis Ende September, auch aber auch bis jetzt solle sich daran kaum etwas substanziell ändern, auch aufgrund der November- und Dezemberhilfen des Staates.

Das Bruttoerwerbseinkommen insgesamt sei durch die Coronakrise um rund drei Prozent gesunken. Bei den unteren 10 Prozent der Einkommen sei es um 4,3 Prozent rückläufig. Aber die Kombination aus Kurzarbeitergeld sowie niedrigeren Steuern und Abgaben habe den Rückgang im Durchschnitt auf 1,1 Prozent verringert, so ifo. Die Kurzarbeit funktioniere wie geplant, wie ein Stoßdämpfer am Auto. Laut IAB werde ein großer Teil der krisenbedingten Einkommensverluste über die Arbeitslosenversicherung ausgeglichen.

Nehme man den Kinderbonus hinzu, die Erhöhung des Einkommenssteuerfreibetrags für Alleinerziehende, den Notfall-Kindergeldzuschlag, einen erleichterten Zugang zu Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (FMW: Da können sich die Solo-Selbständigen melden) und bezieht die Haushalte ohne Erwerbstätige ein, so schrumpfe das verfügbare Einkommen über alle Einkommensklassen wie gesagt durchschnittlich sogar nur um 0,1 Prozent. Dabei würde das Nettoeinkommen der unteren 20 Prozent sogar leicht ansteigen. Negativ bleibe es in den oberen Einkommensklassen, so dass sich die Einkommensungleichheit nicht verschärfe.

Das deutsche Sozialsystem hat die von Corona ausgelösten Einkommensverluste der Arbeitnehmer*innen erheblich gedämpft, so das gemeinsame Fazit von IAB und ifo-Institut. Puhhhhh, einmal tief Luft holen bitte. Das sind mal Aussagen. Da geht es dem kritischen Beobachter der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise doch gleich viel besser.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Tino

    10. Dezember 2020 14:07 at 14:07

    Super. Dann hat sich ja die 1Bio oder ein bisschen mehr bezahlt gemacht. ;-)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage