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Fed beläßt Leitzins unverändert – streicht „graduelle Zinsanhebngen“., Wirtschaft nur noch „solide“

Fazit FMW: die Fed wird erkennbarer vorsichtiger und nimmt den Begriff „patient“ in das Statement auf. Unklar ist noch, was die Notenbank genau meint in Sachen Bilanzreduzierung – die Märkte feiern zunächst die Aussage, dass die Bilanzreduzierung nicht automatisiert verlaufe, sondern angepaßt werden könne je nach Bedarf. Hier muß nun Powell in der PK Klarheite schaffen!

Die Fed läßt – wie erwartet – die Leitzinsen unverändert bei 2,25%-2,50.

Die zentralen Aussagen des FOMC-Statements:

– Wort „patient“ kommt vor („In light of global economic and financial developments and muted inflation pressures, the Committee will be patient as it determines what future adjustments to the target range for the federal funds rate may be appropriate to support these outcomes.“)

– Fed streicht „graduelle Zinsanhebungen“

– kaum Änderungen zu Aussagen über US-Wirtschaft

– Fed bereit, Anpassungen bei der Bilanzreduzierung zu machen wenn nötig; Bilanzreduzierung geht aber weiter

– Fed streicht Passus, wonach Risiken ausgeglichen sind

– Fed zu US-Wirtschaft: „solid“ (zuvor noch: „strong“)

Vergleich des aktuellen Statements zum vorherigen:

Das Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in December indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising at a solid rate. Gains in employment, household spending, and business fixed investment have been solid, and the unemployment rate has stayed low. On a 12-month basis, both overall inflation and inflation for items other than food and energy have continued to run below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation have increased in recent months but remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee expects that, with further gradual adjustments in the stance of monetary policy, economic activity will expand at a moderate pace and labor market conditions will remain strong. Inflation on a 12‑month basis is expected to move up this year and to stabilize around the Committee’s 2 percent objective over the medium term. Near-term risks to the economic outlook appear roughly balanced, but the Committee is monitoring inflation developments closely.

In view of realized and expected labor market conditions and inflation, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1-1/4 to 1‑1/2 percent. The stance of monetary policy remains accommodative, thereby supporting strong labor market conditions and a sustained return to 2 percent inflation.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its objectives of maximum employment and 2 percent inflation. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments. The Committee will carefully monitor actual and expected inflation developments relative to its symmetric inflation goal. The Committee expects that economic conditions will evolve in a manner that will warrant further gradual increases in the federal funds rate; the federal funds rate is likely to remain, for some time, below levels that are expected to prevail in the longer run. However, the actual path of the federal funds rate will depend on the economic outlook as informed by incoming data.

Voting for the FOMC monetary policy action were Janet L. Yellen, Chair; William C. Dudley, Vice Chairman; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Lael Brainard; Loretta J. Mester; Jerome H. Powell; Randal K. Quarles; and John C. Williams.



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7 Kommentare

  1. Sorry, aber irgendwie finde ich die Aussage zur Bilanzreduktion nicht im Text. Wurde das anderswo gesagt? Ich lese in dem Statement genau das, was Powell auf der Pressekonferenz im Dezember gesagt hat: Sie verwenden die Zinspolitik zur Steuerung, nicht mehr die Bilanz.
    Der entscheidende Satz ist doch: „The stance of monetary policy remains accommodative“. D.h. die Fed sieht die gegenwärtige Politik noch nicht als neutral an.

  2. Und der USDCAD-Short läuft und läuft…
    Die Gold-Longs ebenfalls, die TPs purzeln…
    Man sollte News doch nicht gänzlich ignorieren, wie es uns der eine oder andere Charttechniker nahelegt ;)

    1. michael viel erfolg. hab dein kommentar von vor paar wochen gelesen. usdcad sell – glückwunsch.

  3. Sehen Sie, @Markus Fugmann, wie vor einigen Wochen schon festgestellt:
    Mr. Powell ist der Einknicker vor dem Herrn.
    Aber verständlich. Lieber FED-Chef bleiben.
    Wer möchte schon bei Kim Yung Trump als Gladiator in einer billigen Arena sein Leben aushauchen müssen?
    Bemerkenswert die Expertise, die das Fed-Board an den Tag legt:
    Da wird zuerst mit Pauken und Trara verkündet: Unsere Wirtschaft ist stark wie ein Tiger.
    Zehn Wochen später muss man alles komplett zurück nehmen: doch eher ein Bettvorleger.
    Für mich sind diese ganzen „Experten“ einfach nur: ahnungslose, dumme Schnapsgestalten.
    Keine Strategie. Kein Durchblick. Stochern im Nebel. Wenn nur die Miene dabei wichtig genug ausschaut, glaubt man dem Herrn Geheimrat Magister Professor Powell alles. Auch Quatsch in Tüten.

    1. @Macwoiferl, Sie hätten FED-Chef werden sollen, dann wäre alles gut.

  4. Hört der auch mal auf zu labern? Am Ende widerspricht er sich noch wieder selbst und die schönen Gewinne sind futsch ;o)

    1. Das klingt wie das typische Leiden eines Intraday-Traders. Kurzfristige Gewinne sollte man mitnehmen oder absichern, manchmal hilft es auch, vom 15-Minuten-Chart in die 4-Stunden-Ansicht zu wechseln.
      Alles, was hier heute ausgesagt wurde, war zu über 90% bereits vor Wochen klar absehbar. Manchmal ist es sehr hilfreich, sich rechtzeitig zu positionieren. Oder man folgt einfach dem Chart, denn darin steckt die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr uns Hinter- und Notenbänkler helfen :)

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