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Europa

Fertiggestellte Wohnungen 2018: Realität deutlich besser als die Headline-Zahl

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Regelmäßig besprechen wir vor allem, wie sich der Wohnungsmarkt entwickelt. Entscheidend ist dabei, wie sich die Genehmigungen neuer Wohnungen entwickeln. Daraus kann man ableiten, ob in ein oder zwei Jahren mehr Wohneinheiten gebaut werden als jetzt. Aber an dieser Stelle wollen wir mal schauen, ob im gesamten Jahr 2018 im Vergleich zum Jahr 2017 mehr oder weniger Wohnungen gebaut wurden.

Die Headline-Zahl des Statistischen Bundesamtes nennt einen Zuwachs tatsächlich fertiggestellter Wohnungen von nur 0,4%. Entscheidend für die Masse der Bevölkerung ist aber natürlich, dass möglichst viele neue „normale“ Wohneinheiten in Wohnblocks auf den Markt kommen. Und hier sah es im letzten Jahr viel besser als. Es wurden bei „Wohngebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen“ 134.084 Einheiten fertiggestellt, was 11.243 mehr waren als im Jahr 2017. Das ist ein Plus von 9,2%!

Der Schnitt sinkt auf nur noch +0,4%, weil bei dieser Wohnungsstatistik quasi alles mit einfließt. So geht der Bau neuer Flüchtlingsunterkünfte seit geraumer Zeit massiv zurück. Ihr Neubau sinkt um 21,2%, von 16.515 auf 13.021 Einheiten. Auch bei „Wohngebäuden mit 1 Wohnung“ (also Einfamilienhäuser) sinkt die Zahl der fertiggestellten Einheiten von 86.440 auf 83.200 oder 3,7%. Diese und andere Faktoren lassen den Schnitt fast auf 0 sinken, aber die normalen Wohnungen legen deutlich zu.

An dieser Stelle nochmal zur Zukunft, also den aktuellsten Daten zu neu genehmigten Wohnungen. Hier sind die Zahlen derzeit rückläufig. Von Januar-März zeigen die Genehmigungen im Jahresvergleich einen Rückgang von 4,4% bei den Wohnblocks mit 3 oder mehr Wohnungen.

Fertige Wohnungen 2018

Wohnungen Standardeinrichtung
Standard-Wohnzimmer der Deutschen. Foto: Jung von Matt AG (Fotograf: H. Schröder) – http://www.jvm.de (CC BY 2.5)

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Europa

Industrieproduktion in Deutschland: Katastrophaler Rückgang!

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Das Statistische Bundesamt hat soeben die Daten zur Industrieproduktion (Produktion im Produzierenden Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Sie ist im Vergleich zu Oktober 2018 um 5,3% rückläufig (im Vormonat waren es -4,5%). Die meisten großen Presseorgane achten auf den Monatsvergleich, also von September zu Oktober 2019. Hier gibt es ein kräftiges Minus von 1,7%, obwohl ein Plus von 0,1% erwartet wurde. Gestern hatten wir die aktuellsten Auftragseingänge besprochen, die ebenfalls extrem schwach sind mit -5,5% im Jahresvergleich. Also, die kräftige Rezession in der Industrie geht volle Fahrt weiter.

Industrieproduktion als Chart seit 2011

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Europa

EU: Einzelhandelsumsätze schwach – Deutschland auch beim BIP in „Abstiegszone“

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Vor wenigen Minuten wurden die Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone veröffentlicht: sie fielen mit -0,6% schwächer aus als erwartet (Prognose war -0,5%). Zum Vorjahresmonat stiegen damit die Einzelhandelsumsätze lediglich um +1,4% und damit deutlich weniger als die erwarteten +2,2%.

Dazu wurden der Vormonat September von zuvor +0,1% auf nun -0,2% nach unten revidiert.

Besonders schwach war mit -1,9% Deutschland und Irland – kein gutes Omen für das Weihnachtsgeschäft. Dazu Eurostat:

„Among Member States for which data are available, the largest decreases in the total retail trade volume were registered in Germany and Ireland (both -1.9%) and Finland (-1.2%). The highest increases were observed in Portugal (+2.1%), Poland (+0.9%), Belgium and Romania (both +0.8%).“

Die Einzelhandelsumsätze im Oktober waren schwach

Das BIP der EU fiel in der letzten Veröffentlichung mit +0,2% aus wie erwartet. Auch hier: Deutschland in Sachen Wachstum in der „Abstiegszone“, während die mittelosteuropäischen Staaten das stärkste Wachstum verzeichnen:

„Among Member States for which data are available for the thirdquarter of 2019, Poland (+1.3%), Hungary (+1.1%) and Estonia (+1.0%) recordedthe highest growth compared with the previous quarter, followed by Bulgaria, Croatia and Slovenia(all+0.8%). The lowest growth was observed in Germany, Italy and Austria (all +0.1%).“

Deutschland ist Schlusslicht beim BIP

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Europa

Auftragseingänge Industrie: Katastrophaler Rückgang!

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Das Statistische Bundesamt hat soeben die Auftragseingänge für die Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu Oktober 2018 ist es ein katastrophaler Rückgang von 5,5% nach bereits -5,0% im Vormonat. Im Monatsvergleich von September zu Oktober ist es ein Rückgang von 0,4% (erwartet +0,3%). Dabei gibt es eine klare Zweiteilung nach Inlands- und Auslandsaufträgen, wie auch die folgende Grafik zeigt. Im Zitat von den Statistikern:

Im Oktober 2019 fielen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 3,2 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 1,5 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 11,1 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen dagegen um 4,1 % gegenüber September 2019.

Auftragseingänge Industrie im Langfristchart

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