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Finanzmärkte: das nachlassende Glücksgefühl nach dem QE-Heroin

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Beim ersten Mal ist es am schönsten, dann wird schnell eine Sucht daraus, und man jagt permanent dem Ersterlebnis hinterher. So beschreiben es viele Ex-Heroinsüchtige:

„..habe ich einmal diese Euphorie und Unbeschwertheit erlebt, brennt sich diese Erfahrung unwiderruflich und sehnsuchtsvoll in mein Gehirn. Nichts scheint an dieses sorglose Gefühl heranzukommen, weshalb nichts außer diese Substanz dem Streben nach Glück entspricht. Jedoch wird man bei regelmäßigem Konsum diesen Anfangszustand nie mehr erreichen und läuft einer Illusion hinterher. Vermutlich wird auch mindestens unterbewusst alles andere positiv Erlebte im Leben mit dem Heroin-Rausch verglichen und erscheint dann ziemlich fade und nichtig“.

Und jetzt tauschen wir einfach mal das Wort Heroin gegen QE aus – und schon haben wir das aktuelle Gefühl an den Finanzmärkten. So herrlich war die Euphorie etwa in der Eurozone, als im Januar 2015 Draghi den Märkten die erste Dosis versprach:

daxqeheroin

Seitdem sucht der Dax das Glück des ersten Drogenkonsums wieder zu erleben – aber die Euphorie ist weg, nur die Sehnsucht ist geblieben:

daxnachqe

Nun kündigt der Heroin-Dealer an, mehr von dem Stoff zu beschaffen, also die Dosis zu erhöhen. Noch einmal ein kurzer Freudenschauer – aber der Markt spürt, dass das reine Glück des Erstkonsums nicht mehr zu erreichen ist. Also stellt sich eine Art Depression ein, eine stete Sehnsucht nach dem Glücksgefühl, das doch schon längst vorbei und verloren ist.

In der Drogentherapie indes weiß man eines: man muß weg von der Droge, weil alles andere zum schleichenden Niedergang (bis hin zum Exitus) führt. Die Märkte ahnen es, wollen es aber noch nicht wahr haben. Was machen wir denn, wenn wir die Droge nicht mehr haben, ogottogott.

Und die Antwort lautet: Entzug und Therapie. Das ist anstrengend, das tut weh, muß aber sein. Nur so können irreversible Schäden verhindert werden, nur so kann der Patient eines Tages wieder gesunden.
Besser, sich mit diesem Gedanken zeitnah vertraut zu machen. Wichtig wäre es vor allem, den Kontakt zwischen dem Dealer und dem Drogensüchtigen zu verhindern.
Hai capito, Mario?!!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    3. Februar 2016 18:36 at 18:36

    Ich habe ab Mitte der 70ger geraucht.War ja so cool,männlich,marlborohartmann&camelweitläufig!Selbst als mir permanent mehr&mehr Zweifel kamen,ob man z.B.schon 10 Sekunden nach dem Aufstehen „den harten Mann“rauskehren muss,habe ich die Sucht noch verteidigt.Heute(4Jahre total kalt!)kommt mir das sowas von affig vor.Während mein Suchtverhalten lediglich für mich negativ war,ist es das der Notenbanker für die ganze Welt!Wenn meine Lebenserwartung dadurch um einige Jahre kleiner ist,juckt das kein(sprichwörtliches)Schwein.Fahren diese Junkies allerdings die Weltfinanz vor die Wand,dann sind Kollateralschäden in Billionenmassen zu befürchten.Warum stoppt diese Irren keiner?

    • Avatar

      joah

      3. Februar 2016 23:38 at 23:38

      Weil sie Gottes Werk verrichten… (…und viele Deppen noch daran glauben.)

  2. Avatar

    Sabine

    4. Februar 2016 08:03 at 08:03

    Weil es die Masse mehr interessiert, was gerade der Hund von Paris Hilton macht! Die Masse ist nicht besser als die oben.
    a) Man muß von 9/11 nur 2 Dinge erzählen: reines Stahlgebäude fällt in reiner Fallgeschwindigkeit, ohne „Ruckeln…“ zusammen und 90% der 2 Gebäude verwehen (!) in NY, nur 10% landen auf dem „Ground Zero**“.
    **Vor 9/11 der alleinige Fachausdruck für den Zentralpunkt unter einer nukl. Explosion.
    b) Außerdem werden Drogen, Menschschwächen … zwar von oben, aber mit Hilfe von unten durchgeführt. (Googeln nach Daniele Ganser – Basler Historiker)
    https://netzfrauen.org/2016/01/28/zika-virus-outbreak-denguefieber-von-biologischer-waffe-zu-einer-weltweiten-pandemie/
    http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/jhg
    Snowden sagte, Obama’s Clique hat nicht vor ihm Angst, sondern vor den aufwachenden oder denkenden Massen.
    c) Dazu hilft noch die allgemeine Dummheit, extrem gefördert und stabilisiert durch die TV-Lügenpresse.
    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    Übrigens Super-Artikel von FM. Vielen herzlichen Dank!!!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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