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Märkte

Gas-Deal zwischen Russland und China rückt näher..

Markus Fugmann

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am

Während eines kurzen Anfalls geistiger Klarheit hatten wir bereits am 27.Februar prognostiziert: „Es ist also eine politische Annäherung zwischen Russland und China zu erwarten, deren Folge sein wird, dass Russland verstärkt seine Rohstoffe in Richtung China lenken wird – unter Umgehung des Westens“.

Und nun sieht es so aus, als würde die prognostizierte Entwicklung schon sehr bald zur Realität werden. Wie reuters.com berichtet, dürfte bereits im Mai eine Gas-Deal zwischen China und Russland unterzeichnet werden – und zwar während des seit langem geplanten Staatsbesuchs Putins in China.

Die Vorteile für Russland liegen auf der Hand: die drohende Isolierung durch den Westen könnte mit dem Deal symbolträchtig durchbrochen werden. Und: für den Westen, insbesondere für Deutschland, könnte die neue Rohstoff-Achse zwischen Russland und China bedrohlich werden.

Problematisch allerdings ist die Frage der Preisstellung für die russischen Rohstoffe. China, das Deutschland als Abnehmer russischen Gases bereits überholt hat, zahlt derzeit noch deutlich weniger als das wohlhabende Deutschland. Aber wo ein politischer Wille ist, finden sich auch ökonomische Wege.

Aber auch für Washington könnte der Deal unangenehm werden: zwar sind die USA durch ihre extrem umweltfreundlichen Fracking-Methoden weitgehend autark in Sachen Energieversorgung, doch könnte der Gas-Deal auch für die vermeintlich unverwundbaren Amerikaner ein Warnsignal sein: denn mit der neuen Allianz zwischen China und Russland, deren Stoßrichtung grundsätzlich gegen den Westen gerichtet ist, könnte auch eine Abkehr Chinas vom Kauf von US-Staatsanleihen verbunden sein. Chinesische Gelder würden dann bevorzugt in russische Staatsanleihen und Infrastrukturprojekte fließen. Nicht gut für ein Land, dessen mit Abstand größter Exportschlager Schulden sind..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Jochen Frank

    21. März 2014 17:39 at 17:39

    Das ist Klasse, während der Westen noch mit seiner Kindergartenphilosophie politischen Sanktionen austüftelt, hat sich der Herr Putin bereits Arrangiert. Vermutlich geht es jetzt nur noch um der Abverkaufs-Strategie der so wertvollen US-Anleihen. Da wird wohl in den kommenden Tagen/Wochen einiges am Markt geschehen, kann auch sein das die USA und EU das nicht so recht Verstehen was da passiert.

    Wie gut das schon der Frühling anfängt!

  2. Avatar

    T2014

    21. März 2014 18:45 at 18:45

    Ein Herr löst den vorigen ab… alles bleibt so, wie es immer war. Wann werden die Menschen bloß begreifen, dass es so nicht funktionieren kann?

  3. Avatar

    üxlibüxli

    21. März 2014 19:48 at 19:48

    „Fracking“ extrem umweltfreundlich????????
    War wohl ein Scherz…

  4. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    21. März 2014 19:51 at 19:51

    Richtig, @üxlibüxli, das haben Sie messerscharf analysiert..

  5. Avatar

    Stephan Kovacs

    21. März 2014 20:12 at 20:12

    Nun erklärt sich wohlmöglich die Energiekehrtwende zur Kohle! Auch wenn unsere Politiker jenseits von gutem Sachverstand handeln, müssen die doch einen Plan B haben….Man stelle sich neue Kohlekraftwerke und das extrem umweltfreundliche Fracking in Deutschland vor und schon kann man gegen die achso niederträchtigen Russen eins auf dicke Hose machen.

  6. Avatar

    ivan

    22. März 2014 01:07 at 01:07

    Meine Vorraussage:Russland will das Gas in Muslimisch Domininierten Gebieten(oder die es bald werden)schnell loswerden,wenn nichts mehr da ist wird man die Teilstaaten entlassen denn sonst besteht die Armee in einigen Jahrzehnten aus 50% Moslems(in der Türkei übrigens in 20 Jahren aus 50% Kurden!).Schon heute gibt es Massenschlägereien zw. Moslems und Christen in der Armee.

    China dagegen wird Arbeiter aus Indien anwerben müssen wegen ihrer 1 Kind Politik.

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Finanznews

Aktienmärkte: Tech-Aktien wieder schwach – Zufall? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Auch heute sind es wieder die relativ schwachen Tech-Aktien, die die amerikanischen Aktienmärkte belasten. Ist das Zufall? Oder vielmehr eine Folge der Ent-Hebelung, die nun am großen Verfallstag seine Fortsetzung findet? Die große Frage ist und bleibt: wieviel der Ent-Hebelung hat bereits stattgefunden? Die Optionen auf US-Aktien verfallen heute um 22Uhr – die Folgewirkungen des Verfalls könnten dann aber vor allem Anfang nächster Woche auf die Aktienmärkte wirken. So oder so: value-Aktien laufen gegenüber growth-Aktien so gut wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr – die Rotation raus aus den Tech-Werten geht also weiter. Derzeit viel stärker – auch das wohl kein Zufall – ist im Vergleich zum Nasdaq der Dax..

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Aktien

Coronakrise: Für die Verlierer folgt wohl der zweite wirtschaftliche Abschwung

Redaktion

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Lufthansa mit massiven Problemen in der Coronakrise

Zum Ausbruch der Coronakrise gab es zunächst massive Staatshilfe über Kurzarbeit, Zuschüsse, Milliardenkredite und sogar Unternehmensbeteiligungen durch den Staat. Die Lage schien sich zu stabilisieren. Mit der deutschen Volkswirtschaft geht es wieder bergauf. Und wenn man sich die Headlinezahlen der Statistiker betrachtet, wirkt die Lage auch gar nicht mehr so schlimm. Aber die Verlierer-Branchen, die ab März fast komplett den Bach runtergingen, die erleben derzeit womöglich den zweiten Abschwung.

Wenn dem wirklich so ist, wäre es für Börsianer ratsam die Finger von Aktien dieser Branchen zu lassen. Denn es ist natürlich zunächst verführerisch. Was im Zuge der Coronakrise stark gefallen ist, scheint jetzt vom reinen Aktienkurs her optisch günstig zu sein. Aber kommt eine weitere kräftige Abwärtswelle bei den Aktienkursen der betroffenen Konzerne, wenn den Börsianern klar wird, dass die Coronakrise auf ganz spezielle Branchen noch viel länger sehr drastische Auswirkungen haben wird?

Lufthansa in der Coronakrise weiter im Abschwung

Da wäre zum Beispiel die Lufthansa als Paradebeispiel in Deutschland zu nennen. Zum Ausbruch der Coronakrise sanken die Passagierzahlen auf Null. Nun denkt man, dass sich die Fluggastzahlen zusammen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung auch steigern werden. Aber die Lage ist wohl schwieriger. Erstmal hilft da der gesunde Menschenverstand. Wie viele potenzielle Urlauber bleiben bitte schön solange den Flughäfen fern, bis die Maskenpflicht entfällt? Denn stundenlang als erholungssuchender Tourist im Flieger, am Flughafen, im Hotel, und an der Strandpromenade mit Maske rumzulaufen – darauf haben viele Menschen einfach keine Lust, denn das ist einfach kein richtiger Urlaub!

Nach den bisherigen massiven Einschnitten der letzten Monate sieht es bei der Lufthansa (wie bei anderen Airlines auch) nach einer erneuten Runde von Einschnitten aus. Dies lässt vermuten, dass sich die Flugzahlen eben nicht so erholen, wie man es sich erhofft hatte. Laut aktuellen Berichten soll Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden, wie viele zusätzliche Jobs und Maschinen bei der Lufthansa gestrichen werden. Denn die Airlines leider derzeit auch darunter, dass sich die Einreisebeschränkungen einzelner Länder schnell ändern, und der potenzielle Reisende dann fernbleibt. Auch hier kann man denken aus „kaltherziger“ Börsianer-Sicht: Gut, dann warte ich die nächste Kürzungsrunde und weiter fallende Aktienkurse noch ab, und kaufe dann günstig ein.

Aber das sage mal jemand den Aktionären der Telekom, die damals in ein immer weiter fallendes Messer griffen nach dem Motto „jetzt gibts die Aktie aber günstig zu kaufen“. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Es kann natürlich auch sein, dass ab einem gewissen Kursniveau wirklich eine Bodenbildung eintritt. Aber man sollte als Börsianer nicht all zu euphorisch agieren, nur weil der Aktienkurs optisch günstig zu sein scheint. Im folgenden Chart sehen wir in den letzten 12 Monaten in blau den Verlauf des Dax gegen die deutlich schlechter laufende Lufthansa-Aktie (beides auf CFD-Basis).

Chart zeigt Kursverlauf von Lufthansa gegen Dax

US-Airlines und Hotels

Auch in den USA geht der Abbau bei den Verlierern weiter. Nachdem die Airlines nach dem Ausbruch der Coronakrise bereits üppig vom US-Steuerzahler bedacht wurden, scheint das Geld wohl auszugehen. Nach ganz aktuellen Berichten sind die Chefs der großen US-Airlines im Weißen Haus vorstellig geworden. Das Motto lautete: Gebt erneut Staatshilfe, oder wir müssen Massenentlassungen durchführen. Auch dies ist ein klares Indiz dafür, dass es Delta, United und Co sehr schlecht geht.

Wie jüngste Berichte zeigen, und was natürlich mehr als verständlich ist: Das Spieler-Paradies Las Vegas wurde von der Coronakrise übel getroffen, aber gleich doppelt und dreifach. Da lohnt es sich einen Blick zu werfen auf die Las Vegas Sands Corp, einen Hotel- und Casino-Betreiber mit Schwerpunkten in Las Vegas, Macau und Singapur. Die Aktie notierte vor dem Beginn der Coronakrise im Februar bei 71 Dollar, jetzt bei 49 Dollar. Im folgenden Chart, der 12 Monate zurückreicht, haben wir die Kursverläufe der Hotelkette und von United Airlines übereinander gelegt. Frage: Greift man hier in ein fallendes Messer, wenn man jetzt kauft? Oder stehen die Aktien vor einem langen, langweiligen Seitwärtstrend?

Chart zeigt United Airlines und Las Vegas Sands

Nicht in das fallende Messer greifen?

Der Spruch ist einer der absoluten Börsianer-Klassiker. Man soll nicht in das fallende Messer greifen. Damit ist gemeint, dass man in einem Absturz, bei dem der Boden noch nicht erkennbar ist, nicht kaufen sollte. Natürlich sollte man auch später nie krampfhaft versuchen den absoluten Tiefpunkt für seine Einstiege an der Börse zu finden. Aber derzeit scheint es bei Aktien von Hotels und Airlines so zu sein, dass die Corona-Misere weitergeht, während sich der größte Teil der sonstigen Volkswirtschaft damit beschäftigt die alten Niveaus zu erreichen. Also, Vorsichti ist geboten bei den Problembranchen. Es sieht nicht nach einer raschen Erholung aus! Gestern berichteten wir bereits über die große Entlassungswelle bei deutschen Autozulieferern (hier finden Sie den Artikel). Auch hier sollte man bei Neueinstiegen in die entsprechenden Aktien überlegen, ob nun das Tief wirklich erreicht wird, oder ob die Misere noch einige Zeit anhalten wird, was auch die Aktienkurse weiter belasten könnte.

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

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