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Entspannung am Energiemarkt Gaspreis und Strompreis im Absturz – AKW, Wetter, volle Speicher

Gaspreis und Strompreis an den Börsen fallen spürbar. Helfen tut das Scholz-Machtwort zu 3 AKW, das Wetter, und die vollen Gasspeicher.

Stromerzeugung durch AKW

Gaspreis und Strompreis an den Börsen fallen weiter in den Keller, vor allem Gas. Der europäische Terminkontrakt (Dutch TTF) fällt heute auf 121,10 Euro, ein Minus gegenüber gestern Abend von 5,37 Prozent (im Tief heute schon bei 118 Euro). Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf der letzten zwölf Monate. Von über 330 Euro Ende August sehen wir bis jetzt einen Rückgang von 63 Prozent. Um auf das Niveau vor Kriegsausbruch im Februar zu fallen, müsste der Gaspreis knapp unter 90 Euro fallen. Schauen wir auf die Gründe für die fallenden Kurse. Dazu blicken wir auf die deutschen AKW, das Wetter, und volle Gasspeicher.

Gaspreis fällt – Machtwort von Olaf Scholz zu den deutschen AKW

Gestern Abend wurde bekannt, dass Bundeskanzler Olaf Scholz von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht hat. FDP und Grüne konnten sich nicht einigen im Streit über den Weiterbetrieb der restlichen deutschen AKW. Nun hat Olaf Scholz für Klarheit gesorgt. Drei deutsche AKW laufen bis April 2023 weiter. Das entlastet Strompreis und Gaspreis. Denn dadurch gibt es mehr Verlässlichkeit für die Erzeugung einer bedeutenden Menge an Strom für den anstehenden Winter. Die Strommengen dieser AKW könnten auch dafür sorgen, dass weniger Gas verbraucht werden muss für die Stromerzeugung. Somit steht mehr Gas im Winter für die Gasspeicher, sowie für den privaten und gewerblichen Verbrauch zur Verfügung, und der Druck auf dem Weltmarkt Gas einkaufen zu müssen – als Alternative für Gas aus Russland – nimmt ein klein wenig ab?

Gaspreis Dutch TTF im Verlauf der letzten zwölf Monate

Gasspeicher immer voller

Schon bald könnten die deutschen Gasspeicher komplett gefüllt sein, und dann könnte Deutschland (vorübergehend) weniger Nachfragedruck auf dem Weltmarkt versprühen, wenn es um den Einkauf von Gas geht? Denn wenn man nicht weiß wohin mit dem eingekauften Gas, muss man erstmal weniger nachfragen? Laut Daten von Gas Infrastructure Europe sind die deutschen Gasspeicher Stand Sonntag zu 96,03 Prozent gefüllt – alleine gegenüber Samstag ist das ein Anstieg von 0,40 Prozentpunkten. Je voller die Speicher, desto entspannter die Lage beim Gaspreis! Auch der wichtige Blick auf die gesamte EU zeigt mit 92,37 Prozent immer vollere Gasspeicher – gegenüber Samstag war es ein Plus von 0,31 Prozentpunkten.

Gutes Wetter

Es herrscht derzeit für Mitte Oktober deutlich zu warmes Wetter. Somit ist der Heizbedarf der privaten Haushalte und damit die Nachfrage nach Gas sehr gering. Dies senkt die Angst vor einer Gasknappheit ab, zumindest in diesen Tagen. Ob uns ein langer harter Winter bevorsteht, kann mit Gewissheit niemand sagen. Aber jüngste Prognosen deuten eher milde Temperaturen für den Winter an. Das würde weniger Gas- und Stromverbrauch bedeuten, was ein entspannendes Signal für den Strompreis und Gaspreis an den Terminbörsen ist – und damit auf mittlere Sicht womöglich auch für die Endverbraucher? Man soll sich nicht zu früh freuen – dafür sind die Preisniveaus noch viel zu hoch, und sie müssten auch über längere Zeit tief bleiben.

Strompreis entspannt sich

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf im deutschen Börsen-Strompreis in den letzten zwölf Monaten. Vom Hoch bei über 1.000 Euro sind wir jetzt fast bei 400 Euro angekommen. Aber immer noch sehen wir deutlich erhöhte Kurse im Vergleich zu Oktober 2021. Dennoch entspannt sich die Lage (im Augenblick jedenfalls!). Die Argumente, die für den fallenden Gaspreis sprechen, wirken auch entspannend auf den Strompreis. Drei AKW, die bis April laufen, helfen kurzfristig die Stromknappheit in Europa etwas besser zu bekämpfen (man denke dabei an die Knappheit in Frankreich).

Deutscher Börsen-Strompreis im Verlauf der letzten zwölf Monate

Expertenaussagen

Die Experten der Saxo Bank haben sich heute früh geäußert zum Energiemarkt. Sie erwähnen den stark fallenden TTF-Gaspreis, der den niedrigsten Stand seit Ende Juni erreichte, da die EU-Lager im Wesentlichen voll sind und das Wetter in diesem Herbst bisher mild war. Auch erwähnen sie die Ankündigung von Olaf Scholz, dass drei AKW bis mindestens Mitte April in Betrieb bleiben werden, womit die geplante Stilllegung vorerst gestoppt wurde, obwohl es noch keine eindeutigen Anzeichen für ein strategisches Umdenken in Deutschland bezüglich der Zukunft der Kernenergie gibt.



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20 Kommentare

  1. Die obige Energiepolitik von Bundeskanzler Olaf Scholz wird im Deutscher Bundestag auf eine breite Zustimmung stoßen, da keiner der 736 MdB’s der aktuellen Legislaturperiode die kompetente Agenda der Öl-Allianz OPEC+/Energiemix bestehend aus fossilem Erdöl, fossilem Erdgas, Wasserstoff (eignet sich auch zur Veredelung von Rohöl), Wasserkraft, Sonnenenergie und Windenergie unterstützen möchte. Dies gilt auch für den FWG-Vorsitzenden Staatsminister Hubert Aiwanger.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Bei Verivox und Check 24 entspannt sich noch gar nichts. Gestern ist der Strompreis,an der Strombörse Leipzig, zwar auf 180 Euro die Megawatt Stunde gefallen, wir kommen aber von um die 25 Euro,im langfristigen Mittel.

    Und auch die Preise an der Börse EEX, für Gas, liegen noch beim Fünffachen des Vorkrisenniveaus.

    Eine Entspannung ist deshalb noch in weiter Ferne.

    Vieles steht das Wasser bis zum Hals. Wie es besser geht beweist unser Nachbar Österreich. Dort wurde der Strompreis, auf 10 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt, für einen Verbrauch von maximal 2900 Kilowattstunden jährlich.
    Davon sind wir weit entfernt. Laut“ Energiemonitor Zeit Online “ liegt der Preis für die Kilowattstunde Strom ,derzeit für Neukunden bei 56,2 Cent,also 46,2 Cent mehr als in Österreich.
    Bei einem Verbrauch von maximal 2900 Kilowattstunden jährlich wären das stolze 924 Euro jährlich pro Haushalt an Einsparung.
    924 Euro netto, entspricht einem Bruttolohn von etwas über 1350 Euro monatlich in Deutschland.
    Österreich bekommt also einen Bruttolohn pro Haushalt geschenkt. Wenn auch die eines Teilzeit- Lohnes, aber trotzdem. „Midi Lohn“ heißt das jetzt in Deutschland, glaube ich.
    Oder man lässt die 924 Euro arbeiten. Angelegt in einem guten ETF ,kann daraus in 5 bis 10 Jahren, das Doppelte werden ( Nasdaq 100 Index ETF zum Beispiel).
    Wie man es auch dreht und wendet, Deutschland zahlt und Österreich spart, zumindest beim Strom.
    Die Vermögensbildung kommt deshalb in Deutschland nicht richtig voran, die Steuern und Abgaben tun ihr Übriges.
    Im Medianvermögen liegen wir im EU Vergleich auf den hinteren Plätzen. Jeder Euro kann eben nur einmal ausgegeben werden und wenn ich ihn für Strom benötige, dann fehlt er an anderer Stelle.

    1. Die Franzosen bezahlen momentan auch noch 19 ct/kwh. Er wird zwar steigen ist aber gedeckelt. Deutschland muss unbedingt wieder Spitze sein ! Aber mit der Klimawende hat das natüüürlich nichts zu tun.

      1. Gut das die Vernunft gesiegt hat und die 3 AKW am Netz bleiben😉

        Den ideologischen Unsinn mit den 2 anstatt 3 Kernkraftwerken, welche am Netz bleiben sollten, konnte vermutlich auch die Mehrheit der logisch denkenden Bürger nicht nachvollziehen.

        Die anderen Wirrköpfe müssen damit nun klar kommen.

        1. @Genosse, dann erlaube ich mir, den logisch denkenden Bürgern mal etwas auf die Sprünge zu helfen:

          Im Emsland gibt es mehr als genug regenerative Energieerzeuger. Ganz allgemein herrscht im Norden der Republik, natürlich auch in NRW und Niedersachsen, alles andere als Produktionsknappheit beim Strom. Die Brennstäbe sind schon jetzt so gut wie aufgebraucht, das AKW Emsland kann nur noch eine begrenzte und völlig unnötige Leistung erbringen, wenn es im Streckbetrieb nun noch bis April 2023 laufen soll.

          Gleichzeitig gibt es keine ausreichenden Übertragungsnetze in den rückständigen Süden Deutschlands. Die logische Konsequenz ist die, dass durch den Weiterbetrieb bei günstigen Wetterverhältnissen Windkrafträder und PV-Anlagen im Norden abgeschaltet werden müssen. Das verteuert zum einen die Strompreise, zum anderen blockiert es den Ausbau der Regenerativen. Sinn macht das jedenfalls keinen.

          Bei derart unnötigen Maßnahmen stellt sich doch die Frage, wer hier die Wirrköpfe sind, die ideologischen Unsinn in die Tat umsetzen. Sinnvoll wäre es gewesen, das AKW Emsland bis Jahresende mit derart maximal möglicher Leistung zu betreiben, dass die Brennstäbe bis dahin vollständig aufgebraucht sind.
          Erfahrungsgemäß zeigt sich nämlich, dass die Monate November und Dezember bei den regenerativen vergleichsweise schwächer ausfallen, während spätestens ab Februar wesentlich höhere Erträge zu erwarten sind. So laufen nun die AKWs eben nicht mehr mit 6 bis 7% Anteil an der Stromerzeugung, sondern nur noch mit 2 bis 3%, dafür etwas länger. In der Summe reduziert das den Gasverbrauch Null, im ungünstigsten Fall müssen, wie schon gesagt, Windräder und ab Frühjahr auch PV-Anlagen abgeregelt werden.

          Vielleicht können Sie das (ideo)logisch nachvollziehen, mir fehlt dazu irgendwie jegliches Verständnis.
          Möchten Sie mir die Sinnhaftigkeit und Vernunft darin vielleicht erläutern?

          1. Bin mal gespannt, wann es verstanden wird:
            1. Erneuerbare Energie gibt es nicht.
            2. Stromverbraucher=Stromproduzenten 24/7/365, sonst kann das Netz zusammenbrechen.
            3. Im Winter geht das bisschen Leistung von PF und WK in die Knie, in der Nacht keinen Strom und den größten Teil des Tages, Windflaute im Winter ist auch nicht selten. Also muss die Energie von woanders kommen, das waren die Gaskraftwerke. Aber ohne Gas nichts los.
            4. Ich freue mich auf Februar/März 2023 oder 24, dann wird Deutschland vielleicht verstanden haben, was Energie ist, wirklich glaube ich es allerdings nicht.

            Aber vielleicht hilft diese Seite zu etwas mehr Verständnis: https://www.achgut.com/artikel/windenergie_eldorado_fuer_vollkasko_investoren

          2. Atomkraftwerke sind regelbar. Wenn die Rahmenbedingungen falsch sind, d.H. das zuerst Windkraft und PV Anlagen bei Netzauslastung im Norden abgeschaltet werden müssen, dann liegt das Problem wohl ehr in der falschen Rangfolge der Anlagen.

            Der Staat muss nun sowieso die Produktionskosten übernehmen und was spricht dagegen die Anlagen möglichst sinnvoll zu nutzen und die Rangfolge anzupassen. Weil menschengemachte Regelungen geändert werden müssen?

            Und wann der Wind wehen und die Sonne scheinen wird, können auch Sie nicht wissen. Vielleicht bekommen wir auch einen nebligen und windarmen März. Vielleicht ein Jahrhunderereignis zur unzeit. Und dann? Wollen Sie dann die Wndräder von Hand drehen?

            Aber die Grünen haben ja bestimmt einen guten Draht zu Petrus um das ausschließen zu können. Und die Industrie kann sich somit natürlich zu 100 Prozent auf eine immer ausreichende Versorgung verlassen basierend auf guten Erfahrungen.

            Vielleicht sollten die Grünen lieber der FDP danken. Denn kommt es zu einem Blackout aus welchem Grund auch immer, dann können Sie ja mal raten welche Sau man durchs Dorf getrieben hätte 😉

          3. Sie sollten sich zudem auch schon mal mental auf einen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke einstellen. Um in der Regierung bleiben zu können, müssen halt mal ein paar Kröten geschluckt werden (der Spruch passt ja irgendwie ganz gut zu den fundamentalen Grünen) 😂

            https://www.welt.de/politik/deutschland/article241645867/AKW-Industrie-stellt-Atomausstieg-im-April-in-Frage.html

          4. Erwarten Sie wirklich, daß man grüne Politik die sich mit Energie beschäftigt mit Sinn und Vernunft erklären kann ?
            Hätte man das KKW Emsland jetzt voll laufen lassen dann hätte man ja entsprechend ihren Ausführungen jetzt die norddt. Wind und Sonnenenergieerzeuger teilweise abschalten müssen. Obwohl die dann auch noch 90% der Subventionen bekommen.

          5. Die deutschen Kernkraftwerke (Siemens) sind folgelastfähig. Es wird nur meines Wissens nicht praktiziert aus welchen Gründen auch immer. Sie waren/sind die besten und sichersten Kernkraftwerke der Welt. Aber die Entwicklung geht weiter. Es läßt sich global nicht aufhalten als Brückentechnologie, denn Uran ist auch nicht im Überfluss vorhanden. Bis dahin muß endlich Wasserstoff und Strom in sonnenreichen Gegenden für Industrieländer wie Deutschland erzeugt werden. Oder die Kernfusion kommt ins laufen. Das Bundesgebiet von Deutschland ist nicht in der Lage die erforderliche Gesamtmenge an Energie, die für eine Industrienation erforderlich ist, „regenerativ“ zu liefern. Das sollte langsam bekannt sein. Thema Grundlast/Speicher. Aber trotzdem könnte der Strommix am Endverbraucher schon wesentlich besser sein, wenn nicht in den letzten Jahrzehnten falsche Anreize gesetzt worden wären und immer noch gesetzt werden.

          6. @Genosse
            Was den Lastfolgebetrieb (die Regelbarkeit) von AKWs angeht, sind Leistungsänderungen im Bereich nahe der Nennleistung (das ist die höchste Leistung, die bei bestimmungsgemäßem Betrieb erbracht werden kann) um bis zu 10 % pro Minute möglich. Das wäre prinzipiell ein sehr akzeptabler Wert.

            Nun sind allerdings die Brennelemente bereits zum Großteil aufgebraucht. Durch den Streckbetrieb werden die Meiler nahe der Mindestlast betrieben, die aufgrund der Kraftwerksauslegung nicht unterschritten werden kann bzw. soll (z. B. wird der
            Lastbereich unterhalb 50 bis 60 % im praktischen Betrieb vermieden). Die Einhaltung der Mindestlast ist somit der entscheidende begrenzende Faktor für einen flexiblen Lastfolgebetrieb.

            Erschwerend kommen Sicherheitsaspekte hinzu: Sicherheitstechnisch relevant ist die einem Kraftwerk abverlangte Flexibilität, da jeder Lastzyklus das Material belastet (u. a. durch Temperatur- und Druckwechsel in Kühlkreisläufen oder häufige Betätigung von Steuereinrichtungen), was bei häufiger Wiederholung zu Ermüdungserscheinungen führt. Die regelmäßigen Wartungszyklen wären vor drei Jahren fällig gewesen, wurden aber wegen des geplanten Ausstiegs immer wieder verschoben bzw. gar nicht durchgeführt. An den AKWs Isar 2 und Neckarwestheim wurden ohnehin bereits Schäden festgestellt, die nun wegen der kurzen Laufzeitverlängerung erst einmal repariert werden müssen. Angesichts dessen sollte also tunlichst vermieden werden, an den hochgefährlichen Dingern herumzuspielen.

            Und nur weil der BDI sich nicht mit einem Ausstieg abfinden will, mache ich mir keine Sorgen über einen Weiterbetrieb. Irgendwen gibt es immer, der an welchen Entscheidungen auch immer etwas zu mäkeln hat. Früher waren wir ein Volk von Fußball-Bundestrainern, heute sind einfach alle Energie-Spezialisten.

            @Quin
            Natürlich sind Energien nicht erneuerbar. Und dennoch hat sich der Begriff eben etabliert. Es ist nur ein Wort, was soll man sich daran echauffieren? Man sagt ja auch, ein Auto läuft prima oder rund, obwohl es nicht läuft, sondern rollt oder fährt.

            Sie sollten sich einmal die Stromproduktion Erneuerbarer (speziell natürlich von WKAs) im Winter und Frühjahr in den letzten Jahren anschauen. Dann werden Sie schnell feststellen, dass die den Sommermonaten in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. Was auch gut ist, da die Last im Sommer etwa 10% unter der im Winter liegt.
            https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&chartColumnSorting=default&month=-1&legendItems=0000000000000001110&year=2020
            https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&chartColumnSorting=default&month=-1&legendItems=0000000000000001110&year=2021
            https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&chartColumnSorting=default&month=-1&legendItems=0000000000000001110&year=2022

            Es wundert mich nicht, dass Sie sich auf einen Blackout freuen. Die Triebfeder Ihres Denkens scheint ja ausschließlich die Abneigung gegen Grüne und die Ablehnung der Energiewende zu sein. Was wäre das für ein triumphaler Erfolg!
            Vorsichtshalber haben Sie schon einen Ausweichtermin 2024 festgelegt, sollte es mit der Apokalypse in 2023 nicht klappen. Erinnert mich irgendwie an einen gewissen Untergangs-Sektenguru. Leider fällt mir gerade der Name nicht ein… 😏

            @ottonorma
            Die AKWs laufen derzeit noch auf maximal möglicher Leistung, denn die Entscheidung fiel erst gestern.
            Also: Kein Kommentar… 🙄

            P.S. Für mich war’s das zu dem Thema, wir nähern uns schon wieder gefährlich der Dunkelflauten-Debatte und anderen Themen, die bereits mehrfach und ausführlich bis ins kleinste Detail diskutiert wurden.

          7. Ist doch ganz einfach zu verstehen. Solange im Winter Wind weht ist alles gut. Damit haben sie recht. Aber wehe wir haben Flaute, es ist Nacht und die GaSspeicher sind ziemlich leer. Dann gehen auch im Norden die Lichter aus. Und das hatte wir im letzten Winter zwei mal. Ganz ohne Ideologie.

    2. Also wenn ich bei verivox nachsehe, dann liegt der kwh Prie bei günstigstenfalls 65 ct/kwh /yello Strom bis über 1,3 € (bei grünen Anbietern). E.ON hat 85 ct, und Vattenfall 69 ct. Die Boni bei Neukunden sind teils gering oder gar nicht wie bei yello.
      Frag mich wo der Energiemonitor Zeit -online diese phantastisch niedrigen Preise her hat. Das war mal im April

  3. Schön wenn die Preise fallen – woanders, aber mein Heizölpreis fällt nicht und auch mein Strompreis den ich neu abschließen muss für 2023 fällt nicht. Immer noch 70 ct/kwh.

  4. @Genosse
    Letztes Jahr war die Ausbeute an Windenergie um 13% geringer wegen fehlenden Windes, deswegen wurde auch mehr Gas verbraucht, ansonsten wäre es Strom aus Kernkraftwerken gewesen. Die Windarmut geht seit Jahren einher. Hängt auch mit der wärmeren Arktis zusammen, weil die Temperaturunterschiede und damit die die Druckunterschiede zwischen Arktis und Festland geringer werden. Also wieder der böse Klimawandel.
    Sonnenenergieausbeute dagegen um 2% mehr.
    Die Windräder werden bei Windschwäche zwar nicht von Hand gedreht aber von Dieselmotoren (zuerst bei off-shore Windrädern) betrieben bzw. von Strom. Und zwar müssen sie in Bewegung bleiben weil sonst das verwendete Schmiermittel verharzt.
    Laut dem dänischen Hersteller Vestas muss auch mit Stromverbrauch zum Heizen und Befeuchten der Gondel in Zeiten erhöhter Luftfeuchtigkeit, niedriger Temperaturen und niedriger Windgeschwindigkeiten gerechnet werden.
    Für die Stator-Magnetisierung, wird eine große Menge kontinuierlichen Stromes aus dem Netz benötigt, um die magnetischen Spulen aktiv um den asynchronen Rotor, und einer konstanten Rotorgeschwindigkeit zu halten, und wenn der Wind anfängt zu wehen, hilft es, die Rotoren zu starten,
    um nur drei Punkte zu nennen.
    Also ohne Strom dreht sich auch kein großes Windrad. (die kleineren versorgen sich selbst)

    1. Passend zur Jahreszeit könnten sich die Grünen ja in Grünkohl(e) Partei umbenennen😉

      Anstatt den Atomausstieg mal grundsätzlich in Frage zu stellen, wird übergangsweise (10? Oder 20? Jahre) auf gute heimische Kohle gesetzt.

      Was wird eigentlich mehr den Ausbau der erneuerbaren Energien behindern. Atomkraftwerke die um einiges besser Regelbar sind als Kohlekraftwerke, oder eben diese?

      Gut, das Klima retten wir in Deutschland eh nicht alleine.
      Wenn aber Länder wie China, Indien etc. unserem Beispiel folgen und intensiv auf Kohle übergangsweise setzen, dann können die Bayern und BW’er bald auch Offshore Windkraftanlagen betreiben um nicht mehr rückständige Wirtschaftregionen zu sein (die allerdings noch größter Nettozahler in Deutschland sind) 😉

      1. @Genosse
        Zum Kommentar eins weiter oben: „Vielleicht sollten die Grünen lieber der FDP danken. Denn kommt es zu einem Blackout aus welchem Grund auch immer, dann können Sie ja mal raten welche Sau man durchs Dorf getrieben hätte 😉“

        Die treibende Sau-Partei verfolgt einen seltsamen und sehr eigenwilligen Ansatz. Nachdem sie mehrheitlich von jungen Erstwählern aus ihren dümpelnden Angst-Regionen knapp um die 5% befreit wurde, hat sie sich in den Ampel-Koalitionsgesprächen für eine Zukunft im Sinne regenerativer Energien und explizit gegen eine Verlängerung von Atomkraft ausgesprochen.

        In Regierungsverantwortung mit dem umkämpften Traumjob Finanzminister liefert die Sau-Partei nichts, was sie versprochen hat. Nur Blockade, Streit und Brüche von Vereinbarungen. Man sollte nie vergessen, um dieses mächtige Ressort haben sich die Herren Habeck und Lindner lange gekeilt, jeder wollte es unbedingt besetzen.

        Die Sau-Partei wird in den Landtagswahlen vom Wählerwillen ein ums andere Mal mehr abgestraft. Paradoxer Weise interpretiert sie das nicht als Folge ihrer gebrochenen Vereinbarungen, als Abstrafung von Lügen, sondern als Hinweis, den verloren gegangenen 5%-Dümpel-Weg der letzten paar Jahrzehnte weiter zu verfolgen.
        Statt Versprechen einzuhalten, fischt die Sau-Partei inzwischen sogar schon wieder in den trüben Gewässern Merz’scher Oppositions-Verwirrung.

        Opposition in der Regierungskoalition, und das inmitten historisch unvergleichlicher Krisen.
        Ein interessanter Ansatz, frei, demokratisch und saumäßig dämlich.

        1. Und?

          Man wird nach einem Blackout trotzdem die Grünen dafür verantwortlich machen und deren Fehlentscheidungen auf ein Silbertablett prasentieren. Denn die (leider schlecht umgesetzte) Energiewende basiert auf der grundlegenden Ideologie der Grünen. Atomkraft Nein DANKE… KOHLE IST OK….(FLÜSSIG) GAS AUS DEM AUSLAND OK, AUS DEUTSCHLAND NEIN DANKE… usw.

          So ist halt die Politik. Für Wählerstimmen und Parteigelder wird gerne eine andere Partei als die eigene zum Sündenbock gemacht.
          Und wenn das passieren sollte, dann können die Grünen ja mal versuchen Sachlich dagegen zu halten.

          Da wünsche ich denen schon mal rein demokratisch viel Erfolg.

      2. China und Indien dürfen laut Pariser Protokoll weiterhin Kohlekraftwerke für ihre wirtschaftliche Entwicklung bauen, bis 2030. Aber verbindlich, strafbewehrt, wurde im Pariser Protokoll sowieso nichts beschlossen.
        Also brauchen wir nicht weiter auf China und Indien etc. rumhacken und die als böse Staaten darstellen.
        China dagegen setzt mit auf Kernkraft..
        Windkraft im Süden Deutschlands ist nicht sehr ergiebig. Hier weht weniger Wind.

  5. Seit Jahrzehnten verhindert die Verwaltung einen zügigen Ausbau von Windmühlen und Photovoltaik. 8 Jahre Genehmigung usw! Außer in Gemeinden mit Bürgergewinnbeteiligung, da geht’s ganz fix und alle haben einen Mehrwert! Die Befürworter AKWs sollen doch mal sagen wohin mit bem Müll ( nicht bei mir sondern beim Übernachbar)

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