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George Soros: Verluste am US-Aktienmarkt

George Soros, extremer Gegner von Trumps Politik, hat jahrelang gegen den US-Leitindex S&P 500 gewettet – jetzt hat er aufgegeben

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Die Entwicklung des Börsenjahrs 2019 lässt viele erfahrene Investoren ratlos werden – und einer der prominentesten unter den Ratlosen ist George Soros: ein Plus im S&P 500 von über 24 Prozent und das bei fallenden Gewinnaussichten. Verwirrung vielerorten, auch speziell bei den Hedgefonds. Jetzt hat es auch den Meisterspekulanten George Soros erwischt, ein extremer Gegner von Donald Trumps Politik. Er hat jahrelang gegen den Leitindex gewettet – jetzt hat er aufgegeben.

Die Anti-Trumpwette von George Soros – mit hohen Verlusten

Wie in der gestrigen Ausgabe der „Welt“ zu lesen war, hat der 89-jährige Ungar seine Put-Optionen gegen den S&P 500 von einer Million Stück im zweiten Quartal 2019 und einem Volumen von 300 Millionen Dollar kürzlich geschlossen. Damit beendete der Hedgefondsmanager seine Wetten gegen den US-Markt, die er bereits 2016 immer wieder abgeschlossen hatte, aufgrund seiner Überzeugung, die Politik Trumps werde den Aktienmarkt an die Wand fahren.

Dabei hat der erfahrene Investor – dessen Wetten gegen das britische Pfund 1992 ihn weltberühmt gemacht haben – eine Sache vollkommen unterschätzt. Die von Trump initiierte und von Steven Mnuchin umgesetzte große Unternehmenssteuerreform setzte nicht nur 1,5 Billionen Dollar frei, sondern sorgte zudem für ein Anschwellen der kurstreibenden Aktienrückkäufe, welche bis heute noch nicht abgeebbt sind.

Dazu noch einmal der Hinweis zu Apple: Die Firma weist heute in etwa die gleichen Gewinne auf wie im Jahr 2015, der Aktienkurs hat sich durch die exzessiven Aktienrückkäufe aber in diesem Zeitraum verdoppelt. Da hatte ein anderer Star-Investor, Warren Buffett, schon ein besseres Näschen, indem er die Aktienpositionen bei Apple seit 2017 dynamisch ausbaute . Sehr zur Verwunderung vieler, auch hier im Forum. Aber vielleicht ist es doch nicht verkehrt, wenn man mit den Großen der Branche hin und wieder Tischtennis spielt.

Soros Misstrauen für die Hightech-Branche

Der vielfache Milliardär ist damit nicht zum Bullen avanciert, er verlagert sein Engagement jetzt eher auf den Hightech-Sektor, von dem er sich in großem Stil getrennt hat. Er hat seine großen Position im ETF auf den Nasdaq 100 verkauft, was ihm angesichts eines Jahresgewinns von 32 Prozent aber nicht schwer gefallen sein dürfte. Darin offenbart sich sein Misstrauen gegen so stark gestiegene Werte wie Apple oder Microsoft, die allerdings auch im S&P 500 vertreten sind – und dort hat er gerade seine Shortpositionierung aufgegeben.

Fazit: Auch George Soros ud andere Größen haben keine Kristallkugel

Das Beispiel George Soros zeigt für mich wieder einmal, dass auch die Großen keine Kristallkugel haben und es einfach ein Märchen der Finanzbranche ist, dass man gezielt Überrenditen gegenüber dem Index erzielen kann, wenn man nur geschickt auf die richtigen Instrumente setzt. Das geschieht zwar hin und wieder, aber ebenso oft spielt der Zufall (Random Walk) dabei die entscheidende Rolle. Richtig schwierig wird es, wenn hierzu Derivate eingesetzt werden.

Hier bringt mich auch die ständige Hervorhebung von dummen oder schlauen Algos öfters zum Schmunzeln. Wo ist denn die Überrendite der Fonds, die diese emotionslosen Rechenprogramme einsetzen? Man kannibalisiert sich eher gegenseitig durch das ständige Rein und Raus. Damit scheint sich immer noch die Geduld als wesentliches Qualitätsmerkmal am Markt zu bewähren. In Übertreibungsphasen Cash aufzubauen und/oder auch in Gold zu gehen. Wie bezeichnete Buffett, der seine Aktien meist 10 Jahre und länger hält vor langer Zeit die als Wetten eingesetzten Hebelprodukte? Als finanzielle Massenvernichtungsmittel – gerade hat George Soros ein bisschen diese Einschätzung bestätigt. Buffett setzte die Optionen in der Vergangenheit auch öfters ein, zur Absicherung, aber oft als Stillhalter (Verkäufer), indem er von den Prämieneinnahmen der auslaufenden Kontrakte profitierte.

Noch eine kleine zynische Bemerkung am Rande. Wie soll denn das Angstbarometer VIX auf den S&P 500 steigen, wenn selbst ein Großspekulant wie Soros seine Absicherungsprodukte verkauft?

 

George Soros hat durch seine Wette gegen den US-Aktienmarkt viel Geld verloren

By Niccolò Caranti – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21891838

 

 

 

24 Kommentare

24 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    22. November 2019 11:36 at 11:36

    • Avatar

      TM

      22. November 2019 11:52 at 11:52

      Was haben Sie denn gegen Soros?

      • Avatar

        Andreas

        22. November 2019 12:14 at 12:14

        Thomas, rate mal…

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    BrettonWood

    22. November 2019 12:02 at 12:02

    Kann also niemand die Fragen zu den Aktienrückkäufen beantworten?:

    1. was passiert mit den Rückgekauften Titeln? Werden diese Eliminiert? Nur dann würde es sich ja rechtfertigen das die Kurse steigen?!?? Ansonsten sind die Aktien ja noch da und werden später wieder eingesetzt (zB für
    übernahmen oder Bonipläne der MA) gibts da konkrete Infos zB zu Apple?

    2. warum steigt der Index wenn man Aktien zurückkauft ? Auf das Total des Unternehmenswertes hat dies ja keinen Einfluss?!?!

  3. Avatar

    Übelkeit

    22. November 2019 12:09 at 12:09

    Nun, dann sind ja jetzt wirklich alle im Boot. Selbst der Kontraindikator persönlich. 😉

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    Wolfgang M.

    22. November 2019 12:27 at 12:27

    @BrettonWood. Hallo. Also, wenn Aktien zurückgekauft werden, reduziert sich erst einmal nicht die Zahl der Aktien, außer sie werden vernichtet, was häufig geschieht. Oft benutzt man diese für Bonusprogramme für das Management und die Mitarbeiter.
    Auf alle Fälle, sinkt der Free Float, da mit Aktien, die das Unternehmen zurückkauft nicht gehandelt werden darf.
    Zugleich sinkt aber das kursrelevante Kurs/Gewinnverhältnis = Gewinn geteilt durch Zahl der Aktien, die im Umlauf sind und damit der Quotient. Dies ist mit der entscheidende Faktor für einen Anstieg des Aktienkurses. Damit ist der Effekt zementiert. Kursgewinne für die Anleger, ohne Veränderung des operativen Geschäfts und oft die Erfüllung von Kurszielen im Management, welches an KGV und Aktiengewinne gekoppelt sind. Das von mir schon oft erwähnte Financial Engineering. Die Kehrseite ist im günstigen Fall ein geringerer Cashflow für Investitionen, im schlechter Fall eine Zunahme der Unternehmensverschuldung, wenn die Stücke auf Kredit gekauft wurden.
    Gruß

    • Avatar

      BrettonWood

      22. November 2019 13:10 at 13:10

      Vielen Dank für die Antwort!

      Ich kann aber nicht abschliessend folgen. Wenn du sagst häufig werden Sie vernichtet und oft für das Mgt. eingesetzt. Also die die vernichtet wurden, können ja nicht mehr eingesetzt werden ?

      Warum darf mit diesen Aktien nicht mehr gehandelt werden ? Wenn Sie nicht vernichtet werden ?

      Der Rückkauf alleine führt doch mal zu gar nichts ? oder sehe ich hier etwas nicht. Wenn Apple nun eigene Aktien zurückkauft ist damit ja noch überhaupt nichts gesagt darüber was mit diesen Aktien passiert. Also sind es bis zur Vernichtung/Weiterverwendung einfach mal ein Vermögenswert in der Bilanz oder ? im Prinzip wie wenn Apple von IBM Aktien kaufen würde, welche Sie nicht vernichten kann. Wenn Apple nun eigene Aktien hält, welche Sie nicht vernichtet sondern z.B. vorsieht für ein Mgt. Bonusplan sagen wir über 5 Jahre, alle nicht zugeteilten Aktien, die ausgeschüttete Dividende, fliesst an Apple selbst oder ?

      den reverse split oder stock splitdown muss Sie ja dann separat verarbeiten oder ? Sie muss zum Zeitpuntk wenn Sie dies tut, ja wissen wieviele Aktien Sie einstampft, und entsprechend um wieviel der Nennwert der anderen sich erhöht ?

      Oder bin ich hier komplett auf dem Holzweg ?

      Ich schnalle nicht warum der Aktienrückkauf wenn gar nichts darüber ausgesagt ist zur Kurspflege dient, das wenn man einen Reversesplitt macht, und etwas anderes ist ja die Vernichtung im Prinzip nicht, warum ist dann nicht auch erst dieser tatsächliche Vorfall relevant.

      Ich meine wenn die Aktien dann über Bonusprogramme bei Mgt. landen werden Sie früher oder später wieder am Markt auftauchen, und es hat sich ja gar nix geändert ? Ausser das man anstatt das man die Mrd. direkt dem Mgt. überwiesen hat, zuerst die Aktienrückgekauft hat um diese dann zu verteilen ?

      • Avatar

        Wolfgang M.

        22. November 2019 14:41 at 14:41

        @BrettonWood. Also, die Zahl der Aktien reduziert sich erst, wenn diese vernichtet werden, indem man das Stammkapital herabsetzt.
        Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile. Einmal wirken Aktienrückkäufe kursstützend, da das Unternehmen selber als Käufer an der Börse auftritt und so für Nachfrage nach Aktien sorgen kann, was zumeist zu steigenden Aktienkursen führt.
        Außerdem verteilt sich der erwirtschaftete Gewinn im Unternehmen auf weniger Anteile, was den Gewinn pro Aktie erhöht – auch wenn der erwirtschaftete Gewinn wie bei Apple seit 2015 gleich bleibt. Dann verringert sich die Summe, die das Unternehmen für Dividenden an Fremde auszahlen muss. Für die Firma selbst gibt es natürlich keine Dividende. Damit spart das Unternehmen Geld und es ergibt sich langfristig sogar ein Thesaurierungseffekt. Die Firma selbst kann mit den Aktien selbst nicht handeln, Mitarbeiter schon, aber dafür gibt es auch bestimmte Fristen.
        Über die Nachteile habe ich schon geschrieben, zudem ist es natürlich sehr nachteilig, wenn nach dem Kauf ein Kursturz erfolgt, dann wurden erst recht finanzielle Mittel für spätere Investitionen versenkt. In Summa geht es eigentlich um Ausschüttungen an alle, die in der Vergangenheit mitgewirkt haben. Management (ganz besonders), Mitarbeiter und Aktionäre, wenn sie nicht zu spät eingestiegen sind.
        Nach 5,3 Billionen Dollar Rückkaufprogrammen in den USA seit 2009 wird es sicher zu gesetzlichen Änderungen kommen. Die Rückkäufe waren in den USA nach 1929 lange verboten, in Deutschland sind sie ohne starke Limitierungen erst seit 1998 erlaubt.

        • Avatar

          BrettonWood

          22. November 2019 16:30 at 16:30

          Wenn sich der Gewinn durch weniger Aktien teilt, warum spart dann das Unternehmen Geld, das kann ich nicht nachvollziehen ? gerade wenn es selbst keine Dividende erhält für diese Aktien die es zwar zurückgekauft hat aber nicht vernichtet.

          Die anderen Effekte sind mir soweit klar, unklar ist mir was der Markt den Event des Rückkaufs (alleine des Rückkaufs) schon so feiert, wenn anschliessend gar nicht klar ist ob diese wieder (eventuell auch mal) ALLE für MA Optionen genutzt werden, und damit über kurz oder lang wieder am freien Markt handelbar werden. ganz im Gegenteil, da kauft die Firma unter Umständen zu Höchstkursen um dann später noch Sozialversicherungsabgaben darauf abführen zu müssen (sie hätte den Mitarbeitern ja einfach auch Geld zahlen können, je nach Kursentwicklung) wäre das sogar günstiiger.

          Das dann wenn das Stammkapital wirklich reduziert wird das einen Einfluss auf den Kurs hat, könnte ich nachvollziehen, aus dem oben Beschriebenen muss ich aber den Schluss ziehen das die Kursveränderung eigentlich nur durch die Nachfrage entsteht, da die wahrscheinlich Betens in fix festgelegten Tranken zu vorher bestimmten Zeitpunkten kaufen….

          Mehrwert wird für gar niemanden geschaffen, den das Unternehmen ist immer noch gleichviel Wert, die die Ihre Aktien verkaufen haben einen Cash Out, die andere einen Buchgewinn (schliesslich tragen Sie auch das Zukünftige Risiko)

          Verständlich warum dies bisher verboten war…..Inbesondere Kreditgehebelt, das kann ja eigentlich nur in die Hose gehen….ausser man spielt das Spiel immer weiter und immer weiter bis kaum mehr Aktien im freien Handel sind (da der Rest von Notenbanken & Staatsfonds usw.) gehalten wird immer weiter Kreditgehebelt dann steigt ja auch der Wert immer weiter an und ich bekomme immer weiter Kredit…..

          Verbieten wird man dies gar nicht mehr können, stellen Sie sich mal vor was dann passieren würde….dann hätte es plötzlich gar keine Nachtrage mehr 🙂

      • Avatar

        Wolfgang M.

        22. November 2019 14:44 at 14:44

        @BrettonWood. Noch ein Hinweis. Apple hat für weit über 200 Milliarden Dollar an Aktien zurückgekauft. Da ist nur ein Teil an die Mitarbeiter geflossen.

  5. Avatar

    Outsider

    22. November 2019 12:28 at 12:28

    Das erwähnte bessere Näschen von Buffett ist ganz einfach zu erklären. Als Grossaktionär von Apple hat er beste Verbindungen zu den Managern u.er wusste sicher auch wann u.wieviele Rückkäufe geplant waren u.zwar bevor es die Öffentlichkeit wusste. Wie man weiss sind Forward- u. Insidergeschäfte sehr schwer nachzuweisen u.sehr Wenige wurden verurteilt, obwohl das der risikoloseste Diebstahl ist.

  6. Avatar

    Prognosti

    22. November 2019 12:50 at 12:50

    @BrettonWood, normalerweise werden die Aktien vernichtet u.die Gewinne verteilen sich auf weniger Anteile, ( darum höhere Kurse ) was bei Verlusten das Gegenteil wäre.Die Vernichtung der Aktien ist aber anscheinend nicht zwingend.
    Auf Ggogle gibt es etwa Hundertausend Beiträge über dieses wunderbare legale Managerbereicherungsinstrument.Aber den Leuten dämmert es langsam.Fast täglich gibt es Beiträge in der Zeitung oder TV . Es ist eine Frage der Zeit bis die Politik etwas machen muss.
    Wir leben noch einige Monate in einer wunderbaren Welt, die Manager höhlen die Firmen aus, die Notenbanken strangulieren mit den Negativzinsen die Banken u.das gemeine Volk.
    Eines ist sicher , die Bombe wird platzen bevor die von Prophet Friedrich erwarteten Negativzinsen auf Minus 2% fallen.

  7. Avatar

    Beobachter

    22. November 2019 13:47 at 13:47

    Soeben gehört: -Bridgewater ( grösster Hedgefonds )wettet 1 Milliarde auf fallende Kurse bis März.
    – Bitcoins als Vorlaufindikator ( nicht Krisenschutz). Verliert 10 %
    – Heiko Thieme als Kontraindikator war positiv wie immer.
    – Der Baader Bank Maler hat im Baumarkt Farbe gekauft um die schwarzen Schwäne zu
    malen.
    Ich bin gespannt wie die allmächtigen Notenbanken das überstehen.

    .

  8. Pingback: Meldungen vom 22.11.2019 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

  9. Avatar

    barthez72

    22. November 2019 15:23 at 15:23

    Super Thread .Komisch,ich habe immer gedacht ,dass mit Aktienrückkäufen nur der Streubesitz/FreeFloat verkleinert wird.Mit all seinen Folgen natürlich.

  10. Avatar

    barthez72

    22. November 2019 15:28 at 15:28

    • Avatar

      BrettonWood

      22. November 2019 16:35 at 16:35

      Auf den Artikel bin ich eben vorhin auch gestossen, das Einziehen muss aber auch irgendwie eine Form der Kapitalherabsetzung sein, aber es gibt noch andere:

      Kapitalherabsetzung durch Einziehen von Aktien[Bearbeiten
      Die Kapitalherabsetzung durch Einziehen von Aktien ist in §§ 237 bis 239 AktG geregelt. Sie kann sowohl zur Beseitigung von Verlusten (nominell) als auch zur Rückzahlung von Kapital (effektiv) verwendet werden. Die technische Durchführung erfolgt entweder durch

      zwangsweises Einziehen eigener Aktien oder
      Einziehen zurückgekaufter Aktien.
      Dabei ist das zwangsweise Einziehen eigener Aktien an entsprechende Satzungsvorschriften, die bereits bei Zeichnung oder Übernahme bestanden haben müssen, gebunden.

      Irgendwie scheint dann aber auch das Halten von eigenen Aktien erlaubt zu sein:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Eigene_Aktie

  11. Pingback: George Soros: Verluste am US-Aktienmarkt – Unser Geld- und Zinssystem

  12. Avatar

    barthez72

    22. November 2019 17:03 at 17:03

    „“Hält ein Unternehmen eigene Aktien, gehen aus diesen Anteilen nach § 71b AktG keine Rechte hervor. Es gibt demnach keine Dividendenansprüche, keine Bezugsrechte bei der Ausgabe neuer Aktien und kein Stimmrecht. Die Stimmenmehrheit wird damit bei mehr als 50 % aller nicht im Besitz des Unternehmens befindlichen Aktien erreicht. „“

    Also geht es nur um Kursstützung, Risikoverzerrung .

    • Avatar

      leftutti

      22. November 2019 17:58 at 17:58

      @barthez72, und gilt § 71b AktG auch für George Soros, die US-Märkte und Apple im Speziellen?

  13. Avatar

    barthez72

    22. November 2019 17:24 at 17:24

    Und muss vom Eigenkapital abgezogen werden. Für kranke Banken aber dann negativ.
    Hat einer eine Liste von Grossbanken die nur wenig Buybacks aufweisen.

  14. Avatar

    barthez72

    22. November 2019 19:10 at 19:10

    Ein bissel „off topic“ weil es deutsches Recht ist.Aber dennoch geht es im weitesten Sinne um Probleme am Markt.Meiner Meinung nach haben EU-Universalbanken die grössten Risiken und doch soviel Masse, um auch global zu wirken.Und JePo wollte die Namen am Repo Markt ja nicht nennen.Wachsamkeit kann ja nicht schaden.Wenn der Geldfluss der direkten Staatsfinanzierung via der Bankbilanzen,indem Staatsanleihen zu Zenralbankgeld werden und dann durch Aktienkäufe die Märkte stützt bzw.irgendwann
    holpert kann das doch von Interesse sein.

  15. Avatar

    Marketfool

    23. November 2019 07:41 at 07:41

    Apple Shares Outstanding 2006-2019 | AAPL
    Apple 2017 shares outstanding were 5.252B, a 4.52% decline from 2016.
    Apple 2018 shares outstanding were 5B, a 4.79% decline from 2017.
    Apple 2019 shares outstanding were 4.649B, a 7.02% decline from 2018.
    Apple shares outstanding for the quarter ending September 30, 2019 were 4.649B, a 7.02% decline year-over-year.
    https://www.macrotrends.net/stocks/charts/AAPL/apple/shares-outstanding

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Aktienmärkte: kein Deal, aber auch keine neuen Zölle?

Das entscheidende Element für die Aktienmärkte ist, ob es zu neuen Zöllen am 15. Dezember kommt

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Ist das ganze Tohuwabohu um einen Landwirtschaftsdeal wirklich ökonomisch relevant für die Aktienmärkte, egal ob er im Dezember, Januar oder erst im April zustande kommt? Darüber habe ich bereits meine Zweifel geäußert. Das entscheidende Element für die Aktienmärkte ist eher, ob es zu neuen Zöllen am 15. Dezember kommt für die US-Alltagsgüter, was augenblicklich zu einer weiteren Belastung der Weltwirtschaft führen sollte.

Weil sich dann nämlich die Erkenntnis durchsetzen würde, dass sich US-Präsident Trump nicht um globale ökonomische Zusammenhänge schert, Hauptsache seine Zollpolitik bringt das US-Handelsbilanzdefizit nach unten. Damit würden auch die Alarmglocken in der EU wieder läuten, insbesondere in Deutschland, dessen Industriesektor weiter erheblich unter Druck steht, wie jüngste Daten gezeigt haben.

Doch wie wahrscheinlich ist es, dass Donald Trump die Börsen vor den Weihnachtstagen weltweit auf Talfahrt schickt? Es sind nur noch wenige Tage bis zur Deadline, zudem kommt es in der vorletzten ganzen Handelswoche an den Börsen noch zu einigen interessanten Weichenstellungen.

Aktienmärkte: Die Signale des US-Arbeitsmarktes

Die Zahlen der aktuellen US-Arbeitsmarktstatistik „Non Farm Payrolls“ haben es wahrlich in sich. Auch wenn man an den 266.000 neu geschaffenen Stellen das ein oder andere Haar in der Suppe finden kann (Ende des Streiks bei GM, Qualität der Jobs), so muss man objektiv festhalten, welche Auswirkungen diese Zahl auf das Verhalten der Investoren haben wird. Es ist nicht nur die höchste Zahl seit 10 Monaten, auch die Arbeitslosenquote ist auf 3,5 Prozent gesunken, der niedrigste Stand seit 50 Jahren – was nach allgemeiner Definition Vollbeschäftigung bedeutet.

Damit ist die Furcht der Aktienmärkte vor einer zu starken Abschwächung der US Wirtschaft erst einmal vom Tisch – im Übrigen gleicht die US-Wirtschaft einem Riesentanker, der auch nicht in kurzer Zeit seine Richtung ändern kann.

Es entstehen aus dieser Konstellation aber auch andere Problemstellungen, die man derzeit noch nicht richtig beurteilen kann. Die Phillipskurve ist tot, lautet derzeit eine von Ökonomen verbreitete Botschaft. Was bedeutet das? Diese vom britischen Ökonomen Alban Phillips entwickelte Kurve beschreibt den Zusammenhang zwischen der Höhe der Arbeitslosigkeit, die an einem bestimmten Punkt zu starken Lohnsteigerungen und damit zu Inflation führt.

Diese Kausalität passt schon seit geraumer Zeit nicht mehr, die Arbeitslosenrate liegt schon seit Monaten auf 50-Jahrestiefs, die Inflation bleibt niedrig und die Löhne steigen moderat, alles im Zielkorridor der Federal Reserve. Das ist auch ein Grund für den stabilen Konsum- und Dienstleistungssektor, nicht nur in den USA, sondern weltweit ( siehe dazu auch den Artikel „Konjunktur: Lohnanstieg trotz Krise“).

Irgendwann muss sich ein Arbeitsräftemangel aber auf die Arbeitskosten auswirken und da wären wir bei der ….

Fed-Sitzung am 11. Dezember

Einige werden sich noch an das Fed-Meeting im Dezember 2018 erinnern. Fed-Chef Powell hatte am 19. Dezember des Vorjahres zum vierten Mal die Leitzinsen innerhalb des Jahres angehoben, was das Fass der monetären Vollbremsung zum Überlaufen brachte. Man hatte anfangs gemutmaßt, diese Fed-Reaktion sei eine Trotzhaltung gegenüber den ständigen Forderungen Donald Trumps an die unabhängige Zentralbank gewesen, endlich die Leitzinsen zu senken. Das Ergebnis ist bekannt – und nächste Woche?

Sicherlich wird es keine Zinsentscheidung geben, auch nicht in unmittelbarer Zukunft, schließlich hatte sich Jerome Powell in seiner Sitzung Ende Oktober auf eine Zinspause festgelegt – ein maßgeblicher Faktor für die weitere Jahresendrally. Schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit wird er daran nicht rütteln, aber er könnte doch den ein oder anderen Hinweis auf die möglichen Konsequenzen des angespannten Arbeitsmarktes geben. Schließlich rätseln auch sein Komitee sowie hunderte ihm zuarbeitende Volkswirte über das Thema Phillipskurve. Der gesetzliche Auftrag der Fed ist Preisstabilität – und da könnte die ein oder andere Bemerkung die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen zerstören.

Am Freitag kommen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in den USA für den Monat November – und das beinhaltet die Umsätze an den beiden Tagen der amerikanischen Konsumorgie (Black Friday und Cyber Monday). Sie werden ein wenig Aufschluss darüber geben, ob die 16 Billionen-Dollar-Konsumsause ungebremst weitergeht.

Aktienmärkte und das Damoklesschwert 15. Dezember

Die Bedeutung der Deadline des 15. Dezember liegt schlicht und ergreifend in der Frage: Pausiert man im Handelskrieg auf unbestimmte Zeit – oder hievt Donald Trump diesen auf eine neue Eskalationsstufe?

Es dürfte ihm aber nicht entangen sein, dass er allein mit seiner Aussage über eine Verschiebung des Handels zu Wochenbeginn schon einmal einen 800 Punkterutsch im Dow Jones ausgelöst hat – in nicht einmal 48 Stunden. Sollte er es tatsächlich wagen, das für ihn so sensationell verlaufene Aktienjahr 2019 mit einem Knall abrupt zu beenden, um mit all den Auswirkungen ins Wahljahr 2020 zu starten?

Wohl eher nicht – obgleich man sich abgewöhnt hat, bei Donald Trump mit rationalen Entscheidungen zu rechnen. Im September, als es die Chinesen gewagt hatten, weitere Gegenzölle für die USA zu erheben, wollte Trump in einer spontanen Reaktion die US-Zölle verdoppeln – nur eine gemeinsame Anstrengung seines Beraterteams konnte dies verhindern. Ein Restrisiko bleibt also.

 

Fazit

Die letzte Woche endete, nach einem schwachen Beginn, mit einem Paukenschlag in Gestalt überraschender Arbeitsmarktdaten.

Die eigentliche Botschaft ist aber, dass bei einer derart niedrigen Arbeitslosenrate, gepaart mit niedrigen Zinsen, der US-Konsum nicht sobald einbrechen wird. Dieser bestimmt zu 70 Prozent das US-BIP, sond also wichtiger als die Zahlen aus dem  Industriesektor (nur 17 Prozent Anteil am US-BIP) – auch wenn mancher der Ansicht ist, dass diese zu zwei Drittel für die Gewinne am Aktienmarkt sorgen. Aber muss man die Einnahmen von Amazon, Apple, Facebook, Netflix und Co nicht in großem Maße auch dem Dienstleistungssektor zuordnen?

Kurzum: Nach der letzten Woche ist nicht davon auszugehen, das die großen Investoren in den letzten Wochen noch aus dem Markt springen werden – die Unberechenbarkeit eines Donald Trump einmal ausgenommen.

Ich habe schon einmal in einem Artikel angedeutet, welche unvorstellbare Summe sich die Finanzindustrie mit ihren Gebühren, der „Investment Fees“ von den Anlagesummen an den Märkten einbehält: Es waren bereits 350 Milliarden Dollar weltweit, nur für das Verwalten der Vermögen (die Gebühren im Handel noch gar nicht berücksichtigt). Hier dürfte ein vitales Interesse daran bestehen, dass das zugrunde liegende Volumen bis zum Jahresende nicht mehr schrumpft. Ebenso wenig wie die für die Bonuszahlungen maßgebliche Jahresperformance.

Für die Aktienmärkte ist wichtig, ob es am 15.Dezember neue Zölle geben wird

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Aktienmärkte: Wegweisende Woche! Videoausblick

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Die nun beginnende Handelswoche dürfte für die Märkte eine wegweisende Woche für die Aktienmärkte werden! In erster Linie die am Sonntag auslaufende Deadline in Sachen US-Strafzölle dürfte für Volatilität sorgen – Chinas Führung, so ist bekannt geworden, hat die Ersetzung der gesamten IT-Infrastruktur angeordnet, offenkundig um sich von amerikanischen Produkten unabhängig zu machen (vor allem Dell, HP und Microsoft). Dann die Sitzungen der Fed und vor allem der EZB mit der Premiere von Christine Lagarde – normalerweise führen Wechsel von Notenbank-Chefs erst einmal zu Volatilität. Saisonal neigen die Aktienmärkte in der Woche vor dem 15.Dezember zur Schwäche, bevor dann noralerweise die Jahresendrally beginnt. Im Fokus weiter die Wahlen in UK und das Impeachment-Verfahren gegen Trump..

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Dax, Google, Öl – die Börsenwoche und aktuelle Tradingideen

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Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die Führungsnachfolge bei Google. Der neue CEO Sundar Pichai werde sich weniger um Politik oder Nebensächlichkeiten kümmern, sondern mehr um das reine Geschäft. Wird es am Gesamtmarkt eine Jahresendrally geben?

Aktuell ist auch der Ölmarkt sehr spannend. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen daher den langfristigen Abwärtstrend im Öl, und was die aktuelle Entscheidung der OPEC bedeuten könnte. Eine kurzfristige Short-Tradingmöglichkeit der Trading House Börsenakademie wird im Video konkret angesprochen. Die Alphabet-Aktie (Muttergesellschaft von Google) wird auch besprochen. Hier wird ein sofortiger Kauf per Market-Order empfohlen.

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