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Devisen

Gold: die ersten werfen das Handtuch..

Die Positionierungen am Markt anhand der Daten der CFTC..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gold war der große Liebling vor allem der Hedgefonds seit Jahresbeginn. Long-Positonen auf Gold zahlten sich aus, das gelbe Metall war der Gewinner an den Märkten zu Jahresbeginn, als die Aktienmärkte heftig schwächelten. Nachdem der Goldpreis aber nicht mehr so richtig vom Fleck kommt, werden offenkundig die ersten nervös und werfen das Handtuch – das zeigen Daten der CFTC. Demnach sind knapp 10.000 Long-Kontrakte auf Gold abgebaut worden – allerdings ist die Gesamtzahl der offenen Long-Kontrakte mit 287.000 noch immer extrem hoch, während nur gut 31.000 Short-Kontrakte im Markt liegen (ein Anstieg von gut 1500 Kontrakten). Damit liegt das Long-Short-Verhältnis immer noch bei extremen 9:1. Bedenklich scheint zudem, dass Gold die anfänglichen Gewinne nach den sehr schwachen US-Einzelhandelsumsätzen wieder schnell abgegeben hat am Freitag – kein Ausweis von Stärke!

Bei Silber ist das Verhältnis mit 103.000 Long-Kontrakten zu 14.000 Short-Kontrakten kaum weniger extrem, in der letzten Woche sind noch einmal gut 2600 Short-Kontrakte neu eröffnet worden.

Öl (WTI) hingegen ist nach wie vor eine Lieeblings-Wette, vor allem nach den Aussagen des saudischen Öl-Ministers in der letzten Woche, wonach der größte Öl-Produzent helfen wolle, den Markt „auszubalancieren“ (worunter der Markt steigende Preise versteht). In der letzten Woche sind weitere 17.000 Long-Kontrakte eröffnet worden auf nun 322.000 Kontrakte, während die historisch hohen 220.000 offenen Short-Kontrakte weiterhin anfällig sind im Falle eines weiteren Anstiegs der Preise (Short-squeeze).

Bei den Devisen haben die Investoren erstmals seit sechs Wochen ihre Long-Positionen auf den Greenback wieder reduziert. Das gilt insbesondere für den Euro nach dessen Anstieg in der Vorwoche (Abbau von knapp 10.000 Short-Kontrakten, sodass das Verhältnis bei Euro-Dollar von Short-Long nun nur noch bei 2:1 liegt. Weiter gesucht wurd dagegen der Yen mit einem Anstieg von gut 10.000 Long-Kontrakten: man geht also davon aus, dass die Enttäuschung über das Stimulus-Paket Abes und die weitgehende Untätigkeit der Bank of Japan die japanische Währung weiter unterstützen wird und Dollar-Yen unter die 100er-Marke rutschen dürfte.

Besonders extrem aber ist die Positionierung im britischen Pfund, das noch niemals so heftig geshortet ist wie in dieser Woche: hier stehen nun 35.000 Long-Kontrakten 125.000 Short-Kontrakte gegenüber. Die Logik hinter dieser Spekulation scheint klar: die Inflation in UK wird durch das schwache Pfund steigen, während die Bank of England gleichzeitig ihre Geldpolitik weiter lockert.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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