Gold

Edelmetall übertrifft Aktien Gold: Dieses Signal taucht nur vor einer Rezession auf

Rezession. Grafik: Black.salmon - Freepik.com

Kurz vor der Finanzkrise 2008 signalisierte der Goldpreis eine bevorstehende Rezession. Im Jahr 2007 begann Gold, den US-Leitindex S&P 500 signifikant auszuperformen. Viele Anleger glauben, dass die Outperformance von Gold gegenüber Aktien ein Indiz für eine Abschwächung der Wirtschaft ist. Aktuell finden wir eine ähnliche Situation vor. Während der Goldpreis in diesem Jahr in der Spitze knapp 18 % zulegen konnte, stieg der S&P 500 um circa 12 %. Mitte Februar lag die Performance des S&P 500 noch weit über der von Gold, dies änderte sich erst Anfang April. Die Aussicht auf Zinssenkungen der Fed, geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und eine hartnäckige US-Inflation haben schließlich dem Goldpreis neuen Auftrieb verliehen. Das Edelmetall hat damit einmal mehr seine Rolle als sicherer Hafen unter Beweis gestellt.

Gold vs. S&P 500: Der Goldpreis steigt stärker als der US-Leitindex - Rezession voraus?
Gold vs. S&P 500: Der Goldpreis steigt stärker als der US-Leitindex in 2024

Der Goldpreis konnte sich sogar behaupten, obwohl die Kapitalmarktzinsen gestiegen sind und der Dollar weiter Stärke zeigte. Dieser Trend kam für viele Marktteilnehmer überraschend, denn Gold gilt traditionell als Anlage, die in Zeiten hoher Zinsen an Attraktivität verliert. Am Montag sprang der Goldpreis auf ein neues Allzeithoch von rund 2.450 Dollar und setzte damit seine Rekordjagd fort.

Gold ist keine Anlageform, um Rendite zu machen, sondern eine Möglichkeit, Vermögen zu schützen und zu bewahren. Und genau das ist es, was gerade passiert. Die Menschen scheinen sich gegen eine potenzielle Rezession abzusichern, so sieht es zumindest Peter von Game of Trades. Dieses Verhalten stellt man eigentlich nur vor großen wirtschaftlichen Abschwüngen fest, wie Peter in seinem Video analyisert.

Gold übertrifft den S&P 500 deutlich

Blickt man auf die letzten Jahre zurück, dann fällt auf, dass Gold deutlich besser performt als der US-Leitindex S&P 500. In dem Zeitraum von November 2021 bis heute stieg der Goldpreis um 35 %, während der S&P 500 gerade einmal 15 % zulegen konnte. Der folgende XAUUSD-Chart zeigt die Performance von Gold und dem S&P 500 seit November 2021.

Gold und S&P 500 Performance seit November 2021

Game of Trades zeigt auf, dass wir aktuell die gleiche Entwicklung zwischen den beiden Assets sehen, wie wir sie schon im Oktober 2007 vor der Finanzkrise gesehen haben. Seiner Meinung nach ist die Gold-Stärke gegenüber den Aktienmärkten ein großes Warnsignal für die US-Konjunktur. Er versucht diese These anhand unterschiedlicher Indikatoren zu untermauern, zum Beispiel anhand des Dow Jones zu Gold Ratios. Das Ratio hat in den letzten Jahrzehnten mehrfach den Beginn einer Rezession signalisiert. Es deutet aber nicht nur auf einen wirtschaftlichen Abschwung hin, sondern war auch in der Vergangenheit ein Signal für eine längere Phase der Outperformance von Gold gegenüber Aktien – aber sehen Sie selbst:



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30 Kommentare

  1. „Gold ist keine Anlageform, um Rendite zu machen, sondern eine Möglichkeit, Vermögen zu schützen und zu bewahren.“ aber es perform besser als der Sp500 seit 1971. Da frage ich mich welche Rendite hier gemeint ist? Negativrendite 🤣

    1. Gold ist gar keine Anlageform, sondern ein Währungsersatz. Das ultimative Äquivalent zu Cash. Seit der Antike hat niemand mit vernünftigem wirtschaftlichen Sachverstand den Großteil seines Vermögens in Gold investiert. Das ist eine kurzfristige Absicherung gegen Währungsschwankungen.

      1. @AE_Comady Wieso soll das nicht vernünftig sein, sein Vermögen im sichersten Asset der Welt, welches einer höhere jährliche Rendite als die meisten Aktienindizes oder Fonds erzielt zu halten? Überlegen Sie mal vorher was Sie schreiben.

        1. Wie oft sollen wir es denn hier noch vorrechnen. Langfristig ist Gold den Aktien meilenweit unterlegen

          Hier ein paar Jahre als Referenz, wahllos herausgegriffen: Jahr – Kurs in USD: Vervielfachung

          SP500
          1800 – 2.74
          1850 – 2.87: 1.05-fach
          1900 – 6.87: 2.5-fach
          1950 – 20.41: 7.4-fach
          2000 – 1320.28: 482-fach
          2024 – 5300: 1’934-fach

          Gold
          1800 – 19.39
          1850 – 35.00: 1.8-fach
          1900 – 20.67: 1.1-fach
          1950 – 35.00: 1.8-fach
          2000 – 272.65: 14.1-fach
          2024 – 2350: 121-fach

          Bei diesem Vergleich ist der SP500 ca. 16x besser als Gold gegenüber dem Jahr 1800. Und hier sind noch nicht einmal die Dividendenerträge aus dem SP500 berücksichtigt. Die würden den Anstieg bei Gold noch total pulverisieren. Natürlich gibt es immer wieder ausgesuchte Zeitabschnitte, in denen Gold besser performt als die Aktienmärkte, z.B. in Zeiten hoher Inflation, bei Kriegen, allgemeiner Unsicherheit, usw., aber langfristig ist die Sache total eindeutig zu Gunsten der Aktien.

          1. Die Betrachtung bis 1971 kann man getrost vergessen. Vorher war Gold zum Dollar fixiert und die Flucht vor Inflation konnte nur in Aktien oder Immobilien erfolgen. Seit 1971 ist Gold frei und deshalb auch outperformend.

          2. Auch 1971 macht es nicht besser!

            Goldkurs 1971: 37.60

            Wenn Sie den total Return mit Reinvestment der Dividenden im SP500 in folgenden Rechner eingeben, ergibt sich mit dem Startdatum 1971 und 37.60 ein aktueller Betrag von 8865 Dollar im Vergleich zu 2350 aktuellem Goldpreis. Der SP500 hat somit 3.77 mal soviel erwirtschaftet wie Gold in dem von Ihnen angegebenen Zeitraum.

            https://ofdollarsanddata.com/sp500-calculator/

          3. Gold war bis 1971 Geld. Deswegen muss man die Preisentwicklung von Gold ab dem 15.8.1971 heranziehen. Dann kommt man je nach Diskontierung auf Werte von 8 bis 10% p.a.. Und damit schlägt man JEDE AnlageKLASSE seither.

            Einzelinvestitionen können besser oder -meist – schlechter gelaufen sein.

            Hat jemand eine, die DURCHGEHEND Gold outperformed hat?

          4. @Felix. Was meinen Sie mit „durchgehend“? Jeder Wert der Welt hat doch irgendwann seine Schwächeperioden. Was Sie bei Vergleichen mit Gold nie vergessen dürfen, sind die Dividenden bzw. laufende Erträge der anderen Assetklassen.

          5. @ Permanix: Sie finden in jedem langen Zeitraum Phasen, die man für beliebige Argumentationen heranziehen kann. Und das geschieht ja auch immer wieder. „Durchgehend“ ist daher ein unpassender Begriff gewesen. „Insgesamt“ ist treffender.
            Der 15.7.1971 ist ein sinnvolles Startdatum, weil an diesem Tag die Golddeckung endgültig endete. Eine Unze waren offiziell 35$ (der Markt bewertete Gold schon seit den 1950er Jahren höher, traute dem Braten also offensichtlich nicht).
            Statistiken vor dem 15.7. sind in diesem Zusammenhang nicht verwendbar.

            Der S&P 500 ist sehr gut gelaufen. Er schloss am 01.08.1971 bei 99$ (lt. Investing.com). Die Startbasis ist also fast dreimal so hoch, das Endergebnis gut zweimal so hoch. Da braucht man keine Brille.

            Hinzu kommt, dass man nicht den wahrscheinlich erfolgreichsten Aktien-Index des betreffenden Zeitraums als die konkurrierende AnlageKLASSE setzen sollte, weil nicht jeder der in Aktien investiert, nur dort investiert. Dann könnte man statt Gold als Rohstoff auch besonders gefragte Goldmünzen herauspicken.
            Angemessen ist wohl ein Weltindex. Damit wird das Bild noch günstiger für Gold.

          6. @Felix. Ich galube Sie haben die Kalkulation noch nicht verstanden. Ich habe jetzt sogar den von Ihnen angegebenen Wert von 35 USD als Startwert für den SP500 im Juli 1971 eingegeben. Das Ergebnis bei Investition in den SP500 sind per April 2024 dann 7’637.42 USD im Vergleich zu dem Goldwert von 2400 USD (ungefährer Mittelwert im April).

            D.h., auch mit dem von Ihnen optimierten Datum, hat der SP500 hat in dem gesamten Zeitraum mehr als 3-fach so gut performt wie Gold. Gold ist also NICHT besser im oben genannten Zeitraum!
            Weiss nicht was Sie da am Basiswert rumschrauben möchten??? Ist doch ganz einfach, beide Investments starten parallel bei 35 USD, Gold ergibt per April 2024 den Wert 2’400 USD und der SP500 mit reinvestierten Dividenden 7’637 USD.

          7. @ Permanix: Ich habe lediglich die Kursentwicklung betrachtet. Das sollte sehr deutlich gewesen sein. Der S&P hat sich gut verfünzigfacht, Gold knapp versiebzigfacht.

            Sie haben dagegen einem Rechenprogramm (genaue Programmierung bekannt?) die Frage gestellt: Ich investiere am 15.8.1971 35$ a) in Gold und b) in den S&P500. Wie ist das Gesamtergebnis bis heute?

            Das ist völlig legitim, wirft aber weitere Fragen auf: Wie diskontiert das Programm? (eine frühe Verdoppelung ist mehr Wert, als eine späte, etc.) Wie behandelt das Programm den Tausch von Aktien im Index, die Steuern und die alle möglichen Gebühren, natürlich auch bei Gold. Und natürlich unterstellt so ein Programm immer ein idealtypisches Verhalten des Anlegers, was aber unrealistisch ist.

            Ich halte die reine Gegenwartsbetrachtung aus rein pragmatischen Gründen für die meisten Menschen für sinnvoller, um einen Eindruck zu bekommen, was sich wie entwickelt hat.

            Ich empfehle Aktien aber natürlich auch. Jeder sollte Kapital bilden und Aktien sind dafür die beste Möglichkeit. Sie erfordern aber weitaus mehr Gehirnschmalz, als einfach nur Gold zu kaufen.

            Für mich zeigt der direkte Wertvergleich, dass es eine exzellente Idee ist einfach Gold zukaufen, wenn man schlicht und ergreifend SPAREN will.

  2. @Esox: Semantik. Den Markt zu schlagen ist meist nicht das Problem. Den von Gold auf die letzten 20 Jahre auch nicht.

    Zum eigentlichen Artikel: er ist nicht wirklich informativ: Gold performt in Krisenzeiten und unmittelbar davor also besser als (digitales) Papier. Aha.
    Was aktuell alles den Goldpreis treibt, wäre (und ist) tatsächlich Lesezeit wert. Ansonsten tut’s ’ne Langzeit-Chart.

    1. @Nome Die meisten schlagen den Markt nicht. Gold schlägt den Mark, was bedeutet dass die meisten Aktien sehr schlecht performed.
      Aktuell treibt den Preis die Nachfrage aus Schwellenländern und Nationalbanken und auch zunehmend die Furcht vor Inflation und Währungsschwäche.

    2. Und wenn in der heutigen kurzlebigen Zeit ,wo Tagesoptionen die Märkte bestimmen , Trader mit Jahrhundervergleichen kommen ist es schon seltsam, vor allem wenn man weiss,dass die Aktien einen schuldengetriebenen Hype hinter sich haben. Nach einer möglichen Aktienkorrektur von 30% und einem erwarteteten Jahrzehnt für Rohstoffe sieht das KGV für Gold weit besser aus als für Aktien.
      Zudem ist es sehr naiv, das Aktienmärchen der letzten Jahre in die Zukunft zu schreiben.

  3. Ein Vergleich Gold zu NASDAQ 100 oder noch besser Microsoft (die zahlen sogar Dividende) zeigt die Realität auf und die spricht langfristig klar gegen Gold

  4. Daniel Stelter sagt es komme das Jahrzehnt der ANFASSBAREN DINGE. Luftaktien werden sich verflüchtigen und kaum fassbar sein.

    1. Wir werden unsere Fotos wieder auf Papier drucken, Schallplatten auflegen und Videokassetten abspielen. Bücher werden wieder unsere Regale füllen und unsere Kommentare werden per Post als Leserzuschrift der Finanzmarktwelt zugesendet, so dass diese dann in einem Hochglanzmagazin ausgedruckt werden. Aktien werden wieder auf Papier verbrieft, Emails werden gestoppt und wir drucken alles auf auf Papier. legen eine Kopie in Ordern ab und versenden es per Post. Alles nur, damit wir es wieder anfassen können ;-)

    2. Ich schließe mich Dr. Stelter an. Wir haben jetzt 15 Jahre in Disneyland gelebt. Die Digitalisierung hat viel verändert, aber Innovationen sorgen meistens eher dafür, dass mehr „on Top“ dazu kommt. Wir brauchen z.B. immer noch eine gigantische Menge Papier und immer mehr Energie. In der Befindlichkeit der Zeit haben wir aber aufgehört, uns in ausreichendem Maße mit der realen Welt zu befassen und z.B. genug in die Kupferförderung zu investieren. Stattdessen hat man sich ESG-Labels ausgedacht, die lebenswichtige Investitions- und Produktionstätigkeiten erschweren bis unmöglich machen. Das dreht sich gerade. Die Welt steigt aus ESG – Anlagen aus, einzelne Regierungen beginnen die Einschränkungen wieder aufzuheben. Mehr und mehr zeigt sich die Einsicht, dass wir weiter Rohstoffe und Energie benötigen. Das sind die ANFASSBAREN DINGE.

      1. Ich arbeite zu > 95% papierlos, privat und geschäftlich inkl. elektronischer Unterschrift wo möglich. Ich möchte nicht mehr den Schritt zurückmachen. Anfassbar ist für mich persönlich noch das Essen, Trinken, Geschirr, Immobilien / Inventar, Fahrzeuge und natürlich die Mitmenschen. Ich habe persönlich keinen gesteigerten Bedarf, irgendwelche Rohstoffe oder Energieträger anzufassen. Ich sehe jedoch einen allgemein gesteigerten Bedarf im Bereich von Rohstoffen zur Bewältigung der weltweiten Energiewende und weitergehenden Digitalisierung, wodurch noch viel mehr Dinge virtualisierbar werden. D.h., anfassbare Dinge sind nur Mittel zum Zweck.

  5. @moin felix und perma , kann man lesen eure Diskussion. Ich hab das Gefühl da geht noch mehr .
    Und ,ja genau ,beide habt ihr natürlich einen Punkt , Gold erst ab 1971 ,richtig,und auch richtig SP500 hat natürlich wirtschaftliche Erträge ,die müssen selbstredend mit rein.
    Vorweg ,und ja wer schlägt schon den Index.Und ja,Einzelaktien kann man keinesfalls heranziehen ,weil wer kennt schon Jahre vorher die neue “ Amazon“ .Sehr schwer. Rückblick und Konjunktiv ist eher nicht zielführend.

    Ich denke es gibt zwei Aspekte.
    1. SP500 entwickelt mehr,weil Rendite,Dividende etc. deswegen ja auch Index als Benchmark.
    2. Gold ist aber ,wenns gewollt ist, komplett anonym und deswegen Steuer und Diebstahl gesichert.
    Die fehlende Diebstahlsicherung beim Index muss aber berücksichtigt werden ,im Schnitt pro Jahr mit -20 %
    Abgaben,die den Kurs belasten. Bin jetzt aber zu faul das rauszurechnen. Ich denke aber die Forderung an den Index jedes Jahr 20 % Abgabenlast raus zu performen,plus akkumulierende Folgeunderperformance ist nicht mehr auszugleichen.
    Aus dem Grund ist ja auch die Währung aus Goldland -XAU- immer der Nenner den es zu schlagen gilt. Und zwar für die Einzeltitel. ;-))

    Der Goldpreis zeigt eben die allgemeine Inflation an ,die mindestens geschlagen werden muss,plus Diebstahlsicherung.

    1. @klempner. Lustig Ihre Idee, Aktien eine Diebstahlsicherung anzulasten, aber irgendwie weltfremd. Ich kenne keinen Menschen der dafür jemals 20% bezahlt hat oder bezahlen wird. Aber vielleicht haben Sie eine Referenz dazu? Wenn man es bräuchte, gäbe es sicherlich eine Versicherung die so etwas anbietet. Aber netter Versuch irgendwas Abstruses zu erfinden, was Gold künstlich besser stellen soll.

      Aber Sie haben recht, berücksichtigt man weitere Kosten für Gold, etwa die jährlichen Verwahrungskosten und die relativ hohe Differenz zwischen An- und Verkauf, dann sind Aktien sogar noch attraktiver.

      1. @ Permanix?

        Also ich zahle über 25% Kapitalertragssteuer plus Kleinkram, wenn ich Wertpapiere veräußere. Ebenso auf Dividenden. Die 20% p.a. vom Klempner sind also nicht völlig von der Hand zu weisen. Weltfremd ist das auf jeden Fall nicht. Zumal wir gerade erleben, dass unsere Vermögen registriert werden sollen – sicher nicht, damit jeder einen Zuschuss von Papa Staat dazu bekommt.

      2. @perma , da hab ich mich wie so oft nicht präzise genug ausgedrückt. Einer meiner Hauptfehler ,ich setze immer Sachen voraus,die ich noch nich erwarten kann,sorry.

        Um es kurz zu machen . Index ETFs im Account sind im Normalfall steuerlich erfassbar und nicht anonym.
        So zusagen gläsern.

        http://www.finanztip.de > abgeltungsteuer
        Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge wie Aktien oder Fonds

        Die Abgeltungssteuer beträgt pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Sie wird von der Bank einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

        Das ist die Diebstahlprämie ,diese Outperformance muss ja aus dem Asset kommen.Die Steuern sind der Diebstahl,ums präzise auszudrücken.

        Diese fehlt bei physischem Gold in meinem Safe. Der ist im Übrigen im Verhältnis kostenfrei.

        Das der Normalfall. Wenn das Gold jetzt unter Bankaufsicht gegen frischen Kredit ,auf dem Papiergoldmarkt short gehedged etc. etc. ,spätestens dann ist der Index ……….lost.

        Mit dem An-Verkauf Lag ,kommt es dann auch auf die Stückelung an.

        Ich rede nicht von Einzeltiteln. Da sieht es anders aus.

        1. Ok, die Steuer, habe verstanden. Aber das gibt es gute Mittel und Wege, diese Belastung sehr gering zu halten, z.B. in einer GmbH. Das lohnt sich aber mehr für grössere Beträge.

          Ausserdem ist die Steuer auf Kursgewinne auch nur einmal fällig und nicht jedes Jahr, nämlich nur bei Veräusserung (wenn man eine langfristige und Index getriebene Anlage überhaupt verkauft). Anders sieht es mit den jährlichen Dividenden aus, die sind in der Tat voll zu versteuern.

          Im Übrigen sind Veräusserungsgewinne aus Aktien, die vor 2009 erworben wurden, völlig steuerfrei. Das nutzt den Newcomern allerdings nichts.

          Insofern, ja die Steuer schmälert die Performance von Aktien, aber jeder sollte sich auch gut überlegen inwieweit er die Möglichkeit besitzt sich legal zu optimieren.

    2. @hallo Klempner,

      die wirtschaftlichen Erträge sollte man im Blick haben. Dann aber sehr realistisch. Nur mal ein paar Gedanken dazu: Wenn die Kinder anfangen zu investieren, sind die Dividenden so klein, dass die Gebühr für eine Reinvestierung zunächst größer ist, als der Anlagebetrag. Wenn man in einen ETF geht, liegt man immer etwas unter der Index-Performance, gibt den großen Kapitalsammelstellen sein Stimmrecht und kauft den ganzen Schrott mit. Für mich ist das schon aus demokratischen Gründen ein No-Go. Wer 10 Billionen verwaltet kann Dinge ansagen, die niemandem zustehen. Haben wir ja auch gerade erlebt. Mit dem Kauf und Verkauf von Einzelaktien kann man die Steuerlast besser managen, Gold kann man immer wieder steuerfrei verkaufen und billiger zurückkaufen. Es war immer und wird wahrscheinlich immer eine gute Idee sein, Fahnenstangen abzuverkaufen. Bei allem. Wenn es was Gutes ist, kauft man es eben später zurück.

      Wer schlägt den Index? Wer den Index nicht schlägt (nicht jedes Jahr aber auf Dauer deutlich) sollte die Finger davon lassen. Der sollte sein Geld von irgendeiner renommierten Gesellschaft verwalten lassen. (Flossbach, GrünerFischer? – jemand der den Trackrekord hat, die langfristige Durchschnittsrendite zu erwirtschaften und zusätzlich dafür zu sorgen, dass einen auch eine Finanzkrise nicht umhaut.)

      1. @Felix, dem kann ich mehrheitlich zustimmen. Und ohne eine gewissen Aufwand und ohne Plan / Systematik, sollte man auch sehr konservativ agieren. Ich bin im Übrigen auch überhaupt kein Freund von ETFs. Ich halte diese Instrumente auch zum grossen Teil dafür verantwortlich, dass ein paar Tech-Werte den ganzen Markt verzerren, denn die Manager sind gezwungen einfach der Meute hinterherzukaufen, um die Gewichtung im Index abzubilden. Auch blinde Sparpläne von Anlegern, tragen nicht zu einer realistischen Bewertung bei. Das alles hat nullkommanull mit einem Kauf auf Basis von Bewertungskriterien zu tun. Jeder sieht ETFS als Selbstläufer an und genau das ist Gefahr, dass die Sorglosigkeit weiterhin besteht, wenn die Kurse einmal eine andere Richtung einschlagen. Ich bin auch eher der Anleger der gezielt vorgeht.

  6. Anfassbar ist besser als Luft

    Der Vorteil mit der Dividend kann man vergessen., Der S&P zahlt weniger als 2% und muss in den meisten Ländern als Einkommen versteuert werden, das führt dann mit weiterem Einkommen und Progression zu sehr hohen Steuern.
    Beispiel : Normales Einkommen 150 K Steuern ca. 30% = 45K
    Einkommen aus Dividende 50K
    Total Einkommen 200 K Steuern ca.40% von 200K = 80K
    Mehrsteuer wegen Dividenden = 35 K
    35K = 70% von 50 K Dividende
    Ein Vergleich von Gold und Aktien ist zur Zeit nicht angemessen weil die Aktien eher vor einer grösseren Baisse und Gold sehr stark steigen könnte.
    In 2bis 3 Jahren könnte es dann so aussehenden. Gold bei 4000Dollar und S&P bei 3000Dollar.

    1. Die Mühe Ihrer Berechnungen war umsonst. Mit der Abgeltungssteuer an der Quelle, ist die Steuerschuld bereits abgegolten. Deswegen heißt Sie auch Abgeltungssteuer.

      „Die Abgeltungssteuer stellt eine besondere Form der Kapitalertragssteuer dar. Während Sie die Kapitalertragssteuer selbst begleichen müssen, führt Ihre Bank automatisch die Abgeltungssteuer ans Finanzamt ab. Nach Abzug der Abgeltungssteuer besteht keine Pflicht mehr, die bereits versteuerten Erträge in der Steuererklärung anzugeben. Schließlich wurde die Kapitalertragssteuer direkt an der Quelle in Form der Abgeltungssteuer erhoben.“

      https://www.vr.de/privatkunden/unsere-produkte/geldanlage/aktien/abgeltungssteuer.html

      Die Kurse, die Sie in den nächsten 2-3 Jahren Voraussagen, sind rein spekulativ.

  7. Anfassbar schlägt Unfassbar

    Meine Annahme der Gold und Aktienkurse kann spekulativ sein, dass die Aktien in den nächsten Jahren den schuldengetriebenen Höhenflug weitermachen ist eher naiv.

    1. Was naiv ist / war, weiß man immer nur so richtig hinterher. Wer hätte gedacht, dass Aktien seit nunmehr bald zwei Jahren einen derartigen Lauf haben. Wie oft habe ich hier in dieser Zeit von gegenteiligen Prognosen gelesen? Gold ist in dieser Zeit auch hoch, allerdings nicht so stark wie Aktien. Jede Assetklasse hat ihre Schwäche- und Stärkephasen. Aber auch meine Indikatoren zeigen mir, dass sich dieser Anstieg nun langsam mal dem Ende nähert. Bei Prognosen über das Big Picture über längere Zeiträume ist das Timing jedoch mit hohen Toleranzen behaftet. Da sind ein paar Monate, manchmal sogar Jahre daneben zu liegen, völlig normal. Aber viele der selbsternannten Propheten meinen es ganz genau wissen zu können. In kleineren Zeiträumen, ist die Wahrscheinlichkeit das richtige Timing zu treffen, höher. Das ist dann halt meistens weniger spektakulär.

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