Gold/Silber

Goldpreis mit sprunghaften Anstiegen! Die aktuelle Lage

Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis ist gestern Mittag und heute Nacht sprunghaft angestiegen. Faktoren wie der Anstieg im Silberpreis und die Einigung der EU-Staaten auf das Rettungspaket spielten gestern eine Rolle. Insgesamt ging die Bewegung von 1.828 bis 1.865 Dollar, wie man im folgenden Chart gut sehen kann, der fünf Tage zurückreicht. Richtig in Schwung kam Gold Anfang dieser Woche, als die Kursniveaus den Bereich von 1.810 Dollar nach oben durchbrachen.

Verlauf im Goldpreis in den letzten fünf Tagen

Goldpreis über Nacht angestiegen

Der jüngste starke Anstieg im Goldpreis von 1.843 auf 1.865 Dollar fand heute Nacht statt, also in der asiatischen Handelssitzung. Die Bewegung erfolgte ruckartig binnen weniger Minuten. Das deutet darauf hin, dass hier technische Gründe vorliegen, wie zum Beispiel das plötzliche Auslösen einer Kaufwelle, weil viele Investoren auf einer bestimmten Marke Kauf-Stop-Orders zum Long-Einstieg gelegt hatten. Die Lawine verstärkt die Lawine, die Hausse nährt die Hausse! Diese Woche läuft dieser Trade, auch wenn der Markt die letzten Minuten etwas zurückkommt.

In den letzten Minuten geht es im Goldpreis von 1.860 auf 1.850 Dollar zurück. Dieser Rückgang korreliert gut mit dem ganz aktuellen kleinen Anstieg im US-Dollar-Index, dem Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen Hauptwährungen, mit Schwerpunkt im Euro. Der starke Euro hatte den US-Dollar schon seit einiger Zeit geschwächt. Aktuell steigt der Dollar-Index von 95,03 auf 95,25 Indexpunkte. Im großen Bild ist das nur eine kleine Erholung, die aktuell den Goldpreis aber ein klein wenig runter drückt. Im folgenden Chart sehen wir seit Dezember 2019 den steigenden Goldpreis in blau, gegen den fallenden Dollar-Index in rot-grün. Eine eindeutige Korrelation, vor allem seit Juni.

Gut zu sehen ist auch der explosionsartige Anstieg des US-Dollar auf dem Höhepunkt der Corona-Krise. In Krisenzeiten wie dieser flüchtete alle Welt in die „Sicherheit“ des US-Dollar, und alles was dagegen gehandelt wurde, schwächelte, vor allem Schwellenländerwährungen. Jetzt wo die Corona-Krise zumindest aus Sicht des Kapitalmarkts nicht mehr so schlimm ist, verliert der Dollar seit Juni immer mehr an Boden, und Assets wie Gold können profitieren. Natürlich kommen Faktoren wie die Null- und Negativzinsen und die Gelddruck-Orgien der Notenbanken als positive Faktoren für einen steigenden Goldpreis hinzu, gar keine Frage. Zur aktuellen Lage rund um den Goldpreis und vor allem den US-Dollar hat sich Markus Fugmann heute früh seinem Videoausblick geäußert (hier anschauen).

Allzeithoch rückt näher

Jetzt geht es für den Goldpreis offenbar in großen Schritten Richtung Allzeithoch, zumindest wenn man ihn in US-Dollar betrachtet? Das Hoch lag im Jahr 2011 bei 1.921 Dollar. Noch ein paar solcher Sprünge nach oben, und das Allzeithoch ist erreicht, und die Hausse nährt dann weiter die Hausse? Wer zuletzt große Teile oder alles von der Gewinnstrecke bei Gold verpasst hat, will wieder dabei sein und springt auf den fahrenden Zug auf, wie die letzten Wochen am Aktienmarkt? Manchmal kann die Börse auch eine ganz simple Angelegenheit sein.

Und an dieser Stelle auch mal wieder eine alternative Analystenstimme zum Anstieg im Goldpreis. Laut ganz aktuellem Statement von Naeem Aslam von Avatrade sprang der Goldpreis auf ein 11-Jahres-Hoch und durchbrach die psychologische Widerstandsmarke von 1.850 Dollar. Zum Zeitpunkt der Abfassung seines Kurzkommentars wurde das Edelmetall bei 1.851 Dollar gehandelt. Das nächste Ziel seien nicht 1.900 Dollar, sondern das Allzeithoch von 1.921 Dollar, das der Spot-Goldpreis bereits 2011 erreicht hatte. Die meisten dieser Gewinne seien auf die lockere Geldpolitik und die eskalierenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China zurückzuführen, so seine Meinung.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen den US-Dollar Index



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