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Gold/Silber

Goldpreis steigt – ein ganz neues Game läuft ab heute!

Claudio Kummerfeld

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am

Beispielfoto für einen Stapel Gold Barren

Der Goldpreis erreichte Freitag Abend seinen Tiefpunkt der letzten Woche bei 1.563 Dollar und ging mit 1.585 Dollar am Freitag Abend aus dem Handel, bei einem Hoch vor genau einer Woche bei 1.688 Dollar. Auf den ersten Blick hätte man gedacht, dass der Mega-Absturz in den Aktienmärkten letzte Woche der ideale Long-Trade im Gold hätte sein müssen! Aber dem war nicht so. Offenbar gab es durch massive Verluste bei Aktien für sehr viel Profianleger den Zwang zu Notverkäufen bei Gold, um mit diesem Cash zum Beispiel gehebelte Aktienpositionen aufrecht zu erhalten, und auch um grundsätzlich Cash zu schaffen.

Goldpreis steigt – das Game hat sich geändert

Die letzten Tage ging es um die globale Panik rund um den Coronavirus. Er wird die globale Wirtschaftsleistung wohl stark treffen. Deswegen fielen die Aktienkurse dramatisch, und der Goldpreis konnte (leider?) nicht als Gegenpol steigen, wie es im Risk Off Trade eigentlich normal gewesen wäre. Aktuell hofft der Markt auf die Notenbanken (hier dazu der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann). Es gibt schon Aussagen von Fed und Bank of Japan, wo Zinssenkungen angedeutet werden. Auch gibt es von einem viel beachteten ehemaligen Fed-Offiziellen aktuell die Aussage, dass die Notenbanken weltweit koordiniert die Zinsen senken werden, und zwar am Mittwoch! Das ändert alles! Die Wahrscheinlichkeit, dass die Woche außerplanmäßig etwas geschieht, ist doch ziemlich gut. Falls es wirklich so kommt, könnte das der Game-Changer sein, damit die Aktienmärkte wieder schnell nach oben laufen. Ob es dann nach einen schnellen Anstieg wieder zu Abstürzen kommt… wer weiß das schon von jetzigen Zeitpunkt aus betrachtet. Aber die Möglichkeit ist durchaus gegeben, dass die Notenbanken die Aktienkurse mit ihrem Signal diese Woche kurzfristig hoch pushen könnten.

Aktien gegen Gold? Notenbanken geben Hoffnung

Tja, sinkende Zinsen machen Aktien noch attraktiver gegenüber Staatsanleihen, die eh schon unattraktiv sind von der Rendite her. Und in der Realwirtschaft verbilligen sich Kredite noch weiter. Also, eine gute Woche für Aktien steht womöglich bevor? Falls ja, dann könnte der Goldpreis parallel mit steigen? Denn noch weiter sinkende Zinsen machen das zinslose Gold noch attraktiver für Anleger in Relation zu Negativzinsen am Rentenmarkt. Es könnte nun also zwei Szenarien geben. Erstens könnte es sein, dass die Anleger in Massen zurück in die Aktienmärkte strömen, und Gold links liegen lassen. Oder zweitens könnte es sein, dass Aktien und Gold gleichzeitig steigen – weil sich für beide Assetklassen dank guter kurzfristiger Argumente genug Anleger finden, die Kaufdruck erzeugen. Noch weiter sinkende Zinsen könnten womöglich auf den Goldpreis nachhaltiger positiv wirken als auf die Aktienkurse!

Nimmt man das Niveau im Dax am Freitag Nachmittag bei um die 11.800 Punkte, dann notiert er heute früh 150 Punkte höher. Der Dow 30 kann vom Niveau Freitag Abend bis jetzt gut 700 Punkte zulegen. Die Aktienmärkte sind also heute Vormittag (in Relation zu den gigantischen Verlusten der letzten Woche) vorsichtig optimistisch. Der Goldpreis kann von Freitag Abend bis heute früh um 20 Dollar auf 1.605 Dollar zulegen. Das ist wohl ähnlich wie bei den Aktienmärkten eine kleine vorsichtige Vorfreude auf mögliche Notenbank-Aktionen diese Woche? Bei den aktuellen Gewinnen in den Aktienmärkten ist neben der Notenbank-Hoffnung sicher auch eine gehörige Portion Markttechnik dabei, weil die Märkte arg überverkauft scheinen. Man vergesse nie: Es ist immer noch möglich, dass die Aktienkurse nach einer Aufwärts-Verschnaufpause weiter in den Keller rauschen. Trotz aktueller Notenbank-Hoffnung ist der Markt extrem schwankungsanfällig!

Analystenmeinungen zu Gold

Was sagen die Analysten? Hier zwei Meinungen. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote spricht für letzten Freitag von „wilden Ausschlägen“ im Goldpreis. Die rekordhohen spekulativen Long-Positionen würden davor warnen, dass die verbesserte Risikobereitschaft einen mäßigen Gegenwind für den Goldpreis auslösen könnten, der sich nach vorne bewegt. Eine Rückkehr zu 1.500 Dollar wäre nicht extravagant. Naeem Aslam von Avatrade ist der Meinung, dass der Goldpreis Ende letzter Woche unter die Marke von 1.600 fiel, weil Anleger die Aktienmärkte als bessere Investition betrachten würden. Aktien seien überverkauft gewesen, und für sie sei das Risiko-Ertrags-Verhältnis attraktiver. Dennoch sei der Goldpreis immer noch im grünen Bereich, und man halte am Ziel von 1.700 Dollar fest, was aufgrund schwacher globaler Wirtschaftszahlen wahrscheinlich passieren werde.

Chartverlauf im Goldpreis seit dem 19. Februar
Goldpreis in US-Dollar seit dem 19. Februar

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Gold/Silber

Goldpreis steigt – nicht zu früh freuen – ETF erst Segen und jetzt Fluch?

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold
Der Goldpreis ist seit dem 9. November bis gestern dramatisch gefallen, nämlich von 1.960 bis auf 1.765 Dollar. Also fast 200 Dollar Verlust in gerade mal drei Wochen. Es ist zeitlich sehr gut in Zusammenhang zu bringen. Der Absturz begann und setzte sich fort, als die letzten Wochen verschiedene Pharmaunternehmen ihre Corona-Impfstoff-Meldungen veröffentlichten. Dies schürte zügig die Hoffnung auf eine schnelle konjunkturelle Erholung, und pushte die Euphorie an den Aktienmärkten.

Der Risikohunger der Anleger stieg seit Wochen an (Risk On Trade), und Gold wurde weniger attraktiv. Und so verlor der Goldpreis immer weiter. Und jetzt seit gestern Abend legt Gold ein klein wenig zu. Nach 195 Dollar Verlust in 3 Wochen kann das Edelmetall von 1.780 Dollar heute Nacht bis auf aktuell 1.792 Dollar zulegen. Dies kann man kurzfristig als technische Reaktion eines überverkauften Marktes ansehen. Vielleicht müssten im Sinne der Bullen Niveaus von 1.820 Dollar überschritten werden, um im Chartbild die Verlaufhochs der letzten Woche zu überlaufen? Für eine echte Euphorie bei den Gold-Bullen scheint es noch verfrüht zu sein.

ETF erst Segen und jetzt Fluch für den Goldpreis?

Die ETFs (Exchange Traded Funds, hier die Begriffserklärung) sind Fluch und Segen zugleich. Seit Jahren investieren Profis und Privatanleger weltweit immer gigantischere Summen in ETF auf alle möglichen Produkte, so auch Gold. So beeinflussen die Geldströme in und aus den ETF auch immer stärker den Goldpreis. Der November war für Gold laut aktueller Aussage der Commerzbank ein denkbar schlechter Monat. Mit einem Minus von 5,4 Prozent verzeichnete Gold die schlechteste Preisentwicklung seit November 2016. Dies ging einher mit einer regelrechten Verkaufswelle bei den Gold-ETFs.

Deren Bestände seien um fast 100 Tonnen gefallen, was der erste Monatsabfluss seit einem Jahr und der stärkste seit fast vier Jahren war. Dabei gab es zuletzt an 14 von 16 Handelstagen Abflüsse. Gestern seien erneut 12 Tonnen an Abflüssen hinzu gekommen. Die ETF-Anleger haben sich somit zu einem Belastungsfaktor für den Goldpreis entwickelt, nachdem ihre Käufe den Preis zwischen April und August nach oben getrieben hatten. Dabei dürfte sicher eine Rolle spielen, dass unter den ETF-Anlegern in diesem Jahr ungewöhnlich viele kurzfristig orientierte Anleger sind, die sich zuvor am Terminmarkt engagiert hatten, so die Commerzbank.

Negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar

Im Chart sehen wir im Verlauf der letzten zwölf Monate den Goldpreis in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Während der gesamten Coronakrise gab es eine klare negative Korrelation. Der US-Dollar stieg, der Goldpreis fiel – und umgekehrt. Nur die letzten Tage sieht man, wie der Goldpreis fällt, während der US-Dollar fällt. Dabei müsste Gold jetzt eigentlich ansteigen. Diese Thematik hatten wir gestern auch schon mit dem hochinteressanten Kommentar des Experten Carsten Fritsch besprochen (hier nachzulesen). Nicht mal der fallende US-Dollar könne Gold derzeit helfen, so seine Headline-Aussage.
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Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar seit einem Jahr

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Blick auf Indizes, und bei Gold ganz genau hingucken!

Rüdiger Born

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Im folgenden Video blicke ich direkt am Chart auf die aktuellen Bewegungen in den Indizes. Und bei Gold, da sollte man derzeit ganz genau hinschauen. Vorsicht, die Goldpreis kann noch weiter abrutschen.

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