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Gold/Silber

Goldpreis steigt über 2.000 Dollar – der große Durchbruch! Ziel 2.500 Dollar?

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis hat (endlich?) den großen Sprung gemacht über die runde und damit psychologisch wichtige Marke von 2.000 Dollar. Ist damit charttechnisch der Weg frei für noch viel höhere Kurse, sogar Richtung 2.500 Dollar? Dazu später in diesem Artikel mehr. Oft kommt es vor, dass beim Durchbrechen großer runder Marken ein Rückfall unter diese Marke erfolgt, und erst danach der große starke Schub, der die Kurse viel höher bringt. So auch diesmal bei Gold? Mehrere Tage lang pendelte der Goldpreis um das Niveau von 1.975 Dollar herum.

Goldpreis bricht aus – die Gründe

Dann aber gestern Nachmittag sprang der Goldpreis über die Marke von 1.980 Dollar, und ist seitdem zügig am Klettern auf aktuell 2.033 Dollar. Das ist mal ein Zeichen. Viele Trader hatten vermutlich bei ihren Brokern knapp über der runden Marke von 2.000 Dollar sogenannte Kauf-Stop-Orders platziert, um beim Überschreiten der Marke eine Market-Kauforder auszulösen. Dies könnte den aktuellen Aufwärtsschub verstärken. Heute sehen wir, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen gegenüber gestern von 0,56 Prozent auf 0,51 Prozent gesunken ist. Damit wird Gold in Relation zu anderen Anlageformen wie Staatsanleihen noch attraktiver! Auch wird derzeit über ein neues Rettungspaket in den USA spekuliert, was noch mehr Liquidität ins Finanzsystem bringen würde.

Auch das hilft Gold auf dem Weg nach oben. Natürlich schlummern im Hintergrund die eh schon bekannten Gründe für die Gold-Hausse, wie Negativzinsen, Gelddrucken ohne Ende, Inflationsängste usw. Wir können nur noch mal erinnern an die glasklare Analyse von Eugen Weinberg, wohl einem der besten Rohstoff-Experten in Deutschland. Vor allem die stark gestiegene Liquidität im gesamten Finanzsystem treibe Assets wie Gold an. Anfang dieser Woche zeigte der Goldpreis bereits Stärke, weil er nicht fiel, obwohl der US-Dollar deutlich am Ansteigen war. Nun wird die Hausse wohl durch die Hausse genährt. Anleger, die an der großen Marke von 2.000 Dollar gezweifelt haben, könnten sich nun genötigt fühlen doch noch aufzuspringen? Markus Krall äußerte sich letzte Woche auch zum Thema Gold. Der Pfad sei vorgegeben in Richtung Geldentwertung, also Inflation. Dies sei laut Markus Krall ein globaler Trend. Deswegen gebe es eine Flucht in Edelmetalle wie Gold, und auch in Kryptowährungen (hier die Details zu seinen Aussagen).

Aktuelle Analystenkommentare zu Gold

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote meint, dass der Goldpreis aufgrund der anhaltenden Gespräche über fiskalische Stimulierungsmaßnahmen in den USA nun stark gestiegen sei, sowie der zunehmenden Bedrohung des Handelsabkommens zwischen den USA und China und der Explosion in Beirut. Bisher habe man nicht viele Gewinnmitnahmen beim jüngsten Vorstoß gesehen. Es werde interessant sein zu beobachten, wie sich die Anleger oberhalb der 2.000 Dollar-Marke verhalten. Entweder werde sich auf diesem Niveau eine solide Unterstützung aufbauen, die eine neue Grundlage für weitere Fortschritte bietet, wenn die Anleger ihre Absicherungen gegen die zunehmenden globalen Inflationsrisiken inmitten massiver geld- und fiskalpolitischer Stimuli erhöhen. Oder es gebe eine scharfe Korrektur nach unten, wenn spekulative Händler der Ansicht sind, dass nur noch wenig Potenzial für weitere Gewinne vorhanden ist, so Ipek Ozkardeskaya.

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass der Weg des geringsten Widerstands für Gold immer noch schief nach oben verlaufen ist, und es gebe genug Schwung, der den Goldpreis in Richtung der 2.500 Dollar-Marke treiben könne. Milan Cutkovic, Marktanalyst AxiTrader, sagt aktuell, dass der Goldpreis in seinem Anstieg kaum zu stoppen sei. Der Spot-Preis des Edelmetalls habe die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar durchbrochen, und es sei dank der Nervosität der Investoren und des schwachen US-Dollars kein baldiges Ende der Rally in Sicht.

Degussa-Chefvolkswirt und Gold-Experte Thorsten Polleit schreibt heute früh in einem Kommentar zum Anstieg im Goldpreis über die Marke von 2.000 Dollar, dass sich dafür eine Reihe von Gründen anführen lassen. So sei unter „Profis“ die Nachfrage nach physischer Ware weiterhin groß. Das würden zum Beispiel die erhöhten physischen Auslieferungen an der COMEX andeuten – die wiederum auf ein geringeres Vertrauen in „Papiergold“ schließen lassen. Weitere Aussagen von Thorsten Polleit im Wortlaut:

Zudem wird Gold von vielen Anlegern als „sicherer Hafen“ nachgefragt: Denn die Unsicherheit über die Folgen der politisch diktierten Lockdown-Krise baut sich langsamer ab als erwartet; die Sorge vor Instabilitäten im internationalen Finanzsystem nimmt zu; die Konfrontation zwischen den USA und China erzeugt neue geopolitische und ökonomische Risiken für die Weltwirtschaft.

Von ganz entscheidender Bedeutung ist jedoch die weltweite Geldpolitik: Die Zentralbanken setzen ihre inflationäre Geldpolitik fort, und die anschwellenden Geldmengen treiben die Güterpreise – die Konsumgüter- als auch die Vermögenspreise – in die Höhe. Eine Abkehr von dieser Geldpolitik, die die Kaufkraft der Währungen herabsetzt, ist nicht in Sicht – und das erhöht die Goldnachfrage.

Auf den Zinsmärkten bauen sich zudem Spekulationen auf, die US-Zinsen könnten – ähnlich wie im Euroraum – ebenfalls auf beziehungsweise unter die Nulllinie fallen. In den letzten Tagen sind die ohnehin bereits sehr niedrigen US-Zinsen noch weiter gefallen: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt derzeit bei 0,51 Prozentpunkten, die für 30-jährige Staatsanleihen bei 1,18 Prozentpunkten.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Jahresanfang

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    5. August 2020 10:56 at 10:56

    Die berühmte „Goldpreisdrückung“ scheint derzeit eine Verschwörungstheorie zu sein.
    Trotzdem, sollte eine Notenbank, der IWF oder ein anderer Großer auf die Idee kommen, Gold zu verkaufen, dann gibt es wieder diese unangenehmen Wasserfälle.

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    boernschn

    5. August 2020 13:10 at 13:10

    Warum reagieren die Minen so passiv? Die sollten ja eigentlich explodieren? Lediglich moderate Zugewinne auf weiter Flur (einzelne Ausreißer gibts natürlich immer)…

    • Avatar

      Columbo

      5. August 2020 19:09 at 19:09

      Newmont hat auf Jahressicht 78% gemacht. Nicht gerade wenig.

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    Parker Schnabel

    5. August 2020 16:46 at 16:46

    @Colombo: Die Notenbanken verkaufen kein Gold, sondern sie kaufen aktuell Gold. Das nächste Weltwährungssystem wird (teilweise) auf Gold basieren. Da will keine Notenbank mit heruntergelassener Hose dastehen. Link dazu: https://www.goldseiten.de/artikel/448266–Shanghai-Gold-Exchange~-Eine-neue-Superwaehrung-muss-her.html

    BTW: Jeder Rücksetzer wird in der aktuellen Situation genutzt werden, um nachzukaufen. Physisch natürlich.

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      Columbo

      5. August 2020 18:26 at 18:26

      @Parker Schnabel

      Natürlich träumt eine Goldseite von einer goldbasierten Währung. Und daß die Notenbanken und ähnliche Institutionen kein Gold verkaufen, ist ein Märchen, dem zu glauben ziemlich teuer werden kann. Ich bin seit über zehn Jahren Goldbug. Anfangs habe ich jede Menge goldfreundlicher Artikel gelesen, immer gemeint, morgen geht Welt unter und jahrelang auf anständige Preisanstiege gewartet. Jetzt suche ich mir eher goldkritische Seiten, weil mir die schnellen Preisanstiege und einige Machthaber, die ja auch merken, was da abgeht, nicht mehr geheuer sind. Wenn die Welt dann im Herbst wirklich untergeht, sollte man nicht unbedingt etwas besitzen, was alle andern inzwischen auch haben.
      Spätestens, wenn die großen Printmedien wieder mit Goldbarren zugekleistert sind, fange ich an, ans Verkaufen zu denken.
      Es gibt natürlich gerade jetzt die üblichen Wahnsinnigen, die den Goldpreis bei 5000$ sehen. Nützt aber nichts, wenn der Handel vorher verboten wird. Und am Schwarzmarkt mit den östlichen Herren im Kleiderschrankformat habe ich keine Lust zu verhandeln.

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        Lausi

        5. August 2020 19:24 at 19:24

        @Columbo – Glauben Sie, dass es in der Schweiz / Lichtenstein auch ein Goldverbot geben wird? Da kann man nämlich seine Edelmetalle auch bunkern.

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          Columbo

          5. August 2020 21:24 at 21:24

          @Lausi

          Ich denke nicht, daß es in der Schweiz ein Goldverbot geben wird. Aber was nützt mir das, wenn es rundherum überall verboten oder extrem besteuert ist. Keiner will es mehr haben.

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    Parker Schnabel

    5. August 2020 19:15 at 19:15

    @Colombo: In was sind Sie denn in diesen Zeiten investiert? Krisenfest und vor dem Zugriff des Staates dauerhaft gesichert? Bin sehr gespannt. Physisches Gold und Silber sind m.M.n. aktuell und mittelfristig alternativlos. Und weitere Frage: Welche big Player haben die Ressourcen, den Goldpreis massiv einbrechen zu lassen? Und warum sollten sie das tun?

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      Columbo

      5. August 2020 21:58 at 21:58

      @Parker Schnabel

      Details gebe ich nicht preis. Auf jeden Fall bin ich immer noch ziemlich stark in Gold investiert, trotz Teilverkaufs.
      Fühle mich damit aber immer weniger wohl, ist aber nur ein Bauchgefühl.
      Notenbanken können jederzeit massiv Gold verkaufen, wenn ihnen die Konkurrenzwährung zu gefährlich wird und zu Vertrauensverlust in die eigene Währung führt. Oder einfach so, warum, sagen sie dann nicht.
      Oder Putin verkauft Gold, weil er schlecht geträumt hat(Spaß😁)
      Oder der IWF. Der hat vor einiger Zeit unter Christine Lagarde eine Studie herausgegeben, wie Gold eine Wirtschaftskrise verschlechtern kann.
      Vielleicht nur Paranoia, aber zuviel Gold in den Händen ihrer Untergebenen, war bei den Regierenden nie sonderlich beliebt. Meist nahmen sie es ihnen früher oder später ab.

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      leftutti

      5. August 2020 21:59 at 21:59

      @Parker Schnabel, ich staune immer wieder über die Paranoia hinsichtlich des staatlichen Zugriffs auf krisenfeste Investments. Niemand nimmt oder besteuert Ihnen überproportional derzeit Ihr glänzendes Edelmetall und andere Geldanlagen. Sie zeichnen da eine Krall-Orwell’sche Zukunft, die sich seit vielen Jahrzehnten nicht verwirklicht hat. Butter bei die Fische, bitte…

      Wäre es nicht sinnvoller, die Welt zu sehen und zu beurteilen, wie sie aktuell ist? Statt wüsten und traurigen Zukunftsspekulationen Einzug in Ihren Verstand zu gewähren.

      Alternativlos waren in den letzten Wochen und Monaten so viele Investmentmöglichkeiten, dass man fast auf ein Modewort schließen könnte.

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        Parker Schnabel

        6. August 2020 08:26 at 08:26

        @LEFTUTTI, ich denke Ihr Name ist Programm. Left-utti. Auch sie als Linker sollten etwas Geschichtswissen haben. Ich liefere Ihnen aber gerne diese Begriffe zum recherchieren: „Währungsreformen“, „Vermögensabgabe“, „Lastenausgleich“ und „Goldverbot“. Ihr Orwell war also schon häufiger und vor allem schon vor 1984.

        Dass ich den Begriff „Alternativlos“ verwendet habe, tut mir leid. Ich habe das Copyright unserer Sonnengöttin verletzt und werde 5,– € in das Phrasenschwein einzahlen.

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          leftutti

          6. August 2020 23:31 at 23:31

          @Parker Schnabel, so links, wie Sie mich verorten, bin ich gar nicht mal. Im Gegenteil, mir ist eine große Portion Konservatismus inhärent. Weshalb mir selbstverständlich auch Geschichtswissen und historische Zusammenhänge nicht fremd sind.

          Die von Ihnen genannten Begriffe beziehen sich ausschließlich auf extremste Situationen, wie die unmittelbar folgende Periode auf einen Weltkrieg oder die Zeit zwischen zwei Weltkriegen. Das kann nicht ansatzweise auf die aktuelle Situation angewandt werden.

          Unabhängig davon:
          Durch die Verteilung auf viele Jahre betrug die Belastung dennoch nur etwa 1,5% pro Jahr, sodass sie aus dem Ertragswert des betroffenen Vermögens geleistet werden konnte, ohne die Vermögenssubstanz angreifen zu müssen.

          So etwas nennt sich Solidaritätsprinzip und ist ganz tief in unserer Verfassung verwurzelt.

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    Hesterbär

    6. August 2020 11:33 at 11:33

    Alle reden fast immer nur vom Gold. Das richtige Geld aber wird mit Silber gemacht. Meine Optionsscheine haben sich im Wert versechsfacht, meine Silberminenaktien verdreifacht. Aber die bisherige Entwicklung bei den Edelmetallen ist nur der Anfang. Die Rakete ist gerade erst gestartet. Die Wertentwicklung des Nasdaq wird man im Vergleich zur Silberpreisentwicklung bald nur noch als laues Lüftchen wahrnehmen.

    • Avatar

      Columbo

      6. August 2020 17:24 at 17:24

      Schon ein Impfstoff kann die Gold/Silber-Rakete zum Absturz bringen.

      • Avatar

        Hesterbär

        6. August 2020 19:17 at 19:17

        Ach Columbo, lassen Sie es doch endlich sein, immer wie ein Hündchen bei fast jedem meiner Kommentare an mir hochzuspringen. Wenn Sie soviel Angst haben, dass Gold abstürzen könnte, dann verkaufen Sie doch Ihre restlichen 2 Goldmünzen auch noch. Die Leute kaufen doch kein Gold, weil es noch keinen Impfstoff gibt. Können Sie denn nicht andere mit solchem Blödsinn langweilen?

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          Columbo

          6. August 2020 20:46 at 20:46

          Ein guter Blindenhund begleitet sein Herrchen auf Schritt und Tritt.

  6. Avatar

    Hesterbär

    7. August 2020 10:35 at 10:35

    Columbo, ich weiß, dass Sie mich als Ihr Herrchen ansehen, mich verehren und mir deshalb auf Schritt und Tritt folgen. Aber auch, wenn Ihre Verehrung mir gegenüber gerechtfertigt ist, muss ich Sie bitten, sich ein anderes Herrchen zu suchen. Da fast alle Kommentatoren auf FMW sich als Ihr Herrchen bestens eignen würden, müsste es Ihnen doch gelingen, ein neues zu finden, welches auch Ihr Herrchen sein möchte und mich endlich in Ruhe zu lassen.

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Gold/Silber

Goldpreis: Wacklige Nummer bei 1.850 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis war am Freitag von 1.863 auf 1.837 Dollar gefallen, konnte sich dann aber Abends wieder erholen. Bis jetzt kann Gold Niveaus um die. 1.850 Dollar halten. Der zehn Tage zurückreichende Chart zeigt, dass es aktuell keine klare Trendrichtung gibt (wir sprachen schon letzte Woche über die schwierige Lage vor allem dank der Biden-Wahl). Der US-Dollar als negative Korrelation zu Gold hatte die ganze letzte Woche eine fallende Tendenz, und wirkt so, als wolle er heute weiter fallen. Aber da gibt es noch andere Faktoren für den Goldpreis. Hier drucken wir zwei ganz aktuelle Analystenkommentare von heute ab.

Verschiedene Faktoren ziehen derzeit am Goldpreis

Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst at Swissquote Bank, meint aktuell zu Gold, dass die Bären einen starken Abwärtsdruck auf den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei der Marke von 1.846 Dollar ausüben, da die Risikobereitschaft trotz aller negativen Stimmungen aufgrund des Virus solide bleibe, und die 10-jährige US-Rendite sich nahe der 1,10 %-Marke halte.

Naeem Aslam, Chief Market Analyst bei Avatrade sagt aktuell über Gold, dass das Edelmetall Metall wieder einmal darum kämpfe im positiven Bereich zu bleiben. Händler würden hoffen, dass Joe Bidens neues Konjunkturpaket grünes Licht von den Gesetzgebern bekomme, und dies könne den Goldpreis stützen. Gold gelte als Absicherung gegen Inflation, und das ist hier das wichtigste Spiel. Mit Sicherheit werde Gold in dieser Woche eine viel höhere Volatilität erleben. Und das Ereignis, das den Goldpreis am meisten beeinflussen dürfte, werde die US-BIP-Zahl (am Donnerstag um 14:30 Uhr) sein.

Man sehe keine große Aufwärtsbewegung für den Goldpreis, da Pfizer sein Problem mit der Lieferung von Coronavirus-Impfstoffen gelöst habe. Dies bedeute, dass man weniger Herausforderungen bei der Erreichung der Hauptziele sehen könnte. Da immer mehr Menschen die Impfung erhalten, werde der Weg zur wirtschaftlichen Erholung laut Naeem Aslam wahrscheinlich sanfter werden, und das sollte die Investoren zu risikoreicheren Anlagen drängen, was für den Goldpreis nicht sehr positiv sei.

Was die technischen Preisniveaus betrifft, so hätten die Warnlampen wieder zu blinken begonnen, da der Goldpreis unter den 50-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen laut Naeem Aslam gebrochen sei. Dies sei die letzte Hoffnung für die Bullen gewesen, da der Goldpreis bereits unter dem 100- und 200-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen handelte. Es sei wahrscheinlich, dass sich der Goldpreis in Richtung der frühen 1.800er-Marke bewegt, wenn der Preis nicht über den 50-Tage-SMA auf dem Tageszeitrahmen steigt.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit zehn Tagen

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Gold/Silber

Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Gold/Silber

Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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