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Gold/Silber

Goldpreis über 1.600 Dollar – aktuell eine doppelte Stärke im Gold!

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren Beispielfoto

Bevor wir dazu kommen, warum Gold derzeit eine echte doppelte Stärke aufweist, nochmal hier die aktuelle Lage. Der Goldpreis ist gestern Nachmittag schnell gestiegen, von 1.590 auf 1.605 Dollar. Heute früh klettert er auf aktuell 1.607 Dollar. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis in US-Dollar seit dem 7. Februar. Ein klarer Anstieg! Und nun, wo der Markt diese wichtige runde Marke von 1.600 Dollar überlaufen hat, springen Spekulanten auf und Kauf-Stop-Orders werden ausgelöst, was den Anstieg möglicherweise verstärken wird? Der Grund für den Preisanstieg im Goldpreis gestern Mittag war eine Umsatzwarnung vorgestern Abend von Apple, wegen dem Coronavirus. Das „schockte“ die Aktienmärkte und löste einen Risk Off Trade Richtung Gold aus. Raus aus Risiko (Aktien), rein ins Gold.

Goldpreis steigt trotz zwei Gründen, die dagegen sprechen

Gestern erkannte man schon eine gute Stärke im Gold. Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, müsste nach Lehrbuch eigentlich fallen, wenn der US-Dollar steigt. Daher hätte der Goldpreis eigentlich seit Tagen fallen müssen, weil der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen wichtige Hauptwährungen) seit Monatsanfang von 97,25 bis heute früh auf 99,30 Indexpunkte geklettert ist. Der US-Dollar zeigt immer mehr Stärke, aber der Goldpreis fällt nicht – er steigt. Das zeigt eine eigenständige Stärke im Gold! Und nun zur zweiten Stärke, die man aktuell im Gold erkennen kann.

Gestern war Gold noch gestiegen, weil gleichzeitig die Aktienmärkte Schwäche zeigten. Der Dow 30 verlor gestern Nachmittag schnell 180 Punkte, hat diesen Verlust bis jetzt aber wieder voll aufgeholt. Auch wenn man danach geht, hätte der Goldpreis eigentlich wieder fallen müssen, wenn die Aktienkurse sich wieder erholen? Nein, der Goldpreis steigt weiter an. Es scheint offenkundig dank Nullzinsen und Coronavirus zu viele Anleger zu geben, die Gold favorisieren, während es gleichzeitig immer noch genug Anleger gibt, die weiterhin die steigenden Aktienkurse nicht „verpassen“ wollen!

Viele spekulieren offensichtlich nun darauf, dass die Notenbanken (vor allem die Fed) die Zinsen bald noch weiter senken müssen aufgrund des Einbruchs in China – und das ist für das unverzinste Gold eine gute Nachricht!

Goldpreis Verlauf seit dem 7. Februar

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Gold/Silber

Goldpreis: Jetzt eine gute Kaufgelegenheit? Achten Sie auf diese Kennzahl

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis ist monatelang und vor allem in den letzten Wochen kräftig angestiegen, von 1.700 Dollar im Juni auf 2.074 Dollar im absoluten Hochpunkt am 7. August. Dann kam der Rückfall. Am 12. August rutschte Gold sogar schnell runter auf 1.862 Dollar. Derzeit hat sich der Goldpreis wieder erholt und notiert bei 1.953 Dollar auf einem scheinbar stabilen Niveau. Frage: Bietet das aktuelle Kursniveau eine gute Kaufgelegenheit?

Goldpreis 120 Dollar unter dem Hoch – Kaufgelegenheit?

Immerhin notiert der Goldpreis jetzt 120 Dollar unter seinem Rekordhoch. Und die Gründe für einen möglichen weiteren Anstieg sind nicht verschwunden. Unendliche Papiergeldvermehrung durch die Notenbanken, Inflationsangst, Coronakrise, Konjunktursorgen, Staatsschulden explodieren usw. Erst vorgestern nannte ein Experte für das Edelmetall ein langfristiges Kursziel von 4.800 Dollar (hier Video-Interview anschauen).

Beim jüngsten Absturz im Goldpreis muss man sich die Gründe anschauen. Natürlich war vor allem eine gehörige Portion Markttechnik im Spiel. Der Markt war überkauft. Und nach so einem kräftigen „Durchatmen“ (Abverkauf) könnte man nun denken, dass ein neuer Anlauf auf noch höhere Kurse als 2.074 Dollar möglich ist. Aber da waren ja auch noch ein steigender US-Dollar und deutlich steigende Renditen für US-Staatsanleihen. Beides drückte zuletzt gegen den Goldpreis.

Entscheidend scheint derzeit zu sein, dass die Rendite für die zehnjährige US-Staatsanleihe noch weiter ansteigt. Je mehr Rendite hier möglich ist, desto weniger attraktiv ist Gold. Seit letztem Freitag bis heute früh ist die Rendite von 0,54 Prozent auf jetzt 0,70 Prozent gestiegen. Das ist eine spürbare Bewegung! Nimmt man die Annahme, dass die überkaufte Lage bei Gold sich bereinigt hat, und dass die US-Rendite nicht weiter ansteigt, dann könnte der Goldpreis womöglich einen neuen Anlauf über die Marke von 2.000 Dollar nehmen. Aber man behalte bitte weiter die US-Rendite und den US-Dollar (Währungskorb US Dollar Index) im Auge, ob die beiden nicht weiter ansteigen. Wichtig: Heute gibt es in den USA ab 14:30 Uhr deutscher Zeit mehrere Konjunkturdaten, die auch für den Goldpreis Bewegung bringen könnten.

Aktueller Analystenkommentar

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote hat erst vor wenigen Minuten einen Kommentar zur aktuellen Lage bei Gold veröffentlicht. Der Goldpreis konsolidiere Gewinne in der Nähe von 1.950 Dollar. Höhere US-Renditen und ein festerer US-Dollar könnten den Appetit kurzfristig einschränken. Doch sollten der steigende Inflationsdruck in den USA und die unsichere Marktstimmung die mittelfristige Goldnachfrage intakt halten und den Goldmarkt stützen. Der positive Trend, der sich seit März aufgebaut habe, dürfte oberhalb von 1.845 Dollar, dem großen 38,2% Retracement aus März-August, anhalten.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Dezember 2019
Goldpreis-Verlauf seit Dezember 2019. Man sieht gut den jüngsten Rückfall. Sind das Kaufkurse?

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Goldpreis und Silber: Nach dem Rücksetzer jetzt kaufen?

Redaktion

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Der Goldpreis fiel zuletzt so stark wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr, konnte sich dann aber wieder erholen, liegt aber gleichwohl noch deutlich unter der 2000er-Marke – und auf der anderen Seite hat auch das zuvor noch stärker abverkaufte Silber den Anstieg über die 26 Dollar-Marke wieder geschafft, was aber ebenfalls noch deutlich unter seinem Höchststand von über 29 Dollar von vor wenigen Sitzungen liegt.

Angesichts der jüngsten geopolitischen Ereignisse, wie Russlands Ankündigung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus, herrscht die Meinung vor, dass die Welt das Schlimmste der Pandemie überstanden hat. Und das wiederum macht es schwieriger, eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sowohl beim Goldpreis als auch bei der Silber zu prognostizieren.

Darüber hinaus erholen sich die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt rasch, und es gibt ein wachsendes Vertrauen in eine Rückkehr zur „Normalität“, wodurch sichere Häfen wie der Goldpreis weniger in den Fokus der Anleger rücken. Die beide Edelmetalle sind also im Spannungsfeld zwischen dem neuen Konjunkturoptimismus und dem latent schwächeren US-Dollar.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, geht von demnächst weiter steigenden Kursen aus und platziert Trades – welche, sehen Sie in diesem Video:

Ist die Korrektur beim Goldpreis und auch bei Silber eine gute Einstiegschance?

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Markus Krall über Nullzinsen und Gold – „Wirecard auf Crack“

Redaktion

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Bekanntlich ist Markus Krall ein Kritiker der Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise – und ein Anhänger von Gold (als Chef des Edelmetall-Händlers Degussa kein Wunder..). Er sieht in der Nullzinspolitik einen verhängnisvollen Fehler, der die Illusion unseres Wohlstand aufrecht erhalten soll.

Aber die Möglichkeiten der Notenbanken schrumpfen zunehmend, so Markus Krall. Sie können seit der Coronakrise etwa den Goldpreis nicht mehr so stark manipulieren wie zuvor – und haben mit ihrer Poltik die Banke in eine schwere Krise gebracht (die derzeit aber durch „Bilanzverschleierung“ noch kaschiert werden – „Wirecard auf Crack“, wie Markus Krall süffisant formuliert). Mit der Abschaffung des Zinses und des Insolvenzrechts seien alle Markt-Signale ausser Kraft gesetzt, sodass wir derzeit schon in einer Planwirtschaft leben würden.

Im Grunde passiere derzeit eine gigantische Insolvenzverschleppung, deren einizge Heilung der Goldstandard sei, so der Bestseller-Autor:

Markus Krall über Nullzinsen und Gold

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