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Devisen

Goldpreis und Schweizer Franken nach dem Aktienabsturz

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Die Aktienkurse sind diese Woche kräftig abgestürzt. Ein sehnlich erwartetes Gewitter nach langen und heißen Tagen an der Börse, so möchte man es bildlich ausdrücken. Und wie reagieren der Goldpreis und der Schweizer Franken? Der Grund für die blinde Aktien-Euphorie der letzten Wochen war die Annahme, dass sich die Volkswirtschaften überall auf dem Globus nun relativ zügig von der Coronakrise erholen würden. Aber seit Mittwoch ist alles anders. Die Fed machte pessimistische Konjunkturaussagen, und die ganze Woche schon mehren sich Nachrichten aus den USA, dass die Corona-Infektionszahlen wieder spürbar zunehmen. Nun kehrt zügig die Angst in die Aktienmärkte zurück.

Goldpreis im Aufwärtstrend

So fiel der Dow 30 seit letztem Freitag bis jetzt um gut 1.300 Punkte, der Dax verlor 800 Punkte. Die Risikobereitschaft sinkt (Risk Off), und so widmet sich der Anleger vermehrt den „Sicheren Häfen“? Im selben Zeitraum, also von letztem Freitag Nachmittag bis jetzt, ist der Goldpreis von 1.680 Dollar auf 1.736 Dollar gestiegen. Während der Aktiencrash gestern volle Pulle lief, profitierte Gold von den Fed-Aussagen und sprang bis auf 1.744 Dollar, zeigte dann aber ein wenig Schwäche. Aber nach wie vor ist der Goldpreis im Aufwärtstrend, wenn man sich den folgenden Chart anschaut, der den Preisverlauf seit dem 3. Juni zeigt. Die Fed erwähnte vorgestern, dass der Leitzins bis 2022 im Keller bleiben wird. Die Notenbanken rund um den Globus drucken immer weiter Geld, und die Aktienmärkte zeigen sich derzeit schwach. Eigentlich ein gutes Umfeld für das Edelmetall. Stehen weitere Kursanstiege an?

Goldpreis Verlauf seit dem 3. Juni

Schweizer Franken kann wieder zulegen

Im Zuge der Aktien-Hausse der letzten Wochen war auch der Schweizer Franken als Sicherer Hafen unattraktiver geworden, und wertete gegen den Euro ab. Im Chart sehen wir den Verlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Februar. Im Zuge der Aktien-Hausse stieg EURCHF ab dem 18. Mai von 1,0510 bis über 1,09 am 5. Juni Für den Franken ist das fast schon eine gigantische Bewegung in so kurzer Zeit. Man darf auch mutmaßen, dass die Schweizer Nationalbanker hier mit gepusht haben, um den Fränkli endlich mal stärker zum Abwerten zu bekommen? Aber bis jetzt ist EURCHF schon wieder zurückgekommen auf aktuell 1,0697. Ein guter Teil der Abwertung des Schweizer Franken ist also bereits wieder verpufft. Wo derzeit nach Sicherheit gesucht wird, gewinnt auch wieder der Franken an Stärke.

Euro vs Schweizer Franken seit Februar

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    13. Juni 2020 09:56 at 09:56

    Die letzten „hausgemachten Krisen“ haben in Europa immer zu extremen Geldspritzen geführt. Beginnend bei der „Welcome Refugees“, forgesetzt mit Fridays For Future und der 1 Billion für das Klima, und jetzt gegen Covid-19. Freunde, da paßt etwas nicht mehr. Denn alle Krisen binnen weniger Jahren oder gar Monaten kamen aus heiterm Himmel und die letzten beiden Krisen führten zu massiven Verwerfungen in der Wirtschaft – aber auch Politik und Gesellschaft.

    Was geschieht mit dem Euro? Ich höre während dem ganzen Chaos kaum nocht laute Stimmen, obwohl Italien defacto seit Jahren Pleite ist. Ist Covid-19 jetzt der Todesstoss für Italien und schließlich auch dem EURO?

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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