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Devisen

Türkische Lira vor neuer Schwäche? Industrie in der Türkei kräftig abgestürzt

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira hat sich die letzten Tage eher ruhig entwickelt. Heute bewegt sie sich praktisch gar nicht, und derzeit muss man 6,82 Lira für 1 US-Dollar aufwenden. Schaut man auf die Entwicklung der letzten 30 Tage, dann verlor US-Dollar vs Türkische Lira von 6,98 ein wenig, bis jetzt auf 6,82. Dies liegt vor allem daran, dass der US-Dollar insgesamt an Stärke verloren hat. Dies kann man gut ablesen im Dollar-Index, einem Währungskorb des Dollar gegen andere wichtige Hauptwährungen wie dem Euro, Pfund, Yen, etc. In den letzten 30 Tagen sank der Dollar-Index von 100,50 auf jetzt 96,69 Indexpunkte. Das ist eine kräftige Abwärtsbewegung (siehe folgender Chart).

Dollar Index im Verlauf der letzten 30 Tage

Türkische Lira vor neuer Schwäche?

Vor allem die eigenständige Schwäche des US-Dollar konnte also die letzten Wochen verhindern, dass es verstärkten Abwertungsdruck für die türkische Lira gab. Zeigen heute veröffentlichte Daten, dass die Industrieproduktion in der Eurozone im April im Jahresvergleich um 28 Prozent gefallen ist, so sind es für die Türkei minus 31,4 Prozent (hier die Details). So meldet es heute ganz frisch die türkische Statistikbehörde. Laut Berichten lagen die Erwartungen nur bei einem Minus von 17 Prozent. Schenken wir uns die 3,4 Prozentpunkte Unterschied zum Absturz in der Eurozone. Man kann sagen, dass die Industrie in Europa und in der Türkei gleich stark einbrechen im Zuge der Coronakrise.

Das Problem ist, dass die türkische Lira wie auch andere Währungen am Devisenmarkt zu den „angreifbaren“ Schwellenländerwährungen gehören. Von daher könnte nach solchen Daten eine neue Welle der Spekulation gegen die Lira einsetzen. Dies kann passieren, muss es aber nicht! Stand jetzt ist die Lage rund um die Lira ruhig. Aber abseits dieser frischen Industriedaten wäre noch mehr Angriffsfläche vorhanden. Denn jüngst war die Inflation in der Türkei wieder gestiegen von 10,94 Prozent im April auf 11,39 Prozent im Mai. Und die türkische Zentralbank senkt ihren Leitzins immer weiter, und weiter, und weiter. Zuletzt am 21. Mai von 8,75 Prozent auf 8,25 Prozent. Dies alles sind Faktoren, die Angriffsfläche gegen die Lira bieten. Aktuell kommt noch hinzu, dass man im US-Dollar seit zwei Tagen eine kleine Trendwende erkennen kann. Sie könnte auch ein Problem für die Lira werden. Im Chart sieht man den Verlauf von Dollar vs Lira in den letzten 12 Monaten.

US-Dollar gegen die türkische Lira seit Sommer 2019

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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