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Märkte

Greenspan: Überall Blasen – nur bei uns nicht!

Markus Fugmann

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Alan Greenspan ist der Meister aller Blasen. Die Größte hat er durch seine Nullzinspolitik selbst erzeugt – und ihr Platzen dann nicht kommen sehen.

Mit Greenspan begann eine neue Ära der Deregulierung der Finanzmärkte und damit das Zeitalter der unbegrenzten Verbreifungen in CDOs etc. Es gibt nur wenig echte Konstanten in seiner Auffassung von Wirtschaft – immer wieder wechselte er seine Meinung, aber vermutlich weniger aus Überzeugung, sondern weil es in der jeweiligen Situation politisch opportun erschien (siehe dazu das präzise Buch von Ravi Batra: Greenspans Betrug). Mit den von ihm maßgeblich initiierten Steuergeschenken für die Oberschicht sorgte er dafür, dass sich die Vermögensverhältnisse in den USA immer mehr zugunsten der Superreichen verschoben. Letztlich ist eine der wenigen wirklichen Überzeugungen Greenspans eine Art sozialdarwinistisches Recht des Stärkeren auch in der Wirtschaft.

Heute hat sich der Maestro wieder einmal geäußert – und wie immer ist es hochinteressant, welche Erkenntnisse der einstige Star der Finanzmärkte uns mitzuteilen hat. So sieht er in China „offensichtlich“ Blasen entstehen – eine wegweisende Erkenntnis. Aber China steht nicht alleine da: auch die Bitcoins seien eine Blase – eine inzwischen geplatzte Blase könnte man hinzufügen, nachdem der Kurs heute wieder drastisch unter 200 Dollar gefallen ist.

Immerhin: für die US-Anleihemärkte prognostiziert er signifikante Renditeanstiege – und damit indirekt ein Ende der ultralockeren Geldpolitik. Gleichzeitig aber vermag er bei den US-Aktienmärkten keine Blase zu erkennen – die Blasen sind eben immer bei den anderen.

Besonders erstaunlich aber ist seine Aussage, dass die zunehmende Einkommensschere in den USA gefährlich sei und dem politischen System der USA schaden könne. Seltsam nur, dass er selbst maßgeblich zu dieser Einkommensschere beigetragen hat, die er jetzt als „gefährlich“ einstuft. Hat der Maestro jetzt auch seine letzte Grundüberzeugung über Bord geworfen? Das wäre eine späte Erkenntnis – aber wer über 80 Jahre alt ist, hat natürlich das Recht, seine Meinung zu ändern..

 

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Finanznews

Dax: Herber Abverkauf – aber Rettung naht! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax heute mit dem stärksten Abverkauf seit März, aber auch die Wall Street heute stark unter Druck: Zur völligen Überraschung der Aktienmärkte kommt nun die zweite Corona-Welle in Europa, zunehmend aber auch in den USA mit voller Wucht und vor allem neuen Lockdown-Maßnahmen. Mit eben diesen neuen Maßnahmen aber steigt der Druck auf die Notenbanken (morgen EZB-Sitzung) zur Rettung. Und je tiefer die Aktienmärkte fallen, desto größer wird der Handlungsdruck. Dennoch: der Dax ist auch im europäischen Vergleich besonders schwach und hat nun 12% von seinem Hoch von vor zwei Wochen verloren – ist also nun offiziell in einer Korrektur. Retten morgen die Zahlen der US-Tech-Giganten?

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Indizes

Rüdiger Born: Dax und S&P 500 im Absturz – Chance auf einen Dreh?

Rüdiger Born

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Die Aktienindizes fallen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Ob es nun eine Kaufchance zum Beispiel im Dax gibt, dieser Frage will ich nachgehen. Im S&P 500 schaue ich mir an, ob eine Zwischenrally möglich ist.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,3 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,3 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,2 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,9 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +4,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,2 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +6 Cents auf 37,34 Dollar. Dazu muss man aber sagen, dass der Ölpreis im Verlauf des heutigen Tage bereits deutlich gefallen war.


source: tradingeconomics.com

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