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„Helikoptergeld“ gibt es tatsächlich, wortwörtlich (VIDEO)

„Helikoptergeld“ wird auch als Freibier für alle bezeichnet. Es gibt schon seit geraumer Zeit Ökonomen und namhafte Notenbanker, die davon reden einfach so frisch gedrucktes Zentralbankgeld an alle Bürger zu verteilen. Das sei nämlich ein viel direkterer und schnellerer Stimulus für eine schwächelnde Volkswirtschaft als das Aufkaufen von Staatsanleihen, was als indirekter Effekt nur begrenzt wirkt, und dann auch nur über zwei, drei Zwischenstationen.

Ein Problem gäbe es beim Helikoptergeld. Wirft man es wortwortlich gesagt vom Helikopter aus auf die Menschen ab, die es dann verkonsumieren oder unter das Bettkissen legen – wie könnten Staat und Zentralbank dann so eine Maßnahme wieder zurückbauen? Beim Anleihekaufprogramm der EZB zum Beispiel laufen Anleihen irgendwann aus, das Geld fließt zurück an die EZB, und die reduziert dann einfach ihre Bilanzsumme. So kann die Geldmenge wieder unter kontrollierten Bedingungen reduziert werden.

Beim Helikoptergeld wäre so etwas nicht möglich. Aber jetzt kommen wir endlich mal zum aktuellen Event. Der gute Brett Lashbrook, Präsident des Fußballvereins „Las Vegas Lights“, war wohl nicht sonderlich glücklich darüber, das so wenige Zuschauer die Spiele seines Vereins besuchen. Daher musste eine gute PR-Aktion her. So hat er am letzten Wochenende wortwörtlich vom Helikopter aus 5000 US-Dollar in größtenteils kleinen Scheinen über dem Spielfeld abgeworfen. Fans konnten das Geld auf dem Spielfeld einsammeln. Die Leute würden über so eine Aktion reden, dass man bei dem Verein außerhalb des Spiels „ganz schön verrückt“ sei, so Lashbrook. Er sei stolz darauf. Das nennt man mal „Fannähe“.

Beispielbild eines Helikopters - Helikoptergeld
Beispielbild eines Helikopters. Foto: fir0002 | flagstaffotos.com.au Canon 20D + Canon 400mm f/5.6 L (GFDL 1.2)



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