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„Ich bin Facebook“

Brauchen wir Facebook? Nein - wir werden selbst Facebook!

Hinweis der Redaktion: Folgender – wie wir finden – genialer Kommentar zum Thema Facebook stammt von @Leftutti, der dankenswerterweise einer Veröffentlichung als eigenem Artikel zugestimmt hat. Damit entreißen wir diese „Perle“ dem Nirwana der Kommentarfunktion – vorausgegangen war eine Diskussion über Sinn oder Unsinn des sozialen Mediums Facebook. @Leftutti antwortete hiermit auf einen Kommentar von @Columbo:

@Columbo, Sie haben natürlich Recht! Facebook ist unabdingbar für diese Wel!

Ich bin zwar, wie Sie, auch kein Facebook-Teilnehmer (aus nachvollziehbaren paranoiden Gründen), wollte aber auch dabei sein. Also mache ich in der wirklichen Welt auf Facebooker:

Ich gehe jeden Tag auf die Straße und erkläre allen Passanten, was ich gegessen habe, wie ich mich fühle, wie es um meine Verdauung steht. Was ich am gestrigen Abend alles getan habe, was ich aktuell gerade mache, was ich für morgen plane.

Ich zeige ihnen ein Foto von meine Freundinnen, von meinem alterndem Meerschweinchen, dessen Hautirritationen und davon, wie ich gerade mein Fahrrad repariere. Wie ich als Kleinkind ausgesehen habe, wie ich vor 35 Jahren stolz meine Sporturkunde im Gymnasium präsentieren durfte.

Ich höre den Gesprächen Anderer zu und mische mich rechtzeitig ein, indem ich rufe: „Es gefällt mir“.

Und siehe da, es funktioniert: Ich habe schon fünf Personen, die mir folgen:

Zwei Polizisten, ein Psychiater, ein Psychologe und ein Pfleger.


Foto: LPS.1, CC0



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8 Kommentare

  1. Ja geil !!!

    Ich hab mein Account vor 2 Wochen gelöscht,jedoch sagte ein freund: Das bringt dir jetzt auch nix mehr. Marc Zuckerberg hat alles von dir, für immer…

    1. „Marc Zuckerberg hat alles“, ja, aber den interessiert das nicht. Andere hingegen könnte schon interessieren, was du auf dem „Gesichtsbuch“ von dir gegeben hast. Angenommen dein Land hat morgen eine Diktatur a la Türkei. Morgens um fünf stehen sie vor deiner Tür und nehmen dich mit und übermorgen findest du dich in einem Arbeitslager oder Schlimmerem wieder. „Was hab ich getan?“ wirst du fragen und sie zeigen dir deine sämtlichen Kommentare aus Facebook, WhatsApp, Twitter usw. und da hattest du deinem Ärger Luft gemacht und es richtig rausgelassen gegen diese und jene und das System und, und, und……Klar, du wirst jetzt sagen, das ist die reine Paranoia, Columbo braucht einen Psychiater und du hast Recht…..hoffentlich.

      1. nee, würde ich jetzt nicht sagen…

        Hab ich bei FB auch kein Problem, bei Whats App schon :-)

        1. @berti, wo ist da der Unterschied zugunsten FB? WhatsApp garantiert zumindest eine normalerweise sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Facebook kennt so etwas von Haus aus gar nicht. Zudem erfordert Facebook von einem Benutzer schon viel Geduld und Kenntnis, um überhaupt einen Account zu löschen, endgültig und unwiderruflich. Eine Garantie dafür, dass die Löschung funktioniert hat, gibt es nicht im Geringsten.

  2. Super ?! Wie oder wo kann ich ihm folgen.

  3. @ Leftutti: Klasse Kommentar!
    @ Fugmann: Danke für die Veröffentlichung! Ich finde es eine sehr gute Idee, besondere Kommentare zu veröffentlichen. Das wertet diesen Schattenbereich wirklich auf und honoriert entsprechende Highlights!
    FMW rules!

    LG
    bassmaker

  4. Geiler Kommentar und Dank an FMW.
    Ihr habt wieder mal ein glückliches Händchen bewiesen.

  5. Es freut mich, dass einige Menschen diesen Kommentar „liken“, „sharen“, „taggen“ und ihn sogar als genial, klasse, geil und super einstufen.
    Aber das ist doch nur die Übersetzung einer vollkommen pubertär-kindischen Entwicklung ins tatsächliche Leben…
    Eigentlich wollte ich meiner Tochter nur bei den englischen Hausaufgaben helfen, ihr Sprache und Werte vermitteln und die Sinnhaftigkeit von sozialen Medien in Relation zum echten Leben bildlich darstellen.
    Dabei haben wir gemeinsam diese Übersetzung „erarbeitet“ und im Verlauf gemeinsam festgestellt, wie „elementar wichtig“ Facebook für uns alle ist.

    Ich freue mich schon, wenn meine Tochter irgendwann begreift, warum Facebook eines der „wertvollsten“ Unternehmen der Welt ist, denn vielleicht kann sie mir dann den utopischen Börsenwert erklären, den ich nicht im Ansatz verstehe.

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