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„Ich bin Facebook“

Brauchen wir Facebook? Nein – wir werden selbst Facebook!

Redaktion

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am

Hinweis der Redaktion: Folgender – wie wir finden – genialer Kommentar zum Thema Facebook stammt von @Leftutti, der dankenswerterweise einer Veröffentlichung als eigenem Artikel zugestimmt hat. Damit entreißen wir diese „Perle“ dem Nirwana der Kommentarfunktion – vorausgegangen war eine Diskussion über Sinn oder Unsinn des sozialen Mediums Facebook. @Leftutti antwortete hiermit auf einen Kommentar von @Columbo:

@Columbo, Sie haben natürlich Recht! Facebook ist unabdingbar für diese Wel!

Ich bin zwar, wie Sie, auch kein Facebook-Teilnehmer (aus nachvollziehbaren paranoiden Gründen), wollte aber auch dabei sein. Also mache ich in der wirklichen Welt auf Facebooker:

Ich gehe jeden Tag auf die Straße und erkläre allen Passanten, was ich gegessen habe, wie ich mich fühle, wie es um meine Verdauung steht. Was ich am gestrigen Abend alles getan habe, was ich aktuell gerade mache, was ich für morgen plane.

Ich zeige ihnen ein Foto von meine Freundinnen, von meinem alterndem Meerschweinchen, dessen Hautirritationen und davon, wie ich gerade mein Fahrrad repariere. Wie ich als Kleinkind ausgesehen habe, wie ich vor 35 Jahren stolz meine Sporturkunde im Gymnasium präsentieren durfte.

Ich höre den Gesprächen Anderer zu und mische mich rechtzeitig ein, indem ich rufe: „Es gefällt mir“.

Und siehe da, es funktioniert: Ich habe schon fünf Personen, die mir folgen:

Zwei Polizisten, ein Psychiater, ein Psychologe und ein Pfleger.


Foto: LPS.1, CC0

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    berti

    31. Juli 2017 11:06 at 11:06

    Ja geil !!!

    Ich hab mein Account vor 2 Wochen gelöscht,jedoch sagte ein freund: Das bringt dir jetzt auch nix mehr. Marc Zuckerberg hat alles von dir, für immer…

    • Avatar

      Columbo

      31. Juli 2017 12:50 at 12:50

      „Marc Zuckerberg hat alles“, ja, aber den interessiert das nicht. Andere hingegen könnte schon interessieren, was du auf dem „Gesichtsbuch“ von dir gegeben hast. Angenommen dein Land hat morgen eine Diktatur a la Türkei. Morgens um fünf stehen sie vor deiner Tür und nehmen dich mit und übermorgen findest du dich in einem Arbeitslager oder Schlimmerem wieder. „Was hab ich getan?“ wirst du fragen und sie zeigen dir deine sämtlichen Kommentare aus Facebook, WhatsApp, Twitter usw. und da hattest du deinem Ärger Luft gemacht und es richtig rausgelassen gegen diese und jene und das System und, und, und……Klar, du wirst jetzt sagen, das ist die reine Paranoia, Columbo braucht einen Psychiater und du hast Recht…..hoffentlich.

      • Avatar

        berti

        31. Juli 2017 12:58 at 12:58

        nee, würde ich jetzt nicht sagen…

        Hab ich bei FB auch kein Problem, bei Whats App schon :-)

        • Avatar

          Michael

          31. Juli 2017 20:38 at 20:38

          @berti, wo ist da der Unterschied zugunsten FB? WhatsApp garantiert zumindest eine normalerweise sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Facebook kennt so etwas von Haus aus gar nicht. Zudem erfordert Facebook von einem Benutzer schon viel Geduld und Kenntnis, um überhaupt einen Account zu löschen, endgültig und unwiderruflich. Eine Garantie dafür, dass die Löschung funktioniert hat, gibt es nicht im Geringsten.

  2. Avatar

    Trigo

    31. Juli 2017 11:44 at 11:44

    Super ?! Wie oder wo kann ich ihm folgen.

  3. Avatar

    bassmaker

    31. Juli 2017 12:52 at 12:52

    @ Leftutti: Klasse Kommentar!
    @ Fugmann: Danke für die Veröffentlichung! Ich finde es eine sehr gute Idee, besondere Kommentare zu veröffentlichen. Das wertet diesen Schattenbereich wirklich auf und honoriert entsprechende Highlights!
    FMW rules!

    LG
    bassmaker

  4. Avatar

    Gixxer

    31. Juli 2017 16:19 at 16:19

    Geiler Kommentar und Dank an FMW.
    Ihr habt wieder mal ein glückliches Händchen bewiesen.

  5. Avatar

    Leftutti

    1. August 2017 01:32 at 01:32

    Es freut mich, dass einige Menschen diesen Kommentar „liken“, „sharen“, „taggen“ und ihn sogar als genial, klasse, geil und super einstufen.
    Aber das ist doch nur die Übersetzung einer vollkommen pubertär-kindischen Entwicklung ins tatsächliche Leben…
    Eigentlich wollte ich meiner Tochter nur bei den englischen Hausaufgaben helfen, ihr Sprache und Werte vermitteln und die Sinnhaftigkeit von sozialen Medien in Relation zum echten Leben bildlich darstellen.
    Dabei haben wir gemeinsam diese Übersetzung „erarbeitet“ und im Verlauf gemeinsam festgestellt, wie „elementar wichtig“ Facebook für uns alle ist.

    Ich freue mich schon, wenn meine Tochter irgendwann begreift, warum Facebook eines der „wertvollsten“ Unternehmen der Welt ist, denn vielleicht kann sie mir dann den utopischen Börsenwert erklären, den ich nicht im Ansatz verstehe.

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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am

Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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