Immobilien

Zinswende wirkt sich immer deutlicher auf Immobilien aus Immobilienpreise fallen – frische Daten zur Wende am Immobilienmarkt

Der Europace-Hauspreisindex zeigt die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland. Jüngst fallen sie weiter.

Haus mit Münzen und Bauplan

Die Immobilienpreise in Deutschland haben schon seit Wochen ihren Abwärtstrend angetreten nach einer beispiellosen Rally, die seit Ende der Finanzkrise 2008 eingesetzt hatte, befeuert durch die de facto abgeschafften Zinsen bei der EZB. Aber nicht nur hierzulande, auch weltweit sorgen steigende Zinsen für fallende Preise am Immobilienmarkt, und es droht ein global „synchronisierter Abschwung“ bei Immobilien.

Heute nun hat der Anbieter Europace seinen Hauspreisindex August veröffentlicht, der eine guten Einblick in die Entwicklung der deutschen Immobilienpreise bietet. Der Index basiert laut Europace auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungs-Transaktionsdaten des Europace Finanzierungsmarktplatzes. Über diesen Anbieter werden laut seinen Angaben mit mehr als 70 Milliarden Euro jährlich über 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland abgewickelt.

Immobilienpreise fallen in zwei von drei Segmenten

Die Grafik zeigt den Europace Hauspreisindex von 2017 bis August 2022. Man erkennt den seit einigen Monaten eingesetzten Abschwung am Immobilienmarkt. Laut Europace zeigt der Hauspreisindex für August sinkende Immobilienpreise in den Segmenten Eigentumswohnungen und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Neubaupreise gehen indes wieder leicht bergauf. Der Gesamtindex nahm um -0,25 Prozent im Vergleich zum Vormonat ab auf 222,97 Indexpunkte (Höhepunkt diesen Sommer bei 225, vor genau 10 Jahren bei 107 Punkten). Im Vorjahreszeitraum stiegen die Preise noch um 7,97 Prozent.

Die Immobilienpreise sind aber nicht alle gefallen. Blicken wir auf die aktuellen Details. Die Preise für Eigentumswohnungen fallen im August um -0,60 Prozent auf 227,27 Indexpunkte am stärksten. Im Vorjahresvergleich lag das Preiswachstum noch bei 6,51 Prozent. Der Europace Hauspreisindex liegt für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser in diesem Monat bei 214,37 Punkten. Das Segment verzeichnet eine Abnahme von -0,58 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Bestandshäuser um 6,35 Prozent. Für neue Ein- und Zweifamilienhäuser ist im August bereits wieder ein leichter Preisanstieg von 0,44 Prozent ersichtlich. Damit wächst der Index auch auf 227,27 Indexpunkte. Innerhalb der letzten 12 Monate stiegen die Kosten in diesem Segment um 11,07 Prozent.

Europace sagt dazu: „Die Preise für Eigentumswohnungen und Bestandsimmobilien fallen auch im August. Währenddessen stagnieren die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit dieser Entwicklung, von einerseits sinkenden Immobilienpreisen in zwei Segmenten und andererseits steigenden Zinsen, sehen wir zudem, dass wieder mehr Verkäufe gegenüber Juli 2022 abgeschlossen wurden. Die Lage bleibt aber weiterhin volatil”.

Entwicklung der deutschen Immobilienpreise im Europace-Hauspreisindex



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2 Kommentare

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