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In den USA entsteht ein neuer Rüstungsgigant, steigende Kurse

Claudio Kummerfeld

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In den USA entsteht ein neuer Rüstungs- und Luftfahrt-Gigant. Nach der Nummer 1 Boeing entsteht nun das Unternehmen namens „Raytheon Technologies“. Es entsteht aus der Fusion von Raytheon und United Technologies, welche gestern bekanntgegeben wurde. Luftfahrt-Komponenten, Antriebe, Raketen uvm sind im Portfolio zu finden. Der gemeinsame Jahresumsatz soll bei 74 Milliarden Dollar liegen.

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Die Aktionäre von United Technologies erhalten 57% Anteil am neuen Unternehmen, und die von Raytheon 43%. Der kombinierte Börsenwert beider Unternehmen beträgt 166 Milliarden Dollar. Mutmaßlich (vermutlich) entsteht hier eine Renditemaschine für langfristig orientierte Dividendenanleger. United Technologies hat angekündigt nicht so rentable Randbereiche des Unternehmens (Aufzüge etc) noch zügig abspalten zu wollen. Die Aktie von United Technologies notiert aktuell vorbörslich mit +3,2%. Die Aktie von Raytheon notiert mit +6% in der Vorbörse.

Hier die Aussagen der beiden Chefs im Wortlaut:

“Today is an exciting and transformational day for our companies, and one that brings with it tremendous opportunity for our future success. Raytheon Technologies will continue a legacy of innovation with an expanded aerospace and defense portfolio supported by the world’s most dedicated workforce,” said Tom Kennedy, Raytheon Chairman and CEO. “With our enhanced capabilities, we will deliver value to our customers by anticipating and addressing their most complex challenges, while delivering significant value to shareowners.”

“The combination of United Technologies and Raytheon will define the future of aerospace and defense,” said Greg Hayes, United Technologies Chairman and CEO. “Our two companies have iconic brands that share a long history of innovation, customer focus and proven execution. By joining forces, we will have unsurpassed technology and expanded R&D capabilities that will allow us to invest through business cycles and address our customers’ highest priorities. Merging our portfolios will also deliver cost and revenue synergies that will create long-term value for our customers and shareowners.”

Raytheon Tomahawk
Die Raytheon Tomahawk-Rakete. Foto: United States Navy

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Rolf Karl

    12. Juni 2019 12:04 at 12:04

    Dann fehlt ja nur noch ein passender Krieg !!)

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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