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Inflation in Eurozone niedriger als in Japan

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Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern: seit den 90er-Jahren hat Japan mit der Deflation zu kämpfen, nachdem vor allem die geplatzte Immobilienblase in Nippon die Preise in die Tiefe riss. Seit Oktober letzten Jahres aber liegt die Inflationsrate in der Eurozone unter der Japans.

Das ist einerseits natürlich den steigenden Inflationsraten in Japan geschuldet, die durch die ultralaxe Geldpolitik der Regierung Abe nach oben schossen. Gleichwohl sind die Resultate der neuen Geldpolitik dürftig: das Handelsbilanzdefizit erreicht durch die aufgrund des schwachen Yen teureren Importe neue Allzeithochs, aber die harten Konjunkturdaten verbessern sich nicht: so fiel heute Nacht der japanische Einkaufsmanagerindex sogar unter die 50er-Marke.

Auch die Löhne steigen in Japan nicht – und das ist ein erhebliches Problem. Steigende Löhne sind der zentrale Erfolgsfaktor für Abes (und seinen Schoßhund Kuroda von der Bank of Japan) Deflationsbekämpfung. Eine Inflation, die lediglich durch teurere Importe entsteht, ist gefährlich und nutzlos.

Während also Japan versucht, die Deflation zu bekämpfen und dabei bestenfalls Teilerfolge erreicht hat, sucht die EZB nach einem Weg – und findet keinen. Rhetorik allein wird mittelfristig nicht ausreichen, dass zeigen die Devisenmärkte den Notenbankern täglich.

Heute dann der nächste Rückschlag: die Verbraucherpreise in der Eurozone lagen (wieder einmal) unter der Erwartung mit +0,7% (Prognose +0,8%, jeweils zum Vorjahresmonat). Der Druck auf die EZB wird jetzt immer größer – aber wer die Notenbanker in den letzten Wochen und Monaten beobachtet hat, zweifelt daran, dass in nächster Zeit geldpolitische Maßnahmen (negative Einlagezinsen, Einengung Zinskorridor, Leitzinssenkung, QE) wirklich bevor stehen. Die Märkte jedenfalls legen das (wohl nicht zu Unrecht) als Schwäche aus und werden versuchen, die Notenbank bis an die Schmerzgrenze zu provozieren..

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Rüdiger Born: Ermüdeter Dax, Euro nach Höhenflug

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Kommt der Dax weiter nach oben? Es gibt erste Ermüdungserscheinungen. Beim S&P 500 und Nasdaq könnte ein Rückfall anstehen. Für den Dow möchte ich eine sehr wichtige Marke ansprechen. Euro vs USD ist wahnsinnig gelaufen, und jetzt kommt er gerade etwas zurück. Mehr zu aktuellen Lage im folgenden Video. Euro vs Schweizer Franken ist aktuell mein Trade des Tages. Abonnieren Sie den völlig kostenfreien Service gerne an dieser Stelle.

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EUR/USD: Boden für große Aufwärtsbewegung

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Mensch Euro, besser geht’s fast nicht mehr: Die vergangene Handelswoche konnte bedingt durch das Ansteigen des EUR/USD bis zur 1.62-Linie bei 1.1177 $ meine Analyse aus der letzen Ausgabe nahezu punktgenau nachzeichnen. Abgesehen davon, daß die kleine von mir ins Kalkül gezogene Korrektur ausgeblieben ist, konnte die europäische Gemeinschaftswährung eine äußerst dynamische Performance an den Tag legen. Ob dieser Schritt geeignet ist, eine grundlegende Trendwende zu begründen, bleibt zunächst noch offen. Die Ansätze sehen gut aus und geben daher Grund zur Hoffnung. Der Langzeitchart untermauert diese Sicht zusätzlich.

Ausblick:

Der jüngste dynamische Anstieg von EUR/USD hat die Ausbildung der ersten Unterwelle (1) der fünfteiligen Impulswelle (1-2-3-4-5) zur Aufgabe. Ganz leicht negativ wirkt sich dabei der noch nicht erfolgte Sprung über das 1.62 Retracement bei 1.1177 $ aus. Ein 1.62 Retracement verfügt in aller Regel über gebührenden Einfluß auf die Entwicklung und kann schon mal für eine Trendwende verantwortlich sein. Ganz so dramatisch sehe ich die Sachlage momentan nicht. Im Chart habe ich daher den Abverkauf bis zur 0.50-Linie bei 1.1026 $ als durchaus realistisches Ziel dargestellt.

EUR/USD bildet derzeit wahrscheinlich einen Boden aus

Dennoch kann im Zuge der Ausbildung von Welle (2) das Währungspaar wieder bis auf das Niveau des 0.76 Retracements (aktuell 1.0948 $) korrigieren. Der Bruch dieser signifikanten Unterstützung sollte tunlichst vermieden werde. Gesetzt den Fall, würde sich die große Korrektur weiter in Szene setzen und den Euro im weiteren Verlauf bis zur Parität führen. Sollte der Euro an den nächsten Tagen das 1.62 Retracement (1.1177 $) nachhaltig überschreiten, wird diese Gefahr eindrucksvoll gebannt. Zudem kann dieser Schritt als erneutes Kaufsignal angesehen werden.

 

Fazit EUR/USD:

EUR/USD ist dabei, den Boden für eine größere Aufwärtsbewegung zu legen. Ein erneutes Kaufsignal, mit Fantasie bis 1.13 $, wird durch einen Schlußkurs oberhalb des 1.62 Retracements (1.1177 $) gebildet. Die Absicherung sollten Sie auf dem 0.62 Retracement 1.0977 $ vornehmen.

 

EUR/USD bildet derzeit einen Boden aus

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Brexit – kippt Johnson den Deal?

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Nimmt das Brexit-Drama eine unvorhergesehene Wende? Laut von Insidern kolportierten Aussagen aus der Regierung dürfte die Johnson-Regierung überlegen, ihren mit der EU verhandelten Brexit-Deal aufzugeben, wenn das britische Parlament weitere Zusätze (Amendments) beschließen sollte, die den Charakter des Abkommens verändern würden. Das könnte dann im worst case bedeuten, dass Johnson Großbritannien aus der EU ohne Deal führt, also einen harten Brexit vollzieht!


By UK Prime Minister – https://twitter.com/10DowningStreet/status/1164551227532877827, OGL 3, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81556464

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