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Märkte und der Pawlowsche Reflex Inflation, Fed, Aktien-Abverkauf: Chronik einer Katastrophe! Marktgeflüster (Video)

Heute an der Wall Street eine leichte Errholung – aber damit ist der heftige Aktien-Abverkauf nach den höheren Daten zur Inflation in den USA von gestern noch lange nicht wettgemacht: viele erwarten sogar eine 100 Basispunkte-Anhebung der Zinsen nächste Woche durch die Fed. Aber wir sind wohl jetzt am „peak hawkishness“: die Fed wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht um 100 Basispunkte anheben. Dass die Märkte gestern so falsch lagen und dann ein geradezu biblischer Abverkauf fast alle Aktien in die Tiefe zog, liegt an der Konditionierung der Märkte in den letzten Jahren durch die Fed („dein Freund und Helfer“), die deshalb davon ausgingen, dass die US-Notenbank bald umsteuern würde, wenn die Daten zur Inflation nur etwas zurück gehen. Das Volumen der Call-Optionen lag gestern auf Allzeithoch – und dann kam der Weg des größten Schmerzes..

Hinweise aus Video:

1. China – gefälschte Daten: Indien ist das bevölkerungsreichste Land

2. Fed: Treibt die Inflation die US-Notenbank in einen Policy Error?

3. Putin drängt Schulen zum Patriotismus-Unterricht zu Krieg in Ukraine



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24 Kommentare

  1. Das Problem ist doch nicht die FED, sondern die irren Marketmaker und die Herde die hintendrein läuft.
    Ansonsten könnten die Aktienmärkte ja die Inflation und die Zinsen, also die FED, einfach ignorieren, bräuchten also keinen „Freund und Helfer“, sondern wären einfach autark. Dann würde aber das Börsenspiel nicht mehr funktionieren, wenn die Marketmaker nicht mehr auf „Fundamentals“ reagieren würden, denn das Hauptinteresse sind momentan möglichst günstige Einstiegskurse für Grossinvestoren und eine gigantische Umverteilung von Klein zu Gross.

    Dass kaum mehr jemand verkauft ist nicht erstaunlich bei den niedrigen Kursen. Ist ja bei den Kryptos auch so. Und da ist es dann auch „egal“ wenn es nochmals 50% einbricht – von diesen tiefen Levels – es lohnt sich einfach nicht mehr zu verkaufen, v.a. wenn man nicht weiss ob man wieder zum selben Preis oder gar günstiger wieder reinkommt. Man könnte ja auch direkt am Boden verkaufen.
    Da sichert man sich besser noch gelegentlich zur Not mit Shorts ab, wenn man es nicht erleiden kann es komplett auszusitzen.

  2. Wieder ein tolles Marktgeflüster 💪
    Wenn Schina nun zwei Atomkraftwerke baut, muss man natürlich Deutschland in Frage stellen.
    Wenn in einem Fußballstadion 50 Idioten Raketen in den generischen Fanblock abschießen, muss man den ganzen Fußball und all seine Fankultur in Frage stellen.
    Wenn irgendwo irgendwelche Idioten was auch immer veranstalten, muss man sich daran orientieren.
    Wenn die Idioten zu viele werden, muss man seine Ideen aufgeben.
    Man muss ja schließlich konkurrenzfähig bleiben im Wettkampf, wer der größte Idiot sein darf.
    Tolle Logik, nur leider etwas kurz und zu neoliberal gedacht. Auch wenn ein kurz erwähnter österreichischer Wirtschaftsprofessor alle Thesen unterstützt. Die müssen es ja schließlich wissen, die Österreicher und ihre ökonomischen Schullehrer.

    1. Selbst Japan steigt mit 17 AKWs ein – das Land, weswegen wir ausgestiegen sind. Alle anderen machen es anders als wir – ich finde schon, dass man dann „Deutschland in Frage stellen“ sollte. Das ist die Frage., die sich jeder Geisterfahrer stellen sollte: bin ich der Geiserfahrer oder die tausend anderen?!

      1. Ich denke schon das man aus AKW’s grds. aussteigen kann, aber nur dann, wenn man die erneuerbaren Energien zur 1A Prio macht und mit allen Mitteln diese Technologie (mit all seinen Begleiterscheinungen TRassen, Windräder, Speichermedien) fördert und auch fordert…wenn das nicht gemacht wird, dann kann auch der AKW Betrieb nicht eingestellt werden…

        1. @ Ranzentier

          Natürlich können und sollten wir unsere Energieversorgung langfristig soweit wie möglich auf erneuerbare Energien umstellen.

          Aber das ist realistisch betrachtet keine Hilfe in diesem oder nächstem Jahr sondern ehr eine Sache von ein bis zwei Jahrzehnten.

          Eine 100 Prozentige zuverlässige Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen ist aber aktuell ehr ein Vision statt eine Realität.

          Wenn bis dahin die Preise für Energie im internationalen Wettbewerb zu hoch sein sollten oder das Vertrauen in eine zuverlässige Energieversorgung schwinden, werden viele Unternehmen Deutschland verlassen.

          Visionen werden nicht reichen um unseren Wohlstand zu sichern. Mal schauen wer bereit sein wird auch mal zu verzichten.

      2. Lieber Herr Fugmann,

        Thema Geisterfahrer – alle anderen machen es anders:

        14 der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) betreiben derzeit keine Kernkraftwerke. In nur zwei Mitgliedstaaten sind Kernkraftwerke aktuell tatsächlich in Bau (Mochovce in der Slowakei, Flamanville in Frankreich). Von den 13 Mitgliedstaaten, die derzeit Kernkraftwerke betreiben, haben drei konkrete Ausstiegspläne.

        Fast die Hälfte aller in Betrieb befindlichen Reaktoren (47%) weltweit stehen in lediglich drei Ländern. Die Top 5 belegen fast zwei Drittel (63%). Insgesamt betreiben 33 von rund 200 Ländern weltweit Kernkraftwerke.

        Die Anzahl aktiver Kernreaktoren weltweit hat sich seit 30 Jahren praktisch nicht erhöht und ist seit 20 Jahren sogar leicht rückläufig.
        Ihren Höhepunkt erreichte die Atomkraft schon 1996 mit einem Anteil von 17,5% an der weltweiten Stromproduktion. Seitdem sinkt er kontinuierlich, derzeit sind es noch 10%. Der Bau neuer Kernreaktoren ist sogar schon seit Ende der 1970er Jahre rückläufig.

        1. Glückwunsch.

          Sie haben festgestellt, dass sich die Atomindustrie im Umbruch bzw. Aufbruch befindet.

          https://www.grs.de/de/aktuelles/kernenergie-weltweit-2022

          „Der Bau neuer Kernreaktoren ist sogar schon seit Ende der 1970er Jahre rückläufig.“

          Es muss heißen: „war seit Ende…“

          Sie können aber gerne weiterhin in der Vergangenheit schwelgen.

          1. Glückwunsch ebenfalls, Sie haben mich verwirrt.

            „War seit Ende“ ist doch Vergangenheit (Perfekt), „ist seit Ende“ hingegen Präsens. Somit schwelgen doch Sie in der Vergangenheit, nicht wahr?
            Ich hingegen drücke dadurch aus, dass die jährliche Neu- und Zubaurate seit Ende der 70er bis heute rückläufig ist.

            1976 wurde der Bau von 44 neuen Anlagen begonnen, 2021 waren es 7, 2022 sind es 5.
            Betrachtet man die Anzahl der Reaktoren, die als im Bau in der Statistik stehen, lag das Maximum im Jahr 1979 mit 234 Anlagen. Davon gingen 186 ans Netz, die anderen wurden aufgegeben. 2021 wurden insgesamt sechs neue Reaktorblöcke ans Netz angeschlossen. Demgegenüber stehen zehn stillgelegte Einheiten.

            Zahlen aus Ihrem Artikel gefällig?
            „52 Blöcke werden aktuell gebaut, 199 wurden stillgelegt bzw. werden gegenwärtig rückgebaut.“

            Aber Sie werden’s schon wissen!
            Das könnte Futur I sein, das sich aber auch auf Gegenwärtiges beziehen kann, wenn die Aussage für den Ablauf des Geschehens (Präsens) von Bedeutung ist. Beispielsweise, wenn erhebliche Zweifel an der Aussage bestehen.

        2. Hallo Anna-Luisa,

          ohne den Kontext, sagen solche Zahlen aber nichts. Der Kontext ist:

          Stromerzeugung durch Kernkraft ist eine sehr anspruchsvolle Technik, die frühzeitig in die Kritik geraten ist und stark politisiert wurde, weil sie darauf ausgerichtet worden war, Material für Atomwaffen zu liefern.
          Deswegen verfügten nur wenige Länder über diese Technik. Zudem wurde sie nach einer Flutkatastrophe in Japan ausgesetzt und aus wahlkampftechnischen Gründen von F. Merkel in Deutschland geopfert.

          Fakt ist: Die USA und China treiben die Kernkraft verstärkt voran. Die EU hat sie als klimaneutral bewertet und Japan kehrt ebenfalls zur Kernenergie zurück.

          Damit ist Deutschland tatsächlich der Geisterfahrer der Industrieländer. Vergleichen muss man Deutschland um zu diesem Bild zu gelangen in erster Linie mit den USA, China und Japan.

          Länder mit wenig oder keiner Industrie sind in diesem Bild irrelevant.

          1. Hallo Felix,

            ich weiß und nehme gelangweilt zur Kenntnis: Man sucht sich immer ein paar Extreme heraus und vergleicht sich damit. Daraus konstruiert man dann einen Kontext, der als unumstößliche und einzige Wahrheit angepriesen wird. Eine altbekannte Strategie, die analog auch gerne mit speziell herausgepickten Jahreszahlen und Goldwertsteigerung zur Anwendung kommt.
            Mit soviel Dampf ließen sich problemlos ein paar Turbinen ganz veritabel betreiben.

            Doch selbst die tollsten Tricks erklären nicht die Stagnation aktiver Reaktoren bzw. den Rückgang von Neubauten weltweit seit 40 Jahren. Diese Tricks liefern natürlich ebenso wenig auch nur im Ansatz eine einleuchtende Begründung, warum man es genauso machen muss, wie andere Staaten. Es sei denn, die Mehrheit hat plötzlich entgegen anderer Aussagen immer Recht.
            Zudem hinkt ein Vergleich mit Ländern, die das 4- bis 5,5-Fache an BIP generieren und deren Energieverbrauch beim 7,5- bis 12,5-Fachen liegt (was übrigens nicht sehr effizient klingt).

            Ich denke, bei der Stromproduktion und -versorgung haben wir die geringeren Probleme und verweise gerne auch auf Frankreich. Oder das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Bauzeiten beim Neubau „hochmoderner“ Kernkraftwerke in England, Frankreich und Finnland. Ganz zu schweigen von dem völlig ungelösten Entsorgungsproblem seit nunmehr 70 Jahren.

            Bei der Gasversorgung für andere Sektoren (Industrie und Wärme) sieht es deutlich übler aus. Aber das steht auf einem anderen Blatt und ist nicht Gegenstand dieser Diskussion.

          2. „Ich denke, bei der Stromproduktion und -Versorgung haben wir die geringeren Probleme und verweise gerne auch auf Frankreich.“

            Das ist noch der beste Witz. Bitte nicht mehr so viel denken.
            Nur weil andere auch Probleme haben macht das die katastrophale Situation in Deutschland nicht besser.

            „Strom ist in Deutschland durchschnittlich 174 Prozent teurer als im Rest der Welt. 31,80 Cent pro Kilowattstunde müssen Verbraucher hierzulande aufbringen – im internationalen Durchschnitt sind es 11,62 Cent.“

            https://www.verivox.de/strom/verbraucheratlas/strompreise-weltweit/

            Aktuell liegen wir wohl ehr bei über 40 ct/kWh

            In Ihrer Prima Klima Welt ist der Strompreis natürlich irrelevant. Und die Industrie ist ja auch egal. Die Sozialhilfe bezahlt ja auch der Staat.

          3. Hallo Anna-Luisa,

            Deutschland, Japan, die USA und China sind die vier größten Länder der Welt, wenn man nach den Wirtschaftsdaten geht. Diese Länder sind daher entscheidend, wenn ich die Frage beantworten will, ob Kernkraft gerade angesagt ist, oder nicht. Man kann noch Länder wie UK und Frankreich hinzuziehen, aber das ändert das Bild nicht: alle Länder, die für den Vergleich relevant sind, sind weiterhin, oder sogar zunehmend pro Kernkraft.

            Das sagt noch nicht, ob das in jeder Hinsicht eine gute Entscheidung ist, es ist aber klar, dass das von Markus Fugmann gewählte Bild richtig ist, und das Ihr Gegenbild dazu, nicht stimmig ist.

            Länder, die noch nicht mal eine normale Stromversorgung haben, und natürlich schon gar keine AKWs, fahren auf der Straße der Geisterfahrer sozusagen gar nicht mit. Desgleichen die vielen kleineren und mittleren Länder ohne besonders starke Industrie, denen Kohle, Öl und Gas reicht.

            Es gehört einfach zu einer Diskussion dazu, dass man nicht darauf beharrt, wenn die eigene Darstellung falsch war.

            Sie wollen keine Atomkraft. Okay, aber bringen Sie Argumente und stimmige Argumentationen.

            Die Dampfgeschichte ist noch weniger als ein Argument, Sie wollen damit beleidigen. Hier gibt es einige die pro Gold sind, deswegen muss ich das nicht auf mich beziehen. Aber es ist kontraproduktiv. Sie vertiefen nur die Gräben und bestärken die Vorurteile gegen Grüne, wenn Sie Charts nicht ansehen (dass Sie sie lesen könnten, unterstelle ich natürlich) und dann falsche Behauptungen aufstellen und die dumm erscheinen lassen wollen, die Recht haben. Das funktioniert nur bei Leuten, die ebenfalls nicht informiert sind und obendrein nicht mißtrauisch werden, wenn sie so etwas lesen.

            Fakt ist, Sie greifen hier wieder ein falsches Narrativ auf, dass unterstellt, dass Gold nur gut aussieht, wenn man sich passende Zeitpunkte heraussucht. Sehen Sie sich selbst die Entwicklung über beliebige Zeiträume an, dann kommen Sie zwangsläufig zum Ergebnis, das Gold als Anlageklasse einfach gut ist.

          4. @Strompreisrechner
            Sie driften ab in seltsame Gefilde, die hier nie thematisiert wurden. In dieser Diskussion geht es um Atomkraft, speziell um den Ausbau und die installierte Anzahl an Reaktoren. Was wollen Sie nun mit Sozialhilfe und Strompreisen? Glauben Sie, die würden sinken, wenn wir die AKWs am Laufen halten?

            @Felix
            Meine Darstellung war nicht falsch, ich habe mit nachweisbaren Zahlen dargelegt, dass die Atomkraft hinsichtlich Zubau und installierter Reaktorenanzahl seit 40 Jahren auf dem absteigenden Ast ist. Dass sich diese Zahlen natürlich nur auf Länder beziehen, die auch AKWs haben, versteht sich von selbst.

            Was Japan betrifft, das hat @Jonas Tobsch etwas weiter unten beschrieben: Faktischer Rückbau bis heute und auch Rückgang des Anteils am Strommix bei den Plänen bis 2030 im Vergleich zu 2011.

            China baut zwar etwas zu, engagiert sich aber deutlich mehr beim Zubau erneuerbarer Energien. 2020 und 2021 waren es 250 GW Erneuerbare bei gerade mal 4 GW an Kernkraft. In der Planwirtschaft ist ein gewaltiger Anstieg des Gesamtenergieverbrauchs inkludiert, weshalb man so ziemlich auf alles setzt, was irgendwie Energie produziert. Dies ist mit unserer Situation nicht ansatzweise vergleichbar.

            In den USA standen 1990 112 Atomkraftwerke für die Stromproduktion zur Verfügung. Aktuell sind es noch 92 Anlagen. An 61 Standorten waren Atomkraftwerke geplant, die allerdings nie realisiert wurden.
            2020 und 2021 überholte die Ökostromerzeugung erstmals Atomstrom in den USA.
            Die jährlichen Zubauraten Erneuerbarer liegen bei etwa 28 GW.

            Ansonsten gibt es Pläne und Absichtserklärungen.
            Bis 2030 will die chinesische Regierung erneuerbare Anlagen mit einer Leistung von 1200 Gigawatt bauen lassen. Dem gegenüber stehen 32 Kernreaktoren, die meinetwegen auf 40 bis 45 GW Leistung kommen.
            Die USA haben drei Reaktoren in Planung.
            In Japan ist es einer.
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

            Wenn Sie also schon das große Bild der Geisterfahrer malen, sollten Sie auch das Verhältnis der beiden Technologien berücksichtigen. Nicht dass Ihnen noch jemand vorwirft, die eigene Darstellung sei falsch.

          5. Hoher Strompreis= Keine wettbewerbsfähige Industrie= keine ausreichenden Steuereinnahmen um Ihre Sozialhilfe, die Sie bald benötigen werden, bezahlen zu können….

      3. @Markus Fugmann
        „Selbst Japan steigt mit 17 AKWs ein“.
        Das sollte man etwas differenziert betrachten, letztendlich ist es doch ein signifikanter Rückbau im Vergleich zu 2011, und das sowohl hinsichtlich des Status Quo wie auch der Zukunftspläne.
        Japan schaltete 2011 alle 54 Atomreaktoren ab, 21 davon auf Dauer. Bislang haben 17 Atomreaktoren die verschärften Sicherheitsauflagen erfüllt, zehn Meiler davon wurden inzwischen wieder angefahren. Japan hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum 1. April 2030 rund 22 Prozent seiner Stromversorgung aus Atomenergie zu erzeugen. Vor Fukushima lag der Anteil bei etwa 30 Prozent.

    2. Atomkraft ja Bitte !!!

      https://www.businessinsider.de/wirtschaft/ifo-institut-weiterbetrieb-der-atomkraftwerke-senkt-strompreis-um-4-prozent-und-spart-co2-a/

      „Man muss ja schließlich konkurrenzfähig bleiben im Wettkampf, wer der größte Idiot sein darf“ ;-)

      Idioten gibt es wirklich genug. Die schlimmsten halten sich auch noch für klug.

      Vielleicht kennt ja noch jemand dieses Werbelied:

      Du darfst so bleiben wie du bist…du darfst….!!! ;-)

      1. Guter Artikel! Besonders gefällt mir: „Atomkraft spart daher nur geringe Mengen Erdgas ein und behindert im Gegenzug mittelfristig den Ausbau der erneuerbaren Energien. Daher spart ein Weiterbetrieb auch kein CO2 ein.“
        Nachdem das geklärt ist, frage ich mich folgendes: Wenn der Anteil des teuren Erdgases an der Stromerzeugung von 8,3 Prozent auf 7,6 Prozent sinken würde, wäre doch noch immer ein Gaskraftwerk das preisbestimmende Grenzkraftwerk. Wieso also sollte der Strompreis um 4 Prozent sinken?

        Besonders interessant ist der irreführende Linkname, der damit endet: „und-spart-co2-a“. Im Artikel wird dann das Gegenteil geschrieben.

        1. Atomkraft ja Bitte !!!

          „Wieso also sollte der Strompreis um 4 Prozent sinken?“

          Das liegt an der Merit Order. Danach werden so lange Kraftwerke mit höheren Grenzkosten zugeschaltet, bis die Nachfrage gedeckt ist.

          Je mehr Atomkraftwerke wir hätten, desto öfter wäre es garnicht nötig, die teuersten Kraftwerke (z.Zt. Gaskraftwerke) hinzuzuschalten.

          Da aber „kluge“ Köpfe dafür gesorgt haben, dass wir nun zu wenige günstig erzeugende Kraftwerke besitzen, müssen wir halt Gaskraftwerke sehr oft zuschalten, welche dann den Preis bestimmen, da die erneuerbaren sehr oft den Bedarf nicht decken. Außer Gaskraftwerke bleiben dann nur noch Kohlekraftwerke und Biogas- sowie Wasserkraftwerke und Atomkraftwerke, welche auch ohne Wind und Sonne Strom liefern.

          Wenn mehr Atomkraftwerke öfter für die Produktion von Strom verwendet werden würden und das zuschalten von Gaskraftwerken komplett entfallen würde, würde sowohl der Preis als auch die CO2 Emissionen sinken.

          Nur wenn wir immer den ganzen Strom mit erneuerbaren Erzeugen könnten, dann würde die Atomkraft kein Vorteil zur CO2 Einsparung bringen.

          Aber davon sind wir noch (Licht-)Jahre entfernt.

          1. Eine höhere Anzahl an Atomkraftwerken thematisiert der Artikel aber nicht. Darin steht, bei einem Weiterbetrieb der drei AKWs würde der Anteil des teuren Erdgases an der Stromerzeugung von 8,3 Prozent auf 7,6 Prozent sinken. Somit hätten wir noch immer mehr als genug Gaskraftwerke, die durch ihre Grenzkosten die Merit-Order definieren.

            Irgendwie widersprechen Sie Ihrem eigenen Link in sehr vielen Punkten. Das ist natürlich Ihr gutes Recht, macht es aber gleichzeitig schwer nachvollziehbar, warum Sie die Quelle dann überhaupt zur Untermauerung Ihrer Spottdrosselgesänge angeführt haben.

          2. Atomkraft. Ja Bitte!

            Kleiner Tipp.

            Lesen Sie meinen Kommentar noch mindestens dreimal und schlafen Sie eine Nacht drüber.

          3. Wieso sollte ich das tun? Ich bin weder Masochist, noch möchte ich heute Nacht von Albträumen geplagt werden.

          4. Atomkraft ja Bitte !!!

            Das Sie bei komplexen Sachverhalten schmerzen und Albträume bekommen, kann ich mir gut vorstellen.

            Was Sie nicht verstanden haben ist, dass ein Gaskraftwerk das preisbestimmende Kraftwerk ist, wenn es denn zugeschaltet werden muss um den voraussichtlichen Energiebedarfes des Folgetages decken zu können. Je öfter das der Fall ist, desto öfter steigt der Strompreis.

            Damit Sie es kaperien noch einmal etwas ausführlicher:

            „So entstehen die Strompreise am Spotmarkt
            Dies geschieht an der Strombörse für den kurzfristigen Spotmarkt. Hier werden die Preise für den jeweils nächsten Tag (Day Ahead-Markt) ermittelt. Dabei kommt die Merit Order-Logik ins Spiel: Bei täglichen Auktionen werden die Kraftwerke zu ihren jeweiligen Grenzkosten angeboten. Das sind variable Kosten wie zum Beispiel Brennstoff- und CO2-Kosten. Auf der anderen Seite stellen die Energielieferanten Order, um ihren Energiebedarf für den Folgetag zu decken.

            Die Börse ordnet die Angebote der Kraftwerksbetreiber in aufsteigender sowie die Nachfrage in absteigender Reihenfolge (Merit Order-Kurve) und ermittelt das Kraftwerk, das gerade noch zur Deckung des Energiebedarfs notwendig ist – für jede einzelne Stunde des Folgetags. Der Strompreis dieses letzten Kraftwerks ist somit preissetzend für die gesamte benötigte Strommenge: Jedes Kraftwerk bekommt den gleichen Preis für die erzeugte Menge. Dieses Vorgehen ist keine Besonderheit des Strommarkts. Auf allen transparenten Märkten für „homogene“ (austauschbare) Waren – wie zum Beispiel Weizen, Kupfer, Milch oder Erdöl – ist das der gängige Preisbildungs-Mechanismus.“

            https://www.verbund.com/de-at/privatkunden/themenwelten/strom-aus-wasserkraft/strompreis-entstehung

            Jetzt die Preisfrage:

            Wie hoch wäre der Strompreis wenn kein oder nicht so oft teure Gaskraftwerke zugeschaltet werden müssten, weil wir ausreichend günstigere Kraftwerke (wie unter andrem auch Atomkraftwerke) hätten?

            Oder meinen Sie etwa, dass wenn ein Gaskraftwerk einmal im Jahr zugeschaltet werden müsste der Strompreis im ganzem Jahr durch das preisbestimmende Grenzkraftwerk (Gaskraftwerk) bestimmt wird? Lol

          5. Jetzt lassen Sie mich endlich in Ruhe mit Ihrer oberlehrerhaften, wie halbgaren Erklärung des Merit-Order-Prinzips. Das mag für Sie ein komplexer Sachverhalt sein, ich habe es schon vor zehn Jahren verstanden, als Sie noch nicht einmal wussten, dass es so etwas überhaupt gibt.

            Darum geht es aber nicht in dieser Diskussion und auch nicht in dem von Ihnen verlinkten Artikel. Tatsache ist, wir haben einfach noch nicht genug günstigere Kraftwerke, um Gaskraftwerke dauerhaft aus der Kurve zu verdrängen. Einmal abgesehen davon, dass dies technisch gesehen völliger Unsinn und nicht machbar wäre. Warum das so ist, dazu komme ich später.
            Ein Weiterbetrieb der drei AKW würde am Einsatz von Gaskraftwerken in der Merit-Order nicht das Geringste ändern, wie man das ganze Jahr 2022 über sehen kann. Der einzig gangbare und sinnvolle Weg ist ein schneller und massiver Ausbau erneuerbarer Energien und eines Hochleistungsnetzes zur effektiven Stromverteilung. Also bitte Schluss mit politisch motivierten Bürgerprotesten und biblischen Genehmigungsverfahren. Mehr grüne Energien wären in der Lage, auch teure Steinkohle und die in Wirklichkeit gar nicht so günstige Kernkraft zu verdrängen. Letzteres ist zum Glück bald nicht mehr nötig.

            Sie verlinken zur Bekräftigung auf einen Artikel, der Ihren Argumenten in weiten Teilen diametral widerspricht. Und nachdem dies offengelegt und anscheinend auch von Ihnen verstanden wurde, drücken sich nun tunlichst und verzweifelt um die Beantwortung offener Fragen. Stattdessen warten Sie mit hypothetischen Szenarien auf, was wohl wäre, hätten wir nur ein Vielfaches an „günstiger und sauberer“ Atomkraft.

            Was Sie noch nicht im Ansatz begriffen haben, obwohl es Ihre geliebte Ifo-Studie ganz einfach und anschaulich erklärt: Gaskraftwerke sind die einzig verfügbare Möglichkeit, um schnell und flexibel die Volatilitäten bei der Residuallast auszugleichen. Dies ist für die Stabilität des Stromnetzes unabdingbare Voraussetzung. Je mehr AKW im ziemlich unflexiblen Dauerbetrieb laufen würden, desto mehr Kohlekraftwerke könnten sie ersetzen. Das hieße, den CO2-Teufel mit dem radioaktiven Beelzebub austreiben. Zudem fehlt dann ggf. KWK-Prozesswärme für das Fernwärmenetz, womit wollen Sie die kompensieren?
            Je länger grundsätzlich unflexible Kraftwerke aller Art laufen, desto öfter müssten günstige und saubere grüne Energien abgeregelt und mit Verlust verkauft oder verschenkt werden. Niemand würde mehr in diese Technologie investieren, der Ausbau käme zum Stillstand.

            Vielleicht verstehen Sie das Prinzip anhand folgender Grafik besser. Hier sind die schwankenden Wind- und Solarquellen ausgeblendet, um einmal den Lastverlauf der anderen Kraftwerke zu sehen. Biomasse, Wasserkraft und Atomkraft verlaufen völlig unflexibel und fast linear. Braunkohle verhält sich bei Lastwechseln etwa so geschmeidig wie ein Ozeandampfer beim Slalomlauf. Einzig Gas und Pumpspeicher reagieren innerhalb kurzer Zeit schnell genug auf wechselnde Anforderungen.
            https://www.smard.de/page/home/marktdaten/78?marketDataAttributes=%7B%22resolution%22:%22hour%22,%22from%22:1658771945743,%22to%22:1659031145742,%22moduleIds%22:%5B1004066,1001226,1001228,1001224,1004071,1004070,1001227,5004359,1004069,1001223%5D,%22selectedCategory%22:null,%22activeChart%22:true,%22style%22:%22color%22,%22categoriesModuleOrder%22:%7B%7D,%22region%22:%22DE%22%7D

            Laut Ihrer Ifo-Studie hätte ein Weiterbetrieb von drei oder gar sechs AKWs negative Folgen für die mittel- bis längerfristige CO2-Bilanz, die wesentlich gravierender sind, als kurzfristig und aktionistisch ein paar Tonnen einzusparen respektive mehr zu emittieren. Das deutsche Ziel ist, die Netto-Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 bis 2030 um 65% und bis 2045 um 100% zu reduzieren (EU 2030: 55%, 2050: 100%). Nur dieser Zeitrahmen ist für die Gesamtsituation relevant.
            Ich hoffe, Sie wissen, was Netto-Treibhausgasemissionen sind?

            Jetzt die Preisfrage:
            Was passiert, wenn Kohlekraftwerke die Kernkraft aus der Merit-Order verdrängen? Lassen wir dann lieber doch die AKWs zu höheren Preisen laufen, weil es besser fürs Klima ist? Oder schalten Sie die dann schnell mal ab, um sie vielleicht drei Tage später wieder hochzufahren? Oder produzieren die einfach auf Kosten der Erneuerbaren weiter, obwohl sie eigentlich ein Vielfaches teurer sind? Wie wollen Sie den Einsatz von Gaskraftwerken überhaupt vermeiden, wenn diese aus technischen Gründen für einen schnellen Lastwechsel und ein stabiles Netz unabdingbar sind?

            In genau diesem Sinne ein Zitat aus Ihrem neuesten verlinkten Artikel, den Sie noch mindestens dreimal lesen und danach eine Nacht überschlafen sollten. Hoffentlich ohne Albträume: „Der Blick auf die Merit Order-Logik zeigt: Gaskraftwerke sind dann preissetzend, wenn sie für die Bereitstellung der erforderlichen Energie benötigt werden.“
            Und letzteres ist leider immer der Fall, wenn die Netzfrequenz stabil gehalten werden soll.

          6. @Markus Klugmann, Und nachdem dies offengelegt und anscheinend auch von Ihnen verstanden wurde, drücken sich nun tunlichst und verzweifelt um die Beantwortung offener Fragen.

            Dieses windige und ausweichende Prinzip ist eine sehr beliebte Vorgehensweise und wird von vielen schlauen „Wissenschaftlern und Spezialisten“ hier im Forum zelebriert. Wo es keine Fakten und Belege gibt, muss man eben mit Behauptungen und fragwürdigen Quellen aufwarten. Und wenn diese sich in Nichts auflösen, öffnet man eben auf die Schnelle neue Fässer, geht kurz in Deckung und verschießt ein paar Blendgranaten, bis die Kavallerie mit @Felix an der Spitze anrückt und Sie von allen Seiten attackiert. Also seien Sie stets auf der Hut vor der schnellen Eingreiftruppe 😉

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