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Inflation, Fed, Aktienmärkte: was kommt jetzt? Marktgeflüster (Video)

Die Daten zur Inflation in den USA fielen wie erwartet aus – was bedeutet das nun für die US-Notenbank Fed und damit auch für die Aktienmärkte? Eine ersten Hinweis darauf hat heute der Chef der Philadelphia-Fed Harker gegeben: die US-Notenbank wird die Zinsen wohl noch mindestens zwei Mal um 0,25% anheben (also keine großen Zinsschritte mehr machen) und dann den Leitzins bei mindestens 5% das ganze Jahr 2023 belassen. Genau das aber zweifeln die Aktienmärkte an – der Psycho-Krieg zwischen Märkten und US-Notenbank geht somit unvermindert weiter. Der US-Leitindex S&P 500 nun kurz vor wichtigen Widerständen, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir bereits in einer sehr späten Phase der Rally sind. Morgen startet mit den Banken die US-Berichtssaison..

Hinweise aus Video:

1. Fed: Harker – 0,25%-Anhebungen der Zinsen, Inflation wird Jahre dauern

2. Immobilienpreise in Deutschland fallen weiter – hier aktuelle Daten

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8 Kommentare

  1. Lieber Markus Fugmann,
    Sind Sie immer noch der Meinung wir gehen unter die Oktobertiefs?

    Die Anleger haben heute natürlich wieder nur das gehört was sie wollten, also dreht man alles so wie es passt.

    Meiner Meinung nach hat die Fed die Kontrolle verloren. Grund ist die Fed selber mit der Geldpolitik der letzten 15 Jahre.
    Liquidität: 500 Milliarden Balance Sheet Reduktion und bald 5 % Zinsen, alles hat nichts gebracht!

    2 Frage, woher kommt die seit der Finanzkrise immer wiederkehrende 10 Uhr Rally?? 400 Punkte Swing in 20 Minuten, gibt’s da was Besonderes? Danke

    1. Die Märkte feiern die sinkende Inflation mit wieder anziehenden Rohstoffpreisen und verstehen nicht, dass dieses Auf und Ab-Spiel der FED, verständlicherweise, ziemlich sauer aufstößt.

      Und deshalb werden wir den Boden bei den Märkten erst dann sehen wenn diese endlich mal einsehen, dass es so nicht weitergehen kann (zumindest für die USA).

      Der EZB scheint das ziemlich egal zu sein.

  2. Ultrastarke Reaktion der Märkte auf die eigentlich nicht positiv überraschenden Daten!
    Selbst wenn wir davon ausgehen dass der rush jetzt erstmal zuende geht können sich die Investoren, die auf die Statistik gehört haben, nämlich dass nach einem solch starken Abverkauf in der ersten Jahreshälfte es in der zweiten Jahreshälfte immer einen starken Anstieg gab, zurücklehnen. Vielleicht Teilverkäufe unter der Annahme dass die Kurse nochmal tiefer gehen vor dem nächsten Bullenmarkt.

    Ja so einfach bin ich gestrickt : )

  3. Komm FED, a halbe Mass geht noch.
    Die Märkte suchen noch den Ausgang.
    Die Oligarchen der Welt haben ihn schon genommen.
    Der Kampf kann beginnen.
    Niederlande 1250 Panzer aus den USA angekommen. Wahrscheinlich.
    Bayern. Mittelfranken. Ansbach. Katterbach US Apache Kampfhubschrauber
    Stützpunkt. AUFSTELLUNG VON LUFTABWEHRRAKETEN BEENDET.
    Wahrscheinlich, Nein.
    Es ist bereits gaschehen.
    OLIGARCHEN ALLER LÄNDER VEREINIGT EUCH.
    RUSSLANDS BODENSCHÄTZE SEI EUER.
    Jetzt wird’s auch klar warum der Depp vom Kreml die Russ Oligarchen nicht los bekommen hat.
    Die Oligs Banden der Welt bekämpfen sich.
    Der Selbstbeweinende ach sich selber bewertete kleine Bürger, lässts sich gefallen. Hinters Licht führen.
    Das war eine Geschichte meines neuen Buches:
    „Hey, du Phantasierst „, oder Märchen können so einfach sein………..

  4. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Gemessen an der Inflation sind auch die Leitzinsen der FED noch viel zu niedrig. Mit den niedrigen Leitzinsen ist kein Staat zu machen.

    Hatten wir im Jahre 90 – noch Leitzinsen von über 9 Prozent, so stehen heute weniger als 50 Prozent, dessen zu Buche.

    Mit dem kleinen Unterschied das die Inflation heute beim Doppelten des Jahres 90 liegt !

    Das alles muss man wissen. Die heutige Generation der „Investoren “ eher Spekulanten weiß das nicht mehr.

    Eine ganz neue Generation von Aktienjüngern ist seit dem FED- Pivot von Anfang 2001 mit negativen Realzinsen aufgewachsen.
    Damals im Januar 01 versprach man nur eine kurze „Zinsdelle“. Von wegen. Erst im Sommer 2006 wurden die Realzinsen wieder positiv.
    Nur um schon im Folgejahre 07 wieder gesenkt zu werden. Der damalige FED Chef Bernanke versprach sogleich, er werde die Fehler seines Vorgängers, Greenspan nicht wiederholen und die Zinsen eher wieder anheben.
    Von wegen!….Zinslüge 2.0 !
    Im Jahre 18 versprach der Nach- Nachfolger von Bernanke, Powell noch hoch und heilig, nichts und niemanden werde ihn in Fragen der geldpolitischen Straffung aufhalten, es fiel damals das Wort “ Autopilot “ .

    Wie sagte es schon Bernie Sanders 2008 : Die FED lügt – lügt-lügt !

    Dem ist nichts hinzuzufügen !

  5. Die Zinsen sind kein Problem für die Staaten so lange die Inflation darüber liegt. Erst wenn positive Realzinsen erreicht werde, bzw. man kurz davor ist, erwarte ich fallende Zinsen. Nur was ich erwarte ist ja egal. Powell und Lagarde als Juristen kennen sich da sicher besser aus ;)))

  6. @Feedback, wenn sie sich beit Zinsen um Null herum jahrelang stark verschuldet haben, haben sie auch bei 4 oder 5% ein Problem, ob die Rendite positiv oder negativ ist, spielt dann keine Rolle.Das andere Problem ist der schnelle,starke und unerwartete Anstieg, hat man doch lange geglaubt, wegen hohen Schulden könne man keine höheren Zinsen zulassen. Viele Zombis werden spätestens beim Ablauf der tiefen Kredite Hops gehen. Dazu kommt, dass alle gehebelten Anlagen nicht mehr funktionieren wenn die Kreditzinsen über den Renditen stehen.Energie und Rohstoffe werden sowieso teurer werden und die nächste Inflationswelle wird kommen.

    1. Das ist eine zu einfache Sicht. Da die Staaten sich über ihre Zentralbanken, also bei sich selbst, verschulden zahlen sie auch die Zinsen nur an sich selbst. Da machen auch 1000% nichts. Die Folge ist dann die steigende Geldmenge, was nichts anderes bedeutet als das die Menge der unbezahlten Rechnungen steigt.
      Stellt sich dann heraus, das die Rechnungen auch in Zukunft nicht mehr eintreibbar sind werden sie volkswirtschaftlich ausgebucht. Man nennt das dann Inflation. Gepuffert wird das Ganze über das, was ich immer den Dagobert Duck Effekt nenne. So lange die Vermögenshalter ihr Geld nicht ausgeben passiert da gar nichts. Solche „Puffereffekte“ können Jahrzehnte dauern. Und umso größer die tatsächliche Wirtschaftsleistung ist, umso größer ist der Puffer. Und der Puffer ist enorm viel größer als z.B. vor 100 Jahren.

      Langfristig ist der entscheidende Punkt die Entwicklung der Realeinkommen. Und die fallen in allen größeren entwickelten Volkswirtschaften aktuell deutlich und auch relativ schnell. Aber auch hier dauert das, bis es so richtig weh tut.
      Wobei die USA als Halter der Weltleitwährung immer noch in einer komfortablen Sondersituation sind und sich eine dauerhafte Steigerung ihrer Verschuldung (ein ständiges Aussenhandelsdefizit ist nichts anderes als ein Schuldenstand) problemlos leisten. Und all das Geschwafel von deren „Ablösung“ kann man getrost ignorieren. Wer traut seine Kohle schon Putin oder Xi an. Das machen ja nicht mal deren ziemlich beste Freunde.

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