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Europace Hauspreisindex Immobilienpreise in Deutschland fallen weiter – hier aktuelle Daten

Die Immobilienpreise fallen weiter. Heute zeigt der Europace Hauspreisindex von November auf Dezember ein Minus von 1,21 Prozent. Hier dazu die Details.

Taschenrechner und Geld für Hauskauf

Die Immobilienpreise sind seit gut einem halben Jahr dabei zu fallen. Kräftig gestiegene Zinsen halten viele Käufer vom Immobilienmarkt fern, private wie auch gewerbliche Interessenten. Die Bauzinsen sind laut Interhyp in den letzten zwölf Monaten von exakt 1,00 % auf aktuell 3,84 % gestiegen. Monatsraten werden für Häuslebauer unbezahlbar, gewerbliche Projektentwickler von Immobilien sehen keine Rentabilität mehr bei ihren Kalkulationen. Es wird weniger neu gebaut, die Kaufnachfrage lässt nach. Gleichzeitig sitzen Eigentümer auf ihren Objekten, und sind oft nicht bereit zu geringeren Preisen zu verkaufen. Aber da wo Umsätze entstehen, sieht man die stark fallenden Immobilienpreise.

Immobilienpreise fallen weiter – aktuelle Daten aus dem Europace Hauspreisindex

Heute nun zeigt die aktuelle Meldung des Europace Hauspreisindex weiter sinkende Immobilienpreise für Dezember, und zwar für Bestandsimmobilien sowie Eigentumswohnungen. Die Preise für Neubauten halten sich hingegen weiterhin stabil. Der Gesamtindex nahm im Vergleich zu November um 1,21 Prozent ab, und sank auf 212,51 Indexpunkte im Dezember. In den beiden Vormonaten waren es monatliche Rückgänge von 1,80 % und 1,26 %. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierten sich die Immobilienpreise im Dezember um 0,83 Prozent. In den beiden Vormonaten waren es im Jahresvergleich noch Anstiege.

Hier Detailangaben der fallenden Immobilienpreise aus dem Europace Hauspreisindex: Im Dezember fielen die Preise für Eigentumswohnungen um 1,86 Prozent am stärksten. Der Hauspreisindex landete bei 210,85 Indexpunkten. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Eigentumspreise um 4,24 Prozent. Die Preise des Segments neuer Ein- und Zweifamilienhäuser sanken um 0,20 Prozent leicht und bleiben weitestgehend stabil. Der Index kommt auf 226,31 Punkte. Innerhalb der letzten 12 Monate stiegen die Kosten in diesem Bereich um 5,03 Prozent. Für Bestandshäuser liegt der Europace Hauspreisindex im Dezember bei 200,37 Punkten. Das Segment nahm um 1,63 Prozent ab. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Preise für Bestandshäuser um 3,30 Prozent.

Entspannung am Immobilienmarkt frühestens im Sommer

Europace sagt zum weiteren Preisverfall am deutschen Immobilienmarkt heute: Auch im Dezember zeigt der Europace Hauspreisindex weiterhin fallende Immobilienpreise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen. Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser halten sich derweil weitestgehend stabil. Für 2023 rechnen wir frühestens in den Sommermonaten mit einer Entspannung des Marktes”, kommentiert Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace, den Hauspreisindex. Der Europace Hauspreisindex basiert laut der Aussage des Anbieters auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungs-Transaktionsdaten des Europace Finanzierungsmarktplatzes. Über Europace werden demnach mit mehr als 70 Milliarden Euro jährlich über 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland abgewickelt.

Europace Hauspreisindex zeigt Entwicklung der Immobilienpreise seit 2017 Die Grafik zeigt über den Europace Hauspreisindex die Entwicklung der Immobilienpreise seit 2017.

Umbruch bei Immobilien wird auch in anderen Kennzahlen sichtbar

Der Immobilienmarkt ist in einem großen Umbruch. Das zeigen nicht nur die deutlich fallenden Immobilienpreise. Wie man jüngst sah, lagen die Gesamtinvestitionen bei gewerblichen Immobilien in Deutschland in den letzten drei Monaten des Jahres 2022 nur noch bei 9,9 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 50 % gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht (hier dazu die Details). Auch der „Streik“ der privaten Häuslebauer wird immer klarer erkennbar: Wie jüngste Daten der Barkow Consulting zeigten, ist das Neugeschäft für Baufinanzierungen auf das Niveau von 2011 zurückgefallen. Das abgeschlossene Neufinanzierungsvolumen lag im November fast 40 % gegenüber Vorjahr im Minus, und stellt nun bereits den dritten Negativrekord in Folge seit Beginn der Datenaufzeichnungen im Jahr 2003 dar (hier dazu die Details).



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6 Kommentare

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