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Iran: Trumps Attacke und geopolitische Implikationen

Was die Tötung der iranischen Militärs in größerem Kontext bedeutet!

Markus Fugmann

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am

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA eskaliert! Wie aber ist die jeweilige Berichterstattung über das jüngste Geschehen?

In den westlichen Medien wird das Wort „Ermordung“ (von Qasem Soleimani) sorgsam vermieden – aber faktisch handelt es sich doch genau darum! Man spricht eher davon, dass eine amerikanische Rakete den Chef der iranischen Revolutionsgarden „getroffen“ habe. Dass diese Tötung völkerrechtswidrig ist, muß wohl kaum erwähnt werden.

Der eigentliche Name der Organisation, der Quasem Soleimani vorstand, ist „Quds Miliz“ (Quds ist arabisch für „Jerusalem“), was die anti-israelische Stoßrichtung dieser als Terror-Organisation eingestuften Miliz bereits deutlich anzeigt (Jerusalem gilt den Muslimen als drittheiligste Stadt nach Mekka und Medina). Dementsprechend ist Israel nach der Tötung Soleimanis im Fokus – Israels Ministerpräsident Netanjahu, innenpolitisch ohnehin unter starkem Druck, dürfte nun eine willkommene Gelegenheit haben, von seinen eigenen Schwierigkeiten abzulenken. Gerade weil Netanjahu so angeschlagen ist, erhöht sich das Eskalationspotential des Konflikts noch einmal deutlich!

Die arabische Welt wiederum ist empört – vor allem der Irak, auf dessen Staatsgebiet der Anschlag geschah. Die Regierung des Iran aber muß nun schon aus Gründen der Gesichtswahrung gegen die USA agieren – für autoritäre Regime ist „Gesichtswahrung“ einer der zentralen Herrschaftsmechanismen.

Und die USA? Aussenminister Pompeo hat soeben getwittert, dass die USA der „Deeskalation“ verpflichtet bleiben würden – das klingt vor allem für ein arabisches Publikum nach der vorherigen Eskalation wie blanker Hohn:

Gegenüber dem Fernsehsender „Fox“ hat Pompeo die Tötung Soleimanis als „notwendig“ gerechtfertigt – man habe einen solchen Schritt vorbereitet. Nun stellt sich die Frage: ist ein Krieg zwischen dem Iran und den USA unausweichlich?

Wie aber reagieren andere Länder? Zum Beispiel China, das vergleichsweise enge Beziehungen zum Iran unterhält, schon weil das Land eine wichtige Durchgangsstation für die neue Seidenstraße ist. Irans Aussenminister besuchte im Jahr 2019 viermal Peking, dazu, wie die CNBC-Korrespondentin Eunice Yoon twittert, hielt China mit Russland (und dem Wohlwollen Irans!) im Golf von Oman kürzlich eine Militärübung ab.

Und Russland? Sieht die Tötung Soleimanis als „Terror“. China, Russland, Irak – all das zeigt, dass es hier um mehr geht als nur um den Iran, es vielmehr geht um einen geopolitisch-globalen Konflikt!

Wir haben hier einmal die Berichtserstattung von „RT deutsch“ mit der „Tagesschau“ gegenüber gestellt – bilden Sie sich selbst Ihre Meinung..

RT deutsch:

Tagesschau:

 

Wie reagiert der Iran auf die Tötung der beiden Militärs?

Die beiden heute Nacht getöteten Quasem Soleimani und Abu Mahdi al-Muhandis

By Fars News Agency, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=72752142

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Scheer

    3. Januar 2020 14:50 at 14:50

    Hab ich nur den Eindruck oder ist das wirklich so das ich von ARD manipuliert werde und die Berichterstattung bei RT deutlich objektiver ist?

    • Avatar

      Jan

      3. Januar 2020 16:02 at 16:02

      @Scheer, die Frage müsste lauten, lassen Sie sich manipulieren? Ich finde beide Berichterstattungen in Ordnung, ARD ist extrem neutral und zurückhaltend, fast etwas fad, RT sieht die Sache naturgemäß aus der russischen Perspektive etwas USA- und Trump-kritischer und bringt eher die iranische Seite als Protagonisten zur Geltung. Fehlt noch @sabineTV aus Trumpscher Sicht, dann wären alle Standpunkte gleichmäßig vertreten, und jeder könnte sich sein eigenes Bild machen.

      • Avatar

        Gixxer

        3. Januar 2020 18:35 at 18:35

        Was soll man da sagen?! Das Framing klappt bei der Tagesschau prima. Wie Herr Fugmann festgestellt hat, wird tunlichst das Wort Ermordung vermieden.
        Mich würde nur interessieren, ob das für den Fall dass der Tote auf amerikanischer Seite wäre genauso wäre.
        Deshalb soll es aber bitte nicht geschehen!

        • Avatar

          Jan

          3. Januar 2020 19:52 at 19:52

          „Framing bedeutet, einige Aspekte einer wahrgenommenen Realität auszuwählen und sie in einem Text so hervorzuheben, dass eine bestimmte Problemdefinition, kausale Interpretation, moralische Bewertung und / oder Handlungsempfehlung für den beschriebenen Gegenstand gefördert wird.“
          Robert Entman: Framing: Towards a Clarification of a Fractured Paradigm, 1993.

          Dass man diese Aktion als Ermordung interpretieren kann und hier ein völkerrechtlicher Verstoß vorliegt, weiß ich auch ohne Schlaumeier wie Sie, Herr Gixxer, und auch ohne dass der Begriff in der Tagesschau erwähnt wird. Gerade deshalb, weil ich mir üblicherweise verschiedene Betrachtungsweisen und Berichterstattungen zu Gemüte führe, erschließt sich mir ein wesentlich differenzierteres Gesamtbild, als Ihnen, die Sie schon immer vorher Ihre festgefahrene Meinung mit ins Spiel bringen.

          Aus diesem Grund verdamme ich auch Sender wie ARD und deren Tagesschau nicht bereits im Vorfeld, sondern ordne diese entsprechend ein, in dem Fall als extrem neutral, zurückhaltend und fad. Wo sehen Sie hier die kausale Interpretation, moralische Bewertung und / oder Handlungsempfehlung, die bei mir gefördert wurde?

        • Avatar

          Michael

          3. Januar 2020 20:06 at 20:06

          @Gixxer, wenn irgendwo ein Framing klappt, dann doch an den Börsen ;) Die tun schon wieder so, als wäre nichts passiert…

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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