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Aktien

Kampf gegen das Coronavirus: Was wurde aus drei interessanten Aktien?

Claudio Kummerfeld

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Das Coronavirus

Das Coronavirus hält die Welt weiter in Atem. Kommt nächstes Jahr endlich der Impfstoff? Schaut man auf Aktien, die mit dem Coronavirus zu tun haben, so gibt es zwei Kategorien. Einmal sind da die Impfstoff-Hersteller, bei denen man noch nicht weiß wer als Erstes ein wirklich wirksames Mittel auf den Markt bringt und wann, und bei wem sich der Impfstoff als Flop herausstellt. Egal in welche Aktie man investiert, es ist eine heiße Wette. Und dann ist da die zweite Kategorie von Aktien, nämlich Unternehmen die schon jetzt ganz konkret und greifbar vom Coronavirus profitieren. Bei ihnen ist der wirtschaftliche Erfolg jetzt schon ganz konkret zu erkennen.

Drägerwerk produziert Beatmungsgeräte

Und mit so einer Firma fangen wir auch an. Die Drägerwerk AG aus Lübeck baut unter anderem Beatmungsgeräte, und war gerade im Frühjahr eine der begehrtesten Firmen der Welt, wenn es um Geräte im Kampf gegen das Coronavirus geht. Was wurde aus der Aktie von Drägerwerk nach dem ersten Hype im Frühjahr? Im Chart sehen wir den Kursverlauf der letzten zwölf Monate. Im März gab es den großen Run auf Beatmungsgeräte und damit auch auf die Drägerwerk-Aktie. Sie stieg binnen weniger Tage von 53 auf 108 Euro im Hoch. Danach ließ der Hype nach, und bis jetzt hat sich die Aktie relativ stabil eingependelt bei 72,60 Euro. Interessant daran ist, dass die Aktie in den letzten Wochen trotz der dramatisch verschärften Lage rund um das Coronavirus (die zweite Welle rollt) nicht ansteigt. Vermutlich stimmt es, was man aus diversen Berichten hört? Die Krankenhäuser sind inzwischen gut ausgerüstet mit reichlich Beatmungsgeräten – was fehlt, sind die Pflegekräfte?

Chart zeigt die Drägerwerk-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate

Curevac forscht mit Hochdruck im Kampf gegen das Coronavirus

Die Firma Curevac aus dem beschaulichen Tübingen hat prominente Eigentümer, darunter Dietmar Hopp und auch den deutschen Staat. Erst diese Woche verkündete Curevac, dass man bei der Forschung nach einem Corona-Impfstoff Fortschritte mache. Zitat auszugsweise aus der Veröffentlichung von Curevac:

Die Interimsdaten der Phase 1 sind sehr ermutigend. Sie stellen einen entscheidenden Meilenstein in unserem COVID-19-Impfstoffprogramm dar und unterstützen nachdrücklich die Weiterentwicklung unseres Impfstoffkandidaten. „Die Daten sind sehr ermutigend“, erklärt Prof. Dr. Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin der Universität Tübingen und Leiter der klinischen Phase 1 am Prüfstandort in Tübingen. „In diesem beschleunigten Entwicklungsprogramm ist es von größter Bedeutung, die Sicherheit des Impfstoffkandidaten zu gewährleisten und gleichzeitig ein günstiges Maß an Immunogenität zu erzeugen.

Gegenüber dem „Merkur“ ist sogar von einem entscheidenden Meilenstein im Kampf gegen das Coronavirus die Rede. Wird Curevac weit vorne sein bei einem Corona-Impfstoff? Wer auf die Aktie setzt, hinter der eigentlich nichts anderes steht als die Corona-Impfstoffhoffnung, der kann groß gewinnen, oder viel verlieren. Beim Börsengang von Curevac im August an der Nasdaq schoss die Aktie bis auf 81 Dollar, um dann nach der ersten kurzen Euphorie wieder zurückzukommen auf 43,67 Dollar im Tief im September. Jetzt notiert die Aktie bei 50 Dollar.

Verlauf der Curevac-Aktie seit dem Börsengang im August

Gilead mit seinem umstrittenen Mittel Remdesivir

Der Konzern Gilead produziert das umstrittene Mittel Remdesivir. Auch wenn es das Coronavirus nicht besiegt, so kann es doch wohl etwas zur Linderung beitragen. Sein Nutzen besteht US-Studien zufolge insbesondere in einer statistisch signifikanten Verkürzung der Genesungszeit von Covid-19-Patienten. Eine Verringerung der Sterblichkeitsrate durch das Medikament konnte nicht nachgewiesen werden. Am 23. Oktober hatte die zuständige Behörde Remdesivir in den USA zugelassen für die Behandlung bei Patienten, die am Coronavirus erkrankt waren (hier dazu mehr Details). Dies sei ein „wichtiger wissenschaftlicher Meilenstein in der Covid-19-Pandemie“, so die US-Arzneimittelbehörde FDA. Tja, und die Gilead-Aktie? Im Februar zum Start der Coronakrise bei 67 Dollar, ging es in der Spitze rauf bis auf 85 Dollar. Aber vor allem seit Juli kennt die Aktie nur noch die Abwärtsrichtung, von 78 bis jetzt auf knapp unter 60 Dollar. Die Börse sieht also wenig Hoffnung darin, dass gerade Remdesivir der große Corona-Killer sein wird.

Chart zeigt wenig Erfolg der Gilead-Aktie trotz zweiter Coronavirus-Welle

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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