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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Europa

Deutschland: Konjunkturabschwung ist nicht mehr zu ignorieren!

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Der Konjunkturabschwung ist in vollem Gange, und ist wohl mit den heute früh veröffentlichten Daten nicht mehr zu ignorieren. Gestern schon berichteten wir über einen 7% Rückgang bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe, im Vergleich von Dezember 2017 auf Dezember 2018. Das war schon heftig.

Heute zeigen offizielle Daten des Statistischen Bundesamtes für das Produzierende Gewerbe (in der Herstellungskette ein Schritt vor der Verarbeitung) einen Rückgang bei der Produktion (!) von 3,9% im Vergleich von Dezember 2017 auf Dezember 2018. Von November 2017 auf November 2018 waren es schon -4,0%. Man sieht also: Über die Auftragseingänge schleichen die Einbrüche langsam vor zum ersten Produktionsschritt, wo die realen Umsätze wegbrechen. Auch der Chart (seit 2010) zeigt den aktuellen Abstieg in der Produktion.

Daher dürften in den nächsten Monaten vermutlich auch die Umsätze in der Verarbeitung rückläufig werden. Also könne somit auch ein rückläufiges BIP anstehen? Wer weiß, vielleicht geschieht ein Wunder, und der Dienstleistungssektor reißt die Produktion raus, und das BIP bleibt im positiven Bereich?

Konjunkturabschwung

2 Kommentare

2 Comments

  1. Zimmermann

    7. Februar 2019 12:14 at 12:14

    Der DAX ignoriert den Abschwung ja auch nicht. Er liegt immer noch 18% unter Allzeithoch und dürfte den Abschwung angemessen eingepreist haben.

  2. Altbär

    7. Februar 2019 13:19 at 13:19

    @Zimmermann, Sie sind noch ganz jung ( Babybörsianer ) oder sehr alt ,( Alzheimer) u.haben vergessen,dass der DAX 2009 von 8000 auf ca.3600 gefallen ist.( Ich meine das ironisch )
    Jeder normal interessierte Anleger spürt, dass die Weltwirtschaft vor einer Abschwächung steht.In den letzten Tagen bestätigen laufend schlechte Aussichten diese These.
    Der in den letzten Wochen mit kleinen Volumen grössten u.schnellste Rebound konnte nur zum Teil verstanden werden.Vor allem der kürzliche Ausbruch beim DAX über 11300 kann fundamental nicht erklärt werden, aber anscheinend technisch schon. Der bis vor kurzem geschätzte Zwermann redet auch schon wieder von den Allzeithochs bei den Amis! Mindestens beim DAX könnte sich der Ausbruch schon bald als Fehlausbruch erweisen.
    Ich weiss schon, die Analysten schauen überhaupt nicht auf Fundamentaldaten.Die merken erst dass die Wirtschaft schlechter läuft, wenn sie wegen Kollaps der eigenen Bank entlassen werden.Eine mir bekannte superbullische Bank entlässt soeben ca.120 Leute, wegen schlechter Resultate. ( Die Dez. Korrektur lässt grüssen). Die anscheinend von interessierten Kreisen gepushten Börsen werden nicht nachhaltig sein.
    Wenn alle Shorties ausgezqeezt sind u.keine Anschlusskäufe folgen ist der Spuk vorbei.
    Wieder einmal ein Superkompliment für die Analysen von FMW inkl.Wolfgang M.

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Europa

Italien: Industrieaufträge brechen weiter deutlich ein

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Aus Italien hört man derzeit wenig gute Nachrichten. Gestern hörte man zum Beispiel, dass die Nachfrage der Konsumenten nach Autos bei unseren südlichen Nachbarn deutlich nachlässt. Heute nun gibt es mal wieder schlechte Nachrichten zur italienischen Industrie.

Erneut liegen die Aufträge für die Industrie in Italien deutlich im Minus. Die aktuellsten Daten von heute stammen aus Februar. Laut der offiziellen Statistikbehörde ISTAT ist es im Jahresvergleich ein Rückgang um 2,9%. Bei Aufträgen aus dem Inland ist es ein Plus von 0,6%, bei Aufträgen für die italienische Industrie aus dem Ausland sind es -7,7%. Selbst im Monatsvergleich von Januar zu Februar sind es kräftige -2,7% bei den Gesamtaufträgen, wobei Monatsvergleiche aufgrund saisonaler Schwankungen immer mit Vorsicht zu genießen sind.

Die Industrieproduktion steigt noch um 1,3%, aber davon kann man sich schon nichts mehr kaufen als Börsianer oder Ökonom. Denn es geht um die Zukunft, und da sehen die nächsten Monate düster aus für die Industrie, wie auch in Deutschland.

Der Chart zeigt die Industrieaufträge in Italien seit 2012. Daher wirken die Abstürze der letzten Monate am Ende des Charts nicht so gravierend. Sie sind es aber!

Italien Industrieaufträge

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Europa

Erzeugerpreise: Die OPEC rettet die Preissteigerungen

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Gestern zeigten es bereits die Verbraucherpreise für die gesamte Eurozone. Die Energiepreise steigen deutlich stärker als die Preise insgesamt, und somit ziehen sie den Schnitt nach oben. Heute kann man dieses Phänomen erneut gut besichtigen. Nicht die EZB mit ihrem Billionen (virtuell) gedruckter Euros sorgt für einen großen „Abstand“ zur Null-Linie (Deflationsangst).

Nein, es sind die Energiepreise, und hier natürlich in aller erster Linie der Ölpreis! Schauen wir uns die heutigen Daten an. Die deutschen Erzeugerpreise sind im Monat März im Jahresvergleich um 2,4% gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass als Teil davon die Energie-Erzeugerpreise um 6,6% gestiegen sind. Ohne sie läge der Gesamtschnitt nur bei +1,2% statt 2,4%. Also machen die Energiepreise de facto die Hälfte der Teuerungsrate aus.

Man sieht seit geraumer Zeit, dass die Erzeugerpreise immer nur teilweise auf die Endverbraucher-Preise umgemünzt werden. Aber dennoch kann man sagen, dass ohne die Hilfe der OPEC (Verknappung des Öl-Angebots, daher seit Wochen deutlich steigender Ölpreis) die Preissteigerungen auch bei den Verbrauchern deutlich schwächer ausfallen würden. Und somit hätte die EZB ohne die OPEC noch mehr Anlass die Zinswende noch weiter in die ferne Zukuft zu schieben als ohnehin schon (schwache Preissteigerungen? Ohhh, wir müssen die Zinsen auf 0 belassen).

Die deutschen Erzeugerpreise können ihre prozentuale Teuerungsrate seit Monaten konstant hoch halten. In den letzten vier Monaten lagen sie zwischen 2,4% und 2,7%, davor sogar monatelang über 3%. Die folgende Grafik zeigt die Erzeugerpreise seit 2014. In blau sieht man die Öl-Erzeugerpreise. Sie stürzten Ende 2018 stark ab. Aber der ganz frische Aufwärtshaken rettet wie gesagt aktuell die Durchschnittswerte bei allen Indizes, die Preissteigerungen darstellen (Erzeuger, Verbraucher etc). Letztes Jahr halfen hohe Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Damit ist es vorbei. Nun muss Öl die Preissteigerungen retten.

Erzeugerpreise

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Europa

Aktuell: Deutsche Einkaufsmangerindizes – Industrie weiter ganz schwach, schrumpft 4.Monat in Folge

„Beim Exportneugeschäft mussten die Industriebetriebe das zweithöchste Minus seit zehn Jahren hinnehmen“!

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Der von Markit ermittelte deutsche Einkausmanagerindex (April; Sammelindex) ist mit 52,1 leicht besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 51,7; Vormonat war 51,4) – wegen den Dienstleistern..

Der Index für das Gewerbe aber ganz schwach, er liegt bei 44,5 (Prognose war 45,0; Vormonat war 44,1). Die Industrieproduktion liegt bei 45,6 (Vormonat war 45,0). Damit schrumpft die deutsche Industrie den 4.Monat in Folge!


source: tradingeconomics.com

Der Index für Dienstleistung wieder stark, er liegt bei 55,6 (Prognose war 55,1; Vormonat war 55,4)

Dazu Markit:

„Beim Exportneugeschäft mussten die Industriebetriebe das zweithöchste Minus seit zehn Jahren hinnehmen. Ausschlaggebend hierfür war den Befragten zufolge vor allem die schwache Nachfrage im Automobilsektor (..)“

„Die Auftragsbestände sanken insgesamt so zügig wie seit Juni 2013 nicht mehr“.


„Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist verschlechterten sich im April weiter“.

Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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