Europa

"Starke Kaufkrafteinbußen" Konsumklima stürzt ins Bodenlose – weiter schlechter als bei Corona

Das Konsumklima in Deutschland fällt mit -42,5 Punkten sozusagen ins Bodenlose. Dieser Wert ist doppelt so negativ wie zu Corona-Zeiten.

Kaufhaus

Das Konsumklima in Deutschland verschlechtert sich auf noch nie da gewesene Tiefs. Dies zeigen vor wenigen Minuten veröffentlichte Daten im GfK-Konsumklima für den Monat Oktober. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Vormonat setzt die Verbraucherstimmung im September ihren Sinkflug fort, so formuliert es die GfK. Die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung verzeichnen moderate Einbußen, die Einkommenserwartung stürzt auf ein neues Allzeittief ab. Das Konsumklima für Oktober fällt auf -42,5 Punkte und ist damit 5,7 Punkte tiefer als im September.

Wesentlicher Grund für den starken Rückgang im deutschen Konsumklima ist laut GfK der Absturz der Einkommenserwartung in diesem Monat. Der Indikator verliert 22,4 Punkte und sinkt auf -67,7 Punkte – das ist ein neues Allzeittief. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1991 wurde bislang kein niedrigerer Wert für die Einkommensaussichten gemessen.

Weiter sagt die GfK, im Wortlaut: „Die derzeit sehr hohen Inflationsraten von knapp acht Prozent führen zu großen realen Einkommenseinbußen unter den Verbrauchern und damit zu einer deutlichen geschrumpften Kaufkraft. Viele Haushalte sind momentan gezwungen, deutlich mehr Geld für Energie auszugeben beziehungsweise für deutlich höhere Heizkostenabrechnungen zurückzulegen. Entsprechend müssen sie bei anderen Ausgaben, wie zum Beispiel neuen Anschaffungen, sparen. Dies lässt das Konsumklima auf ein neues Rekordtief abstürzen.“

Da im Moment nicht absehbar ist, wann sich die Inflation wieder spürbar abschwächt, stehen dem Konsumklima laut GfK in den kommenden Monaten schwierige Zeiten bevor. Negative reale Konsumausgaben werden die rezessiven Tendenzen für die deutsche Wirtschaft noch verstärken. Das Konsumklima werde sich nur dann spürbar und nachhaltig erholen können, wenn die Inflation zurückgeführt wird. Dazu sei auf der einen Seite eine Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik der EZB notwendig, die allerdings auch die Gefahr in sich birgt, das rezessive Tendenzen noch verstärkt werden. Auf der anderen Seite müsse auch für eine wesentliche Ursache der starken Energiepreiserhöhungen, dem Ukraine-Krieg, eine Lösung gefunden werden.

Hier der Verlauf im GfK-Konsumklima in den letzten 12 Monaten:


source: tradingeconomics.com

Der folgende Verlauf in den letzten zehn Jahren lässt erkennen, dass das Tief im Konsumklima vor zwei Jahren während der Coronakrise aktuell deutlich in den Schatten gestellt wird. Der aktuelle Indexwert ist doppelt so negativ wie damals.


source: tradingeconomics.com



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1 Kommentar

  1. Ich werde nichts besitzen und glücklich sein. Alles was ich brauchge werde ich mir vom Staat mieten.
    Jeder Mensch soll nur noch das bekommen was er braucht. Alle sollen gelich sein. Niemand soll (bis auf die Regierungskaste) weniger oder mehr haben. Jeder Job den ich ausübe, egal ob schwer oder leicht, egal ob ich überhaupt arbeite, soll gleich mit digitalem Benimm-Geld und CO2-Bonuspunkten entlohnt werden.

    Wir sind fast am Ziel ein sozialistisches Traumparadies wie in Star Treck auszubauen! Dieses man wird es nämlich besser und andars als die unzähligen Male zuvor. Wir werden sicherlich nicht in Massenmord und Verarmung enden und schon garnicht wie in Orwells 1984 :D

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