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Markus Koch mit Andrew Pacholi über den Kreislauf der Ereignisse: Boom, Rezession, Populismus

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Gibt es eine mathematische Reihenfolge, in der sich Populismus-, Boom- und Rezessionsphasen wiederholen? Markus Koch spricht in diesem aussergewöhnlichen Interview mit Andrew Pancholi, dem Herausgeber des Market Timing Reports. Pacholi kommt dabei auf eine erstaunliche Zyklik von Ereignissen – in dieses Schema passt auch der wundersame Aufstieg Trumps zum US-Präsidenten.

Pacholi erwartet übrigens Mitte Juli ein Hoch an der Wall Street bei 3100 Punkten im S&P 500 bevor es dann nach unten geht. Das Interview ist auf englisch – aber dennoch sehr sehenswert!

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Aktienmärkte: Die magische Anziehungskraft des 200-Tagedurchschnitts

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Wochenlang hatte eine extreme Stimmungslage die Aktienmärkte befeuert. Ein Fear & Greed-Index mit Werten, der fast einen ganzen Monat über extremen 90 Punkten notierte – und Aktienindizes, die überaus deutlich über ihren 200-Tagesdurchschnitten schwebten. Man fühlte sich sehr sicher und im Verlaufe der Wochen immer sicherer, schließlich ist 2020 ein Wahljahr und da würde Donald Trump mit seinem Helfer Jerome Powell schon für den richtigen Cocktail sorgen.

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Aktienmärkte: Übertreibungen, so alt wie die Börse

Der legendäre Investor André Kostolany brachte einst die Geschichte mit dem Herrchen und seinem Hund – im Zusammenhang mit der Börse. Der Hund verkörpert die Aktienkurse und sein Herr den 200-Tagesdurchschnittskurs. Das Tier läuft ständig auf und ab, um schlussendlich zu seinem Halter zurückzukehren. Das Ganze geht mitunter rasend schnell – vor allem, wenn sich das Tier zu weit vom Weg entfernt hat.

So geschehen in nur wenigen Tagen, in dem gehebelten Positionen auf der Long-Seite, eine hohe Investitionsquote und kaum Absicherungen auf den Terminmärkten eine riskante Gemengelage der Aktienmärkte provoziert haben. Viele Profis ahnten, dass dies nicht dauerhaft so weitergehen würde. „Fear of missing out und buy the dip“ hießen aber die Parolen, sogar noch zu Beginn der Krise in China um Covid-19. Man vertraute zunächst auf die Versicherungen durch die Notenbanken mit unerschöpflicher Liquiditätszufuhr und auf eine rasche Aufholjagd der chinesischen Wirtschaft in den Folgequartalen.

Italien drehte das Sentiment der Aktienmärkte

Dann kamen die Infektionsfälle in Italien am Wochenende, über 150 an der Zahl. Wirtschaft ist zumeist mehr als 50 Prozent Psychologie sagt man, im Fall einer nicht zu taxierenden Pandemie wohl noch deutlich mehr. Das Coronavirus war mit aller Macht fast im Herzen Europas angekommen, nur ein paar Hundert Kilometer von Deutschland entfernt. Was vor allem extrem verunsichert ist, dass man den „Patienten Null“ nicht ausmachen kann, der für die Verbreitung des Virus verantwortlich ist und auf den dann die Abwehrmaßnahmen zu stützen wären. Aktienmärkte hassen Unsicherheit, heißt es – und diese gibt es in der aktuellen Situation mehr als genug. Neue Fälle in Tirol, in der Schweiz, in Spanien, in Frankreich und aktuell auch in Deutschland – Corona ist in Europa angekommen.

Wie weit wird die Korrektur gehen?

Eine Frage für Hellseher, schließlich kann keiner die wirtschaftlichen Folgen abschätzen, die sich allein schon aus der Verhaltenspsychologie ergeben. Da ist nicht nur die Störung der Lieferketten durch den Großproduzenten China selbst zu nennen, sondern vor allem die Flug- und Tourismusbranche, die von einem Tag auf den anderen in eine Krise stürzen kann. Denn bereits einzelne Fälle von Covid-19 können zu so heftigen Quarantänemaßnahmen führen, dass der wirtschaftliche Schaden schon in kurzer Zeit evident ist. Italien steht sowieso schon mit einem Bein in der Rezession und jetzt hat es ausgerechnet das ökonomische Zentrum des Landes erwischt.

Die Regionen Lombardei und Venetien erzielen zusammen 31 Prozent der italienischen Wirtschaftsleistung, ungefähr 550 Milliarden Euro. Das prosperierende Norditalien steht außerdem für circa 40 Prozent des gesamten italienischen Exports.

Mehr und mehr werden sich die Aktienmärkte der möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen bewusst, eine Korrektur von 10 Prozent wäre normalerweise schon lange fällig. Man war gestern an den Weltbörsen bei bisher gerade mal sieben oder acht Prozent Korrektur angelangt, von den USA bis nach China, außer Hongkong, wo man mit minus 11 Prozent bereits in einer Korrekturphase steckt.

Beim exportlastigen Dax sind es nur noch ein paar Pünktchen bis zur viel zitierten 200-Tageslinie (12630), die auch als symbolische Marke für einen Aufwärts- oder Abwärtstrend steht.

Alle Fälle hat sich die Schere zwischen Bewertungen der Aktienmärkte und der Fundamentalwirtschaft wieder etwas geschlossen. Sie ist auch zu einem Dolch mutiert – und zwar für diejenigen, die so „mutig“ mit Call-Optionen, vielleicht auch unter Inanspruchnahme eines Kredits, auf der Longseite unterwegs waren. Dies wurde schmerzlich korrigiert und über die Verluste wird es sicher bald Nachrichten geben.

Fazit

Die jetzt laufende Korrektur ist alles andere als eine Überraschung. Denn wie stark haben die Sentimentindikatoren im langjährigen Vergleich nach einer Abkühlung geschrien? Was aber stets aufs Neue überrascht, ist die Geschwindigkeit und Dynamik der Abwärtsbewegung. Während der S&P 500 mehrere Anläufe und über ein Jahr brauchte, um die Widerstandszone von 2900 bis 3000 Punkten zu überwinden, genügten nur drei Handelstage, um über 200 Indexpunkte auszupreisen.

Eines hat sich sich wieder einmal gezeigt: Neue Höchstkurse der Aktienmärkte ziehen Anleger an, so fundamental unlogisch es auch klingen mag, die mit jedem Tag sorgloser und gieriger werden. Was gibt es dafür nicht alles an platten Sprüchen: „Die Hausse ernährt die Hausse“, ist nur einer von vielen.

Unauslöschlich die Gier des Menschen vor allem an der Börse, aber genauso unweigerlich die Wirkung der Schwerkraft, wissenschaftlich “Reversion to the mean“ genannt. Was aber nicht bedeuten muss, dass wir bereits das Ende des 11-jährigen Wirtschaftszyklus sehen – schließlich befinden wir uns in einem Wahljahr und ohne Rezession wechseln die großen Kapitalsammelstellen nicht einfach in die Rentenmärkte. Die erzielbaren Renditen sind magerer denn je.

Allerdings besitzt der „Schwarze Schwan“ Coronavirus das Vermögen, genau so eine Schrumpfung der Wirtschaft in bedeutenden Volkswirtschaften auszulösen.

Vielleicht ist es den Notenbanken gar nicht so unangenehm, dass es die Aktienmärkte derzeit eine Korrektur aus einer Überhitzungen absolvieren, vor der einige Notenbanker schon gewarnt haben! So kann man sich auch den Vorwurf ersparen, bei unvorsichtigen Äußerungen eben so eine Korrektur herbeigeführt zu haben.

Ich habe in Ausblicken auf 2020 öfters die These vertreten, dass das neue Jahrein von Volatilität geprägtes für die Aktienmärkte werden könnte. Sicherlich wird man in Washington und bei der Federal Reserve aktuell intensiv darüber beraten, was man gegen einen tieferen Sturz der Aktienmärkte in den Status einer Korrektur (> 10 Prozent) unternehmen kann. Schließlich dürfte ein starkes Abschmelzen der Kurse an der Wall Street mit ihrer Marktkapitalisierung von über 35 Billionen Dollar den US-Aktionär hart treffen – auch die Mittelschicht – und dann würde der Konsum betroffen sein, die Stütze der schuldenfinanzierten Ökonomie in den USA. Und das in der beginnenden heißen Phase des Wahlkampfs 2020!

Die Aktienmärkte sind derzeit stark unter Druck

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Goldpreis, Aktienmärkte, Margin Calls! Videoausblick

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Die Aktienmärke scheinen im freien Fall zu sein (Nasdaq mit größtem Abverkauf seit 2016, Dow Jones seit Jnuar 2018) – aber der Goldreis steigt dennoch nicht mehr. Warum? Zuvor hatten sich Investoren mit dem Kauf von Gold abgesichert (nicht aber mit Puts auf die Aktienmärkte) – mit dem Abverkauf der Aktienmärkte aber mußten viele offenkundig einem Margin Call zuvor kommen und verkauften daher die im Plus liegenden Positionen in Gold. Damit zeigt sich nun ein gefährliches Muster: wenn der Goldpreuis trotz fallender Aktienmärkte nicht mehr steigt, dann zeigt das eine breitflächige Enthebelung an. Die Flut hebt alle Boote – aber wenn die Flut der Ebbe weicht, sieht man, wer nackt gebadet hat, lautet eine Börsenweisheit..

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum es nach unten geht! Marktgeflüster (Video)

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Nach dem gestrigen starken Abverkauf der Aktienmärkte geht es auch heute weiter nach unten – dabei schien vieles zunächst nach einem „turnaround tuesday“ auszusehen, sprich einer bullischen Gegenreaktion. Aber nach guten Start gab die Wall Street die Gewinne wieder ab – und das liegt an einer Kombination aus fundamentalen und technischen Faktoren der Aktienmärkte. Fundamental, weil schon lange die Kurse steigen, nicht aber die Gewinne der Unterehmen. Durch das Coronavirus wurde die Schere zwischen Kursen und fundamentaler Lage zu groß (Gewinnwarnungen voraus). Und technisch: mit Unterschreiten bestimmter Niveaus (besonders beim Leitindex S&P 500) müssen mit Anstieg der Volatilität Trading-Systeme (Algos) verkaufen. Hinzu kommt, dass US-Privatanleger ihre ohnehin schon hohen Long-Positionen in ETFs und Optionen noch weiter ausgebaut hatten und mit tieferen Kursen immer mehr in Schieflage geraten..

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