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Gold/Silber

Markus Krall und Florian Homm über Manipulation im Handel mit Gold

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren Gold

Markus Krall ist nicht nur als Degussa-Chef einer der Vertreter der Gold-Branche in Deutschland. Er ist Bankenexperte und scharfer Kritiker des derzeitigen Finanzsystems (immer obszöneres Gelddrucken durch die Notenbanken). Zunehmend wird er von großen Medienpublikationen auch in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gedrängt. Man darf anmerken, ohne sich gegen oder für ihn zu positionieren: Einige seiner Formulierungen (ganz unabhängig von Inhalten) sind doch relativ derbe und grenzwertig! Aber gut, kommen wir zum Thema Gold.

Markus Krall über die Notenbanken und Gold

Markus Krall hat aktuell mit Florian Homm über Manipulationen im Handel mit Gold gesprochen. Notenbanken und IWF würden ein nicht unberechtigtes Interesse daran haben, dass der Goldpreis nicht wilde Kapriolen schlage. Trotz Papiergeldsystem (Fiat-Geldsystem – hier erklärt) würden die Notenbanken immense Mengen an Gold halten und zukaufen – sie seien Netto-Käufer von Gold. Sie seien nicht an all zu großer Volatilität im Preis von Gold interessiert. 40.000 von 200.000 Tonnen Gold lägen bei den Notenbanken, als ultimative Rückversicherung für den Wert des Geldes. Die Notenbanken seien grundsätzlich darauf bedacht, dass der Goldpreis nicht zu stark schwanke, weil dies zu großen Schwankungen in den Notenbank-Bilanzen führen würde. Dies sei nicht erwünscht.

Aktuelle Marktlage

Die gesamte Marktlage hinsichtlich der langfristigen Geldwertstabilität erzeuge eine Flucht in Assets, die gegen Inflation schützen würden, so Markus Krall. Der Trend nach oben bei Gold sei solange intakt, wie die Notenbanken wie wild Geld drucken würden. Hochinteressant: Er wirft eine Theorie auf, was sich seit März am Goldmarkt geändert habe. Durch die Coronakrise und die immense Nachfrage nach echtem physischen Gold habe sich der Preis für das physische Edelmetall vom synthetischen Preis für Buchgold entkoppelt. Von daher sei der Goldpreis für die Notenbanken seitdem nicht mehr einfach über Derivate (hier dazu die Begriffserklärung) steuerbar.

Die Theorie von Markus Krall ist sehr interessant. Wollten die Notenbanken nämlich jetzt den Goldpreis drücken, dann müssten sie physisches Gold auf den Markt werfen, anstatt wie früher mit Derivaten den Goldpreis zu drücken. Aber die Notenbanken hätten ja ein Interesse ihre Goldbestände weiter auszubauen, und würden daher das Edelmetall nicht verkaufen. Von daher sei ihnen seit März die Kontrolle über den Goldmarkt nicht mehr so einfach möglich, so Markus Krall. Eine interessante Theorie, so möchten wir meinen.

Die Anleger vom Gold abbringen

Wie könnten Notenbanken oder Staaten ganz ohne Gold-Verbot Privatanleger von Geldanlagen im Edelmetall abbringen? Markus Krall sagt, dass er derzeit am Derivatemarkt deutlich höhere Volumina in Goldprodukten sehe. Die Volatilität habe zugenommen. Durch diese höheren Schwankungen im Goldpreis könnte man Privatanleger Angst vor einem Gold-Investment machen. Tja, ob die Notenbanken dahinter stecken? Dazu sagt er, dass dazu konkrete Beweise fehlen. Aber dass jemand derzeit sehr aktiv sei am Derivatemarkt, sei eindeutig zu belegen. Es gehe laut Markus Krall um eine Entmutigung der Investoren, die Interesse an Gold hätten. Sehen Sie im folgenden Video das hochinteressante Gespräch mit Florian Homm.

Übrigens: Beim Klick an dieser Stelle finden Sie meine Gegenrede zur Forderung eines ZEIT-Journalisten aus der letzten Woche, den Handel mit Gold abzuschaffen. Hierbei wurde durch die ZEIT auch Markus Krall als bösartiger Angstmacher und Crashprophet thematisiert. Was auf den ersten Blick arg nach Verschwörungstheorie klingt: Finden Sie hier seine Meinung zum Geldsystem, das so aufgebaut sei, dass es als Matrix zur Täuschung der Menschen funktioniere.

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Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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