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Merkels Energiewende: Der tatsĂ€chliche Grund fĂŒr die Entmachtung der „Stromer“ E.On und RWE

Warum der Supergau in Fukushima vor sieben Jahren nur der Vorwand fĂŒr die Merkelsche Energiewende war, die eine Energie-Elite abservierte, die zu mĂ€chtig geworden war!

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Von Markus Fugmann

Gestern vor genau sieben Jahren kam es zum Supergau in Fukushima nach dem vorherigen verheerenden Tsunami an der japanischen KĂŒste. Und genau gestern wurde bekannt, dass die beiden seitdem so schwer gebeutelten deutschen Energiekonzerne E.On und RWE durch einen Deal praktisch nicht mehr in Konkurrenz zueinander stehen werden – was faktisch ein neues Monopol schafft, das auch im internationalen Kontext nun ernst zu nehmen ist:

Die seltsame BegrĂŒndung Merkels fĂŒr die Energiewende

In Reaktion auf die Katastrophe in Fukushima beschloss Angela Merkel damals die Energiewende. Ihre BegrĂŒndung: wenn ein solcher Supergau in einem Hochtechnologie-Land wie Japan passieren könne, dann mĂŒsse man von der Technologie Atomkraft Abstand nehmen, so die Kanzlerin in einer RegierungserklĂ€rung:

„Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verĂ€ndert. Das Restrisiko der Kernenergie habe ich vor Fukushima akzeptiert, weil ich ĂŒberzeugt war, dass es in einem Hochtechnologieland mit hohen Sicherheitsstandards nach menschlichem Ermessen nicht eintritt.“

Faktisch heißt das: wenn in der Ukraine (Tschernobyl) ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, kann das mal passieren, weil die Ukrainer eben Ukrainer sind, „a bissl schlampig halt“, wĂŒrde Beckenbauer vielleicht formulieren. Wenn dasselbe aber im technologisch so entwickelten Japan passiert, stimmt etwas mit der Technologie nicht, so offenkundig die Schlußfolgerung, die scheinbar niemand wirklich hinterfragt hat. Schien ja so schön plausibel zu sein, das Argument.

FĂŒr eine ausgebildete Physikerin wie Merkel ist das eine bemerkenswerte Aussage, denn entweder hat eine Technologie wie die Atomkraft unkalkulierbare Risiken – oder eben nicht. Dass ein Unfall in Japan eine Technologie ad absurdum fĂŒhrt, einer in der Ukraine aber nicht, ist eine bemerkenswert un-naturwissenschaftliche Sicht auf die Dinge, die wiederum fĂŒr eine auch mental sehr naturwissenschaftlich geprĂ€gte und argumentierende Physikerin sehr merkwĂŒrdig anmutet.

Daher stellt sich die Frage, ob die dann eilends beschlossene Energiewende – immerhin eine radikale Umkehr bisheriger, jahrzentelang betriebener Politik – wirklich aus dieser vermeintlichen Erkenntnis resultiert, oder nicht vielmehr eben nur ein Vorwand ist!

 

Der wirkliche Grund fĂŒr die Merkelsche Energiewende

Ich bin durch Zufall in einen Kreis von Energie-Managern geraten, die ich regelmĂ€ĂŸig bei sportlichen BetĂ€tigungen treffe. Und ich Ă€usserte gegenĂŒber diesen Managern meine Verwunderung ĂŒber die Merkelsche BegrĂŒndung der Energiewende – und erntete von diesen Managern lautes Lachen. Nein, so der Tenor dieser Manager – die fĂŒr deutsche, aber auch russische und angelsĂ€chsische Energieunternehmen in leitender Funktion arbeiten (E.On, Gazprom, BP etc.) und ĂŒber hervorragende Kontakte in der Branche verfĂŒgen – die Energiewende sei vielmehr ein kluger, geradezu raffiinierter Schachzug von Merkel gewesen, die ein paar gute Berater zur rechten Zeit gehabt habe!

Der Grund: die „Stromer“, so der Duktus der Manager, hĂ€tten jahrelang die Politik mit VertrĂ€gen ĂŒber den Tisch gezogen, was den politischen Entscheider-Kreisen nach einigen Jahren durchaus aufgefallen sei. Aber wie aus den VertrĂ€gen heraus kommen, ohne eine radikale Änderung der gesamten Enegiepolitik, die auch in der Bevölkerung RĂŒckhalt finden konnte?

Und dann kam der Fukushima-Supergau und die Chance, die alten VertrĂ€ge und die Machtposition der „Stromer“ radikal zu kappen. Und Merkel ergriff die Gelegenheit und rasierte eine Elite, die es sich im System sehr eintrĂ€glich und gemĂŒtlich gemacht hatte, mit einem radikalen Schnitt ab!

Wie radikal, sieht man am Niedergang der Aktienkurse von E.On und RWE. Seitdem ist wieder der Staat und nicht die Strom-Elite der Chef im Ring, die Politik hat durch diesen Schritt wieder die volle SouverenitĂ€t ĂŒber ihr Handeln gewonnen.

„Wir Stromer“, so die Manager, „waren mĂ€chtig und zu selbstzufrieden geworden, wir sind dann schließlich das Opfer unseres eigenen Erfolgs geworden“. Dann sei der Absturz gekommen – und das mit einem Schritt Merkels, der neben dem AbsĂ€gen von Helmut Kohl und der Entscheidung in der FlĂŒchtlingspolitik zu den drei wenigen Entscheidungen Merkels gehört, wo sie sich wirklich aus dem Fenster gelehnt hat und nicht nur Entscheidungen ausgesessen hat.

Aber sicher doch: wenn in Japan ein Atomkraftwek explodiert, ist das doch was ganz anderes, oder?

 

Angela Merkel. Foto: EU2017EE Estonian Presidency / Wikipedia (CC BY 2.0)

16 Kommentare

16 Comments

  1. G-H-Gerger

    12. MĂ€rz 2018 10:23 at 10:23

    Ich habe schon oft Schwachsinn dieser Art gelesen. Der Autor sollte sich mal vor der Niederschrift etwas mit der Materie beschĂ€ftigen. Der Reaktor in Tschernobyl war ein Kohlenstoffmoderierter Reaktor, also ein vollkommen anderer Typ und ĂŒberhaupt nicht vergleichbar.
    Also, bitte erstmal Physik studieren, bevor man so einen Schmarrn abliefert.

    • Markus Fugmann

      12. MĂ€rz 2018 10:31 at 10:31

      @G-H-Gerger, was spielt das fĂŒr eine Rolle?? Merkel jedenfalls hat sich in ihrer BegrĂŒndung fĂŒr die Energiewende darauf mit keinem Wort darauf bezogen, dass es da Unterschiede in der Funktionsweise der Atomreaktoren gab! Ihr Ziel war eben die Abservierung einer mĂ€chtigen Lobby, die in Deutschland mit langfristigen, fĂŒr den Staat sehr ungĂŒnstigen VertrĂ€gen die Politik jahrelang an der Nase herum gefĂŒhrt hatte!

  2. Hondo

    12. MĂ€rz 2018 10:29 at 10:29

    Wenn das jemand anders schreiben wĂŒrde wĂ€re er ein Verschwörungstheoretiker oder gleich ein N**i.

  3. Hans Kolpak

    12. MĂ€rz 2018 11:24 at 11:24

    Sehr geehrter Herr Fugmann,

    der deutsche Strompreis ist durch Umverteilungen belastet:
    http://www.NAEB.tv Stromverbraucherschutz

    Die Brennstoffkraftwerke und die Kernkraftwerke sind alle unwirtschaftlich geworden, weil stĂ€ndig schwankender und drei bis fĂŒnf Mal so teurer Ökostrom zwangsweise eingespeist wird, bis die 55-Prozent-Marke erreicht ist.

    Durch Strompreis-Dumping wird Ökostrom an den Strombörsen unter den Gestehungkosten gehandelt, verschenkt oder sogar die Abnahme bezahlt, um möglichst oft die 55-Prozent-Marke zu erreichen. Doch nachts scheint keine Sonne und oft ist einfach nur Flaute.

    45 Prozent grundlastfĂ€higer Strom muss von den Generatoren mit den riesigen Schwungmassen kommen, damit das europĂ€ische Verbundnetz stabil bei 50 Hertz schwingt. Zu diesem Zwecke werden dann Windkraftanlagen und Solarstromanlagen ferngesteuert vom Netz genommen, damit es nicht kollabiert. Die VergĂŒtung wird trotzdem bezahlt! Geht es noch irrsinniger?

    Dieser Regelungsaufwand ist trotz Computer und Fernwirkeinrichtungen sehr teuer und personalintensiv. Die Kosten wuchsen von rund 100 Milliarden Euro vor zehn Jahren auf inzwischen etwa 1.000 Milliarden Euro allein in Deutschland an.

    Wir veröffentlichen seit Jahren alle zwei Wochen einen Pressetext, um die komplexen ZusammenhĂ€nge fĂŒr die Öffentlichkeit aufzubereiten. Die Texte können von Ihnen auf http://www.NAEB.tv eingesehen und kopiert werden.

    Ingenieure wissen so Manches, was Managern unverstĂ€ndlich erscheint. Letztere fallen aufgrund ihrer juristischen und wirtschaftlichen Vorbildung auf politisch korrektes Denken herein, das bereits an den Schulen vermittelt wird. Physik und Chemie nehmen darauf immer noch keine RĂŒcksicht. Komisch, oder?

  4. leo

    12. MĂ€rz 2018 11:29 at 11:29

    Im Grunde ist doch kein deutsches Industrieunternehmen frei.
    Der Sozialismus in der dt. Wirtschaftspolitik durch Einflußnahme
    des Staates ist ein großes Problem. Sobald ein Unternehmen top
    gewirtschatet hat wird es klein sozialisiert. Die Deutsche Telekom
    ist ein Beispiel.

  5. SB

    12. MĂ€rz 2018 11:37 at 11:37

    Das der Strom deswegen fĂŒr den Normalverbraucher immer teurer wird, war ihr egal, nur um den Bossen der Energiebranche zu zeigen, wer der Herr im Hause ist?

    Und jetzt macht Merkel es mit der (mĂ€chtigen) Autoindustrie ebenso ĂŒber Dieselfahrverbote? (…und nachfolgend selbstverstĂ€ndlich auch Benziner)

    Nebenbei stÀrkt sie per unbegrenzter Zuwanderung den sozial-industriellen Komplex (Caritas, Diakonie & Co), womit sie ein neue (Umverteilungs-) Macht im Staate schafft.

    Also die im Artikel erzÀhlte Geschichte kommt mir nicht wirklich plausibel vor.

  6. rote_pille

    12. MĂ€rz 2018 21:04 at 21:04

    „Seriöser“ Artikel. Wie genau wurde die Regierung angeblich ĂŒber den Tisch gezogen? Wo ist der Beleg dafĂŒr, dass der Staat von den entgangenen Gewinnen der Energiekonzerne profitiert hat?
    Und welcher reale Mensch hÀtte bitte je etwas wie
    „„Wir Stromer“, so die Manager, „waren mĂ€chtig und zu selbstzufrieden geworden, wir sind dann schließlich das Opfer unseres eigenen Erfolgs geworden““
    ernst gemeint gesagt???
    Das glaube ich erst, wenn ich ein von der CIA durchgechecktes Tonband höre wo das drauf ist …

  7. webmax

    13. MĂ€rz 2018 10:41 at 10:41

    Und, ĂŒbrigens am Rande: Es sollte sich herumgesprochen haben, dass Merkel Chemie studiert hat, und nur im letzten Semester mit Sauer-Hilfe (ihr spĂ€terer Gatte) in Physik abschließen konnte. Und dass dieser DDR-Prof. Sauer bereits ein Jahr spĂ€ter fĂŒr einen kalifornischen RĂŒstuungskonzern arbeitete, der nur das Pentagon als Auftraggeber hat(te)!

  8. Gunther

    13. MĂ€rz 2018 12:31 at 12:31

    Ich möchte da auch mal etwas dazu sagen:
    Wenn Merkel auch nur etwas minimal richtig gemacht hat – dann die Abschaltung der unsĂ€glichen Atomkraftwerke!
    Atomkraft ist das dĂŒmmste was der Menschheit je eingefallen ist.
    Betet darum, dass nie und wirklich nie etwas grĂ¶ĂŸeres passiert – ganz Europa wĂ€re am Ende. Es gab schon genĂŒgend ZwischenfĂ€lle, manche ganz knapp am Gau.
    Fakt ist einfach, dass wie bei allem immer ein Restrisiko bleibt. Allein das Alter vollfĂŒhrt sein Werk. Dieses Restrisiko hĂ€tte bei Eintritt aber eine solche immense Auswirkung auf die Menschen, dass es unvorstellbar ist.
    Bei allen anderen Technologien auch wenn sie auch nicht ungefĂ€hrlich fĂŒr den Menschen sind – so lassen sich die Folgen doch eingrenzen und vor allem braucht es nicht tausende Jahre bis diese wieder beseitigt sind.
    Und auch ohne einen Gau ist Atomkraft das Letzte – kein Mensch hat bisher ein Antwort auf den MĂŒll (kann man es ĂŒberhaupt so bezeichnen) – auf den zig Generationen nach uns noch aufpassen mĂŒssen bzw. diesen schadet.
    Ich verstehe nicht, wie es Leute geben kann die diese Risiken einfach ausblenden . Zumal wenn man bedenkt wie wenig eigentlich durch Atomkraft am ganzen Strom abgedeckt wird. Es wird immer so getran als sei dies der Hauptstromlieferant – lol – das ist er bei weitem nicht (evtl. 1/5)
    Und wĂŒrden wir noch mehr Atomkraft haben ist nicht einmal genĂŒgend Uran vorhanden um diese zu betreiben ! Warum also an dieser miesen ĂŒbergangs Technologie mit den immensen Risiken festhalten?
    Ich kann mir nur an den Kopf fassen bei den pro Atom Meinungen.
    MfG

  9. frank

    13. MĂ€rz 2018 12:34 at 12:34

    Ich verstehe das nicht. Die Stromer waren erfolgreich und machtvoll und haben dann freiwillig der Energiewende zugetimmt. Das ergibt keinen Sinn.

    • Markus Fugmann

      13. MĂ€rz 2018 12:41 at 12:41

      @frank, nicht freiwillig zugestimmt – sie wurden abserviert und mit der Energiewende vor vollendete Tatsachen gestellt!

  10. frank

    13. MĂ€rz 2018 12:41 at 12:41

    und dann stellt sich die Frage wieso man nun das neue RWE-EON-Monopol neu entstehen lĂ€sst? Dadurch wĂŒrde man ja eingestehen dass die alte Entscheidung falsch war.

    • Markus Fugmann

      13. MĂ€rz 2018 12:44 at 12:44

      @frank, nein! Man hat beide Unternehmen kastriert gewissermaßen durch die Energiewende (man blicke auf die Entwicklung der Aktienkurse beider Unternehmen) und sagt sich jetzt: zwei Konkurrenten brauchen wir nicht in Deutschland, also sollen die sich aus dem Weg gehen und jeder fĂŒr sich damit bessere Chancen haben. Das ist eine Art spĂ€te Gnade durch die Politik..

  11. Pingback: Merkels Energiewende: Der tatsĂ€chliche Grund fĂŒr die Entmachtung der „Stromer“ E.On und RWE – Vernunftkraft.

  12. frankie68

    15. MĂ€rz 2018 23:04 at 23:04

    @Markus Fugmann
    meiner Erinnerung nach hatte das wahlkampftaktische GrĂŒnde. Ich meine, das UnglĂŒck geschah ca. zwei Wochen vor den wichtigen Landtagswahlen in BW. Die GrĂŒnen bekamen Mords-Zulauf und drohten, die Wahlen zu gewinnen (was ja auch so kam). Merkel wollte mit ihrer Kehrtwende wohl den GrĂŒnen den Wind aus den Segeln nehmen, und da man sie daraufhin als opprtunistischen Wendehals hinstellte, konnte sie danach nimmer zurĂŒck.
    Selbst BrĂŒderle hatte das nicht ernst genommen. In einer engen Runde mit den Versorger-Bossen fragten ihn diese erschreckt, was sie von Merkels Aussagen halten sollen. „Nicht ernst nehmen, reine Wahlkampfrhetorik“, sagte dieser daraufhin.

    • Wolfgang M.

      16. MĂ€rz 2018 07:32 at 07:32

      @frankie68, sehe ich genauso. Angela Merkel dachte von Anfang an immer an den Erhalt der Macht. Durch eine Sozialdemokratisierung der CDU, um der Konkurrenzpartei die Wahlkampfthemen wegzunehmen, der Entmachtung eventueller Konkurrenten fĂŒr das Kanzleramt aus der eigenen Partei (Merz, Koch) und der Umweltthemen im Hinblick auf die GrĂŒnen. Hatte sie nicht zuvor erst die Laufzeit der Atomkraftwerke verlĂ€ngert? Der Verweis auf die nicht beherrschbare Technik ist aufgrund der unterschiedlichen geologischen Voraussetzungen zwischen Japan und Deutschland (Tsunami, ErdbebenstĂ€rke) nur ein Teilaspekt. Es war auch in meiner Erinnerungen, als wesentlicher Triebfeder, das Kippen der WĂ€hlerstimmung vor der wichtigen Landtagswahl. Gruß

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Aktien

Neuer MDax-Wert „Sartorius AG“: Versucht da jemand die Aktie mit Negativ-Propaganda nach unten zu drĂŒcken?

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am

Die Aktie des Pharmazulieferers und LaborausrĂŒsters Sartorius AG wird gemĂ€ĂŸ VerkĂŒndung der Deutschen Börse vom 6. September am 24. September in den MDax aufgenommen. Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei mehr als 10 Milliarden Euro. Die Aktie ist also keine kleine Nummer mehr. Der Kursanstieg kann sich mehr als sehen lassen. Allein in den letzten vier Jahren stieg die Aktie von 25 Euro auf jetzt 146 Euro.

Der Aufstieg in den MDax ist der zweitbeste Ritterschlag in Sachen Aufmerksamkeit (die Nummer 1 ist die Aufnahme in den Dax). Wir wollen in diesem Artikel in keinster Weise eine Bewertung fĂŒr die Aktie abgeben, und auch nicht eine Kauf- oder Short-Empfehlung aussprechen. Es geht nur um das doch recht merkwĂŒrdige „Gebaren“ eines gewissen Thomas Vialando, wenn das denn ĂŒberhaupt sein richtiger Name ist.

Alleine in den letzten zwei Wochen kam von dieser Person drei Mal eine Email an unsere Redaktion. Wie wir sehen können, wurde diese Mail in Kopie an mehr als 60 Banken, Hedgefonds, Analysefirmen und Finanznachrichtenportale geschickt. Es geht also um eine Rundmail, die möglichst viel Aufmerksamkeit erreichen soll. Jedes Mal lautete die Überschrift der Email „BetrĂŒgerische Kursmanipulation bei Sartorius Vz“. In seiner Mail lĂ€sst sich der Autor darĂŒber aus, dass der Kursanstieg der Satorius-Aktie durch betrĂŒgerische Manipulation entstanden sei.

Die Aktie sei völlig ĂŒberbewertet. Dazu von unserer Seite der Hinweis: Das KGV der Aktie lag 2017 bei 37, und fĂŒr 2018 wird ein KGV von 64 erwartet. Das ist vielleicht nicht gerade gĂŒnstig, aber bei Highflyer-Aktien kommt es immer wieder zu langjĂ€hrig hohen KGVÂŽs – weil die Börsianer eben Phantasie nach oben kaufen. Wurde diese Aktie durch Betrug nach oben getrieben? Allein schon die Aufmachung und Marktschreier-Rhetorik des Email-Autors lĂ€sst doch arg an seiner SeriositĂ€t zweifeln. So rĂ€t der Autor dringend dazu die Aktie zu verkaufen.

Man kann durchaus vermuten, dass der Autor ein Eigeninteresse haben könnte. Hat er oder haben Leute aus seinem Umfeld vor geraumer Zeit die Aktie leerverkauft, und sitzen jetzt auf großen Verlusten? Oder shorten sie die Aktie gerade jetzt, und versuchen mit solchen reißerischen Massen-Mails Analysten und Nachrichtenportale zu beeinflussen, damit sie negativ ĂŒber die Aktie von Sartorius berichten? Das kann man nicht mit 100% Genauigkeit sagen, aber die Vermutung liegt doch nahe.

Laut diesem Herrn „Vialando“ wĂŒrden viele Analysten die „schlimme Wahrheit“ ĂŒber diese Aktie verschweigen, weil sie am „Kuchen mit naschen“ wĂŒrden. Die einzige korrekte Empfehlung sei es laut Vialando die Aktie zu verkaufen (Strong SELL). Das sage aber niemand. Unsere Meinung: Falls Sie auf so eine Mail dieses Herrn oder von anderen Personen stoßen sollten, oder falls Sie irgendwo auf irgendeiner Webseite solche reißerischen und extrem ĂŒberdrehten Formulierungen höheren sollten: Es ist Vorsicht geboten!

Wie gesagt: Wir von FMW empfehlen zu dieser Aktie gar nichts. Wir wollen nur darauf hinweisen, dass möglicherweise jemand versucht mit einer geschickten Manipulation der Börsen-Öffentlichkeit den Kurs dieser Aktie nach unten zu drĂŒcken. Ob die Aktie wirklich ĂŒberbewertet ist, ob die Bilanz gesund ist? Schauen Sie doch einfach selbst genau in die Zahlen des Unternehmens und die allgemein zugĂ€nglichen Kennzahlen zur Aktie! Wenn allzu reißerische Marktschreier-Infos ganz klar zu 100% sagen, dass sie verkaufen sollen, sollten Sie hellhörig werden, dass hier jemand möglicherweise versucht ihr Verhalten als Anleger zu manipulieren.

Sartorius  AG
Die Aktie der Sartorius AG seit 2007.

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Aktien

Tesla: Nach den Eskapaden von Elon Musk wartet eine impulsive Rally..

Die Aktie von Tesla steht unmittelbar vor einer neuen sehr profitablen Rallye..

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am

FĂŒr die Aktie von Tesla hatte ich, in meiner Betrachtung vom 26.03.2018 den Abverkauf bis 217 $ prognostiziert. Damit sollte eine grĂ¶ĂŸere Korrektur abgeschlossen und einer grĂ¶ĂŸeren Rallye die TĂŒr geöffnet werden. Diesem Anspruch konnte die zwischenzeitliche Performance auch weitestgehend gerecht werden. Selbst die temporĂ€ren Erwartungen konnten nahezu punktgenau erfĂŒllt werden, wie die Zeitlineale es aufzeigen. Aktuell steht Tesla Inc. Unmittelbar vor dem Abschluß der seit AnfangÂŽ17 laufenden Korrektur.

 

Ausblick:

Momentan steht der Abschluß des seit ĂŒber einem Jahr wĂ€hrenden Triangles (A-B-C-D-E) auf der Tagesordnung. Zeitgleich wird mit dieser Formation auch die ĂŒbergeordnete Welle (B) abgeschlossen. Der sich ultimativ an ein Triangle anschließende Thrust lĂ€ĂŸt die Aktie wieder krĂ€ftig stiegen. Der Startschuß fĂŒr diese fĂŒnftteilige Bewegung (1-2-3-4-5) fĂ€llt indes erst mit dem Überschreiten des 1.00 Retracement bei 358.58 $.

(Chart durch anklicken vergrĂ¶ĂŸern)

Das nĂ€chste Ziel dieser sich als große Welle (C) ausbildende Welle liegt auf dem 1.62 Retracement (485.80 $) und wird in aller Regel mit einer dynamischen Bewegung ausgefĂŒhrt. WeiterfĂŒhrend liegt das idealtypische Ziel von (C) auf dem große 0.62 Retracement bei 975.24 $. Das unterhalb liegende Zeitlineal zeigt allerdings auf, daß absolut kein Grund fĂŒr Torschlusspanik gegeben ist.

Das beschriebene Szenario behĂ€lt solange Bestand, solange sich die Notierungen ĂŒber dem 1.00 Retracement (192.58 $) behaupten können. Ein eventueller Bruch dieser sehr wichtigen UnterstĂŒtzungslinie wĂŒrde, gesetzt den Fall, eine sehr scharfe dynamische sowie lĂ€nger wĂ€hrende Korrektur nach sich ziehen. Große Chancen rĂ€ume ich diesem Szenario allerdings nicht ein.

Fazit:

Die Aktie von Tesla steht unmittelbar vor einer neuen sehr profitablen Rallye. Der Startschuß fĂŒr diese lĂ€ngerfristige Bewegung fĂ€llt mit Überschreiten des 1.00 Retracements bei aktuell 358.58 $. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 1.00 Retracement bei 192.58 $ ab.

 

Hinweis: Herr Becker veranstaltet am 27.10.2018 ein Seminar zum Thema Elliott Wellen – hier erhalten Sie dazu weitere Informationen

 

By Steve Jurvetson – Flickr: FANUC Robot Assembly Demo, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20512989

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Aktuell: Zalando mit Umsatz- und Gewinnwarnung, Aktie vorbörslich -9%

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am

Zalando hat heute Nacht eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben. Paradox: Laut Zalando soll der gute Sommer schuld sein (man will es kaum glauben). Zitat aus der aktuellen Meldung des Unternehmens:

Zalando SE, Europas fĂŒhrende Onlineplattform fĂŒr Mode und Lifestyle, passt die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 an. Der lange und außergewöhnlich heiße Sommer sowie ein verspĂ€teter Start in die Herbst/Winter-Saison belasten das Umsatzwachstum und das bereinigte EBIT. Aufgrund der aktuellen SchĂ€tzungen der Ergebnisse fĂŒr das dritte Quartal 2018 und unter BerĂŒcksichtigung der GeschĂ€ftserwartungen im aktuellen Marktumfeld hat der Zalando-Vorstand heute den Ausblick fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 angepasst. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 erwartet Zalando nunmehr ein Umsatzwachstum am unteren Ende der angestrebten Spanne von 20-25% (zuvor: in der unteren HĂ€lfte dieser Spanne) und ein bereinigtes EBIT von 150-190 Millionen Euro (zuvor: am unteren Ende eines Zielkorridors von 220-270 Millionen Euro).

Die Prognosen fĂŒr Investitionen (Capex) und das Nettoumlaufvermögen bleiben unverĂ€ndert. FĂŒr das dritte Quartal 2018 erwartet Zalando ein Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT deutlich unter den AnalystenschĂ€tzungen (vom Unternehmen erhoben, Median, zum heutigen Tag: 19,8% Umsatzwachstum, -2 Millionen Euro bereinigtes EBIT). Zalando wĂ€chst trotz der angepassten Prognose weiterhin signifikant schneller als der Modemarkt insgesamt. Dies ist im Einklang mit der Strategie des Unternehmens, sich auf den Ausbau von Marktanteilen zu fokussieren. Alle veröffentlichten Zahlen sind vorlĂ€ufig und ungeprĂŒft. Zalando veröffentlicht die GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das dritte Quartal am 6. November 2018.

Die Zalando-Aktie notiert aktuell vorbörslich mit -9,45% bei 35,67 Euro. Damit wird der AufwÀrtstrend der Aktie eindeutig nach unten durchbrochen. Im roten Kreis wird die Aktie gleich in den Handel gehen (Chart seit dem Börsengang im Jahr 2014).

Zalando Aktie seit 2014

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