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So heizt die neue Bundesregierung die Inflation an

Auto an Tankstelle

Die Inflation ist in den Deutschland in den letzten Monaten bereits kräftig angestiegen auf aktuell 4,5 Prozent. Laut Meinung der Bundesbank könnte sie schon in wenigen Tagen auf 6 Prozent ansteigen. Aber Anfang 2022 könnte der Preisdruck etwas nachlassen, weil einige Sondereffekte (Mehrwertsteuereffekt aus 2020) wegfallen. Die in wenigen Tagen an den Start gehende neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP dürfte mit einigen Maßnahmen aber dafür sorgen, dass die Inflation wieder angeheizt wird. Hier ein Blick auf zwei Themenfelder.

Steigende Inflation durch höheren Mindestlohn

Jedem Mindestlohn-Empfänger sei ein höherer Lohn gegönnt. Aber hier geht es um die zwangsläufigen Folgen so einer Maßnahme. Der gesetzliche Mindestlohn steigt bisher planmäßig am 1. Januar 2022 auf 9,82 Euro. Wie aus dem gestern veröffentlichten Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP hervorgeht, will man ihn auf 12 Euro anheben. Das ist eine Steigerung von 22,19 Prozent. Die Arbeitgeber der so beglückten Mindestlohnempfänger werden diese steigenden Personalkosten zwangsläufig auf ihre Endkunden abwälzen, was letztendlich steigende Preise für alle Verbraucher nach sich zieht. Ob Brötchen vom Bäcker oder einfache Dienstleistungen. Bei allen Einkäufen und Nutzungen des Alltags, wo bei der Erstellung von Waren und Dienstleistungen Mindestlohnempfänger involviert sind, dürften sich die Unternehmen gezwungen sehen diese Kosten weiterzureichen. Und höhere Verbraucherpreise bedeuten per Definition nun mal Inflation!

CO2-Preis klettert immer weiter hoch

Wie die Rohstoff-Experten der Commerzbank heute anmerken, machte der CO2-Preis gestern einen deutlichen Satz nach oben und markierte einen neuen Rekord von über 73 Euro je Tonne. Auftrieb habe der gestern präsentierte Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP gegeben, welcher der CO2-Bepreisung im Klimaschutz eine zentrale Rolle einräumt. Die Koalition will sich in der EU für einen Mindestpreis stark machen. Sollte sich die EU nicht einigen, sollen nationale Maßnahmen (wie beispielsweise Zertifikatelöschung oder Mindestpreis) einen CO2-Preis von 60 Euro absichern. In dieser Höhe scheinen die Preise laut den Experten damit gut unterstützt. Man ist aber skeptisch, dass sich der CO2-Preis schon dauerhaft auf dem aktuellen Niveau etablieren kann. Ein höherer CO2-Preis bedeutet letztlich steigende Endkundenpreise für Brennstoffe, also Inflation.



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1 Kommentar

  1. Nun die Kurzarbeit feuert die INFATION mehr an, weil die dringend gesuchten Fachkräfte dem Arbeitsmarkt entzogen werden!!
    Und der Staat Geld druckt um diese Kurzarbeiter zu bezahlen (geht direkt in den Konsum)

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