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News aus der Börsenwelt: Deutsche Börse, FXCM, Regularien, Broker-Lizenzen

Das Brot- und Butter-Geschäft der Deutschen Börse (um es mal so zu formulieren) läuft glänzend. Das zeigen die aktuellsten Daten zum Kassamarkt, also dem Handel mit Wertpapieren gegen sofortige Bezahlung. Um 12% steigt der Umsatz im März gegenüber…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Das Brot- und Butter-Geschäft der Deutschen Börse (um es mal so zu formulieren) läuft glänzend. Das zeigen die aktuellsten Daten zum Kassamarkt, also dem Handel mit Wertpapieren gegen sofortige Bezahlung. Um 12% steigt der Umsatz im März gegenüber März 2016. Damit zeigen die harten Fakten ganz aktuell, dass die Deutsche Börse auch ganz ohne London Stock Exchange dabei ist stark zu wachsen. Das war ja eigentlich stets das Hauptargument von Deutsche Börse-Chef Carsten Kengeter. Man könne nur oben mitspielen, wenn man mit London fusioniere. Wir meinen dazu: Das wäre so, als würde VW sagen man müsse mit Renault fusionieren, weil man sonst weltweit im Automarkt zu klein wäre um gegen Toyota und GM bestehen zu können. Zitat Deutsche Börse:

Der Umsatz an den Kassamärkten der Deutsche Börse ist mit 135,7 Mrd. Euro im März deutlich gestiegen und hat den Vorjahresmonat mit 120,9 Mrd. Euro übertroffen. Erheblich dazu beigetragen haben die täglichen Auktionen im Xetra-Handel, die zur Eröffnung, am Mittag und zu Handelsende stattfinden. Am 17. März, einem Verfallstag an den Terminmärkten, betrug der in den Auktionen erzielte Orderbuchumsatz sogar 52 Prozent vom gesamten Tagesvolumen. Davon entfielen auf die Schlussauktion um 17.30 Uhr 43 Prozent des Tagesumsatzes. Die Xetra-Auktionen werden von Handelsteilnehmern vor allem für großvolumige Aufträge genutzt, da die Liquidität im Orderbuch gebündelt wird und damit besonders hoch ist.

FXCM

Die Aktie von Global Brokerage (Ticker GLBR in den USA) hat seit 20. März 67% zugelegt. Die Firma, vormals bekannt als FXCM, hatte am 20. März gute Zahlen vorgelegt für das 4. Quartal 2016. Eigentlich hieß es allgemein dazu, dass diese Zahlen der Grund für die Kurserholung waren, aber sie sind ja nun schon 3 Monate alt, und liegen vor dem Zwangsverkauf des US-Geschäfts von FXCM und dem großen Imageschaden für das Haus, weil man doch am Market Making partizipierte, obwohl es anders kommuniziert wurde. Der Kursanstieg in den letzten Tagen ist vermutlich eine technische Reaktion nach den starken Abverkäufen, und fand auch unter geringen Umsätzen statt.

Außerdem ist als extrem positiv zu bewerten, dass man am 20. März erwähnt hat, dass man noch im März gut 30 Millionen Dollar weitere Schulden gegenüber der Leucadia National Corp zurückgezahlt hat, womit noch 128 Millionen Dollar Schulden offen bleiben. Der Aktionär sieht hier also Licht am Ende des Tunnels. Und man darf nicht vergessen: Abseits der auch von uns geäußerten negativen Image-Wirkung für FXCM als Broker-Marke verliert man mit dem US-Geschäft nur gut 19% seines Umsatzes. Das Leben geht also weiter, und wer an eine Zukunft der Marke FXCM (Global Brokerage) glaubt, konnte jüngst bereits einen sehr guten Kursgewinn machen.

Malta

Neben einigen anderen bisher wenig regulierten Standorten gibt es da in der EU auch noch die kleine schöne Insel Malta. Neben UK und Zypern ist man ein relativ kleiner Standort für CFD, Forex und Binäre Optionen-Anbieter. Auch hier zieht man jetzt nach in Sachen Regulierung, wie jüngste Aussagen der maltesischen Finanzaufsicht MFSA zeigen. Ab Oktober tritt folgende Ergänzung in Kraft. Forex- und CFD-Broker müssen selbst ein Mindestkapital von 730.000 Euro vorhalten. Was den maximalen Trading-Hebel der Kunden angeht (Trading-Volumen in Relation zur Cash-Hinterlegung des Kunden), so geht man folgenden Weg: Normale Privatkunden erhalten zukünftig einen Hebel von maximal 50. Privatkunden, die als Profi-Kunden eingestuft werden, können rauf gehen bis maximal 100. Für alle anderen Kunden (Firmen, Institutionen) gibt es keine Hebel-Beschränkung. Fazit: Ein Maximal-Hebel von 50 scheint sich für die Standard-Privatkunden wohl als allgemeine Richtgröße in der EU zu etablieren. In Deutschland noch nicht, aber die Tendenz geht insgesamt in diese Richtung.

Zypern

Gestern berichteten wir darüber, dass die Börsenaufsicht auf Zypern (CySec) zahlreichen Anbietern die Zulassung entzogen hatte. 10 Tage Zeit gab man die Kapitalpolster aufzubessern. Anscheinend haben einige Anbieter zügig reagiert. Nachdem ein Anbieter seine Tätigkeit lieber in die Südsee verlagerte, haben laut CySec die Anbieter Leadtrade und TTCM ihre Zulassung zurückerhalten. Sie können somit weiter Kundenaufträge annehmen, Werbung machen etc.

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

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Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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