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OECD: senkt Wachtumsprognosen auf breiter Front, Notenbanken sollen mehr pumpen, Staaten mehr ausgeben

FMW-Redaktion

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) hat in ihrem vor weningen Minuten veröffentlichten Update zum Wirtschaftsausblick erneut ihre Wachstumsprognosen auf breiter Front gesenkt! So senkte sie die Prognose für die Eurozone auf nun 1,4% – im November hatte die OECD noch 1,8% erwartet.

Aber auch für die USA geht es nach unten: nur noch 2,0% statt 2,5%, wie die Organisation noch im November erwartet hatte. Japan nun bei 0,8% (zuvor 1,0%), China dagegen unverändert bei 6,5%! Und, autsch, Brasilien jetzt nur noch -4,0% von zuvor -1,2%.

Man könnte also sagen: die OECD ist eine Spur pessimistischer geworden. Und so heißt es wörtlich:

„Das globale Wachstum wird 2016 voraussichtlich nicht höher sein als 2015 – und das war bereits das niedrigste seit fünf Jahren“.

Aber es wird noch depressiver: die Risiken einer finanziellen Instabilität seien laut OECD „beträchtlich“, die Finanzmärkte hätten die Wachstumsaussichten neu bewertet, was zu einem Fall der Aktienmärkte und zu höhere Volatilität geführt habe. Subtext: die Märkte hatten recht, als sie fielen – aber das nur nebenbei gesagt..

Wer derart schlechte Stimmung hat wie die OECD, der braucht Alternativen, Lösungen, mithin Rettung. Und da hat die Organisation zwei Retter im Auge: die Notenbanken und die Staaten. Daher richtet die OECD eine Appell an die Staaten und fordert die „dringende Erhöhung“ der Staatsausgaben. Nur so könnten ein „besseres Leben“ für junge Menschen, adäquate Pensionen und ausreichende Gesundheitsversorgung für die Älteren sicher gestellt werden.

Ja, wir wußten es doch schon immer: wir haben diese ganzen Probleme, weil die Staaten viel zu wenig Geld ausgeben. Das muß jetzt schleunigst anders werden! Das Problem aber ist doch, dass die Staaten das Geld für teils fragwürdige Dinge ausgeben. Würde man etwa den von der OECD angesprochenen Gruppen das Geld direkt geben, könnte vielleicht wirklich Wachstum entstehen. Aber es bliebe eben trotzdem Wachstum auf Pump. Und dann müssen die heute jungen Menschen irgendwann die Zeche dafür bezahlen!

Und der zweite Retter sind die Notenbanken: sie sollten die stimulierende Politik sicherstellen, sprich noch ausweiten. Weil bisher, das hat sich gezeigt, hat ja ebendiese Politik zu soo viel Wachstum geführt. Wir wollen jetzt defintiv mehr davon! Die Rechnung geht dann an unsere Kinder und Enkel, die Rechnungs-Anschriften werden zeitnah mitgeteilt..



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3 Kommentare

  1. der liebe deutsche staat macht doch aber bereits den richtigen schritt. kürzt renten, senkt sozialausgaben für seine eigenen landeskinder, finanziert rüstungsprojekte, also direkt die kriegstreiberei, fördert die aufgabe seiner lebenskulturen indem er sich den „neuen“ überlebenswichtigen deutschlandrettern unterordnet….nicht mehr zu ertragen ! durch exzessive, verordnete, unkontrollierte massenzuwanderung, de ideologisiert er, finanziert und füttert er habenichts horden, sry schutzbefohlene, über eine versteckte aber explodierende migrantenindustrie ! ein alt gewordener grimmiger greis nimmt noch schnell den steuerzahler in sippenhaft zur vergemeinschaftung der schulden. ja bargeldverbot muss der nächste schritt sein usw. usw. ergo schlaaand ist doch auf dem besten weg in eine souveräne oecd zukunft. ich verneige micht tief vor diesen ehrbaren, superintelligenten menschen mit ihren weisen und zutiefst ehrlichen ratschlägen…betonung dann wohl auf schlägen…der staat, was oder wer ist das eigentlich? gibt es noch ratio und ehrliche intelligenz???? zu ehrlich der comment…hm…

  2. Allen Daueroptimisten empfehle ich dringend das gerade erschienene Buch »Eiszeit in der Weltwirtschaft: Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen« von Dr. Daniel Stelter zur Lektüre. Das ist wirklich ein exzellenter „Rundumschlag“ zu unseren derzeitigen und kommenden Wirtschafts- und Börsenproblemen.

  3. Die OECD warnt vor erheblichen Risiken für die Finanzstabilität und einer zu schwachen Nachfrage. Als Gegenmittel werden schuldenfinanzierte Investitionen auf Staatsseite empfohlen.
    Die meisten Staaten haben zwar schon jetzt eine zu hohe Verschuldung, aber das macht offenbar nichts. Deutschland „investiert“ übrigens derzeit schon ganz erheblich, und zwar in Flüchtlingsunterbringung und -betreuung. Das ist doch ein tolles Wachstumsprogramm, denn weltweit nehmen die Flüchtlingszahlen schon seit Jahren zu – und das dürfte sich angesichts des Waffeneinsatzes im Nahen Osten und anderen Teilen der Welt sowie den Unwetter- und Dürrekatastrophen als Folge des Klimawandels nicht so schnell ändern.

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