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OECD warnt vor globaler Rezession

FMW-Redaktion

Die OECD warnt vor einer globalen Rezession, weil sich der globale Handel schwächer entwickle als erwartet. Zwar erwartet die Organisation ähnlich wie der IWF weiter Wachstum (in diesem Jahr 2,9%, 2016 3,3% und 2017 3,6%), doch scheint diese Prognose zunehmend in Zweifel gezogen zu werden durch die OECD selbst. So sieht der Generalsekretät der OECD, Angel Gurria, seit dem Ende des Jahres 2014 einen Einbruch beim globalen Handel, ausgelöst vor allem durch die Schwellenländer und China. Wenn aber der Handel rückläufig sei, könne das nichts Gutes für die globale Wirtschaft bedeuten – das Wachstum sei so niedrig wie nur in fünf Jahren in den letzten fünfzig Jahren – und jedesmal habe es dann einen weiteren Abschwung gegeben, so Gurria:

„Global trade which was already growing slowly over the past few years, appears to have stagnated and even declined since late 2014, with the weakness centering increasingly on emerging markets, particularly China. This is deeply concerning as robust trade and global growth go hand in hand. In 2015 global trade growth is expected to grow by a disappointing 2%. Over the past five decades there have been only five other years in which trade growth has been 2% or less, all of which coincided with a marked downturn of global growth.“

In einer Präsentation macht die OECD insbesondere die schwachen Importe Chinas für den Abschwung verantwortlich – Chinas Mangel an Nachfrage belaste die Schwellenländer schwer, deren wirtschaftlicher Aufstieg von der Zunahme der Importe Chinas abhängig gewesen sei.

Hinzu komme die starke Zunahme der Verschuldung, vor allem in China. Damit würde die Anfälligkeit der globalen Wirtschaft weiter erhöht, die Märkte könnte volatiler werden und die gestiegenen Risiken einpreisen. Die OECD empfiehlt „kollektive Aktionen“ der Staaten, um Investitionen vor allem in erneuerbare Energien zu finanzieren, ohne den Schuldenstand damit langfristig zu erhöhen. Bislang sei die Geldpolitk der Notenbanken der einzige Treiber, der die deflationären Gefahren eingrenze – aber auf Dauer sei das ohne staatliche Investments nicht jedoch aufrecht zu erhalten.



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