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Devisen

Ölpreis bringt den kanadischen Dollar unter die Räder

Agata Janik

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Ölpumpen Beispielfoto

Es ist unumstritten, dass der kanadische Dollar stark von dem Ölpreis abhängig ist. Es ist auch kein Wunder, da ein sehr hoher Prozentsatz des kanadischen BIPs durch das schwarze Gold erwirtschaftet wird. Jetzt war in letzter Zeit sowieso eine kleine Ölschwemme am Weltmarkt zu verzeichnen. Mit Ach und Krach konnte Saudi-Arabien noch seinen Börsengang von Saudi Aramco hinbekommen und musste dafür den Ölpreis noch künstlich hochhalten. Der Druck ist aber einfach zu groß geworden. Es gibt aktuell zu viel Öl auf den Markt. Auch die außerordentliche OPEC-Sitzung vor 1,5 Wochen, in der eine erneue Kürzung der Fördermenge beschlossen werden sollte, ist an dem Nicht-OPEC Mitglied Russland gescheitert. Jetzt kommen auch noch die Befürchtung einer schrumpfenden Weltwirtschaft durch das Coronavirus hinzu. Die wirtschaftlichen Ausmaße sind jetzt schon deutlich zu erkennen.

Ölpreis zentral wichtig für hohe Einnahmen auch bei den OPEC-Ländern

Die Hongkonger Bürger bekommen jetzt umgerechnet 1.200 Euro, da die Sonderwirtschaftszone schon durch die Proteste geschwächt in die Pandemie gelaufen ist. Zusätzlich droht in China eine ernsthafte Pleitewelle der kleineren Wirtschaftsbetriebe, die aktuell nicht mehr produzieren dürfen. Kurz gesagt, die Welt produziert weniger und benötigt daher auch weniger Rohöl. Das wirkt sich aus dem Blickwinkel der OPEC Staaten nicht gut aus, und diese leiden aktuell heftig. Ursprünglich waren die Ölproduzenten sehr wohlhabend, aber auch dieses hat sich geändert. Es war kein Einzelfall, dass Geld unter den arabischen Staaten ge- oder verliehen worden ist, weil das Kapital knapp wurde. Im Prinzip ist aus einer Epidemie nun eine Pandemie auch im wirtschaftlichen Sinne geworden. Nun stellt sich für alle die Frage: Wie wird es jetzt auch mit dem Ölpreis weitergehen? Die mangelnde Einschätzungsmöglichkeit von Coronavius ist es, die die Märkte in Unruhe bringt.

USD/CAD vor der Entscheidung

Nun lebt Kanada in großen Stücken vom Rohöl und die Formel ist für den Loonie (CAD) eine ganz einfache. Gerät der Ölpreis noch weiter unter Druck, dann wird der CAD noch weiter leiden müssen. Wie im Chart zu ersehen ist, befindet sich der USD/CAD Kurs aktuell an einem sehr starken Widerstand. Auch der Bereich von 1,3327 wurde schon mehrmals getestet. Bis dato war hier immer Schluss, und der Kurs korrigierte auf der Unterseite. Dies war auch von Nöten, da sonst die zwei nordamerikanischen Nachbaren,USA und Kanada im Warenverkehr Schwierigkeiten bekommen. Jetzt haben wir eine Sondersituation, und in solchen Marktphasen wird häufig auf gewisse Handelsmarken keine Rücksicht mehr genommen. Der Kurs ist jetzt an seiner Grenze, und auf den Punkt genau kann man einen Ausbruch nicht prognostizieren. Die aktuelle Aufwärtsbewegung von USD/CAD kam hauptsächlich durch eine Dreifach-Divergenz (blaue Linien) zustande. Dies zieht meist eine sehr kräftige Gegenbewegung nach sich.

Aus rein technischer Sicht ist diese aber abgearbeitet, und der Kurs befindet sich zudem auch noch an einem Widerstand. Auf der anderen Seite ist der Preisverfall beim Öl sehr wahrscheinlich, und hier ist die nächste Unterstützung erst wieder in der Region von ca. 45 US-Dollar. Aktuell sollte abgewartet werden, ob der Kurs tatsächlich signifikant die Marke von 1,3327 brechen kann. Zudem muss bei diesem Währungspaar immer ein Auge auf den Ölpreis gerichtet sein. Die Trends bei USD/CAD sind meist sehr langfristig und es ist oft sinnvoll, eine Position auch länger zu halten. Heute Nachmittag werden wieder wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht, die zu größeren Schwankungen beim USD führen können.

Ölpreis ist wichtig für US-Dollar vs Kanadischer Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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