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Ölpreis nach dramatischem Anstieg – das große Problem

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Der Ölpreis ist heute Nacht zum Start in die Woche sofort nach oben explodiert (wir berichteten). Wer es noch nicht mitbekommen haben sollte, hier nochmal in Kurzform die Info. Die Huthis aus dem Jemen haben nach eigenen Angaben mit Drohnen saudische Öl-Anlagen erfolgreich zerstört, und von den knapp 10 Millionen Barrels pro Tag an Fördermenge in Saudi-Arabien fallen derzeit 5,7 Millionen Barrels pro Tag aus. Eine Katastrophe für den globalen Ölmarkt! Auch wenn Saudis und USA bereits angedeutet haben Öl-Reserven auf den Markt bringen zu wollen, so hat der Markt verständlicherweise Angst. Und die normale Reaktion besteht in einem deutlich steigenden Ölpreis.

Ölpreis explodiert und konsolidiert sich

Heute Nacht gab es im Ölpreis direkt ab 0 Uhr ein Plus von 19% gegenüber Freitag Abend. Diese Spitze (gut sichtbar im Chart) konnte aber nur wenige Augenblicke gehalten werden. Dann ging es schnell zurück auf einen Anstieg von 13% im Brent-Ölpreis (Europa) und 11% in der US-Ölsorte WTI. Im Chart seht man WTI-Öl seit dem 6. September. Gut sichtbar ist der Anstieg heute früh ab 0 Uhr von 54,80 Dollar Freitag Abend auf 63,14 Dollar in der Spitze. Mal eben ein Sprung von 8,34 Dollar! Wer direkt ab 0 Uhr ohne Limits in die Märkte reinsprang, bekam einen Ölpreis, der nun schon 4 Dollar tiefer notiert. Denn in den Stunden nach der Eröffnung gab es eine Konsolidierung, und jetzt einen weiteren Absturz im Ölpreis auf aktuell 59,14 Dollar im WTI-Öl. Angeblich sollen die Saudis es in Kürze schaffen 40% der ausgefallenen Fördermenge in Kürze wieder an den Start zu bekommen. Lauf WSJ sollen schon heute womöglich 1/3 der Menge wieder dem Markt zur Verfügung stehen. Am Samstag sprach Saudi-Aramco von einem Update zu den Reparaturarbeiten binnen 48 Stunden. Somit dürfte es wohl heute neue Infos geben?

Ölpreis WTI seit 6. September

Das große Problem

Wir hatten es heute Nacht bereits angesprochen, und auch die Expertin Amena Bakr bringt es kurz und knapp auf den Punkt. Wie können weitere Huthi-Angriffe auf saudische Öl-Anlagen verhindert werden? Wie? Eine verdammt gute Frage. Denn Drohnen benötigen ja keine großen Startbahnen oder Hangars, wo man einen Flughafen mal einfach bombardiert, und es können keine Drohnen mehr abheben. Jetzt schwebt dieses Problem über dem Ölmarkt. Das könnte ein Druckmittel sein um die Saudis im Jemen-Krieg an den Verhandlungstisch zu zwingen? Sind die Saudis letztlich dazu genötigt, wenn sie keine weiteren Angriffe haben wollen? Die Lage bleibt angespannt. Wichtig wird heute, ob Saudi-Aramco ein Update präsentiert. Und wichtig wird auch, ob der Ölmarkt den Aussagen auch wirklich Glauben schenkt, wenn von einer Wiederaufnahme großer Ölmengen in kurzer Zeit die Rede sein sollte.

Donald Trump hat heute Nacht nicht nur getwittert, dass die nationale Öl-Reserve der USA bereit stehe um eine mögliche Angebotsknappheit auszugleichen. Nein, auch hat er getwittert, dass man womöglich den Täter kenne. Man sei bereit den Täter zu bestrafen (sinngemäß übersetzt), aber man warte noch ab, was die Saudis dazu sagen. Massive Bombardierungen im Jemen? Vergeltung Richtung Iran? Nach einer aktuellen Erholung im Ölpreis könnte die Lage erneut eskalieren mit einer militärischen Reaktion von Saudis und USA, was den Ölpreis erneut pushen könnte.

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