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Deutscher Michel, bitte privat vorsorgen? Die unfassbaren Aktien-Steuerideen des Olaf Scholz

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Wie oft hat man es gehört in den letzten Jahren aus der hohen deutschen Politik? Der deutsche Rentenanspruchsberechtigte solle doch bitte aufgrund zu erwartender geringer Renten privat vorsorgen. Also, alles rein in Aktien und Aktienfonds? Grundsätzlich spräche doch nichts dagegen? Unser Bundesfinanzminister Olaf Scholz schießt derzeit aber den Vogel ab. Seit Wochen mehren sich die Anzeichen für immer absurdere Steuerpläne, die gerade den Kleinsparer massiv treffen werden, der wie von der Politik gefordert seine Altersvorsorge selbst in die Hand nimmt, und zum Beispiel Aktien oder Aktienfonds kauft.

Derzeit ist es ganz normal bei Aktienanlagen. Verluste können steuerlich geltend gemacht werden. Was als Gewinn übrig bleibt, wird letztlich versteuert. Aber die Beamten des lieben Olaf haben sich da was Geniales ausgedacht. Wenn Aktiengesellschaften ganz pleite gehen, und der Anleger also einen 100% Totalverlust erleidet, soll er diese Verluste nicht mehr von Gewinnen aus anderen Aktienanlagen abziehen können (Referentenentwurf zum sogenannten Jahressteuergesetz 2019). Das Gleiche soll auch für Anleihen gelten, wo die Gläubiger die Rückzahlung der Anleihe bei Fälligkeit nicht mehr leisten können. Wie absurd! Unfassbar! Wer also noch kurz vor der Insolvenz eines Unternehmens davon Wind bekommt, schnell verkauft und mit seiner Geldanlage „nur“ 99% Verlust macht, kann diesen Verlust steuerlich geltend machen. Aber derjenige, der es zu spät merkt und 100% Verlust macht, kann diesen Verlust nicht mehr geltend machen? Einfach unfassbar!

Finanztransaktionssteuer

Aber das ist nur eine Kleinigkeit im Vergleich zur geplanten Finanztransaktionssteuer. Wie es das Wort schon sagt, sollen Aktientransaktionen besteuert werden. Also eine Umsatzsteuer. Aber Derivate sollen nicht besteuert werden. Der „brave“ deutsche Michel, der langfristig Geld anlegen will fürs Alter, zahlt also eine Steuer. Der Zocker, der Optionen, Futures und Sonstiges handelt, bleibt von der Steuer unberührt. Noch absurder geht es nicht Olaf Scholz! Und das wäre ja noch was. Die Fondsgesellschaften, die für den Kleinsparer Aktien kaufen, müssen diese Steuer dann ja folglich auch zahlen. Somit würden sich die Renditen sehr langfristig orientierter Sparer spürbar vermindern. Wer also fürs Alter anlegen will, indem er in Fonds geht, ist der Dumme. Tja, die EZB hat die Zinsen auf dem guten alten Sparbuch abgeschafft. Also rein in Aktien? Nein, da wartet schon Olaf Scholz.

Die Folge könnte sein, dass der Deutsche, der ohnehin eher ein Aktienmuffel ist, sich noch mehr aus Geldanlagen in Aktien oder Aktienfonds verabschiedet. Die Folge: Der Anteil ausländischer Investoren in deutschen Aktiengesellschaften steigt noch weiter, und somit können Entscheidungen über deutsche Unternehmen noch stärker von zum Beispiel Hedgefonds an weit entlegenen Orten getroffen werden, welche wohl kaum das Gemeinwohl hier vor Ort im Sinn haben. Schauen Sie hier zu dem Thema ab Minute 1:00 auch das folgende interessante Video von Mission Money an.

Finden Sie auch hier gerne weitere Infos zu dem Thema.

2 Kommentare

2 Comments

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    Übelkeit

    16. September 2019 11:17 at 11:17

    Neben dem Bail-in ist das nur ein weiterer Baustein für den bevorstehenden Crash des Geldsystems so wie wir kennen.

    Die Massenvernichtungswaffen aka ETFs werden ihr übriges tun. Der risikoscheue Michel tut gut daran in Zeiten von TINA nicht in Aktien zu investieren sondern in Edelmetalle. Zumindest solange das noch möglich ist.

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    Koch

    16. September 2019 19:24 at 19:24

    Man müsste dem Scholzomat eigentlich sowas von dankbar sein,dass er keine Chance auslässt,dem gemeinen Bundesbürger mitzuteilen,dass er eigentlich keine Rolle im derzeitigen Machtgeschacher spielt.Obwohl das Volk der Dichter und Denker seit Jahren intellektuell gehörig nachlässt(siehe Privatfernsehen,germanys,dschungelcamp Big Brother,Love Island und wie der ganze Hirnrotz noch so heisst)ist doch ein Gespür dafür verblieben,die einst(lang ist es her)stolze SPD unter die 5%-Hürde zu drücken!Da gehört sie hin!P.s.Als zum ersten mal der Begriff „Finanztransaktionssteuer“(Bestrafung der bösen Zocker)aufkam habe ich mir schon genau das gedacht,was schlussendlich der Scholzomat jetzt aus dem Sack lässt.Hängt die Kleinen und lasst die Grossen laufen!

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Olaf Scholz und die Steuer-Abzocke!

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Böse Zungen sagen: Wuhan schenkt der Welt den Coronavirus – und Hamburg schenkt Deutschland und Europa seinen ehemaligen Bürgermeister Olaf Scholz, der einst seinen Mitbügern im Vorfeld des G20-Gipfels zurief: „Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist“.

Bekanntlich haben das Ende des G20-Gipfels dann doch einige Hamburger mitbekommen – als sie ihr von freundlichen G20-Gipfel-Besuchern in Brand gestecktes Auto an der Elbchaussee begutachten durften.

Nun also der kometenhafte Aufstieg von Olaf Scholz vom Hamburger Bürgermeister zum deutschen Finanzminister. Und seine Amtszeit steht zunächst unter dem Motto: rote Null setzt sich für schwarze Null des Bundeshaushalts ein – das ist in sich zwar löblich, macht aber übergeordnet vielleicht nicht so viel Sinn, wenn der Rest der Welt von Schuldenorgie zu Schuldenorgie wankt. Aber am deutschen Finanzwesen soll die Welt genesen, lautet wohl die Parole des Hamburgers in Berlin.

Bekanntlich ist die SPD derzeit leicht im Stimmungstief – und übt sich nun in der linken Vorwärtsverteidigung durch  die überraschende Mitgliederwahl von Bojans und Eskens. Daher muß die Gruundrente her – das macht ja auch durchaus Sinn angesichts der Tatsache, dass die Renten etwa in Österreich sehr viel höher sind als in Deutschland.

Aber wie soll die Grundrente finanziert werden? Durch das neue Einkommensteuergesetz, das faktisch jene Menschen bestraft, die versuchen, sich selbst eine Rente aufzubauen – jenseits der staatlichen Hunger-Rente. Und das ist schon ein Skandal: faktisch sorgt die Geldpolitik der EZB für finanzielle Repression durch Abschaffung der Zinsen, sodass Wertpapiere die einzige Fluchtmöglichkeiten bieten – weshalb ja der Dax nun auf Allzeithoch agiert und Dividenden die neuen Zinsen sind.

Aber nun wird faktisch auch diese Tür zugemacht durch die geplante Finanztransaktionssteuer in Kombination mit dem neuen Einkommenssteuergesetz. Olaf Scholz wird irgendwann völlig überrascht feststellen, dass die Einnahmen aus diesen neuen Gesetzen deutlich gringer sein werden als erwartet (siehe Frankreich) – aber dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen!

Was Olaf Scholz plant, ist die Fortsetzung der finanziellen Repression diesmal nicht durch eine Notenbank, sondern durch den Staat selbst. Das ist Sozialismus nach dem Motto: lieber alle gleich arm als unterschiedlich reich!

Sehen Sie zu dieser Thematik auch das Inside-Markets-Interview von Manuel Koch und Sissi Hajtmanek mit Alice Schwarzer!

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Deutsche Bank: Sigmar Gabriel wird Aufsichtsrat – Amen und Haleluja!

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Hätte Sigmar Gabriel sich nicht so einen allgemeinen „Beraterposten“ a la „Schröder bei Putin“ besorgen können? So ein bisschen beraten, auf Events blicken lassen, Networking etc? Nein, es muss gleich die Deutsche Bank sein. Die ehemalige Führungsfigur der SPD wird laut offizieller Mitteilung der Bank in den Aufsichtsrat berufen. Amen und Haleluja, möchten wir da sagen. Wollen wir alle zusammen nochmal schnell eine Messe lesen lassen?

Bürger von Hamburg und Schleswig-Holstein erinnern sich noch gut an Heide Simonis, die ehemalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein. Sie war auch im Aufsichtsrat, und zwar bei der HSH Nordbank. Als der Laden mit Milliarden-Loch den Steuerzahlern aufgedrückt wurde, konnte Frau Simonis dazu nur sagen, dass sie von der ganzen Bankmaterie überhaupt nichts verstanden hatte, und darauf vertraute, dass das alles schon seine Ordnung hat, was die Vorstände der Bank ihr da zum Abzeichnen vorlegen. Wurde sie zur Rechenschaft gezogen? Sie kennen die Antwort. Und Sigmar Gabriel? Muss es gleich die größte Bank Deutschlands sein, wo es wirklich wichtig wäre finanzielle Fachkompetenz im Aufsichtsrat zu versammeln, die auch komplexe banktechnische und börsentechnische Zusammenhänge kennt?

Hat Sigmar Gabriel sich in den letzten Jahren solche Fachkenntnisse erworben? Zweifel sind angebracht. Gut, er war von 2005 bis 2009 im Verwaltungsrat der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau… man könnte auch sagen: Schlimmer als Achleitner geht eh nicht? Sigmar Gabriel wird nicht Vorsitzender, sondern nur einfaches Mitglied im Aufsichtsrat. Bei der nächsten Hauptversammlung muss er noch von den Aktionären bestätigt werden. Aber wenn man Herrn Achleitner nie austauschte, trotz konstantem jahrelangem Niedergang der Bank, dann wird der Aktionär auf der HV auch einen Herr Gabriel wählen?

Die offizielle Begründung, warum die Deutsche Bank gerade Sigmar Gabriel „einkauft“, zeigt recht schnell, dass es hierbei nicht um irgendeine Art von finanzieller Fachkompetenz geht, sondern wohl eher um Kompetenz im politischen Networking, wie wir es mal formulieren möchten. Zitat Deutsche Bank:

„Wir freuen uns sehr, mit Sigmar Gabriel einen überzeugten Europäer und Transatlantiker für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewinnen zu können“, sagte Paul Achleitner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bank. „Wir erleben geopolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernde Zeiten, in denen sich eine globale Bank ganz neuen Erwartungen und Anforderungen stellen muss. Als ehemaliger Umwelt-, Wirtschafts- und Außenminister wird Sigmar Gabriel mit seinem großen Erfahrungsschatz einen besonderen Beitrag leisten und unsere Kompetenz im Aufsichtsrat ergänzen.“

Seit seinem Rückzug aus der Bundesregierung ist Gabriel in verschiedenen internationalen Gremien und Organisationen aktiv. Er ist seit Juni 2019 in ehrenamtlicher Funktion Vorsitzender der Atlantik-Brücke, Mitglied im Board of Directors der International Crisis Group sowie Mitglied der Trilateralen Kommission und des European Council on Foreign Relations. Beruflich berät Gabriel zudem Unternehmen zu internationalen Fragen.

Man darf also vermuten, dass es die Aufgabe von Sigmar Gabriel sein wird für die Deutsche Bank bei Aufsichtsbehörden „Schöne Welt“ zu machen, wenn es um Stresstests, Prüfungen, Regularien, Kaptialanforderungen etc geht? Hätte man ihm da nicht eher einen Vertrag als externen Berater geben können? Jetzt soll er ja per Definition die Bank beaufsichtigen. Sigmar Gabriel wird aktuell offiziell folgendermaßen zitiert:

„Die Berufung in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist für mich eine große Ehre. Mit einer nun klaren Strategie und ihrem starken Führungsteam hat die Deutsche Bank als eine der wichtigsten Finanzinstitutionen in Europa die Chance und die Verantwortung, die Zukunft der deutschen und europäischen Wirtschaft mit zu gestalten. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.“

Sigmar Gabriel im Jahr 2018
Sigmar Gabriel. Foto: EU2018BG Bulgarian Presidency – Informal Meeting of Foreign Affairs Council (Gymnich): Arrival CC BY 2.0

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Steuer-Horror: Forex-Trader aufgepasst, Finanzministerium hat uns geantwortet

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Forex Steuer-Horror? Deutschland-Flagge

Der Steuer-Horror beginnt ab Januar 2021. Viele Portale wie auch wir haben in den letzten Tagen über dieses Debakel berichtet, welches auf Bürger zukommt, die sich erdreisten am Kapitalmarkt mit Derivaten handeln zu wollen. Wichtig nochmal in Kurzform: Man darf nur noch Verluste mit Gewinnen aus der selben Kategorie verrechnen. Man kann also beim Zertifikate-Trading keine Verluste mit Gewinnen aus Aktien verrechnen. Und noch viel wichtiger und schlimmer: In jeder Kategorie darf man pro Jahr nur noch 10.000 Euro Verlust gegen seine Gewinne setzen. Was heißt das für CFD- und Forex-Trading?

Es wird dazu führen dass Trader, die Gewinne und Verluste in ähnlichen Größenordnungen machen, fett Steuern zahlen müssen. Wer Gewinne macht, kann so viel Steuern zahlen, dass er effektiv sogar Verluste macht. Und wer im Trading vor Steuern insgesamt Verluste macht, muss auch noch Steuern zahlen. Einfach unglaublich. Die genauen Rechenwege und Beispiele finden Sie beim Klick an dieser Stelle.

Betroffen sind Sie als Trader, wenn sie Hebelzertifikate, Optionen, Futures, Optionsscheine und CFDs handeln. Und der Devisenhandel, abgekürzt auch bekannt als Forex-Trading? (Foreign Exchange). Hierzu haben wir beim Bundesfinanzministerium nachgefragt und um eine klare Antwort gebeten. Und wir haben Antwort erhalten. Wer die vorher beschriebenen Derivate auf Devisenpaare handelt, unterliegt diesem neuen Steuer-Horror. Wer Forex in der Kasse handelt, hat kein Problem, denn er ist nicht davon betroffen. Hier im Wortlaut das Bundesfinanzministerium:

Devisentermingeschäfte sind in Randziffer 38 des BMF-Schreibens „Einzelfragen zur Abgeltungsteuer“ vom 18. Januar 2016 (BStBl I S. 85) geregelt. Devisenkassageschäfte fallen nicht unter diese Regelung.

Wichtig: Der Forex-Kassa-Handel ist nicht betroffen, weil er sozusagen das Originalprodukt darstellt. Die betroffenen Produkte sind allesamt Derivate, sie beziehen sich also auf ein anderes Produkt. Zitat Ministerium:

Der Begriff des Termingeschäfts umfasst sämtliche als Options- oder Festgeschäft ausgestaltete Finanzinstrumente sowie Kombinationen zwischen Options- und Festgeschäften, deren Preis unmittelbar oder mittelbar abhängt von

dem Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren,

dem Börsen- oder Marktpreis von Geldmarktinstrumenten,

dem Kurs von Devisen oder Rechnungseinheiten,

Zinssätzen oder anderen Erträgen oder

dem Börsen- oder Marktpreis von Waren oder Edelmetallen.

Dabei ist es ohne Bedeutung, ob das Termingeschäft in einem Wertpapier verbrieft ist, an einer amtlichen Börse oder außerbörslich abgeschlossen wird. Zu den Termingeschäften gehören insbesondere Optionsgeschäfte, Swaps, Devisentermingeschäfte und Forwards oder Futures, vgl. Rzn. 36 und 37. Die Zuordnung hängt dabei von der konkreten Fallgestaltung ab.

Am Ende nochmal der Disclaimer: Wir sind keine Steuerberater. Wollen Sie hundertprozentige Rechtssicherheit, sprechen Sie bitte mit einem Steuerberater! Man weiß ja nie, welche letztliche Ausgestaltung sich die Herrschaften in Berlin sich für diesen neuen Steuer-Horror bis Januar 2021 noch einfallen lassen.

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